Ausgabe 
13.5.1888 Erstes Blatt
 
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durch die Monac chie bis Charlottenburg geleitet, wo für sie die Zimmer in Bereit­schaft gesetzt werd en , welche die Königin von Großbritannien jüngst bewohnte. Von fremden Fürstlichk eiten werden, wie man hört, der König von Sachsen als Haupt des sächsischen Hause- , der Prinz von Wales als Vertreter der britischen Königin an­wesend sein. Wird die Hochzeit unter den obwaltenden Verhältnissen auch nur als eine stille zu betrachten sein, so wird das Biautpaar doch von einem Kreise von Hochzeitszeugen umgeben sein, wie sie die hohe Stellung des Bräutigams erfordert. Der Trauung folgt ein Dejeuner dinatoire. Abends reisen die Neuvermählten nach Schloß Erbmannsborf ab. Don sonstigen Feierlichkeiten wird in Anbetracht der Verhältnisse des Ortes der Trauung abgesehen. Residenz nimmt das junge Paar in dem früheren herzoglichen Schlosse zu Kiel.

Berlin, 11. Mai. Bet dem Kaiser war die Temperatur gestern Abend 37.8, heule früy 37,1 Grad. Er fühlt sich ziemlich wohl, obwohl der Auswurf noch reich­lich ist und nimmt eine genügende Menge Nahrung. Seit IO1/* Uhr befindet er sich auf dem Sopha seines Arbeitszimmers; hier machte er auch Gehversuche, indem er das Zimmer zweimal ohne Stütze durchschritt, ohne sich ermüdet zu fühlen.

Die Kaiserin und die Prinzessinnen - Töchter machten Morgens einen Spazierritt.

Berlin, 11. Mat. Der Kaiser hatte einen guten Tag, er verweilte bis Abends 8V2 Uhr im Arbeitszimmer. Ein ärztliches Bulletin ist für morgen wahrscheinlich nicht zu erwarten.

Im Prozeß Reiff wegen Bankerotts, wiederholten Betrugs und Unter­schlagung wurde der Angeklagte zu neunjährigem Gesängniß und fünfjährigen! Ehr­verlust verurtheilt, unter Anrechnung eines Jahres auf Untersuchungshaft.

Pari-, 11. Mai. DieRep. fr." veröffentlicht einen Artikel Spuller's, welcher die Unzufriedenheit der Opportunisten gegenüber dem Eabinet Floquet hervorhebt und erklärt, das Bündntß gegen den Boulangismus würde sofort zerfallen, wenn das Eabinet die Situation benutzen wollte, um andere Gruppen zu Gunsten der Radikalen zu vernichten.

Boulanger ist heute Morgen um 8 Uhr, begleitet von Laguerre, dem Depu- tirten, Graf Dillon, und dem Director derLanterne", Mayer, nach Dünkirchen abgereist. Starke Polizetmannschaften waren am Nordbahnhofe aufgestellt, um Ruhe­störungen vorzubeugen. Etwa 200 Personen waren versammelt, welche den General mit Zurufen begrüßten.

Pari-, 11. Mai. (Havasmcldung.) Aus Tanger wird gemeldet: Die Truppen des Sultans von Marokko sind von den Aufständischen geschlagen. Zwei­hundert Mann sind gefallen. Der Gouverneur Mequinez wurde gelobtet. Der Sultan wird persönlich eine neue Expedition gegen die Aufständischen ausrüsten.

Dublin, 11. Mai. In einer Versammlung der irischen Bischöfe zu Elonleiph wurde eine Resolution gefaßt, in welcher erklärt wird, daß, obschon das päpstliche Reskript mit der größten Achtung betrachtet werden müsse, die Bischöfe dennoch sich verpflichtet hielten, deswegen eine Mittheilung an den Papst gelangen zu lassen. In einem Brief dcS Dubliner Erzbischofs Dr. Walsh heißt es, das päpstliche Reskript würde weder der nationallisttschen Bewegung noch der Nationalliga den geringsten Nachtheil bringen; Niemand sei berechtigt anzunehmen, daß der Papst einen Triumph über die Bewegung betreffend die irische Verfassung sichern wolle; dieselbe würde um ihrer selbst Willen den Sieg davontragen.

Rom, 11. Mai. Der Papst beabsichtigt, morgen mit dem gruppenweisen Em­pfange der deutschen Pilger zu beginnen, am Sonntag werden die Pilger einer vom Papste celebrirten Messe beiwohnen. Die vatikanische Ausstellung wird Ende Mai geschlossen.

Bologna, 11. Mai. Gestern Nachmittag, während die Königin die Aus­stellung der Schönen Künste besichtigte, ließ ein Sicherheits-Wachmann durch Unacht­samkeit sein Gewehr fallen, welches sich entlud. Es ist kein Unfall zu verzeichnen und es gab auch keine Unruhe. Das Königspaar reift morgen früh nach Rom zurück.

Mailand, 11. Mat. Der Kaiser von Brasilien hatte Abends ernste Symptome von Gehirncongesttonen, verbunden mit Fieber. Dr. Simola hält seinen Zustand für ziemlich ernst. Er berief telegraphisch Professor Acharcot (Paris) 'und'Degiovanni (Padua) zur Eonsultation.

Mailand, 11. Mat. Dr. Semola hielt heute Vormittag mit anderen jvr Be­handlung des Kaisers von Brasilien hinzugezogenen Aerzten eine Konsulation ab, worin der regelmäßige Verlauf der Pleuritis und die gewisse Abnahme der auf Gehirn- kongestlon deutenden Symptome konstattrt wurde. Die Aerzte fürchten nur noch den Einfluß der allgemeinen Schwäche. Das Fieber ist mäßig.

Sofia, 11. Mai. (Haoasmeldung). Nach hier eingegangenen Depeschen, haben sich neuerdings verschiedene bulgarisch-montenegrinische Banden organifirl. Eine derselben, welche bulgarisches Gebiet von serbischer Sette her betreten, sei zerstreut und mehrere Mitglieder derselben getöbtet.

Rio de Janeiro, 11. Mai. Die Kammer nahm bie Regierungsvorlage an, betreffenb bie unmittelbare unb bebingungslose Abschaffung ber Sklaverei.

Berlin, 12. Mai. (Privatbepesche.) Der Kaiser hatte eine recht gute Nacht nach erquickenbem Schlaf unb verläßt soeben (10 Uhr) bas Bett. Se. Majestät wird sich im Arbeitszimmer thetls auf dem Sopha, theils im Stuhle aufhalten. Der Kaiser ist bei vorzüglicher Stimmung und nimmt reichliche Nahrung.

Lokale-.

Gietzen, 12. Mai. Das gestern Abend aus dem Lenz'schm Felsenkeller vom Nativ nalliberalen Verein" zu Ehren des von hier scheibenden Herrn Ministerialraths Dr. D ittmar veranstaltete Banket war so zahlreich von hiesigen und auswärtigen Gesinnungsgenossen desselben besucht, daß der Saal bie Zahl ber Teilnehmer kaum zu fassen vermochte. Herr Prof. Dr. On cf en führte ben Vorsitz unb feierte in fchönen Worten unfere Herrscherhäuser, inbem er namentlich bes ver­ewigten Kaisers Wilhelm, bes Grünbers bes neuen Deutschen Reiches, gebuchte, besten Tugenben unb Werke pries unb bes Schmerzes erwähnte, ber bie Station in bem Augenblicke ergriff, als man, noch im Angebenken ber vorjährigen Feier bes 90. Geburts­tages bie Vorbereitungen zur Feier feines 91. Geburtstages treffen wollte als bem deutschen Vaterlande fein Kaiser entrissen würbe. Wenn man in früheren Jahren sich die Person des Kronprinzen Friedrich vergegenwärtige, wie er, eine kraftvolle Heldengestalt, sich dem deutschen Volke zeigte, so werde man mit Wehmuth erfüllt, den Kaiser Friedrich an das Krankenbett gefesselt zu sehen, wie er trotz feiner schweren Krankheit die schwere Last der Regierungsgefchäfte trage, wie er arbeite im Dienste seines hoben Berufes unb wie man mit Recht von ihm sagen könne, ein Hohenzoller bat nicht Zeit, krank zu sein. Unser Großherzog, der treue Waffengefährte bes Kaisers Friebrich, ber tapfere Führer ber hessischen Division in bem großen Kriege gegen Frank­reich, auch er habe mitgewirkt an dem Ausbau des so lange ersehnten Deutschen Vaterlandes, an ber Verwirklichung bes Nationalgebankens, er, besten Vertrauen auch den nunmehr scheidenden Vorsitzenden des Nattonalliberalen Vereins in die Reihe seiner Räthe berief. Ein Hoch bem Kaffer Friedrich und dem Grotzherzog! Jubelnd stimmte die Versammlung ein, bie Nationalhymne würbe ftehenb gesungen.

Herr Realgymnasialbirector Nobnagel feierte hierauf in schwungvollen Worten bie Verdienste bes Herrn Ministerialraths Dr. Dittmar. Er (Rebner) rühme sich freunbschaftlicher Beziehungen zu bem Scheibenben und fühle sich detzhalb mit am meisten betroffen. Namens des Vorsitzenden rufe er ihm den Scheidegruß zu; in Herrn Dr. Dittmar verlieren Viele ben Freunb, die Familien bas gastliche Haus, bie Stabt ben scharfsinnigen Juristen, feine Collegen den bewahrten Berufsgenosten. Was der Scheidende im Nattonalliberalen Verein gewesen, was er im politischen Leben gethan, das habe nunmehr ein Ende. Sein Sinn unb fein Interesse für Politik habe sich schon in frühester Jugenb gezeigt, seine klaren Urtheile schon in einer Zeit, in welcher sich ber Patriotismus kaum anbers betätigen konnte als durch Opposition, zu Zeiten des alten Bundes, mit Oesterreich an der Spitze. Als 1866 ber Grunb zum Ausbau des Reiches gelegt wurde, der feine Vollendung am denkwürdigen 18. Januar 1871 im Spiegelfaale des Versailler Schlosses sand, da bot Kaiser Wilhelm ben bisher getrennten deutschen Stämmen bie Hanb zum Bunbe, sein großer Minister Bismarck vervoll­kommnete bas Werk burch Schaffung bes allgemeinen Wahlrechts, unb einer ber treuesten Anhänger der nunmehr befolgten Politik war Herr Dr. Dittmar. Aber damals konnte 1 man es in Gießen noch nicht wagen, die Wahl eines nationalliberalen Canbibaten zu 1

unternehmen, einer späteren Zeit blieb es vorbehalten, ben Versuch zu wagen, unb baß er gelang unb wie er gelang, ,ei ein Verbienft Ttttmar's; mit fefmribiger Berebffamkeit unb unter großen Anstrengungen, vielen Verbächtigungen unb Schmähungen, unter Ausgabe ihm seither tbeurcr persönlicher Beziehungen habe Herr Dr. Dittmar ber natio- nalcn Sache schwere vpfer gebracht, unter welchen bie Wahlen von 1884 unb 1887 so glanzend jum <oiege fübuen. Wenn man bie Verbienste bes Herrn Dr. Dittmar um bie nationalliberale Sache zusammenfaste, so müsse man beklagen, baß er uns genommen

W flu^n die ihn nach Darmstadt beriefen, entrissen uns

tbn. Am denkwürdigen 14. Januar des Jahres 1887 (der Auflösung des Reichstags) versammelte Herr Dr. Dittmar seine Freunde und schritt mit ihnen sofort an die Arbeit zur. neuen Wahl, die fo überraschend schnell gefördert wurde, daß die Gegner ber nationaUtberalen c-ache glaubten, man habe einen geheimen Wahlfonb. So unhaltbar diete Behauptung gewesen, so müsse man bock augeben, daß innerhalb bes national- liberalen Vereins nicht nur em, sonbern zwei Wahlsonbs vorhanben waren, es war erstens ber gesunbe Sinn ber Wähler unb zweitens ber gute Kops Dittmars; ber ehren- volle Rus m bas Ministerium des Landes habe Herrn Dr. Dittmar jedenfalls Freude bereitet unb beßhalb bürfe man bet feinem Scheiben nicht trauern, man müsse sich mit ihm freuen, chon um deßwillen, weil seine mit uns verwanbten Gesinnungen so allenthalben Anerkennung stnben. Ein kürzlich aus Gießen fortgerufener Gelehrter habe nach Empfang der Nachricht von ber Ernennung beS Herrn Dr. Dittmar zum Ministerial- rath diesem mit ben Worten gratulirt:Ich gratulire bem Baterlanbe!" Auch wir gratuhren nicht nur Herrn Dr. Dittmar, wir gratuliren auch bem Baterlanbe, welches ficb ber Verbienste eines so begabten Mannes versichert, lassen wir ihn beshald scheiben in dem Bewußlsem, daß seine Dienste dem Vaterlande gelten, lassen wir unsere Wünsche zusammenfasten in ben Ruf:Herr Dr. Dittmar lebe hoch'"

Herr Ministertalrath Dr. Dittmar bankte für bie ihm von Seiten ber beiden Vorredner erwiesene Ehre, die in für ihn viel zu schmeichelhafter Weise gesprochen, er nehme an, baß bie Sßorie nur zu einem Theil ihm, zum großen Theil der Sache ge- horen, der er sich sreubig gewibmet. Das, was er zu thun vermocht zum Besten ber nationalliberalen Sache unb bamit bes Vaterlanbes, verdanke er einem guten evange- Achen Pfarrhause, bas ihn erzogen, ben treuen Mitarbeitern, ber Universität und ber Stadt, in welcher eine so gesunde Luft wehe. Sein Streben sei von Anfang an daraus gerichtet gewesen, daß das reichstreue freie Bürgcrthum sich zusammenschließen müsse, um bem Ansturm von rechts und links Stand hatten zu können. Stolz habe der kleine Gießener Verein die Fahne des Nationalbewußtseins hochgehalten, unb mit ihm der Wahlkreis, ja das ganze Vaterland. Der Sieg ber nationalliberalen Partei liege Darin, bafe sie es verstauben, bas Zeitalter Kaiser Wilhelms zu erfassen, bas treue Festhalten an bem monarchischen Prinzip habe ber Sache zum Siege verholsen. Auf seine Berufung nach Darmstabt übergetjenb, bemerkte Herr Dr. Dittmar, daß ber Staat fid) seine Berather nur tu den Kreisen Derjenigen suchen könne, die ben nationalen i ?an*cn ^ch hatten. Schmerzlich sei ihm ber Gedanke, sich ber nationalliberalen Sache nicht mehr in der Weise widmen zu können, wie seither, seine Stellung verbiete ihm. in ber ober für bie Partei thätig zu sein, aber ben Mitgliedern unb Freunden des nationalliberalen Vereins könne er bie Versicherung geben daß er auch in Zukunft ein treuer Gesinnungsgenosse bleiben werbe. Aber ber guten Sache könne er auch in seiner neuen Stellung bienen; bie Justizverwaltung fei wesentlich mit berufen, die deutsche Rechtseinheit auszubauen, was aber nur möglich wenn man erfüllt fei von bem Reichsgedanken. Auch die Einführung des bürgerlichen Gesetzbuches werde ihm Gelegenheit bieten, im Sinne feiner Gesinnungsgenossen ihätig zu sein. Alles für Kaiser und Reich! So wenig es der heutigen, ihn so ehrenden Feier bedürfe, so wenig bedürfe es ferner Versicherung, daß er allen guten Patrioten ein gutes Andenken bewahre. Er scheide mit bem Bewußtsein und der Hoffnung, daß bie nationalliberale Sache durch den Weggang eines Einzelnen nicht beeinträchtigt werden könne, daß sich stets Männer finden werden, die sie hoch halten. Tie Sache der national- liberalen Partei lebe hoch!

Herr Buchhändler W.Ferber trug hierauf unter dem Beifall der Versammlung em in seinen Strophen kraftvoll wirkendes Gedicht von Felix Dahn vor, worauf Herr Prof. Di-.Dürfen die Telegramme und Entschuldigungsschreiben der an der Feier ver­hinderten Gesinnungsgenossen verlas, wobei er namentlich der Zuversicht Ausdruck gab daß das seitherige gute Einvernehmen zwischen Herrn Reichstagsabgeordneten Buderus und dem Verein möge bestehen bleiben.

Hierauf ergriff Herr Prof. ÜB im men au er das Wort, um in echt humoristischer Weise die Verdienste des Herrn Dr. Dittmar zu beleuchten, die er sich sowohl als Schüler mit welchem er die Bank gedrückt, als Student refp. Leibbursch des Redners, als Patriot sowie als persönlicher Verwandter erworben. Unter Würdigung der Antheil- nahme der Familie des Jubilars an dessen Thatigkeit in nationaler Hinsicht, galt auch der Familie desselben fein Hoch! Nachdem noch Herr Prof. Dr. Dürfen in feinem Schlußwort betont, daß Alle, ob ber Partei angehörig oder nickt, aus der Festversamm­lung die Ueberzeugung mitnehmen könnten, daß in derselben ein Partetgetst nicht ge­herrscht, sondern ein nationaler, der die Anwesenden zu dem Absingen des Liedes Deutsckland, Deutschland über Alles" vereinige, und nachdem nock Herr Geh.-Rath Prof. Dr. Streng einen ebenfalls sehr launigen Vortrag über das WortBanket" im Allgemeinen und dasZwerftrinken" im Besonderen gehalten, konnte der osfictelle Therl der Festversammlung als geschloffen betrachtet werden, obwohl die Mehrzahl der Anwesenden nock länger ausharrte.

Gießen, 11. Mai. Der am 7. unb 8. bs. Mts. bahier abgehaltene Vtehmarkt war sehr stark befahren, es warm aufgetrieben: 6 Pferbe, 3 Fohlen, 1516 Stück Rinb- vieh unb 2693 Stück Schweine. Der Hanbel bei Rinbvieh war sehr lebhaft, Fett- und Schlachtvieh waren gesucht unb begehrt, bei Zuchtschweinen stauben die Preise ben vorigen Markten gleich, währenb sich bei Schlachtvieh ein Rückgang berfelben bemerkbar machte. Nächster Markt Dienstag ben 5. unb Mittwoch ben 6. Juni b. I. (an letzterem Tage auch Krämermarkt).

Als verbächtig, ben Frevel an ben Linbmbäumchm ber Lollarer Chaussee begangen zu haben, ist ein junger Mensch aus Lollar zur Haft gebracht; empfinbliche Strafe bürste ben Schlingel erwarten.

Echtffsnachrichten.

Bremen, 8. Mai. sPer transatlanttschen Telegraph.) Der Schnellbampser Ems, Capt. Th. Jüngst, vom Norbbeutschen Lloyb in Bremen, welcher am 27. April von Bremen abgegangen war, ist gestern 9 Uhr Morgens wohlbehattm in Newyork angekommen.

Bremen, 9. Mai. (Per transatlantischen Telegraph.) Der Schnellbampfer Werra, Capt. R. Bussins, vom Norbbeutschen Lloyb in Bremen, welcher am 28. April von Bremen unb am 29. April von Southampton abgegangen war, ist gestern 2 Uhr Nachmittags wohlbehalten in Newyork angekommen.

Bremen, 9. Mar. sPer transatlantischen Telegraph.) Der Poftbampfer Rhein, Capt. W. Kuhlmann, vom Norbbeutschen Lloyb in Bremen, welcher am 24. April von Bremen abgegangen war, ist gestern 9 Uhr Abenbs wohlbehattm in Baltimore angekommen.

Handel und Verkehr.

Gießen, 12. Mai. Auf bem heutigen Markt kostete: Butter per Pfund X 110125, Hühnereier pr. St. 5 2 Stück 9 H, Enteneier 5 Gänseeier

St. 910,3), Käle vr. St. 48,$, Kasematte per St. 3 H, Erbsen per Liter 16 4, Linsen per Liter 30 H, Tauben per Paar JL 0.600.90, Hühner per Stück v*L 0.9i> bis 1.10, Hahnen per Stück JL 1.402.00, Enten per Stück JL 1 802.1,0, Ochsen­fleisch per Pfunb 5654 H. Kuh- unb Rinbfleisch 4550 H, Schweinefleisch 5060 Hammelfleisch 5464 H, Kalbfleisch 4046 Kartoffeln per 100 Kilo .X 4 00-6 00, Zwiebeln per Gentner JL 15.0000.00, Milch per Liter 1218 Weißkraut Stück 0000 H, Kirschen per Pfunb JL 0,901,00.

Frankfurt, 11. Mai. Auf dem heutigen Markt kosteten: Kartoffeln per Malter JL 1113.00, bas Gescheib 90--H, Eier baS Hunbert JL 4.004.20, bas

St- 00 Butter im Großen JL 105.110 00, im Detail bas Pfund 1.10 bis 1.30, Weißkraut per Stück 0000 H, Rothkraut per Stück 0000 Kohlrabi per Stück 0-0 H, Ochsenfleisch per Pfund 45-70 H, Kuh- u. Rinbfleisch 35-60 Kalbfleisch 3550 H, Schweinefleisch 0000 H, Hammelfleisch 5060 H, 1 Hahn 0.00-0.00, 1 Huhn JL 00-00, 1 Ente vN. 0.000.00, Gans Pfunb 0000 1 Taube 00-00 H, Welsche JL 00-00.