gelegenen Häuser mit der Uebernahme eines Theiles der Kosten einverstanden erklärt Haben, werden diese Strecken mit neuem Trottoir versehen werden, wovon dezüalick der übrigen Theile des Selterswegs vorläufig abzusehen ist, da die Hausbesitzer sich nickt einigen konnten» - Dem Gesuche des Kaufmanns I. Rothschild um Erlaubniß zur Anlegung einer Abflußrinne wird die Genehmigung ertheilt, während berüalick ^es Gesuches um Verbesserung des Fluthzrabens hinter den Häusern der Wittwe Spier beschlossen wird über die Verbesserungsoorschläge zu beschließen, wenn über die generelle Canalisation der Stadt entschieden ist. Zur Ausarbeitung der Pläne hierzu rst nach Mittherlung des Herrn Bürgermeisters die kretsamtliche Genehmiauna eingegangen. — Schließlich ist noch nachzutragen, daß an Stelle des verstorbenen Herrn Wortmann Herr E. Grüneberg zum Eontroleur bei den städtischen Versteigerungen gewählt wurde. w
Gießen, 19. Mai. Die überaus warme Witterung der letzten Tage hat dem Wasser unlerer Lahn eine Temperatur verliehen, die auf Alle diejenigen, welchen ein Bad m den kühlen Fluthen ein Bedürfniß ist oder ihnen ein Vergnügen bereitet eine Anziehungskraft ausubt, wie mitten im Hochsommer. Der Betrieb der Lahn-Badeanstalten ist denn auch in vollem Gange und der Besuch derselben schon ein recht reaer geworden. Möge sich deßhalb auch die Zahl Derjenigen, die eine so erquickende und stärkende Bewegung im Master schätzen lernen wollen, immer mehr vergrößern damit auch unsere Badeanstaltsbesitzer, die es sich haben angelegen sein lassen ihre An- stalten m einer Werse herzurichten, daß sie getrost denjenigen größerer Städte an die ©eite gestellt werden können, ihre Rechnung finden.
o '<.e—tc^ncYx ber .am J,8- Mui stattgehabten Generalversammlung des Spar- und Leihkasse-Vererns Gießen wurde an Stelle des in den wohlverdienten Ruhestand tretenden seitherigen Rechners Herrn PH. Kehr der seitherige Kreisamtsgehilfe Herr Döring zum Rechner, an Stelle des von hier verziehenden Herrn Stadtverordneten Kauf, Herr- Oekonom Fr. Helfrich zum Eontroleur gewählt.
Vermischtes.
- ^eck 15 Mai. Die in Rehna erscheinende „Mecklenb. Post" berichtet: Die besten Witze find bekanntlich die, die man nicht beabsichtigt. Mit der am 31. Mai ^-.Gondekus.ch stattfindenden Thierschau wird auch eine Ausstellung landwirthschaft- liifier Malchmen verbunden fein. Hierauf bezüglich heißt es in dem betreffenden Pro- spekt unter allgemeinen Bestimmungen: „Die Prüfung der Maschinen geschieht von der Rindvieh-Sektion.
— „Der dicke Wilhelm fungirt als Kellner bei mir" — so kündigte der Gast- wlrth H. zu Hagen in verschiedenen Blättern öffentlich an, was denn auch viele Neugierige zu seinem Lokale hinführte, da der „dicke Wilhelm" eine ungemein dicke Person war welche wohl zum Bedientwerden, aber durchaus nicht zum Bedienen geeignet erschien. Die Polizei aber trat der Sache näher und da die Beweisaufnahme ergab daß der ,chicke Wilhelm", wenn er auch hin und wieder einem Gaste ein Butterbrot! ober ein Glas Bier hatte bringen können, doch nicht als Kellner, sondern höchstens als Interessanter Anblick verwendbar gewesen war, so wurde der Gastwirth H. auf Grund eines städtischen Reglements vom 6. Juli 1879 wegen „Veranstaltung einer Schaustellung ohne polizeiliche Armenabgabe" vom Schöffengericht als in der Berufungsinstanz von der Strafkammer *u Hagm zu 10 JL Geldstrafe verurtheilt. Das Kammergericht hat die hiergegen eingelegte Revision zurückgewiesen.
, . ~ Ein interessanter und seltener Proceß wird demnächst in Salzungen verbandelt werden. In Folge eines Streites forderte ein Hochzeitsgast das vor einiger Zett feinem nunmehrigen Gegner gemachte Hochzeitsgeschenk, bestehend in einem Regu- lakn-, zuruck. Der Beschenkte händigte ihm denselben auch aus, stellte aber eine Gegen- “tel9 J“? wahrend der Hochzeitsfeierlichkeiten genossene Speisen und Getränke, die erheblich hoher war als der Werth des Regulators und die zu berichtigen der Betreffende sich weigerte. Das Gericht wird nun in die Lage kommen, entscheiden zu muffen, wie viel an Festem undFlussigem so ein Hochzeitsgast während der Dauer der Feierlichkeiten zu vertilgen im Stande ist.
. ~ lGine Wüsten-Eidechse im Berliner Aquarium.j Professor Virchow hat
dem Berliner Aquarium eine von ihm selbst auf feiner egypttschen Reife aefanaene grotze Wüsten-Eidechfe zum Geschenk gemacht. Dieselbe istetwaetani SWrtÄ? hellgesarbt und mtt dunklen Querbinden versehen. Virchow berichtet in einem Schreiben an Dr. Hermes Folgendes über den Fang: „Ich war mtt Schliemann und Sckweinfurth in die äußerste Südwestecke der Oase Fajum geritten, wo erst seit kurzer Zeit durch neue Canale Wasser zugeführt wird und ein erhebliches Stück Fruchtland der Sahara abgewonnen ist Reste der Wüste ziehen sich noch jetzt vielfach zwischen die Culturstucke hinein, so daß das Neuland eigentlich eine neue kleine Oase vorstellt Mi«»» ii — ___ ~----- _
Literarisches.
am “cm®?? Meisterwerk des Farbendrucks ist der Umschlag rum 10. Hefte der „Wiener Mode ; in stimmungsvoller Frühlingslandschaft lauscht eine reizende Blondine Trenth^^ntm^rp380^* Bild, von dem berühmten Wiener Aquarellisten
dadurck einSitit hnfe be°ierkenswerthe Kunftleistung, die nichts von ihrem Werthe infira ' b?S b?L?leil ber ^ngen Dame zugleich eine sehr elegante Früh- !Ä^,^oilette veranschaulicht. Der übrige Inhalt des Heftes gibt der schönen Außenseite in nichts nach; unter den Modebildern sind mehrere durch künstlerische Ausfübruna rneten6 H^h^^^^Eheile dürften die den Monogrammen gewid^
meten weiten den Hausfrauen besonders willkommen sein.
j höchste ältere Ort heißt Charag oder anders geschrieben Garag. Stellenweise f4n »en" h>n^CinhrrCpni*Uf $uf bcn ^heren und daher noch wüsten W-
hpr@ra?cJ' welche bisher nicht untersucht waren. Schwein- 'urf/7'» beschrieben hat, nennt sie kurzweg lydische. Als wir nun eines derselben Äl"Änin dem Ackerlande lag aufgruben, stießen unsere Arbeiter Itzlich auf den Gang des Psammofaurus unD nach kurzer Zeit wurde er selbst attravirt (5s auY b“? aMoIuMdTa"! pninf Pdt'f,be(.i .Cin-er Temperatur von 29 Grad Celsius, die bkfer Seit bn? bns Thbr r"b bei «olliger Windstille recht sühlbar war. Seit
nnh r b^ Thier nichts gefresien und all- meine Reisen nach Kairo, Alexandrien und Griechenland geduldig mitgemacht. Seine Hunger,eit bat banath aenäu iecks verzehrte 9 ftcniclt cin ®nbc - indem es mit Begierde eine lebendige Maus,
Telegraphischer SchisfSbericht
der „Red Star Line" Antwerpen.
,r. Philad elphia, 16. Mai. Der Postdampfer Vaderland" der Red Star Line" ist von Antwerpen heute wohlbehalten hier angekommen.
Pim." 172 Mai. Der Postdampfer „Rhynland" der „Red Star
Line ist von Antwerpen heute wohlbehalten hier angekommen.
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Landwirthschaftlich« Nachrichten.
(Nachdruck verboten.)
bei Wohl jede Hausfrau, die auf ihr Hauswesen
iE rm ^Ufbia£br 1 ,re Polstermöbel des Oefteren auf das Sorg- QrU§ °bcr fte ausklopfen, um eine Einnistung der jj/otten, die jetzt ihre mpLe0*nj ^brsuchen, ö" verhüten. Die Motten werden dadurch aufgescheucht fliegen auf, einige werden getodtet, während die anderen, nachdem das Geschäft des fceenbet ift, ihren Platz wieder in den Polstermöbeln aufschlagen. Um dies zu verhüten, sollte man ihnen zur Ablegung ihrer Eier andere, ihnen besser zusagende Pelzstücke oder dichte, dicke WoÜenlappen unter ober in unh^nnr^tbnl ^Ottc Ic0t ,baF ihre Eier mit Vorliebe in diese Lappen
SÄ TaÄ Z n°^ 0' bic Kßappcn ben barln haftenden Eiern oder Raupen von t i 8r 1 wegzunehmen und zu verbrennen. Das Klopfen der Möbel muß natürlich fortgesetzt werden, um die Verirrten aufzuscheuchen, indeß ist es bei Anwendung des empfohlenen Mittels von weit besserem Erfolge. 0
, . “ lZur Vertreibung der Spatzen.j Zu den eifrigsten Besuchern der Erbsenbeete gehören die Sperlinge. Nicht nur, daß sie sich die etwa oben aufliegenden Körner an eignen, sie fressen sogar die Keimblätter ab und ziehen die ganze Pflanze aus dem Bod'w Das geschieht mit den Erbsen und dann" namentlich aU mit dem Sala7.
n Ur scheuchen dagegen auch anwenden mag, sicher bewährt sich keine, denn
r ße mbrCrh 1°, b^,ftcS $oIf- ba6 sie vor jeber Scheuche, mag sie beschaffen
fein, roie sie will, balb b!e Scheu verlrercn unb sich breift heranwagen. Unb bann ist
es eben um bie Erbsen geschehen. Das beste Mittel ist, sic recht tief ,u vstanren bas dann allerbtngs etwas länger, aber vor ben Spatzen sinb bi? Samen sicher. Man kann ohne Scheu bis zu 8 (Zentimeter tief pflanzen.
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