Ausgabe 
16.8.1888 Zweites Blatt
 
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Schirmfabrik M. Levi.

Ausverkauf.

1imiUÖ Ln b.o8?on mir gekaufte I C. Retter'sche Haus am Kreu; verkaufe, um zu räumen, sämmtlickie Waaren zu bedeutend herabgesetzten Preisen. 1 JC ^narcn 65691 Julius Schulze* _^^_Mem_Haus^Sonnenstraße 20, beabfichtisse iu^fterkanfen. Bedeutende Preisermäßiauna.

Wärmegrade der Lahn und der Luft, nach Reaumur gemessen zwischen 11 und 12 Uhr ra., . Luft 12, Wasser 15 Gr. 9 '

ließen, den 14. August 1888. R ü b s a m e n.

Landwirthfchaftliche Nachrichten.

(Nachdruck verboten.)

kB-rtilzung der Raupen an Heckens Zur Vertilgung der Raupen die fn oft die Hecken durch ihre verwüstende Arbeit gar sehr entstellen wird ein Mittet em^ofjlen beffm Anwendung sich besonders an Weihdornhecken sehr bewährt ba/ Nachdem die Hecken geschnitten waren, was Ende Juni geschah, wurden dieselben mit r* C e? D?n deiben Seiten gründlichst abgefegt. Aller Abgang sowohl das Abgeschnittene als das Abgefegte wurde verbrannt 0'

-Endung di-US Verfahrens. also nach°zw?i Jahren waren nur noch g»i^ Z ür°en von Raupennkstern vorhanden. Der Versuch möchte sich wobl für Zn7r.P s unter dieser Plage an seinen Hecken zu leiben hat ' 13 bm lof,nn- btr

Ium 2 September.

bevorstchmden^Nattonalftst Septtmbemit°Är"Bitt?um^ad«n Krioae« hinterbliebeuen gefallener Soldaten des

Krreges 1870/71. Ueberall, wo man an jenem Tag, in Gotteshäusern oder bei sonstigen Vereinigungen dieses Fest feiert und sich dessen erinnert was vor achtzehn Jahren geschah, möge man auch jener Opfer des Krieges dankend gedenken und durch Gaben je nach Vermögen dazu beitragen, daß chr Loos auch weiterhin verbeffett werde. Ist doch durch die schweren Erlebnisse dieses Jahres dar deutsche Gefijhl wieder stärker angeregt und die Erinnerung an lene große Zett wieder lebhafter erweckt worden Erinnerung an

Wir bitten jinsbesondere, wie früher, die evangelischen Pfarr- und Kirchenvorstände, gemäß der ihnen von Großherzoglichem ÄÄTÄ» 61M b" »**«* «Ä we!Ö**lrefnL ^suchen wir, wie seither möglichst für Ver­breitung dieser Ansprache und Durchführung unserer Idee zu wirken ins- besondere an geeigneten Orten Sammelbüchsen aufzustellen '

... ,welche uns demnächst die Erträgnisse von Sammlungen in über- Mitteln haben, bitten wir, dieselben durch Posteinzahlunq an unseren Kckma meister Herrn Brand°-rstcherungs.Rath Hechler dahier,9enzuftn n

Darmstadt, den 1. August 1888. 1 1 n-

Der Vorstand

de« Hülfsvereins im Großherzogthum Hessen für die Krankennklenenh (Muns der Soldaten im Felde, als Landerverein der Kaiser-Wilhelmz-Stiftung für deutsche Invaliden. 1 a

21. W-ber Ministerialpräsident, 21. Buchner, Geh. Oberconsistorialrath, Vorsitzender.__Schriftführer. *

die Zahl der bisher wieder Gesammelten betrage etwas über 400. Vom Ober- commando wurden Boten abgesandt, um weitere Erkundigungen einzuziehen.

Athen, 14. August. Dre griechische Regierung hat der türkischen Regierung angezeigt, dah ihr die Ernennuna Riza Paschas zum Gesandten an Stelle des ab­berufenen Pheridon Beg genehm sei.

Konstnnttnopet, 14. August. Der erste Orientzug der Linie Wien-Kon- fiantinopel ist programmmäßig eingetroffen.

Lokales.

** Gießen, 15. August. (Krauße-Concert.) Gestern Abend fand vor zahl­reichem Publikum das letzte Sommer-Abonnements-Eoncert unserer Regimentsmusik statt und bot. wie immer, Gutes und Erfreuliches. Wir haben schon oft betont, daß Herr Musikdirector Krauhe besonders auf dem Gebiet der Harmoniemusik in jeder Beziehung tüchtig ist und daß er die schwierigsten Sätze mit feinem Verständniß ein- zuüben versiebt, so daß eine überall ergötzende Modulation zwischen Pianissimo und Forte hervorti llt. Die Annehmlichkeit für den Hörer kommt hauptsächlich in Ouvertüren und Opernphantasien zur vollsten Geltung. Aber auch bei ausgeführten Tänzen kann man von Feuer und Grazie sprechen. Bei Herrn Krauße's ConcMen paart sich also stets das Interessante mit dem reinen Genuß, und Jeder, der dieselben besucht, wird daher angenehme Befriedigung finden.

Gießen, 15. August. Wie man uns mittheilt, mußten wegen Mangel an den nöthigen Sandsteinen heute an den Kliniksbauten 40 Arbeiter vorläufig entlassen werden.

Vermischtes.

Darmstadt, 13. August. (Victoria-Heim.) Das durch die Munificenz Ihrer Großh. Hoheit Prinzessin Victoria, Prinzessin Ludwig von Battenberg, im Jahre 1886 dahier begründete Asyl für stellenlose weibliche Dienstboten, das Victoria-Heim (Louisen- ftraße 40), welches, wie bekannt, jedem anständigen Dienstmädchen Wohnung und Kost iu billigeren Pretsen als anderwärts bietet und ohne belästigende Ueberwachung doch für dieselbe entsprechenden Schutz vor schlechter Gesellschaft gewährt, hat seit seinem Bestehen gewiß sehr segensreich für die betreffenden Kreise gewirkt, wenn auch von der hier gebotenen Einrichtung nicht in dem Matze Gebrauch gemacht worden ist daß ein Fortbestehen der Anstalt als ein dringendes Bedünniß zu bezeichnen wäre. 'Offenbar sind bereits tüchtige Dienstboten so sehr gesucht, daß sie das Victoria-Heim aufzusuchen nicht genothigt sind. Was ferner die von auswärts kommenden Dienstboten anbelangt so treten diese erfahrungsgemäß meist sofort in ihre betr. Stellen ein. Diese und andere Verhältnisse möchten die geringere Frequenz des Victoria-Heims wohl erklären und es scheint hiernach kein Bedürfniß vorzuliegen, dasselbe für die Zukunft zu erhalten Da auch keine Aussicht vorhanden, daß die Anstalt seitens einer Korporation oder der hiesigen Gemeindeverwaltung übernommen und zum Besten der hier vertretenen Sache in der seitherigen Weise weitergeführt werden würde, so hat Ihre Großh. Hoheit Prin­zessin Victoria, Prinzessin Ludwig von Battenberg, Entschließung gefaßt, an deren Stelle eine andere Anstalt treten zu lassen, die sich den vorhandenen Schöpfungen auf dem Gebiete der weiblichen Fortbildung in hiesiger Stadt würdig anreihen dürfte. Tas Victoria-Heim wird daher mit dem 1. November d. I. seine Thätigkeit beschließen und in demselben Lokale mit höchster Unterstützung seitens des Alice-Vereins für Frauen- bUdung und Erwerb und zwar in Verbindung mit der Industrieschule des Vereins eine Kochschule für erwachsene Mädchen errichtet werden. Diese Kochschule wird zu dem angegebenen Zeitpunkte (1. November er.) ihre Thätigkeit beginnen. (D. Z.)

Darmstadt, 12. August. DerKöln. Ztg." wird aus Hessen aefebrieben Bei der Anstellung der richterlichen Beamten in unserem Lande wird jetzsein neuer Grundsatz eingehalten. Während bisher die jungen Gerichts-Assessoren in der Regel d e erste Anstellung als Einzel-Amtsrichter in kleineren Landstädten erhielten, werden dieselben funfttg zunächst bei den mit mehreren Richtern besetzten Amtsgerichten der größeren Städte verwandt Es soll damit verhütet werden, daß die jungen Amtsrichter in ein gewisses Abhangigkeitsoerhaltniß zu den Gerichtsschreibern auf dem Lande gerathen. Die erste Anstellung bei bem Eollegialgericht der Städte wird für sie noch Art prallt cher Schule, sein. In die Amtsrichterstellen der Landstädte werden dann bereits völlig eingeschulte jüngere Richter entsandt.

v ~ Die neuen Achselstücke für die Infanterie-Offiziere, welche nach der Eabinets- ?^dre des Kaisers Wilhelm II. für bie Folge getragen werben müssen, sind bereits in aÄr Mi stäreffecten-Hanblungen größerer Garnisonstäbte zu haben. Sie sehen den Achselstücken der Husarenoffiziere ähnlich, nur sind sie doppelt so breit. Die Unter­fütterung ist in der Farbe die gleiche wie bei den alten Achselstücken.

Mainz, 14. August Es vergeht eben fast keine Woche, in welcher nickt auf bem eben tm Umbau begriffenen Gebiete derNeuen Anlage" neue Nömergräber aufgedeckt werden. Gestern wurde wieder ein solches blosgelegt, in welchem man noch vergebene Knochen sowie ein guterhaltenes Gebiß vorfand. Außerdem waren in bem ©arge in unversehrtem Zustanbe noch mehrere sehr werthvolle Glasgefäße Die Leicke war in emem Holzsarge beigesetzt worben. In Folge ber vielen Funde, die gemach worden sind, besteht die Absicht, auf der Stelle des römischen Begräbnißplatzes in der ^9teuen Anlage einen stillen Hain anzulegen und in demselben diejenigen Särge Grabdenkmäler u. f. w. aufzustellen, welche aus räurylichen Gründen in den städtischen Sammlungen nicht mehr untergebracht werden können. uaoiffyen

. . ®in roegen jeineS übergroßen Durstes von seiner besseren Ehehälfte zeitweise ^gesperrter hiesiger Geschäftsmann wollte sich gestern Abend von seiner im /w^ Stocke gelegenen Wohnung durch das Fenster einen Gang nach dem Wirthshause suchen wobei er mdeß ausglitt und auf bie Straße stürzte. Obwohl ber Gestürzte viele Ver­legungen baoontrug, konnte er noch zu Fuß nach bem Spitale wanbeln. 3 ®

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®axun An dieS.elle derselben traten die HerrenEmilThoma^nd H^nt L? dt-^iach dem verflossenen L>amstag zu urtheilen, durchaus leistungssähia sind. I

Y W'e h-ut- Nachmittag telegraphisch hierher gemeldet wurde, ist in Hanau der Taglohner Morlock welcher wegen Ermordung deS Försters Mankel von Wachen- buchen zu 12 Jahren Zuchthaus verurtheilt worden war, auS dem Landgerichisgefängnist en-tprungen Die Entweichung deS Morlock soll bet Reinigung der Zelle passirt solgung desselLn Me/geschah " obgleich sofort zur Ver-

+ ^.o/enhetm, 14. August. DaS Schützenfest nimmt bet herrlichem Welter programmmabigen Fortgang Der Besuch ist sehr stark Sonntag wurden an ba °cr°'ni>°hmt und bis jetzt Haden ca. 35000 Menschen den Feskplatz besucht. Die Wirthe machen glanzende Geschäfte; die drei vertretenen Brauereien ver­zapf,-n allein am Sonntag 106 Heetoliter Bier; auch der Konsum in Wein war nicht °er.»kb, Die Betheiligung beim Schietzen ist ebenfalls stark. Den besten Schuh gab btS letzt auf der Festschetbe .Herr Metzgermetstcr Klingler-Sachsenhausen mit 38 auf der Feldsche.be Herr Gustav Presche, ab, welcher bei 20 Schuh ebensoviel Trester erzielte. Heute Abenb ist großes Sangerfest. tcntr

Ilniversttäts - tzhrouiL.

E " DemFrankfi Journ." wirb von hier geschrieben: Unsere Hock­schule hat burch Berufungen nach auswärts in biesem Jahre eine ganze Reibe 3re?in?t, erlitten. 9tachbem im Frühjahr Kanzler Gar eis, der scharfsinnige Jurist betfro Ä S«n8 auch in gesellschaftliche.- Beziehung viel bedauert mürbe auf besöndern d°s Ministers v. hler den Lehrstuhl Felix Dahn'S tn Söni^'g ei. g"namm n merben ihm zum Herbst drei wettere Giehener Hochschullehrer nach auswärts s"lgen' ber Neuphilologe Prof. Braune, welcher einem wieberholten Rufe naA ctih, K falat unb biet durch Pros. B-Ha ghel von Basel ersetzt L?der Physik ß n g-» und der Frauenklincker »of meier Die letzteren beiden gehen nach Würzburg Rönt- S e^£ D-On Straßburg wirkt, Hofmeier an Stelle

des seit bem vorigen Jahre in ben Ruhestanb getretenen Scanzoni von Ltchtenfels

T°^öcrJn Bietzen, Kaltenbach-Halle, hatte für?zbura abgelehnt und so wird G ehen den noch jungen Frauenkliniker verlieren der lana- lahr.ger Assistent des verstorbenen Schroder-Berlin (dessen Schwiegersohn er aück geworden isti, hier erst seit drei Semestern wirkt. Moglicherweift ist damit die Liste der Abgehenden noch nicht geschlossen, da von der Bonner medieinischen Facultät als ffiT^e^a^e^ ^ftOtbCnen 9iÜbIe der Letter der Hi-L

Allgemeiner

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