London. 11. September. Eine Meldung des Reuter'schen Bureaus aus Peter- moritzburg vom 11. September lautet, der Transoaaler Grenzcommissar Meyer aus Vryhetd sei zurückgekehrt und berichte: Die Zulus würden entwaffnet, Dinizulu habe sich der Transvaalregierung übergeben unter der Versicherung, er solle den Engländern nicht ausgeliefert werden. Dinizulu sei gegenwärtig krank und bleibe unter Bewachung der transvaalschen Polizei; Undabuku solle sich ohne Begleitung in das Tongoland geflüchtet haben.
Rom, 11. September. Der Eomo-See überschwemmte die Stadt Lecco. Die Kaufleute entfernen ihre Waaren aus den Magazinen.
Turin, 11. September. Heute Vormittag fand hier im Königspalast die Trauung der Prinzessin Lätttta mir dem Herzog Amadeus statt. Der bürgerlichen Eheschließung folgte die der kirchlichen Einsegnung. Der Feier wohnten bei das Köntgspaar von Italien, das Königspaar von Portugal, der Prinz von Neapel der Herzog von Oporto, der Prinz Napoleon, die Prinzessin Clottlde, Prinz Louis die übrigen Mitglieder der königlichen Famllte, die Minister, sowie die Militär- und Etvil- behörden. Der Erzbischof von Turin, Cardinal Altmonda, vollzog die Ceremonie Auf den Straßen wurden die Neuvermählten und die übrigen Fürstlichkeiten von dichtgedrängten Menschenmassen begrüßt.
— Nach einer Meldung der „Agencia Stefani" verlieh der König an Crispi den Anunziataorden.
Deroua, 11. September. In Folge der unausgesetzten Arbeiten der Truppen welche die Brücken und Dämme Herstellen, ist die Ueberschwemmung auf den niedrig gelegenen Thetl der Stadt eingeschränkt. Da der Wasserstand der Etsch bei Trient seil mehreren Stunden stationär ist, hofft man, daß die Hauptgefahr beseitigt ist.
Atherr, 11. September. Ein Erdbeben in Atgion verursachte großen Schaden, ™ ,»Qn aUrL d!K^ia\°an ^anfc" Mtzt. Zwanzig P-rfon-n sollen verletzt sein Ministerpräsident Trikupis reiste nach Aigion ab.
Lokales.
Gießen, 12. September. Am heutigen Tage hat Se. Kgl. Hoheit unser allverehrter Großherzog sein 51. Lebensjahr vollendet. Vor wenigen Tagen noch in Schottland und auf der Rückreise nach seiner Residenz vorher die bei Hamm in Westfalen stehenden Truppen des 7. Armeecorps, zu dessen Jnspector ihn das Vertrauen Sr. Majestät des Kaisers berief, inspicirend, nimmt unser Großherzog in Mitten seines Landes die aufrichtigsten Glück- und Segenswünsche seines Hessenvolkes und dessen Dank für die vielen Segnungen entgegen, welche zur Zeit seiner Regierung unserem engeren Vaterlande zu Theil wurden. Seit wir an dieser Stelle im vergangenen Jahre unsere Wünsche darbrachten, ist ein für Deutschlands nationales Leben ereigniß- volles Jahr verflossen. Angesichts dieses hinter uns liegenden Zeitabschnittes, nach welchem sich niemals Deutsche zu größerer Festesfreude vereinigten, ohne im Herzen der großen Verluste zu gedenken, welche das deutsche Vaterland durch den Heimgang seiner beiden ersten Kaiser Wilhelm I. und Friedrich erlitten, ist es gewiß ein Trost, unfern Großherzog, der auch dem Kreise jener großen Männer angehört, zu denen das ganze Volk mit Zuversicht emporschaut, in der Vollkraft der Jahre, in blühender i Gesundheit und nie ermüdender Regierungslhätigkeit unter uns zu wissen. Möge ihn ein gütiges Schicksal noch lange im Besitze dieser herrlichen Güter belassen, mögen wie seither, die besten Segenswünsche seines Volkes unseren Großherzog begleiten!
-e, Gießen, 12. September Se. Königl. Hoheit der Großherzog haben Aller- gnadigst geruht den Bürgermeister Bramm zum Oberbürgermeister der Provinztal- Hauptstadt Gießen zu ernennen. 15 f
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kürzlich in die Gesellschaft ein. - bPEsn erblüht, da werden sich die Freier aar bald dnftpllpn " n r a $.ter . reizend
- jedoch die Mama meinte Ack ms k a ff ' versicherte ein guter Bekannter, denken, - dafür bin ich janochvielkujung'--^ °"-s Heirathen ich mich/- d^^LrL^?^ -'^nn
zusammenfinde, den ich nicht kenne so rede Am Zeit Jemandem
Minister" an. Ich sage mir habet% Va „ J? An stets aufs Gerathewohl „Herr oder wird es noch werden." $ 0 roar cr e3 ledenfalls einmal
mit einer bonaparüfti^en^ Pr^z!ssin^ is? bek^nntlffü^m^l"? ^ Prinzen Amadeo gefeiert worden. Ein Witzbold hat nun in einer Ä nn„ uÄlmbcXo Turin verbreitet, daß der Prinz den Wunsch neäiifceH hnh» DOn .^olienischen Lokalblättern Brautpaare in Turin reich zu beschenken ^welche ^an d^ms,sb,» F/fttage sämmtliche heiligen Ehe treten würden. Die Tage in den Stand der
zu dem Turiner Standesamt. Nicht weniger als 184 ^^nng
Eingesandt.
(9efo r-rc6irL 5R£>clU)n d-s „Gi-ß-n-r An^g^' auf baS „Eingesandt-- in Ihrem
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alten LSscmestrigen Studenten, M-dtciner oder fei er was e*»ia ertenne mn' bE"
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"och ganz, ganz wenig gebeugte Oberkörper bemerkt $ Gelegenheit hatte zu sehen, .ÄS’*«*?* L.L
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Vermischtes.
7 2ur Großherzogthum Hessen wurden im Etatsjahre 1887/88 806 Processe anhängig gemacht, welche sich auf die Zölle und Steuern des Reichs, sowie auf die Ä?!Cn on£ercn tn%riccmn ^uern und Abgaben beziehen. Erledigt wurden in dem §7ö^nn Settraume 781 Processe. Wegen Defraudation der Steuer wurden oerurthetlt ♦c^erf°nen' ^uvon eine im Rückfalle; wegen Ordnungswidrigketten erfolgte Ver- urlheilung von 267 Personen. Der Betrag der hinterzogenen einfachen Gefälle belief sich auf 1 421.80 JL, wofür 10 121 Jt Geldstrafen erkannt wurden. Die Summe der wegen Ordnungswidrigkeiten erkannten Geldstrafen betrug 1193 JL Die meisten ©trafen muröen erfannt wegen Hinterziehung der Hundesteuer (241) und der Stempelabgabe für öffentliche Belustigungen (126). v
m.x. L ^^/sade-Manöoer der hessischen Division in vergangener
Woche ihren Abschluß erhalten, nahmen heute die größeren Hebungen in der Division ihren Anfang Das betreffende Manöoerterrain fällt im Allgemeinen in den Raum Mm Orte Partenhetm-Sauer-Schwabenheim-Nieder-Olm-Ebershetm-Mommen- heim-Odernheim-Gau-Brckelheim begrenzt wird.
wird officiös geschrieben: Es bestätigt sich, daß man im Reichsamt des Innern mit Vorschlägen beschäftigt ist, um auf dem Verwaltungswege bem Zigeunerunwesen, über welches in letzter Zeit so vielfach aus verschiedenen Gegenden i Klagen gekommen sind, wirksam zu begegnen. ^egenoen
.... Gine für Hausfrauen interessante Rechtsfrage hatte dieser Tage die 96 Ab- VU ?u.enWiben. Ein Dienstmädchen hatte seiner V?^Ä.^,?bkundigt, jedoch war die Kündigung nicht angenommen worden, weil das ^ahnvorschuß empfangen hatte, der viel über die Frist, zu welcher das Mädchen den Dienst verlassen wollte, hinausging. Nach Ablauf der Kündig., zog das Mädchen jedoch thatsächlich' %te Her?schafterstattete nun Äe meaen I unbefugten Verlassens des Dienstes und die Polizeibehörde erließ ein Strafmandat I gegen welches das Mädchen Berufung einlegte. Das Schöffengericht svrack I
hatte thatsächlich die Kündigung rechtzeitig angebracht also I «u» nicht Oen Dienst verlassen. Ob dl- H-rrfchaft dl- Kündigung Ä annehmen wollte, fei ganz gleichgiitig, denn wenn au» wirklich der Lohn für eine weitere ° s isi- bis zu we cher das Mädchen im Dienst bllei? gezahlt word-n fest könne aus «Mhll-n'Lohn-s 6eS.toa t CinCn Gioilan,prud) °uf Rückgabe d-s zuoiel
— sEine hundertjährige barmherzige Schwester 1 ^n her I
Zu Gb"t wurde am 23. August ein seltenes Fest gefeiert. Die Pflegerin an di ser I E t Bonaventura (Jufttna Cornelia dl Clcrcque) jestrte an I
@ratu[?Hnn,^ ,D r°mmcn! 61 ^rper= undGcistessrische Ihren hundertsten Gebuttstag »ÄE««»-» kamen von allen Selten, Der König von Belgien sandle der bunker?- I jährigen barmherzigen Schwester ein eigenhändiges Glückwunschschreiben I
wurde im -Ak?- iM°r°k°r>n,,der große Wohlthäter der leidenden Menschheit I
.CAa7 DOn den Aerzten Flourens und Simpson in die Praris -In' I A-nast- unk & £ bcm Un»°hlig-n, die sich schweren Operationen unterwerfen mußten I Mnn6m86T„^^me.ra,C.n cr|part Todesfälle bei Anwendung t>on 661oroformfinb=er- SK! o8r! 5L e‘(ten- G-h-imerath Dr. Bardeleben in Berlin hat bd' dreiß a notwendig nur tlncn Todesfall erlebt. Groß- Vorsicht ist aber imm?r
Li- hiesige" Zeitung"' Sn-"' Ä «neu Act deutscher Großherzlgkel, berichtet
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bie -usgel-gt-n Gelder. Aber dl- Rh-d-r-i hat sich kein -r m berechnen wollen, welche sic sich glücklich fühlt opr/tw Kostgeld für die Menschen die deutsche Rh-d-r-l aus Bezahlung v-rticht-t^ t a' n^^''^ ^rt, in welcher Ä«nS^
Ä Untttn,Orftn- b°6 biC b°nisch° Rhederei sich di-s^Vokg-h-n zum^Be.'^
Damen-Pensionat im Westen ^Berlins erfranf^on bfn'"14 einem
einigen Tagen nach dem Abendessen feää her fimr,,« Pensionärinnen vor
selben sofort zur Ruhe begeben mußten^ Da IZÄ“ ^ß sich die-
Erbrechen etntrat, so glaubte man nicht anders Krankten bald darauf
eingenommenen Thee ftattaefunben hätte „nh r!?,6 Vergiftung durch dm
Großen zu betreiben. n pon ^aris gekauft, um die Spionage im
MfÄ 2 i?sJ*Ss »«xs SÄÄÄä&B?,-» Spast°r7°ng ^-L7N"1ett"^n°'°s"ThLrbzu^1Ed 7^77


