1888.
Nr. «4
^rrreaur Schulstraße 7.
Nover.
Gießen, den 14. März 1888.
iehencr Anzeiger
Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen.
Deutschland.
Darmstadt, 13. März. St. König!. Hoheit der Großherzog hoben Mergnädigst geruht: ordentlichen Professor in der medicinischen Fakultät
Q.„h,s.iintDerRtät Dr Sutiu« Milbrand, unter Anerkennung feinet hSataiä. auf fein Nachsuchen, mit Wirkung vorn 1 April ( I, an® in den Ruhestand zu versetzen und demfelben zugleich den Charakter ,l« Geh. Medicinalrath zu verleihen.
DarmNadt 13. März. Dar Großh. Ministerium der Innern und oer Justiz, Abtheilung für Schulangelegenhetten, hat die Großh. Direclionen 'er Gymnasten, Realgymnafien, Realschulen, ^^renMLdchenschum,Schu lehrer SemMarien, Taubstummen-Anstalten und der Blinden-Anstalt, fow'e an ite Großh. Kreir^Schulkommifstonen ein Aurschreib-n °rl°isen, wonach mit Ge rebmiauna Großh Ministerturnr der Innern und der Justiz bestimmt wird, daß
Leiche der MRM£ £
nach der bir jetzt getroffenen Anordnung auf Freitag ben 16. I, W, sestge- setzt ist, in allen öffentlichen Schulen und Lehranstalten der Großherzogthum, 'er eigentliche Unterricht aurgesetzt und dagegen zu der nach den örtlichen Ber- hältniffen geeigneten Stunde eine Gedächtnißfeier abgehalten werden soll, bei velcher den Schülern die hohen Tugenden de» großen Kaiser« und die Wohl- chaten und Segnungen, welche dar deutsche Vaterland ihm zu danken hat, in mtsprechender Weise vor Augen geführt werden.
Erstes Blatt. Donnerstag den 15. Marz
»etlin, 12. März. Volk und Fürsten in Deutschland haben e, alr Trost und Erhebung empfunden, daß die gesummte gesittete Wett mit ihnen den Heimgang der edeln Kaiser» Wilhelm betrauert und dieser Empsindung so be- redten Ausdruck verliehen hat. Der deutsche R-ich«tag, alr die berufenste Ver- tretung der deutschen Nation, wird er fich zur Pflicht rechnen, für dttfe Bew-ne der Achtung und Verehrung, welche alle Völker der Erde am Sarge Wilhelm« niederlegten, dm Dank der deutschen Volker zu bekunden.
— Bei dem andauernd leidenden Zustande Kaiser Friedrich», für dm der plötzlich wieder so rauh aufgetretene Winter doppelte Sorgfalt und Ausmert. samkeit erforderlich macht, wird die Frage natürlich weiter erörtert, die sei längerer Zeit die öffentliche Meinung beschäftigt, ob derKaiserfichnichtind^ Besorgung der Regierungrgeschäste vertreten lassen werde. Diese Vertretung ist nicht zu verwechseln intt einer Regentschast. Sie entspringt der Wlllmrm inung de« Kaiser« au-schließlich, und der Herrscher würde staat-rechtlich an keiner! t Vorschriften bezüglich der Person seine« Vertreter« oder de» Umsange» der Ge- schäste, in welchen er stch vertreten lassen wollte, gebunden ein. Er wäre selbst denkbar, daß er die Vertretung theilte. Wenn übrigens Kaiser Friedrich dauernd in der Residenz verbleibt und nicht wieder zur Kräftigung seiner Gesundhei in'» Ausland zu reisen genöthigt sein wird, so ist die Stellvertretung überhaupt weit weniger wahrscheinlich, al, ste e« im andern ^^-senwllrd dennd Kaiser ist körperlich so weit hergeftellt, daß er die unchtigen Geschäfte selber erledigen kann, wenn er regelmäßige jVorträge der leitenden Minister ent* gegennimmt.
--------------—— ---«reiS vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Prhtflcrlobn
Erscheint täglich mit Ausnahme des Montags. Durch die Post bezogen vierteljährlich2 Mark 50Pi
" Gießen, den 14. März 1888.
Bitr - Das Ableben Sr. Masestät M Deutschen Kaisers und Königs von Preußen Wilb-lm I.
Dic Großherzogliche Kreis-Schul-Commisswn Gießen
an die Schulvorstände des Kreises.
Nachfolgende Verfügung Großherzoglichen Ministeriums des Innern und der Justiz, Abtheilung für Lchulangttegenheiten, theilen wir Ihnen zur erforderlichen Anordnung mit.
w Dr. Boekmann.
Mi. Genehmigung Großh. Muistenmns des Innern
Tage der B-tschung der Leiche des HW «®f«« ff Schulen und L-Hran,alten deg
ÄÄ* RM zu danken hat,
IN entsprechender Weise vor Augen geführt werden. Achenbach.
Mnon* _____________________
Dekan n t m a ch u n g.
".ma ».«»
Gießen, den 14. Marz 1888. ^ndwirthschastlichen Bezirksoerein« Gießen. ■
A»l Allerhöchsten Befehl soll die Trauerseier zumGedächtmßan dm Kaiser Wilhelm^in allen °°°n»°M°n.Gememden d^n M ^i.
stattfinden. Er werden als Texte für die Gedächtmßpredigt empfohlen. 1- Chor. 18, 8, Jezatas »u,
Lucas 10, 20. Strack, Dekan.
Lang-Göns, den 12. März 1888. ____ *------ "
---------- Lehrer -Confere«;
bcS Pa kart 01 Mär 1 Vor!mittags 10 Uhr in Lich. — Lieder 10, 14, 99.
d«S ConferenzbezirkS LichSangen Mittwoch d°n 21- Marz^Vormit g 1 Lieder 143, 123.
d«S Eonfer.nzb.zi.k» Gruuberg: Montag den 2 6. Marz, Vormittags iv y Büchner, Schuttach


