Ausgabe 
19.2.1888 Zweites Blatt
 
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5 524

7 450

7 896

8 805

54 363 1884/85 53 529 1885/86 52 960 1886/87 58 206

20117

20 462

18 394

20132

34 246 1884/85 33 067 1885/86 34 566 1886/87 38074

Die Gesammt-Einfuhr von

Auswärts betrug im Kalenderjahr

Hectoliter

nicht aber wie angegeben 366 Hectoliter

Im Rechnungsjahr

Allgemeiner Anzeiger

Ausverkauf

März

Hectoliter

1872

1873

1874

1875

1876

1877

1878

4559 3884

5288 6778

3984 3006 3321

dazu kommt die Gesammteinfuhr von Auswärts Production und Einfuhr in Sa. davon geht ab die

. Gesammtausfuhr aus Gießen demnach ergibt sich Verbrauch in Gießen gleich pr.Kopf der ' Bevölkerung, zu 19,000 ange­nommen

Liter 17403/100

Liter

2OO38/10o

Liter 18193/ioo

Liter

180m/100

136°] Mädchen zum Bereife« von Cigarrenkistchen gesucht.

Schillerstraße 18.

^-2 Ein kräftiges Mädchen für Hausarbeit gesucht.

Näheres in der Expedition d. Bl.

vom 1.

Hectol. 1883/84 48 839

WM-MZ Hectol.

------ 873

2acoh Rinn XV, Heuchelheim.

Landwirthschaftliche Nachrichten.

(Nachdruck verboten.)

lAustrocknen^der Wohnräume.Z Bei Neu- und Umbauten van Wohn- h?r fragen die, wann die Räume bewohnbar sind, ohne

in UnsV-eit ^achtheil zujufugen. Denn Jedermann weiß heute, baß das Wohnen Um" und N-nb^nl-n ^di für di- Gesundheit ist. Es entsteht daher bei allen

tacfm fLh5 thun, damit die Zimmer gesund und

trocken sind. Namentlich spitzt sich diese Erwägung oft in die Frage iu ist es besser die Zimmer gleich nach der Fertigstellung zu tapezieren oder soll man sie erst eine der^Wasserfarbenanstrich versehen. Darüber gehen die Meinungen der Bauhandwerker sehr wert auseinander und es verlohnt sich daher, die Angelegenheit einmal einer gründlichen Erörterung zu unterziehen. ^ngeregenyerr

, c . ,r Kalk' der zur Mörtelbereitung benutzt wird, ist sogenanntes Calciumornd- hydrat, "ne an und für sich wasserhaltige Calciumverbindung, die sich in Wasser indek SLhpCnni?iÄnpe btQIbcVm ^örtd einen Brei und wird in dieser Form aus die kalten mufe nusn, verfliegen, das in diesem Brei ent-

s nrc;muJ^n lm gewöhnlichen Sinne des Wortes trocken werden. Das geschieht unter der Einwirkung der Wärme und der Luft allein. Schon dann können Irocfen erscheinen. Wird indeß ein solches Zimmer bewohnt so npht* i a? .^^^tgkeit der Wände, die früher nicht vorhanden war. Das

^^MÄolumoxydhydrat hält, das bezeichnet eben der Zusatz Hydrat, eine er ^-^lvtscher Verbindung, ohne daß es darum naß erscheint. Si*100^e®oba.entölt z. B. auch bedeutende Mengen Wasser, ohne naß zu N^nen. Kommt ^nes Calciumoxydhydrat nun aber mit Kohlensäure, d. h, mit jenem der Verbrennung entsteht, und welches die Menschen und Ttztere au^ a hmen, in Berührung, so entsteht eine neue chemische Verbindung, das kohlensaure wird & Ü»di- K°hl-nfäur- mit d-m Wciumo^blMJtabrtrÄSSS Wändm ,ü« »Äh -nth-lt-n- Wasfcr -usg-stoß-n und kommt an dm ^vanoen zum Vorschein. Dieser Umwandlungsproceß dauert nun so lanae bis [ich Leben^als^Äd! hinreichend starke Schicht kohlensaurer Kalk, der im gewöhnlichen ^eben als Kreide bekannt ist, gebildet hat. Die Wände sind so lanae feucht und erft mrniffen6 ^t, ist ein Zimmer wirklich trocken. Um ganz sicher

non ben SEBänben f?.2nab °d"d^s°/'nheit vorhanden ist, kann man ein wenig Kalk

Ä Wanden kratzen und denselben mit Essig übergießen. Braust der Essig auf d-r EMo ni^>anbfV98"!1 Kalk vollzogen, das Zimmer ist trocken' braust whbTi^dm^e^äleu^. m°rtd n°* E°--iumoxydhydrat und das Zimmer daraus nun die Nutzanwendung, die Wände in den Zustand zu ver- M alb emS ,«V*en beschriebene Urnwanblung am schnellsten vor sich geht" und nie durchlälli^^en,^, in' .neugebaute Zimmer nicht gleich ,u tapezieren, west bie Tapete m streichen £ b- ^nbc iuctfl mit einer Wasser-, bezw. Leimfarbe

M bis die J natürlich, wenn man die Zimmer so lange unbenutzt

»°ll,ogen ist. Beschleunigt wird diese durch das aemm finb in®h.ntSf°tArCn«Unb Kohlenbecken, die mit glühendem Coaks, bezw. Kohlen Rente n in h J»- s£'»l°ssenen Zimmern. Selbstverständlich dürfen ich bann keine teßfattÄ»*?"1, Schließlich bemerken wir noch, baß burch Heizen oe^^esen ote chemische Austrocknung nicht beschleunigt wird.

April bis 31. März annähernd:^ Hectol. Hectol.

1884/85 46079 1885/86 45 064 1886/87 49 401

, . ^as RheinHessen, 17. Februar. Ein am Montag in Alzev aus- gebrochener Brand, der mbeß bald gelöscht war, gab Veranlassung, den Eigenthümer

ksä*«,1 eBÄ

Mvßer Roth Eetef * Z6cU' "ährend sich die Mannschaft der Fähre mit

e ,f Wie es heißt, soll der Landsturm Blousen bekommen, welche aus starkem angeserttgt werden. Die Blouse wild vorn durch sechs schwarze Knöpft die durch eine Art Latz verdeckt sind, geschlossen. Um den Leib werden sie durch eine Kgschnur. die icder Korperstärke entspricht, festgehallen. An den Aermeln sind keiner­lei Abzeichen, am Kragen ist dagegen zu beiden Setten vorn ein Stück rothes Tuch aufgenaht^ aus welchem auch die Unterofficicrabzeichen in Gestalt von weißblauen Litzen, aMiMfr der Linie gleichen, angebracht werden. Tie Stelle der

Achselklappen vertritt auf beiden Schultern je eine zwei Finger breite rothe Borde, ^^bn haben die Blousen rechts und links eine Brusttasche. Auffallend ist es, daß Als P^nVhtrn aU* Beinkleider angefertigt werden; es scheint demnach fast,

als sollten die Landsturmsmanner rhre Civtlhosen zu der Blouse tragen. Möglich ist «^lchsregierung die großen Herstellungskosten vertheilt und die L° " Äfir !?^M4AflÄ?ftrrr®^eßun? bm ®loufcn anfertigen lassen will. Es sind worden. ^hebliche Bestellungen tn Blousen durch die Militärverwaltung gemacht hbsttmmt verlautet, beginnt der Bau des Nord-Qstsee-Canals 7 RarackenllA^ ßfnire- werden auf der 38 Kilometer langen Strecke

o /rrtdjtet, tn. welchen im Ganzen 4000 Arbeiter Platz finden können

?0" ?er Elbe aus in den Gebieten des Bauamtes 1 2är. ber Rendsburg und Holtenau werden die Arbeiten bei günstiger Witteruna ihren Anfang nehmen. Schon jetzt drängen sich so viele arbeitslose Menschen zu den bevorstehenben Erbarbeiien, baß schwerlich alle beschäftigt werben Gnnem b " Werfen awnffr'b in' ibT*- s. 5cu,tf in Rehorst, einem kleinen Dorfe beim «1 ift nm 1 sb Wh? ftei7a9be.r Dohse" seinen 106. Geburtstag. Der

mV.5;,5?6ar 1782 in Ahrensbök im Fürstenlhum Lübeck geboren, würbe danach dänischer Husar und machte als solcher den Hug nach Rußland mit hpr S»-ach bei Leipzig kämpfte er noch auf französftcher^ii^^Miileiner Frau^hat er

' ü°? bcnmn?utc I°doch nur 4 Töchter noch leben. Bei ber jüngsten erfreu?Ä,Sr -b? « brftp Jn Gehörst verheiraihet ist, lebt ber Alte Dohse ffleffet e8*neHm £V°rPerI,Clent urnb Seifttflen Frische. So macht er, wenn bas tStxf Seftottet, ben Weg von Rehorst nach Dietnfelb, ber ungefähr 14 Kilometer ©bren in°KeBnrft H, ®gli0e ®Bcr- die ber Alte hat, veranstalten ihm zu « -n kleines Tanzvergnügen, an bem sich Alt unb Jung aus ber Nachbarschaft betherligen wird. Vor Jahren war der Alte einmal nach Bei in SU werben ®^rc ^"e, dem Kaiser, der ihn reichlich beschenkte, vorgestcllt Aritti.rsJr vergangenen Freitag überschritt, wie derSchles. Ztg." aus Kemp en ^^det wird, ein russischer Grenzsoldat, angeblich mit Desertionsabsichten, bet .bie preußische Grenze unb zwar in ber Nähe?es Besitz­tums bes Ackerbürgers Spick. Zwei Sohne bei Spick näherten sich dem Solbaten auf ibn eln®nirf btdt ?? herangekommen war, schoß ber Solbat

aelenf »ertomritert,1 h,n k« r" bel ?nb' bie Kugel schlug burch bas Hanb-

ben n'nterleih änirf Schaufelstiel unb brang nebst einer Menge Holzsplitter in @0lba?tno4b2bfflrWH.tf'prfnfUr ?£" ^ur Hülfe springenben Bruber feuerte der russische Doloat noch 2 Schusp. erfolglos ab und fluchtete dann nach der russischen Grenze Wtrtbssobn^^Svick t.rlAA^A^^^^lten russischen Grenzwache entwaffnet wurde. Der -ldirthssohn Spick erlag nach 10 Stunden der Verletzung.

von Christofle. «nd Alfenidewaaren

We9en ^ständiger Aufgabe dieses Artikels (Bestecke aus-

------Krru?, Ecke der Wäusburg?^ ?rockenes Buchenscheithoy,

Gartenpfosten und Koalierlattenyuuy

Hat abjugeben ' ^pat.erlanen . in bester Geschäftslage, zwei Laden für jede, Geschäft geeignet, iu verkaufen.

I Auskunft tn oer Expeb- d. Bl- s42O

besonders wachsamem Auge die Anwendung und die Folgen des neuen englischen Markenschutz-Gesetzes (Merchandise Marks Act 1887) zu beobachten. In Eng­land bricht sich bereit- eine Bewegung Bahn, die eine Reihe schwerer Klagen über die Handhabung de- Gesetzes vorbringt und vor allem betont, daß der Gesetzgeber weit mehr die Interessen des Herstellers und des Käufers der Maaren als die nicht minder berechtigten Interessen der Kaufleute, Zwischenhändler,' Rheder und Banken wahrgenomwen habe. Die Londoner Handelskammer hat sich an die Spitze der Bewegung gestellt und eine von ihr berufene Versamm- lung von Betheiligten hat Schritte beschlossen, um die jetzige Zollauslegung mit den Interessen der englischen Kaufleute mehr in Einklang zu bringen. Sehr lehrreich ist in dieser Hinsicht für den deutschen Kaufmann eine Ausführung des Chamber of Commerce Journal:Die genaue Kenntuiß, wo zu kaufen, fei eine Erfahrung, die sowohl sehr theuer wie langsam zu erringen sei; die Hwangßbestimmung, daß auf jeder Maare angegeben werden müsse, an welchem Orte oder in welcher Gegend sie gemacht sei, zerstöre ohne Roth und mit Ge­fahr berechtigte Geschäftsgeheimnisse, verrathe den Händlern an auswärtigen Marktplätzen die wirkliche Quelle und den Ursprung der Maaren, die England über die ganze Welt verbreite. Solche übertriebene Ehrlichkeit müsse die engli­schen Kunden anseuern, direct die Maaren vom Ursprungslands zu beziehen und den Gewinn der Kaufleute, Schiffseigenthümer und Banken zu vereiteln." In der That sind diese Wirke der betheiligten Engländer, denen gegenüber sich die Zollbehörde einstweilen noch ablehnend verhält, von den deutschen Kaufleuten nicht genug zu beachten. Es ist ja selbstverständlich, daß die englische Gesetz­gebung die vollste Anerkennung dafür verdient, daß sie aus richtige Bezeichnung ^r Maaren achtet; wir gönnen von Herzen den deutschen Fabrikanten eine volle Beschlagnahme von solchen Maaren, die sie absichtlich mit einer solchen Bezeich- Mng m England einführen, daß der englische Käufer dadurch in den Glauben verletzt werden soll, daß er englische Maaren beziehe. Solche Fabrikanten und Hänoler gehören aber glücklicher Weise in Deutschland zu den großen Selten- heilen. Der Werth der deutschen Arbeit findet in der ganzen Welt immer größere Anerkennung, und das neue Gesetz wird zweifellos nur dazu beitragen diese Anerkennung und damit den Absatz wesentlich zu vermehren. Insoweit kann also der deutsche Handel und die deutsche Fabrikation dieses Gesetz nur mit Freude begrüßen.

Lokale-.

Gießen, 17. Februar. fProduction und Verbrauch von Bier in Gießens Die Mittheilungen, welche dieser Tage durch hiesige Zeitungen gebracht wurden, bedürfen einiger Berichtigung. Es betrug die Production sämmtlicher Bier­brauereien in Gießen in den Rechnungsjahren

I Soeben traf ein:

m » s91*6« Reichskanzlers Fürsten Bismarck «I Bericht über bie Reichstagsverhanblung am 6 ftebr. 1888.

; (3U§ Anhang ben Text bes beutsch - österr. Vertrags enthalienb.) Preis - 80 Pfg. I Gleichzeitig empfehlen wir bas vorzügliche, neue Portrait Bismarckkopf Profil

______ - a w Lichtdruck. Folio. Nach Lenbach.

------ Das Original im Besitz der Tochter des Fürsten ------

PreiS r Mk. 2. ' ----- 1276

j J- Rickersche Buchhandlung, Giessen.

vom 1. April bis 31.

1879

auf

1880

3622

1880

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