und die objective
Belagerungszustand für Berlin bestehen bleiben solle. Der Minister v. Puttkamer habe erklärt er brauche den Belagerungszustand für Berlin nicht notwendiger als in anderen Städten. Sollte der Minister inzwischen seine Meinung geändert haben, so würde er fernen Commtffionsantrag wieder einbringen.
i Meist-Retzow (cons.) bekämpft den Antrag. Der Hinweis auf das gemeine Recht sei bereits 1878 gemacht worden. Wir könnten aber mit dem aemeinen Recht nicht auskommen gegen eine Partei, die unsere höchsten Lebenstnteressen vernichten wolle. Der Belagerungszustand für Berlin sei nothwendig, denn das preussische Volk verlange in Erinnerung an die grausigen Attentate von 1878 einen Schutz für die Person des Kaisers. Das Gesetz exiftire bereits 10 Jahre und erst auf 5 Städte sei der 8 28 angewcndet. Wenn auf das Elend der Ausgewiesenen hingewtesen werde so stehe dem die Theilnahme gegen die Millionen von Menschen, die durch die social- demokratische Agitation vergiftet und verführt würden, gegenüber. Redner hofft daß die Maiorttats-Parteten nach zwei Jahren sich mehr auf den Standpunkt der Regierungen stellen werden.
_ . Abg. Sabor (Soc.) bestreitet dem Abg. v. Kleist-Retzow gegenüber, daß die Socialdemokraten die Freiheit des Willens leugneten; sie behaupteten nur, daß an der Mehrzahl der Verbrechen die Gesellschaft Schuld habe. B
Abg. Dr. Hänel erklärt sich für den Antrag Windthorst, hofft aber daß der Zeitpunkt bald eintreten werde, wo es mit dem Socialistengesetze so geben werde wie mit den Maigesetzen. Keine Partei werde schließlich das Odium/für das Gesetz gestimmt zu haben, auf sich nehmen wollen.
_ , ,Kbg. » Kardorsf (Rchsp.) erklärt er würde sich niemals schämen, für das Soctalistmgefch geslrmml zu haben. Gerade der § 28 könne am wenigsten durcb das gemeine Recht ersetzt werden.
Uaiverfitäts -Chronik.
Prin,-^geL7d«T^ Dr. CerteI wurde »om
wigsallcc in'" Deröffentürb, ta‘t* Polytechnikum zu Aachen (8ub=
loh mein°s «aterz, d 's ?m l/Z memb /.: bÄr Absicht, den literarischen Nach- Th. Vischer, heraüszugeb^ 1«hXi* ."erstorbenen Professors Dr. Friedrich
Telegraphische Depeschen»
Wolff'S tellegr^ GEespsttdenz-BWxear^
V°rtr°kd1kPo,"iLenten, Sünaen^ L T"^9 d-n
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— Die heutige Hofsoträe wurde abbestellt.
-Är'fc Ä'SS'ÄKSäÄ reiche Abgeordnete geladen waren, darunter Moltke Renniospn LMMM--L-MWZ
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Wund^istO das^ beste ^^Der^SM ^^^0 Vutmh"er N°b°r °°°r Husten vorhanden u^Le7U"°i2uEswmk!st^'L°^^ ‘f‘ tcln »ÄÄBWR im Reichstage die erörterten Proceste SÄ Abg. Eberty brachte bereits Sprache. Der Minister er/dcrte cs ba^ stch^ur/7/^ Durholt-Htrschberg zur Dürholt's gehandelt, um die Verjährung zu mrüstrdcrn in di/ÄEu ?^"Zmung könne er nicht etngreifen. B-züalick der -rrü/Sdl. on. s.” , Urtherle der Gerichte und Entschädigung unschuldig Vcruttheilter^ erklärt- der^ MiniNe/'d!"^ n" Prüfung Revision der ganiEn @trafproce&orbimng n ,bie =Utert « °hn-
l-tz'-r- geschah bei wirklich Unschuldigen auch teb bedenklich. Di-
- Die Fortsetzung der Bermhung'des
g^egen di- Snltaer”Di'skoMo-GestMchast we/^E^/^gu°/g^7cu"letztere
S.S ",k°nnt- di- dritte Ctvilkammer des VanbaericbtS auf foftenDniAti/“^ 7" F KSgers, weil das Schreiben nur ein üblicher Bo? -nbr -f 9 - des Stimmung der Börse wredergab. 1 1
bunter '"^^ten Reden und Lieder in
Gasdirector Bergen, int, welche? derselbe dtedcsHerrn
Denkmalsfonbs eine Sammlung ru Künsten b.aEonrrtömitglrcd des Gabelsderger Rede des Herrn R-all-h«r A,d°a ch ?üsden b ’Ä"‘ leitete, '-""er di- und der Salamander des Herrn Pfaff aus hi, £errn sind. phii. Pfaff
unter diesen namentlich aus den (Sri'inhVr n/ Ehrenmitglieder des Vereins und in Alsstld, Herrn Sbir°Äv?'"B-?g7n"L s"mkach?" Kr-'sschu.inspee.vr Mülle? verlieben den C°n?mers e^'nach"^^^ All?Ä7r°h^ichst?^ttmmn?7 ^^"nehmer
Landwirthfchaftliche Nachrichten.
„ (Nachdruck verboten.)
SSft 'SSfÄ' Ä» ä'ääs äs: BcfteUt sind baß von offeneX®Ät Vwfflbrt f? '"'S,alle aus- Su<.7\ro“s Ia ziemlich leicht zu bewerkstelltaen ist s?°7r Wenn beides vermieden Erblindungen der Pferde verbinde?, werden 9 ft' ®urbe e,ne «rotze Anzahl von zu findende^^Äh^ist^^si7LL^L'L dst Blumenliebhabern die aus der Pfeife, womöalicb nlHrh mit hör b L ld)c ihrer Eigarre oder gar im Abgub der Pfeife sammelt au7ih?e Blüm^tövt? Flüssigkeit, die sich
meinen, den Töpfen eine voriuaticke 7 ,fd,u,te"- Sie thun dies, well sie
durchaus schädliches und verkehrtes Es ist «nx ^£rfahrcn ist oder ein
werden kann und verwendet wird * aber was si» 7 « bf’-i Dünger verwendet lich erweist, braucht darum n?ch nicht b^ Tov^st/^ *7 ^-r und Wiesen als dien- Zweitens ist Tabaksasche und nun gar TabakÄ/ll Cbc<Sl-° 0u,e Dienste zu leisten, geeignet. Die Raucher unter den BlurnenliebkmkLniur Dungung von Topfpflanzen streuung der Erde mit Tabaksa ch"wasüÄ bi.eJ6rtn Pflanzen durch die Be- G-gentheil sehr, also sollte nun unb tdmme? Äs3 J6un %incn- fd»abm «men im pflanzen geschüttet werden. mmer ^.abaksasche und Tabakssaft auf die Topf-
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Köntgl. bayr. Akademie der Wissensckaiien' mit* öetraute, sein System der
LLMSKZKLMK-.MZ die Gabelsderger er and eine Lelierin 7" -s verkennen, datz die Kunst,
Ein einziger Blick aufaHe Sui,?finftÖÄr1!?,’1" Staates^ wäre der wahre Parlamentarismus vhneS?b-lsber°er7 Wo
wäre die Lucke im Staatsleben im dunst e Wie cmpstndlich
Hat doch erst die Stenographi?'das öffen 1 P.h.n ' ®e"? bte’e Jtun|t nicht wäre!
auch daran. Er war ein Werkreua in pinoa Cr^nbln .^^enken wir aber
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Abg. v. Bennigsen constatirt daß der Antrag Windthorst nur einen tacttschen Zweck verfolge. Herr Wmdthorst begehe eine Jnconsequenz, wenn er einerseits Ueber- gang zum gemeinen Recht wünsche andererseits aber den Belagerungszustand für Berlin beibehalten wolle. Die Nattonalliberalen votiren für Verlängerung auf 2 Jahre aber ^^«00 unb gegen Milderung; sie hegten die Erwartung, daß nach 2 Jahre» an Stelle des Ausnahmegesetzes ein dauerndes Gesetz treten werde. y
Abg. Bebel (Soc.): Minister v. Puttkamer habe erklärt, das Gesetz sei notfc Wendig mn d e Agitation des Socialdemokrat" zu bekämpfen; er (Redner) würde sich als Mimster schämen, zu erklären, daß das erste Reich der Welt mit seinem gc- wal lgen Polizei- und Militarapparat wegen der 10,000 Exemplare des „Socialdemo- ^at" ein Ausnahmegesetz brauche. Es sei notorisch, daß die socialdemokratischen wm«n ?rcra^c o oei? Belagerungsbezirken bedeutend gewachsen seien. Erst durch ntUSlDet h00 hU« Sc p3tS r^be^F lich seiner Partei voll und ganz zur Verfügung gestellt, von da datire auch sem Mandat zum sächsischen Landtage. Ebenso ser es seinen Freunden Singer und Liebknecht ergangen. Mit der E.klärung, die Majorität müsse vor der Minorität geschützt werden, könne man alles entschuldigen, so die Bartholomäusnacht. D ' 1 c 'uul
. „Abg Or. M-y-r-Hallk (frf.): Herr v. Puttkam-r habe in b-r Commifsivn vor
Abbröckeln gewarnt, bas Abbröckeln fei an sich aber nicht fchäblich, beim Herr an b-m Culturkampfgesetz gebröckelt. Di- Nalionallib-raien hatten sich entschieden gegen die Expatritrung ausgesprochen, welcher Unterschied besteht aber zwischen diesen und dem § 28? Das beste Beispiel sei hierfür der ^all Keßler Das Socialistengesetz habe das Niederwaldattentat nicht verhütet, es sei aber am dem Wege des gemeinen Rechts enthüllt worden. oc n
Tie Diskussion wird geschlossen.
~ Die Abstimmung über den Antrag des Abg. Windthorst ist eine namentliche Der Antrag; wird> mit 153 gegen 100 Stimmen abgelehnt; S 28 bleibt also bestehen demnach nach den Vorschlägen der Eommifsion angenommen.
Es folgt dritte Berathung des Gesetzes, betr. den Erlaß der Wtttw en und öcriöaIt9ungbCitra0C DOn Angehörigen der Reichspost- und MUi"är- 9?pi*s ^hlr QCAlh!ln r?u/llen Parteien beantragter Zusatz vor, wonach den aus der Reichs- oder Landesanstalt ausgeschiedenen Mitgliedern der Reichsbeamten Wtttwen- sder Waisenkasien seit der Verztchtleistung an die Reichs- oder Landesanstalt gezahlten Beitrage cmf gesetzlichen Nachzahlungen angerechnet werden soll. 2 9
wrh hi?S^°r Director im Reichsschatza.nt, Aschen dorn, sich dagegen ausgesprochen wird dre Vorlage an eine Commission von 14 Mitgliedern verwiesen. '
im 9r^?SrIö0eL b?Mcnb die Zurückbeförderung der Hinterbliebenen angenommen b an0cftcIItcr Rerchsb-arnlen, wirb in britter Sefung b-batt-los wÄSSit?*'l'"- 6-w
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