als Stammschiff, S. M. Panzerschiff „Preußen", S. M. Aviso „Wacht". 2) 2. Reservedivision der Nordsee. Panzerfahrzeugdioision. Stammschiff S. M. Panzerfahrzeug »Mücke". 3) 2. Torpeboboots-Reserveoivision. Ein V-Boot, acht 8.Boote.
Der Chef der Admiralität.
Allerhöchst zur Stellvertretung kommandtrt Graf v. Monts.
Chefs des StadS bet den StattonSkommandos. Auf den Mir gehaltenen Vortrag bestimme Jch^ daß an Stelle deS 1. Adjutanten der MarinestattonS-CommandoS ein Capitän zur See als Chef deS Stabes mit den allgemeinen Befugnissen des Chefs des Stabes eines General-Commandos zu treten hat. Sie haben demnach das Wettere zu veranlassen.
Potsdam, 6. September 1888.
Wilhelm.
An den Chef der Admiralität.
Ich genehmige, daß Mein Panzerschiff „Hansa" aus der Lifte Meiner Kriegsschiffe gestrichen wird, und beauftrage Sie, wegen weiterer Verwerthung desselben das Erforderliche zu veranlassen.
Potsdam, 6. September 1888.
Wilhelm.
In Vertretung des Reichskanzlers: Graf o. Monts.
An den Chef der Admiralität.
Berlin, 18. September. Gegenüber Erörterungen, welche darüber aufgetaucht sind, ob sich durch die bevorstehende Vermählung der Prinzessin Sophie, Schwester des Kaisers, mit dem griechischen Kronprinzen die Nothwendtgkett eines Glaubensw^chsels für die Prinzessin ergebe, wird die „Polit. C." aus Athen von unterrichteter Sette auf die Bestimmungen der griechischen Verfassung aufmerksam gemacht, welche einzig in Rücksicht der Kinder des jeweiligen Königspaares die Vorschrift enthält, daß sie im orthodoxen Glauben erzogen werden müssen. Dagegen existtrt keinerlei Bestimmung, welche hinsichtlich des Glaubens der durch Heirath zuwachsenden Mitglieder der kontgl. Familie etwas vorschriebe.
Berlin, 18. September. Dem Vernehmen nach werden Mitglieder der national- liberalen und der freiconseroattven Partei im Reichstage beantragen, eine Summe für die Emin-Expedition zu bewilligen. (F. Z.)
Berlin, 18. September. Wie man der „K. Volksztg." mitthetlt, läßt der Eisenbahnmtnister v. Maybach bei sämmtlichen Etsenbahndtrectionen Erhebungen darüber anstellen, welche Wirkungen der von Eduard Engel oorgeschlagene Tarif für einen bestimmten Zeitraum haben würde.
Telegraphische Depeschen.
WOlff's lelegr. Eorrespondrnz«Bureau.
Berlin, 19. September. Erzherzog Albreckt, Großfürst Nicolaus und die bayerischen Prinzen wohnten heute dem Schluß der Manöver um Müncheberg bei, verabschiedeten sich dort von dem Kaiser, der sich zur Abhaltung der Jagden nach Hubertusstock begab, und kehrten nach Berlin zurück, wo Nachmittags ein Diner im Pfeilersaal des Königsschlosses stattfindet.
Berlin, 19. September. Die „Nordd. Allgem. Ztg." meldet: Dem Vernehmen nach wurde General v. Pape zum Generaloberst der Jnianterie und Oberbefehlshaber der Truppen in der Mark, v. Meerscheidt-Hüllessem zum commandirenden General des Gardecorps, General v. Hilgers zum commandirenden General des fünften Armeecorps, General Kropff zum Commandeur der fünfzehnten Division, Major v. Zttzewitz zum königl. Flügeladjutanten ernannt, General Schlieffen zur Dtsposilion des Chefs des Generalstabs commandirt und Flügeladjutant Vtetinghoff in den Generalstab verseht.
Berlin, 19. September. Die bayerischen Prinzen reisen Abends 8 Uhr von hier ab, der Erzherzog Albrecht morgen. Großfürst Nicolaus bleibt noch mehrere Tage hier.
Müncheberg, 19. September. Se. Majestät der Kaiser commandirte heute das GardecorpS, welches seit gestern, wo es hatte zurückgehen müssen, um 6 Bataillone und 3 Batterien verstärkt war, während das dritte Armeecorps 3 Bataillone hatte abgeben müssen. Der Kaiser brach bereits um 6 Uhr früh auf, während die fürstlichen Gäste, bei denen sich auch der Kronprinz von Griechenland befand, um 7 Uhr auf dem Bahnhof Dahmsdorf-Müncheberg anlangten und hier zu Pferde stiegen. Der Kaiser hatte eine weite Umfassung durch die erste Garde-Jnfanterie-Division und die Garde-Caoallerie- Dioision im Norden angeordnet, indessen die zweite Infanterie-Division von Südwesten her gegen die sehr gute Stellung des dritten Corps vorging. Das dritte Corps wurde mit der sechsten Division zuerst zurückgeworfen und auf den rechten Flügel von der Garde wurden wiederholt Cavallerie-Attaken gemackt. Gegen 11 Uhr ging das dritte EorpS mit der fünften Division wieder zum Angriff vor. Damit endete das Manöver. Se. Maj. der Kaiser begab sich sodann zu Pferde und die königlichen Prinzen mit den fürstlichen Gästen zu Wagen nach dem bet dem Vorwerk Ahnitz errichteten Milttär- Lahnhof. Um 1 Uhr 12 Minuten fuhren die Fürstlichkeiten mittelst ExtrazugeS nach Berlin, nachdem sie sich von Sr. Maj. dem Kaiser verabschiedet hatten. Bald darauf fuhr Se. Maj. mit nur drei Herren seines Gefolges in entgegengesetzter Richtung nach dem Jagdschloß Hubertusstock, um daselbst auf Hirsche zu pürschen. Hiernächst begann die Einschiffung der Fußtruppen, die bis heute Abend von den Bahnhöfen Müncheberg, Ahnitz und Straußberg aus in 31 Zügen befördert werden. Hierzu sind 68 Maschinen und an 1200 Wagm von der Betriebs-Direction der Ostbahn zusammengebracht worden. Bis zu ihrer Einschiffung biwaktren die Truppen in der Nähe der Bahnhöfe.
München, 19. September. Die „Allg. Ztg." theilt mit, daß Freiherr Carl o. Cotta, der Vorstand der Cotta'schen Verlagshandlung, gestern Vormittag auf Schloß Gerach bet Eßlingen gestorben ist.
Saiser-larrtern, 19. September. Der Prinzregent ist auf seiner Rundreise in der Pfalz heute Vormittag 10 Uhr hier eingetroffen und von der Bevölkerung mit enthusiastischen Kundgebungen empfangen worden. Die Stadt ist auf das Prächtigste geschmückt und von auswärtigen Besuchern überfüllt.
Wien, 19. September. In dem niederösterreicktschen Landtage ist ein Antrag, betreffend die Bethetligung des Landtags an den zu Ehren Sr. Majestät des Kaisers Wllhelm zu veranstaltenden Festlichkeiten, eingebracht worden. Der Vorsitzende des Landtages verwies den Antrag an die betreffende Commission.
Paris, 19. September. Der Leichnam eines deutschen Gendarmen wurde auf dem Territorium der französischen Gemeinde Suarce, eines V/i km von der Grenze an der Straße nach Belfort gelegenen Dörfchens, im Gebüsch gefunden. Der Hals war von einer Kugel durchbohrt. Die „Corr. Havas" behauptet, daß ein Selbstmord vorliege. Das Ministerium des Aeußern verweigert jede Auskunft. Gerichtliche Autoritäten von Belfort begaben sich heute nach dem Thatort. Die „France" stellt die Hypothese auf, daß der Gensdarm von deutschen Schmugglern ermordet worden sei.
Lokales.
Gießen, 20. September. Am Mittwoch den 19. d. Mts. trug Herr Oscar Zack Shakespeare's „Sommernachtstraum" vor zahlreichem Publikum vor und erzielte damit einen glänzenden Erfolg. Auf der einen Sette verstand er es, die ernsten Scenen vortrefflich zur Geltung zu bringen, während auf der anderen Seite das humoristische Element das herzhafteste Lachen heroorrief. So z. B. war das Schauspiel der Handwerker so drastisch gegeben, daß e8 wahrhaft erschütternd auf die Lachmuskeln « ? ^te. Auf den am GamStag den 22. d. M. stattfindenden zweiten Vortrag „Aus Goethe s Jugendzeit" von Adolph Mttzenius machen wir hiermit aufmerksam. v
_ , ^0-,September. Ueber das im Jnseratentheil des vorliegenden Blattes
sich empfehlende Antrsptrittstenpaar Homes und Fey. welches Freitag Abend im Saale
8 m r'. sowie an den folgenden Abenden Vorstellungen zu geben beabsichtigt, schreibt die „Berliner Post u- 91: Am letzten Sonntag war dem Paare der Auftrag Ä^o^oen, im Hause des belgischen Generalkonsuls Goldberger vor einer distingutrten Gesellschaft, in welcher man auch den vormaligen Polizeipräsidenten, Herrn von Madai bemerkte, eine Pr oatvorstellung zu veranstalten. Allseitige Bewunderung erregte beim Erra hen her °-rschi-d-nart gst-n G-g-nständ- Frau F-y dadurch, daß fie eine in ihrer Goldkapsel befindliche lüdffchc Gesetzrolle in kurzer Zeit richtig als das von Herrn Home? berührte Object bezeichnete, obgleich dasselbe dem mit jüdischen Sitten wenig vertrauten Künstlerpaare durchaus srenid sein mußte. Wer bisher die interessanten Productionen nicht gesehen hat, mag sich im Laufe dieser Woche das in jeder Beziehung ernpfehlenswerthe Vergnügen nicht versagen.
Vermischte».
' G'- ß - n. Ende Juli d, I. wurde zwischen Altena und Lüdenscheid in brr Muhlm-Rahmede "ns rech er Einbruch verübt, jedoch wurde der betrofiene fiabttfant Fr. Ardep vor Schaden durch die Kurabilität seines Geldschrankes bewahr" Ä Titbi braditn in tjntt Sonntag Nacht in das von menschlichen Wohnungen entse^n stehend- Fabrikgebäude ein und begaben sich, offenbar mit den Lokalitäten genau Wann, in das Im zweiten Stockwerk befindlich- Kontor. Hier bearbeiteten sie nun in wat' ftorter und recfct aeraufcfcoofler Weise den Kassenschrank augenscheinlich die ganze Nackt ^uß.-r> aber, obschon es ihnen gelang, aus dem sehr starken Ihürblech neben dem Schlüsselloch -in groß-r-s Stuck heraus,umeißeln und so an das Schloß zu gelanae^ doch ganz unverrichteter Sache abziehen, da ihnen grade die eigenartige SF-g conftructton trn Halt gebot. Das Schloß dient nämlich bei dl-s-rn schon rundS R-ihe von Jahren von der hiesigen Firma Rud. Wolfs bezogenen Schranke nidit„„, ,um unbedingt sicheren Verschluß, sondern auch zur Sicherung gegen gewaltsame» fo,. dringen durch Meißeln Sögen oder Bohren. Der soliden Construction des Schrank verdankt der Besitzer di- Erhaltung des Inhaltes. Daß d-mnach die Schränke U girtna Rud. Wolff, welche sich schon gar häufig in Feuer- und DiebSgesahr bacäto haben, warme Empfehlung verdienen, leuchtet ein. ’
m. . i? d - September. In voriger Woche haben die hiesigen Bäckerden
L» an* Frodes um 6 A pro Laib erhöht. Diesem Beispiele folgten alSbald Ä« ^tzger und setzten eine Stetaerung der F l e t s ch p r e i s e in Scene, die aber bereits gestern durch den Vorstand der Metzgerinnung einen Widerruf erfahren bat Daß aber-uch d - bewerkstelligt- Erhöhung d-s Brodpr-isrs nicht den B-isall all« Bäcker findet, geht daraus hervor, daß einzelne derselben noch zu den alten Dreisen .^kaufen und dadurch mancker Kunde seinem bisherigen Lieferanten untreu geworden ist. Auch die Zufuhr von außerhalb ist seit Anfang dieser Woche eine stärkere geworden. ,, °n- Darmstadt, 19. September. Bezüglich des Raubmörders Wehner kann
ich Ihnen mitthei en, daß derselbe bei dem gestern Mittag staltgehabten ersten Verböte Tbat in siechster Weise leugnete. Trotzdem er bei seiner Verhaftung erklärte, am ^age des Mordes mit dem Getodteten zusammen gewesen zu sein, behauptet er heule denselben nicht zu kennen; die Züge des Ermordeten schienen ihm aber bekannt'. Sammtltche Zeugen bezeichnen Wehner auf das Bestimmteste als den Thäter Der Körper des Ermordeten ist in wahrhaft bestialischer Weise zugerichtet und hat nickt weniger als 36 Stichwunden. Heute Nachmittag findet die Beerdigung deS Ermordetm nu* ein UeberfaH auf die Frau eines hiesigen Geschäftsmannes, welche Abends 10 Uhr nach Hause gmg, wurde Wehner beute nachgewtesen. Bet dieser Gelegenheit wurde ihm bei versuchter Festnahme durch einen auf die Hilferufe herbet- etlenden Herrn der Aermel seines Rockes ausgerissen, worauf er die Flucht ergriff Heute wurde er dieser That überführt, da ihn die Frau und der Herr auf das Bestimmteste wiedererkennen und da auch der Rock mit ausgeriffenem Aermel in seiner Wohnung gefunden wurde. Ferner soll Wehner auch mit einem in Frankfurt a M unter der Eisenbahnbrücke ausgeführten Morde in Verbindung stehen. Namentlich soll der ermordete Oppermann Aeußcrungen dahin gethan haben. Daher dattrten auch die Rachegedanken des Wehner.
A Mainz, 19. September. Das bei Beginn des Culturkampfes geschlossene btschofllche Knabenconvtct hier wurde gestern unter Leitung eines Caplans wieder eröffnet. Wegen beschränkten Raumes konnten vorerst nur 23 Zöglinge ausgenommen werden. Das Studium der Theologie ist von der Aufnahme in die Anstalt nicht abhängig.
. _ — Der Verein für Geflügel- und Vogelzucht trägt sich mit einem Plan, der al« 0er Anfang zu einem zoologischen Garten hier angesehen werden kann. Der Verein beabsichtigt nämlich bei dem dermaltgen Umbau der „Neuen Anlage" ein großes Vogelhaus dorten auf seine Kosten aufstellen zu lasten, das so dtsponirt werden soll, daß Nck auch Räume für andere Thiere damit in Verbindung bringen lassen. Die Fütterung und Pflege der Thiere will der Verein auch bethätigen, doch hat er bei feinem Plane, mit welchem er warmes Interesse bei der städtischen Verwaltung gefunden, im Auge, daß der Bestand an Vögeln und sonstigen Thieren hauptsächlich durch Geschenke von Interessenten und Liebhabern beschafft werden soll.
— In der gestrigen Generalversammlung der Mainzer Liedertafel wurde beschlosten. im Sommer 1889 hier ein Musikfest abzuhalten.
= Frankfurt, 19. September. Kaum ist die Nachricht von dem Ankauf der Villa Reiß durch die Kaiserin Friedrich in die hiesigen Blätter übergegangen, da folgt auch schon das Dementi auf dem Fuße. Die Meldung erweist sich allermindestens als verfrüht, denn ein Verkaufsabschluß liegt, wie wohlunterrichtete Personm bekunden, bis zur Stunde nicht vor, dagegen soll der hohen Frau bis zum 1. October das Vorrecht für den Ankauf der Villa eingeräumt worden sein.
— Morgen soll mit der Versteigerung der alten Bahnhofsgebäude begonnen werden. Dazu darf wohl die Nachricht gefügt werden, daß einer der bekanntesten hiesigen Millionäre für das gefammte in der Nähe des Hauplbahnhosis befindliche Bauterratn das niedliche Sümmchen von 23 Millionen geboten haben soll. Der Verkehr im Hauptbahnhof ist übrigens schon ein ganz normaler. Der Eifer der Frankfurter, nach dem neuen Bahnhof hinauszupilgern, dort zu speisen und zu bcchern, ist schon verrauscht und männigltch begibt man sich wieder in das Stammlokal und läßt Bahnhof Bahnhof fein. Daß der Verkehr an letzterem trotzdem ein ganz colossaler ist, braucht kaum bemerkt zu werden.
□ Frankfurt, 19. September. Nächsten Sonntag und Montag findet das Herbstrennen des hiesigen Trab-Renn-Dereins statt. Es wird dieses zu den bedeutsamsten Rennen gehören, die hierorts gesehen worden sind, denn es sind u. a. folgende Pferde angemeldet, die den Sportfteunden hinlänglich bekannt sind: Mollte Wilkes, MiSby Morntng, Milton, Polly, Mtmmie Franklin, Blue Belle die Siegerin von Weißensee, Bob Johnson, Trouble, Lyssander Belle, Vanburen girl u. f. w.
— Auf einen neuen Schwindel, der in jüngster Zeit hier verübt wird und der sich leicht auch nach außerhalb verpflanzen könnte, sei hiermit aufmerksam gemocht. Sogenannte Nepper, welche mit Tuchresten handeln und Privatleute besuchen, sind auf den allerdings nicht mehr neuen Gedanken verfallen, Frauen in Abwesenheit der Männer zu besuchen, sich als von den Eheherren geschickt vorzustellen, Tuch abzuliefern und Bezahlung zu verlangen. Obgleich der Schwindel plump genug angelegt ist, sind doch schon Frauen darauf heretngesallen und haben für die fast werthlosen Reste hohe Summen bezahlt. Es sei vor dielen Bauernfängern gewarnt und den Frauen dringend empfohlen, in Abwesenheit ihrer Männer nichts zu bezahlen.
A Aus Rheinhessen, 19. September. In Gau-Algesheim, Ober-Ingelheim und Heidesheim beginnt die Lese des Frührothen am 20. ds. Mts. Bei der guten Witterung des September haben sich die Trauben auch recht schön entwickelt.
— Die Jagdvächter in der Provinz führen lebhaft Klagen über den Mangel an Hasen in diesem Jahre, was auf die Herbstmanooer zurückzuführen ist. Durch das fortwährende Gedonner der Geschütze haben die Hasen sich andere Districte aufgesucht. Das Gleiche wird von den Feldhühnern behauptet.
— Seit einigen Tagen ist in Worms die Telephoneinrichtung im Betrieb und wird von der Geschäftswelt sehr fleißig benutzt.
Uuiverfftiits * Ghronik.
Gießen, 20. September. Wie der „Reichsanzeiger" meldet, ist der Marburger Kirchenhistoriker Prof. Dr. A. Harnack, während der Jahre 1879 bis 1886 eine Zierde unserer Hochschule, trotz der erregten Bemühungen seiner Gegner nun doch nach Berlin berufen worden. Dieser Ausgang wird alle diejenigen freuen, welche wünschen, daß auch fernerhin bei Besetzung von Lehrstühlen der evangelischen Theologie dos Urtheil derjenigen Instanzen maßgebend bleibe, welche zu einem solchen kirchlich berufen sind, d. h. daß den theologischen Facultäten und nicht unseren zur Ordnung anderer Dinge berufenen Consistorien ober gar ben nicht immer oerfianbißen kirchlichen Parteien ein einseitiger Einfluß in bieten Dingen zufalle.
— Die philosophische Facultät ber Universität Göttingen erneuerte bemProf. Roscher aus Anlaß seines 50jährigen Doctorjubiläums sein s. Z. bort erworbenes Doctordiplom unb sprach demselben warme Glückwünsche aus.
— Der Prof, ber Geologie vr. Roth in Berlin feierte am 15. b. M. seinen 70. Geburtstag.


