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Lokale-.
Gießen, 17. August. Gestern Vormittag zwischen 10 und 11 Uhr ist daS 2. Großh. Hess. Inf.-Regiment Nr. 116 auf dem Main-Neckar-Bahnhos in Darmstadt eingetroffen. Auf dem Exercierplatz fand ein Vorbeimarsch vor dem Divisions-Com- mandeur Generallteutenant v. Wissmann, welcher in Begleitung des Brigade- Commandeurs Generalmajor Edler v. Planitz und des Stadt-Commandanten Freiherrn Röder zu Diersburg anwesend war, statt. Hierauf rückten die Truppen in das Griesheimer Lager ab.
Gießen, 17. August. Ein seltener Genuß steht uns bis kommenden Sonntag zu Gebote. In Stein's Garensaale wird das von dem kunstsinnigen Königlichen Hofschauspieler A. Junkermann geleitete Reuter-Ensemble eine Gastspieloorstellung mit „Onkel Brasig" geben. Ueber den Leiter dieses Ensemble sei Folgendes bemerkt:
August Junkermann, aus Bielefeld gebürtig, der zur Zeit Mitglied des Stuttgarter Hoftheaters ist, ist einer der erfolgreichsten Freiwerber der Reuter-Gemeinde, der dem Dichter nicht nur als Vorleser, sondern auch als Darsteller auf der Bühne die Wege tn's große Publikum erschloß, und dem vor Allem das Verdienst zukommt dem Süden Deutschlands das Verständniß des nordddeutschen Humoristen geebnet zu haben. Ueberall, wo er auftrat, wuchs die Schaar seiner Zuhörer mit jedem neuen Vortrage in einer Weise, die als das schlagendste Zeugniß feiner Tüchtigkeit betrachtet werden muß.
Nur ein Bruchtheil vom Humor des Dichters ist es, der den Weg auf die Bretter genommen hat, aber es ist auch gewissermaßen die Perle seiner Komik, der „Onkel Brasig" oben, und gerade in der Verkörperung dieser köstlichen Figur glänzt Junkermann als ein Meister seines Faches. w 0 0 5
Universität- - Chronik.
Marburg, 15. August. An Stelle des nach Breslau versetzten Herrn Vros Nra^ss^?hTrUProfessor Or. Lehmann zu Berlin als ordentlicher Professor der Geschichte an hlesiger Universität ernannt
K®. S’6“?8, Die neue Um°-rMts-J,rmklmt'k an der Rathkreuzstraße wird am 15. September eröffnet werden. 81 D
Chef der Marinestation der Nordsee ernannt, Capitän Hollmann zum überzähligen Eontreadmiral befördert worden.
Berlin, 16. August. Das „Marineoerordnungsblatt" bringt folgenden Allerhöchsten Erlaß: „Ich habe bei meiner Reise nach Rußland, Schweden und Dänemark Veranlassung genommen, einen größeren Theil meiner in Dienst gestellten Schiffe und Fahrzeuge zu besichtigen und zur Begleitung auf diesen Fahrten heranzuzieben. Mit lebhafter Befriedigung habe ich hierbei gesehen, daß Führung, Dienstbetrieb und Mannszucht in meiner Marine mit vollster Hingebung gehandhabt werden und daß die Erscheinung meiner Schiffe in fremden Häsen geeignet war, sie die anerkennende Beurtheilung des Auslandes finden zu lassen. Gern spreche ich daher meinen kaiserlichen Dank aus den Admiralen, Eommandanten, Offizieren und Mannschaften meiner Manöoerflotte, im Besonderen auch dafür, daß bei der Zusammengehörigkeit von zehn Schiffen zu fast dreiwöchentlicher Fahrt keinerlei Zwischenfälle eingetreten sind, welche die gestellte Aufgabe in ihrer gewissenhaften Ausführung hätten beeinträchtigen können. Ich vertraue daher, daß Schiffe und Fahrzeuge, welche unter meinen Augen einen Theil ihrer Ilebungsperiode mit so gutem Erfolge absolvirt haben, auch allen ferneren Aufgaben derselben dis zum Schlüsse zu meiner Zufriedenheit entsprechen werden. An Bord meiner Aacht „Hohenzollern". Kiel, .den 31. Juli^1888. Wilhelm. An den Ehef der Admiralität."
Berlin, 16. August. Die „Nord. Allg. Ztg." reproducirt die Aeußerungen der „Moskauer Ztg", welche anläßlich des Gerüchts von Abschluß eines neuen Handelsvertrags zwischen Deutschland und Rußland infolge der Entrevue sagt: „Solches sei ein ererbter Traum Deutschlands, welches in den letzten zwanzig Jahren mehrmals den gleichen Versuch machte; Rußland jedoch habe seine ökonomische Freiheit zu wahren gewußt und werde solche auch, um Deutschland einen Gefallen zu erweisen, nicht opfern, Deutschland exploitire fremde Arbeit und fremden Reichthum.
— Die „Nordd. Allg. Ztg." bemerkt gegenüber den gehässigen Aeußerungen der „Moskauer Zeitung" anläßlich des Gerüchts von dem Abschlüsse eines Handelsvertrags zwischen Deutschland und Rußland: Solch ein völlig aus der Luft gegriffener Vertrag sei niemals angeregt worden und werde nicht angeregt werden. Die ökonomische Freiheit, welche Rußland gegenüber den deutschen Angriffen vertheidigen solle, sei für die deutsche Wirtschaftspolitik ein Erforderniß von größter Bedeutung. Deutschland beabsichtige nicht, sich diese Freiheit durch den Abschluß eines Handelsvertrages zu verkümmern.
Kiel, 16. August. Se. K- Hoheit der Prinz Heinrich empfing heute Mittag die in vergangener Nacht unter Führung des japanischen Admirals Kabayama hier ein- getroffenc japanische Marinekommission. Hierauf wurde von I. K. Hoheiten dem Prinzen und Prinzessin Heinrich eine Deputation des Seeoffiziercorps empfangen, welche einen Leuchtthurm en mmiature überreichte, sowie eine Deputation der Stadt Kiel, welche das Modell der Kilra für den im Schloßhofe zu errichtenden monumentalen Brunnen übergab.
,, . München, 16. August. Den „N. N." zufolge sind gestern in Lindau drei schweizerische Schmuggler beim Ausladen mehrerer Eentner sozialistischer Schriften und der Auflage der neuesten Nummer des „Sozialdemokrat" aus einem mit Mühlsteinen beladenen Segelschiffe erwischt und festgenommen worden.
Paris, 16. August. Nach einer amtlichen Meldung aus Cayenne hatte eine Feuersbrunft in der Nacht vom Sonntag den größten Theil des kommerziellen Stadt- theils zerstört. Der Schaden wird auf 10 Millionen geschätzt.
— Aus Kairo wird gerüchtweise gemeldet, daß die Anhänger des Mahdi Gondar niebergebrannt haben.
Paris, 16. August In Abbeville, wo Boulanger Vormittags eintraf, fanden ebenfalls Kundgebungen und tumultuarische Auftritte statt. Boulanger begab sich auf den Fnedhof, um auf dem Grabe des Admirals Bourbet einen Kranz niederzulegcn. wurde von Truppen und der Polizei bewacht, welche nur Boulanger den Einttrtt gestattete. Beim Heraustreten hielt Boulanger eine Rede, die solchen Tumult hervorrref, daß die Polizei einschreiten mußte. Mehrere Personen wurden verhaftet. , ... variS, 16. August. Nach dem Banket in Amiens, bet welchem Boulanger in N"ger Rede gegen den Parlamentarismus sprach, begab er sich nach Doullens, wo wieder umultuarische Kundgebungen anfingen. Es erfolgten mehrere Verhaftungen.
1b- August. Crispi ist über Turin heute Abend nach Valdieri abgereist, Am mit König Humbert zu fonferiren.
New-York, 16. August. Der Postdampfer „Wieland" berichtete, daß am 14. August Nachmittags 4 Uhr, bei der Sandinsel (zwischen Neufoundland und Neuschottland),' ein Zusammenstoß zwischen den Dampfern „Thingvalla" und „Geiser" stattfand. Der „Geiser" sank nach 5 Minuten. 14 Passagiere und 17 Mann der Schiffsbesatzung darunter der Capitän, wurden gerettet, 72 Passagiere und 33 Matrosen ertranken' ®ie Ueberlebenden wurden an Bord des „Wieland" genommen, desgleichen die 455 Passagiere des „Thingvalla".
Vermischtes.
Aus dem Kreise Alsfeld, 14. August. Trotzdem die Jäger mit Erfolg den in unferm Kreise hausenden Wildschweinen zu Leibe rücken, will doch keine Vermin- derung der ungebetenen Gäste sich bemerkbar machen. Im Gegentheil scheint eine immer zunehmende Vermehrung derselben einzutreten. So sieht sich das Kreisamt veranlaßt, jetzt die bekannt gegebenenen Bestimmungen zur Verminderung des überhandnehmenden Schwarzwildes auf die Gemarkungen Gleimenhain, Bernsburg, Arnshain Wahlen, Lehrbach und Zell, letztere unter Ausschluß der Domanialwaldungen, auszudehnen. Unseres Erachtens sind die bis jetzt angewandten Mittel zur Verminderung des Schwarzwildes noch zu sehr beschränkt, als daß durch sie ein erfolgreiches Ergebniß erzielt werden konnte. Es ist in der That auffallend, daß innerhalb kurzer Seit ba§ sonst in diesen Waldbezirken höchst selten vorkommende Schwarzwild eine solche Vermehrung nehmen konnte.
, △ Mainz, 16. August. Ein räthselhafter Fund wurde hier heute Morgen im Rhein gemacht. Emern Fischer trieben nämlich ein Paar Hosen in das Garn, in deren 300 JL Haares Geld befanden. Sonstige Anhaltspunkte nach dem Eigenthümer fand man nicht in den Beinkleidern.
— Wegen Treulosigkeit ihres Geliebten wollte sich gestern ein 17jähriges Dienstmädchen durch Ertrinken das Leben nehmen. Hinzukommende Schiffer vereilelten die Absicht.
r — In dem Gasthause zum „Rheinischen Hof" hier wurde verflossene Nacht ein Einbruch verübt. Die Diebe gelangten bis zur Kasse, doch war dieselbe am Abend entleert worden.
r . , — Letzter Tage ging die Mittheilung durch verschiedene Blätter, daß die Neichs- bank in Berlin noch im Besitz einer größeren Anzahl Gold- und Silbermünzen mit dem Portrat, Kaiser Friedrichs sei, welche Münzen auf specielles Verlangen an Personen abgelassen wurden, welche keinen Handel damit trieben. In Folge dieser Mittheilung hat sich ein Kaufmann von hier von der Berliner Reichsbank je ein Stück der geschlagenen Münzen von Kaiser Friedrich erbeten, worauf ihm Br. m. die Mitlbeilvna zuging, daß seinem Wunsche nicht entsprochen werden könne. y
, △. »u« WeiiiWhn. 16. August. In Sprendlingen brach vor mehreren Wochen in der Behausung des Ceconomen Läufer Feuer aus und zwar unter so verdächtigen Umständen, ba| Läufer und seine Frau, die sich zur Zeit des Biandes in Ludwigshafen auf dem Schützenfest befanden, alsbald nach ihrer Rückkunft von dorten verhaftet wurden. Einige Tage später wurde auch das Dienstmädchen Läufers in Haft genommen. Gegen Caution sind die Verhafteten letzter Tage wieder auf freien Fuß gefegt roorben Die Voruntersuchung hat ergeben, daß das Dienstmädchen auf Anrathen der Eheleute den Brand vorsätzlich gelegt hatte.
= Frankfurt, 16. August. Die hier verbreitete Nachricht von der Wieder- ergrcifung des tn Hanau durchgegangenen Verbrechers Morlock war, wie sich jetzt herausstellt, verfrüht. M. erfreut sich noch der Freiheit, es heißt jedoch, die Polizei sei ihm auf der Spur. Ein Freund M.'S, ein Schreiner Namens Best, wurde in sicheren Gewahrsam gebracht, weil man glaubt, er sei an der Entweichung des M nicht unschuldig.
.... ..■*". 0 f11 ?1 16 August. Obwohl das Wetter gestern und heute etwas kühl Ist, ist der Besuch des Festplatzes und die Betheiligung am Schießen eine recht große. Gestern wurden wiederum über 1000 JL an Schießgeldern vereinnahmt Die Zahl der Besucher feit Beginn des Festes beläuft sich jetzt bereits auf 60 000* Bis letzt wurden 182 Hectvliter Bier confumirt. Der Wein-Restaurateur soll eine Abgabe von 1200 Jt an das Comi16 zu zahlen haben, von welcher Ziffer man auf den Wein- confum schließen mag. Jetzt schon soll sich ein Reingewinn von beiläufig 10 000 JL ergeben. Beim Schießen haben sich insgesammt 320 Schützen betheiligt. Die Preis- vertheilung findet, wie schon berichtet, morgen Nachmittag 6 Uhr statt Silberne Medaillen erschossen neuerdings die Herren: Fritz Rupp, Georg Göhrig Fr. Hadn (2 Stück), H. Horn (2 Stück), Josef Egenolf, Julius Treupel, Gg Deister, I Ulmicher und Heinrich Jager, sämmtlich aus Frankfurt a. M., Max Goldschmidt und I S Klees aus Bockenhetm, Karl Gräff (Bingen), M. Hahn (Höchst a. M.), Fr. Fuder (Mainz) 2 Stück, Ch. Geßner (Homburg v. d. H.), H. Gräff (Berlin), 2 Stück ( 3)'
c Main, 16. August. Die von den Ufergemeinden Kostheim, Ginshcim
und Bischofsheim, sowie der Hessischen Ludwigsbahn gegen die von der preußischen Regierung, beabsichtigte Correction des unteren Maingebie.es erhobenen Einwände haben, wie wir Horen, insofern Erfolg gehabt daß die hessische Regierung nach genauer Prüfung der Sachlage sich vollständig auf Seite der Beschwerdeführer gestellt hat. Die au der letzten Versammlung von Interessenten in Kostheim geltend gemachten Bedenken wie auch die schnftlrch niedergelegten Grunde haben die anwesenden Vertreter der hessischen Regierung, insbesondere d e Herren Oberbaurath Schäffer und Regterungsrath v Zangen überzeugt, von welch unheilvollen Folgen die projeciirte Correction bet einem größeren Eisgang ober abnorm hohen Wafferftand für die beschwerdeführenden Gemeinden begleitet sein muffe. In einem ausfuhrlichm Bericht sind diese Bedenken der preußischen Regierung in Form eines Protestes zugestellt worden und steht zu erwarten, daß man von preußischer Seite von den projectirten Arbeiten Umgang nimmt.
... ^^Typographischer Scherz.) Auf die Liebesphantasie des Setzers, welche wir Wwott^ÄgebÜietm^ 3UL Stettenhetrns „Deutschen Wespen" folgende
Wer so wie Du mit Worten prunkt, Heirathet nicht. In diesem . Seid, o ich bin erfahrungsreich, Ihr Männer Euch einander —
Oft schon warst glühend Du entflammt, Bis daß ich sprach vom Standesamt, Worauf Du stumm warst, während ich Die Hochzeit in —
Wenn erst geschlossen unser BL, Dann bist Du mein Gex zur Stund', Dann will ich gerne mit Dir zieh'n, Wenn's sein muß, nach den : ien.
Doch soll als Weib ich in Dein Haus, Dann, Setzer, sag' es O heraus, Dann folge gleich das Aufgebot Und ich bleib’ treu Dir bis zum f.
Frankfurt a. O», 16. August. Der Kaiser traf in Begleitung des Prinzen Leopold nebst Gefolge um IO1/# Uhr Vormittags hier ein und wurde am Bahnhofe von dem kommandirenden General des 3. Armeekorps, den Divisionsgenerälen, dem Regierungspräsidenten und Oberbürgermeister empfangen. Der Kaiser fuhr alsbald durch die prächtig geschmückte Stadt unter dem Jubel des massenhaft zusammengeströmten Publikums nach dem Wilhelmsplatz, wo die Garnison und Deputationen der Regimenter des 3. Armeekorps in Parade standen. Die Vereine und (Korporationen bildeten in den Straßen Spalier. Die Feier wurde durch den Chorgesang „Die Himmel rühmen des Ewigen Güte" eröffnet; nachdem Garnisonsprediger Thiel die Weiherede gehalten hatte, ertheilte der Kaiser den Befehl, das Denkmal des Prinzen Friedrich Carl zu enthüllen. Unter brausendem Hnrrah und Geschützdonner fiel die Hülle. Der fommanbirenbe;®eneral des Armeekorps übergab das Denkmal der Stadt. Nach dem Defilv der Truppen begab sich der Kaiser zum Regierungsgebäude und fuhr von dort, überall stürmisch begrüßt, nach dem Herzog Leopold-Denkmal, alsdann nach dem Rathhause, wo der Oberbürgermeister den Kaiser begrüßte. Hier begann um 12 Uhr Mittags das von der Stadt gegebene Dejeuner, woran der Kaiser, Prinz Leopold, Blumenthal, die Generalität, die Spitzen der Behörden, der Bildhauer Unger und Andere Theil nahmen. Bei dem Dejeuner saßen links und rechts neben dem Kaiser Prinz Leopold und Marschall Blumenthal, gegenüber der Oberbürgermeister. 1 Uhr 50 Min. Nachm. verließen der Kaiser und Prinz Leopold in offenem Wagen trotz des Regens das Rathhaus und fuhren um 2 Uhr vom Bahnhof ab, unter enthusiastischen Zurufen der Bevölkerung. Die Prinzessinnen Louise und Albrecht ließen an dem Denkmal Friedrich Karls prachtvolle Lorbeerkränze niederlegen.
Frankfurt a. O., 16. August. Beim Dejeuner sprach der Kaiser seinen Dank für den feierlichen Empfang aus und sagte, er wisse die Bande innitzer und treuer Ergebenheit zu schätzen, welche seit Jahrhunderten das Volk mit dem Hause Hohenzollern verbänden. Kaiser Wilhelm I. habe wohl gewußt, wen er auserwählte, als er dem Prinzen Friedrich Karl das Kommando des dritten Armeecorps übergab. Sein eiserner Charakter, sein mächtiger Wille und sein strategisches Genie befähigten den Prinzen besonders, dieses Armeecorps zu führen, die brandenburgische Jugend zu Soldaten heranzubilden, da Brandenburger die Schlacht bei Vionville geschlagen hätten. Wir stehen in einer ernsten Zeit, Kaiser Wilhelm, Kaiser Friedrich, Prinz Friedrich Karl, andere große Heerführer, me das Reich schaffen halfen, sind nicht mehr, sie würden aber in dem deutschen Volke ewig fortleben. Wie die Brandenburger mit eiferner Kraft und unermüdlicher Thätigkeit dem kargen Boden ihren Erwerb abringen, fo habe das dritte Armeecorps dem Feinde den Sieg abgerungen. Die Leistungen aber, die es vollbracht habe, verdanke es dem verstorbenen Prinzen- Es könne niemals die Rede davon sein, Errungenes wieder aufzugeben, darüber herrsche nur eine Stimme, daß man lieber unsere 18 Armeecorps und 42 Millionen Einwohner auf der Strecke ließen, als nur einen Stein von dem Errungenen wegnehmen lasse. In diesem ©inne trinke er auf das Wohl seiner Brandenburger, der Sadt Frankfurt a. O. und des dritten Armeecorps.


