Vermischtes
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B. Katzenstein
SchMerstraße 27.
3« An- und Verkauf von Immobilien und VeJm?ttelun9 von Darlehn auf Immobilien habe etn Agenturgeschäft errichtet. y
Durch Verbindungen mit Geldkräften ersten Ranges bin ich im Stande allen Anforderungen zu entsprechen. 0 «9 im ^ranoe,
3nbem ich reellste Bedienung zusichere, sehe geneigten Aufträgen entgegen. Hochachtungsvoll
Haupt mit einem Shaw! verhüllte. Alles ging gut; sie marschirten mit ihm «ach Aschangi und rüsteten sich nach einer längeren Unterredung am 7. Decbr. zum Rückzüge, als plötzlich der König sie mit der eben eingetroffenen Nachricht von der Besetzung Saatis durch die Italiener anfuhr: wie sei das zu erklären. Neun Tage lang stockte darauf Portals Verkehr mit dem Negus; am 16. Decbr. aber, nachdem sie in seinem Gefolge bis Chelikot gekommen, erweichte sich des Negus Herz. Er ließ Portal durch einen hohen Hofwürdenträger prächtig mit Ehrenkleidern herausputzen, eine mit Silber- und Goldknöpfen verzierte Löwenmähne über die Schultern hängen, schenkte ihm Schwert und Schild und ein königlich aufgezäumtes Maulthier und gab ihm zwei Briese für die Königin mit auf den Weg. Am 17. Decbr. zogen sie ab, fanden aber gegen Mitternacht sich von Wachtfeuern umgeben und sahen deutlich, wie die Soldaten aus sie anlegten. „Du nimmst diesen aus's Korn und ich jenen, und dann die übrigen", hörte ihr Dolmetscher die Soldaten unter sich flüstern. Den Dolmetscher, den Portal daraus zum König absandte, banden die Soldaten an einen Baum fest, den Major Beech aber ließen sie ziehen; und der König, der dessen Botschaft empfing, ward wüthend und bedrohte den Bezirksstalthalter mit dem Tode, falls den Engländern ein Haar gekrümmt würde. Dadurch wurde endlich ihr Weg frei. Am 23. Decbr. trafen sie bei Ras Alula ein, der sie aber trotz Portal's Löwenmähne einen Tag lang aufhtelt und gröblich behandelte; am 25. Decbr. stießen sie auf die italienischen Vorposten. Die Sendung ist also gescheitert, und ; Portal wird sich mit der Löwenmähne trösten müssen, die ihn jedenfalls zum Helden und Löwen der nächsten Saison in London machen wird.
Achtungsvoll
Lina Moeser, geprüfte Lehrerin, Schiffenbergerweg 14.
Frauen - Arbeitsschule.
Der Unterricht in meiner Schule beginnt wieder am 16. Januar.
snrFächer.Hand- und Maschinen-Mhen, Weiß-und Buntstickerei'rc Erste Bügelstunde: Dienstag den 17. Januar. Die Anfertiauna van Knetarbetten wird als neuer Lehrgegenstand eingeführt. ®
Auskunft wird täglich bis Nachmittags 2 Uhr gerne ertheilt.
Literarische«.
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tief- Stimme ecrfd>icbenen Stimmlagen -°r, für hohe, für mittler- und für
_ K cJO* Januar. Die anläßlich des Jahreswechsels zur Beglückwünschung Altchen Hof nach Berlin entsandte Abordnung der Salzwirker-Brüderschaft a°rC1?\ Astern von dort zurückgekehrt. Wie immer begegneten die Gäste auch diesmal huldvoller Aufnahme. Als die Abordnung am Neujahrstaae rum Empfange beim ^Kaiser erschien, musterte Se. Majestät vom historischen Eckfenster aus ?intfarUh^CQ?s9Bad)e,t wobc[ 1i$neine der bekannten Volksscenen abspielte, indem die hpa Dsr 5? mmrcltc Menschenmenge, erfreut über das treffliche Aussehen
an. das Palais vordrängte und dem greisen Monarchen in stürmischen Hoch- und "jubdrufen huldigte. Dabei äußerte Der Kaiser: „Seht die Menae wie si-mrsr-und-ch zuruft, st- wist-n nicht, was st- mir Fs-undlich-s -rw-if-n fallen.-- ^U den Halloren gewandt, fuhr L>e. Majestät fort' °tn 1848 mar PÄ frptH*
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überall schmerzlich empfunden. In unser Kaiserhaus sind aber neue Hoffnungen ein Wogen. Nicht nur die Mitglieder der kaiserlichen Familie sprachen sich recht^günssta bohen Herrn aus, sondern auch der Kaiser selbst kam wieder^ Neuiahrstage während der Tafel befahl Se. Majestät den Sprecher und Führer der Halloren, Andreas Ebert, zu sich und drückte sein Bedauern darüber aus, daß in diesem Jahre in Folge des Verweilens des Kronprinz Remo von der frnnnrimrMiPn «nnc-r.. r V rV.Hn2
Nerlaa^s^^ue Jahr eröffnet »Hebet Land und Meer- (Stuttgart, Deutsche fr^pnh65 bcni ^uen Quartal auch durch neu beginnende Erzählungen Rechnung
von'Änsa s en f^^^schichte: „Gräfin Ada KrMenS F?nster"
Zu lassen und dieselben so unter einer altbewährten RIaaae rühm AfS qh T"
mit^aleicü reaem^A^tb ^^"r9^ ®cKlt DOn den Anhängern jedes Glaubensbekenntnisses Mr dn ^L andpr.?/^^ »^ roeIbc" können. Dabet behält es immer noch Raum I r eine ^"ihe anderer Aufsatze aus den verschiedensten Gebieten des Wissens Bilderschmuck^ h't^eLnfo^piAC willkommener Anregungen übermittelnd.' Der ^uoerichmucr ist ebenso reich und mannigfaltig als künstlerisch vollendet „nh « I uu?r vud ui uicrem ^zayre in ^olge Des Verweilens des Kronprinzen in San I erneut bet diesem Anlaß unseren Lesern das prächtige Familten-Journal
Wilhelm anwesend fein könne Di- I bäT 1XtflMfrofftogn*ur oierieljährig für 13 Nummern 3 M,
I neuesten Depeschen aus San Remo brachten aber recht gute Nachrichten, die Heil der Befürchtungen sei vorüber. Freilich wäre viel, viel Ruhe und Schonung K?onvri^'?nm0Uk0 25r Hoffnung, daß Se. K. Hoheit de? fBnnpn gesund nach Deutschland und Berlin werde zurück-
I u 3 folgende» Tage kam der Kaiser hierauf zurück und äußerte sich
I nr üÄ q " 0/n F nnc\ Das Befinden und das Aussehen des Kaisers waren I £roar etwas von der Last der Jahre gebeugt, richtet sich der Körper beim
I Fachen stolz und straft empor, die Stimme ist wunderbar frisch und kräftig. In I qF kluterredung, welche Seine Majestät während der etwa eine Stunde dauernden I U k.e^H?lloren pflog, zeigte der hohe Herr ein äußerst lebhaftes Interesse
und ^L o b na n a e le En r f cb ö fj angehenden Angelegenheiten; nicht nurArbeits-
I “HE Mrs,? 9 1 0 tenk ändern auch viele andere, theilweise sogar Familienoerhält- Ä ÄtCn ben @c6enJtanb von Fragen. Tief bewegt und erfüllt von Stolz Freude I Hoffnung waren dre Abgeordneten, als sie vom Kaiser unter Grüßen an die I Händedruck und den Worten: „So Gott will, auf Wiedersehen
I an beSr3bo6en ^räu ^nh“2B£.ni9£r rüf,‘8 als her Kaiser erschien die Kaiserin; I an ücr poyen tyrau sind die Einwirkungen schwerer Leiden nicht svurlos Dnrüher- ?,n0h b9ipnf Dle Glückwünsche und Geschenke der Brüderschaft an de7Kronprinzen
I übemlttel""Pr "8 41 ®amUi£ fmb durch das Hofmarschallamt den hohen Herrschatten iSUaeme7ne^urnn,^a0V?P^Cf,Ctf£i£f ?£9in«J^ £ini0e Mitglieder des Dresdener
I ^ugememen Lurnoereins, die als enragirte Haide-Läufer bekannt sind Sie beschlossen steh " Nachdem ma^nlm^ LL ?°nne7baum an!u»°nd«,"'Ä TrinTÄ * c* -'su'^oem man tm Ftschhaus an der Radeberger Straße einiae frnh? Stnnßpn verbracht, zog man um 11 Uhr hinaus nach der Schneise 18, um von dort au einer rer anan bie Stabt übersehen kann, die ernste Feierstunde der Jahreswende
I lm Geiste langst vergangener Zetten zu begehen. Es wurde ein alleinstehender mit Schnee bedeckter Baum mit zahlreichen Lichtern besteckt und bei dem Glocke^ Broolr bronnte man diese an. Das war ein wunderbarer Anblick in der bellen gPnnh- Ä ^dresem Augenblicke tiefften Waldesfriedens. Feierlich klang das Lied SUlle stacht, heilige Nacht durch die Ruhe. Wohl über eine Stunde erfreuten sick bie "Theil- I di?H"m7ehr'an.^^^^n Baume, dann wurden die Lichte? ^lösch? MaÄ , r. ,, „Bettelarmband", dieser bei der jungen Damenwelt fn Hnnpmpin
m t bef?nber^ weibliche Jugend ausgeschüttet hat, legen ihn die Mädchen
ovberer Vorliebe, wenn sie zur Schule gehen, an, da man den Mitschülerinnen bo.ch g^rn zeigen mochte, wie viel Münzen man schon geschenkt bekommen oder besser sich nun C^irfifßi?nanimenöebettelt" bat. Gegen diese unschuldige Prahlerei ließe Aufheben ^der Arm7beim nicht durch Die unglücklichen Armbänder beim
m t „f«eUenbcbangenen Schlittenpferben" ober gar mit jngenblichen Verbrechern vei" in bir ea»e £"> bi^en flar? au§8ZbrMt aber
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«pifpfto« 03 ^"kuch eine Recension „Ach, lieber Doctor, ich wollte Ihnen noch ^bres
Bei Allem aber, was ihr macht, t Bedenket 1: habt 888!
(Lei Allem aber, was ihr macht, Bcbenket eins: habt breimal acht!)
Uaiverfitäts - Chronik.
„ , „ — In ber mebicinischen Facultät ber Unioersttüt Straßburg ist ein neuer Lehrstuhl unb zwar für Zahnhcilkunbe, errichtet worben. Der practische Zahnarzt «rtrr.r,,«. '>t.b^t am slltontag seine östentliche Antritts- & b°s Thema „Prothese bet Gaumendeftcten" mit Demonstrationen in dem Auditorrum der chirurgischen Klinik gehalten.
— Professor vr Kundt von der Straßburger Universität ist, der „Str. Dost" Lehrstuhl von Helmholtz nach Berlin berufen worden, der künfltg in ira werden soll, daß Professor Kundt die Experimentalphysik, Professor
Boltzmann aus Graz die mathematische Physik übernehmen wird. Professor Kundt hat dem ehrenvollen Rufe Folge geleistet.
~ ^Die Universität Bologna, welche am 12. Juli dss. Js. die Feier ihres achthunderftahrlgen Bestehens begehen wird, hat die Einladungen zur Thetlnahme an den beabsichtigten Festlichkelten soeben an die Universitäten Italiens und des Auslandes Btriflnji.
Briefe aus San Memo.
t r c, E. C. San Remo, 10. Januar.
Ich hatte Sie gebeten, die Veröffentlichung meines letzten, in der zweiten Hälfte des December abgesandten Briefes zu sistiren. Ich that dies auf ausdrücklichen Wunsch meines zur nächsten Umgebung des Kronprinzen zählenden Gewährsmannes, welcher mir damals schon, also vor nahezu drei Wochen, die bündigste Versicherung gegeben, daß die Diagnose vom 10. November unhaltbar sei und daß keiner der den Kronprinzen behandelnden Aerzte an ein ausgesprochenes Krebsleiden glaube. Da jedoch die Gefahr einer plötzlichen Verschlimmerung des Leidens damals noch nicht ganz ausgeschlossen war, so bat mich mein Gewährsmann, mit der Veröffentlichung seiner Ansicht, die zugleich diejenige der ganzen Umgebung, einschließlich ber Aerzte, des Kronprinzen sei, noch zurückzuhalten. Heute ift diese Gefahr, wenn nicht völlig unberechenbare Zufälle emtreten, so gut wie ganz verschwunden und man richtet sich in der Villa Etrio bereits auf die Abreise ein — nicht nach Egypten oder Algier, sondern zur Rückkehr tn die deutsche Hetmath. Allerdings will ich damit nicht gesagt haben, als seien die Koffer bereits gepackt, aber man spricht in der Umgebung des Kronprinzen nur mehr non der baldigen Rückkehr nach Deutschland und, wie mir mein Gewährsmann ver- fichert, die Augen unseres Kronprinzen füllen sich mit Thrünen der Rührung, wenn zede Post aus allen Gauen des deutschen Varerlandes so zahlreiche Beweise der Liebe und Verehrung bringt. Besonders wohlthuend empfindet es des Kronprinzen Herz daß die auf Wiederherstellung seiner Gesundheit und Wiederkehr in's Vaterland lautenden Wunsche so unendlich zahlreich aus den Kreisen des deutschen Bürgerthums des Handwerker-, Arbeiter- und Bauernstandes kämen. Wie oft habe der Kronprinz meinem Gewährsmanne gegenüber geäußert, daß er jedem einzelnen dieser treuen Menschen die Hand drucken und ihm persönlich versichern möchte, wie ihn eine solche raum geahnte Theilnahme beglücke und wie sie ihm über manche traurige Stunde ylnweggeholsen.
J??,n ^ht es dem Kronprinzen an, wenn man ihm jetzt, nachdem wieder warmes Fruhltngswetter eingetreten, auf der Promenade begegnet, wie mit der Hoff- nung auf völlige Wiedergenesung auch wieder froher Lebensmuth aus seinen Zügen
L. v. 8.


