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Vermischtes.

erlassenen Amnestie darin an, daß er gleichfalls wegen Hoch- und Landesverrates verurtheilte Personen von der Begnadigung ausschließt.

Das österreichische wie das ungarische Abgeordnetenhaus sind am Dienstag wieder zusammgetreten und wurde hierbei in beiden Parlamenten der Dank des deutschen Reichstages für die Beileidsbezeugungen derselben anläßlich, des Ablebens Kaiser WUHelm's übermittelt. Im Uebrigen dürfte der bekannte Liechtenstein'sche Schulantrag im österreichischen Abgeordnetenhause die Situation beherrschen und wird von allerhand Compromißverhandlungen berichtet, welche zwischen der Negierung und den Parteien der Rechten und unter den letzteren selbst hierüber im Gange sein sollen; natürlich will da jede Partei wieder etwas für sich herausschlagen!

Der schweizer BuudeSrath hat sich nun endlich entschlossen, gegen Verfasser, Herausgeber und Verbreiter des berüchtigten antideutschen Basler Fastnachs-Gedichtes Vive la Franke die strafgerichtliche Untersuchung etnzuleiten und den Fall an die Bundesassisen zu verweisen. Sticht nur in Deutschland, sondern auch in dem an­ständigen Theile des schweizer Volkes wird man diesen Beschluß des Bundesrathes nur mit Genugthuung begrüßen, denn er bekundet das aufrichtige Bestreben der maß­gebenden Kreise der Eidgenossenschaft, die guten Beziehungen zwischen Deutschland und der Schweiz nicht durch politische Hansnarren stören zu lassen.

In Frankreich steht die öffentliche Meinung noch unter dem Eindrücke der boulangistischen Wahlerfolge vom vergangenen Sonntag. Dieselben haben in nicht i mehr zu verkennender Weise dargethan, daß die Zahl der mit der gegenwärtigen Lage I in Frankreich Unzufriedenen rapide wächst und daß eben Boulanger's Name zum Losungsworte für alle diejenigen jenseits der Vogesen geworden ist, welche die Be­seitigung des jetzigen Parlaments, oder der Republik oder auch den Umsturz der be­stehenden Verhältnisse behufs eines auswärtigen Krieges erstreben. Die Person Boulanger's kommt eigentlich erst in zweiter Linie in Betracht, aber man kann es dem Ex-General nicht verargen, wenn er nunmehr meint, die Mehrheit des französischen Volkes hinter sich zu haben und die Sprache des manifestartigen Dankschreibens, I welches Boulanger an seine Wähler in der Dordogne richtete, beweist deutlich, daß I er sich schon ganz als den Herrn der Situation fühlt. Ob die das Treiben Boulanger's I Verurteilenden Republikaner und besonnenen Monarchisten noch im Stande sein I werden, demkommenden Mann" Frankreich's einen Strich durch die Rechnung zu I machen, muß sich nun bald Herausstellen.

Das Regierungsprogramm des neuen rumänischen Cabinets Rosetti ist in I Gestalt einer in der rumänischen Deputirtenkammer verlesenen ministeriellen Erklärung I veröffentlicht worden. Dieselbe besagt, daß sich die auswärtige Politik Rumäniens I durchaus nicht unbedingt im Schlepptau Deutschlands befinde, daß aber doch das I Ministerium Rosetti ein Anhänge? der deutschen Politik sei, insofern, als sich dieselbe I rncht in die Angelegenheiten anderer Länder einmische. Nach Innen betont die Erklärung I die Nothwendtgkett verschiedener Reformen, verkündigt die Ausschreibung von Neu- I wählen, sobald sich die jetzige Erregung gelegt haben werde und fordert schließlich die I Bewilligung des Budget's, nicht als ein Vertrauensvotum für die Regierung, sondern I als einen patriotischen Act.

Nach demReuter'schen Bureau" hätte Rußland seine Verbindungen für eine I Aussöhnung mit Bulgarien letzt dahin präcisirt, daß 1. Fürst Ferdinand zu ent- I fernen, 2. ein neuer, nicht römisch-katholischer Fürst zu wählen und 3. eine bulgarische I Deputation an den Czaren zu entsenden sei. Zu der Erfüllung der beiden letzten I Forderungen sind die Bulgaren eigentlich immer bereit gewesen und nur die merk- I würdige Unzugänglichkeit des Ezaren führte schließlich zur Wahl des Coburges. Wenn I demnach dessen Person das einzige, einen Ausgleich zwischen Rußland und Bulgarien I rntgegenstehende Hinderniß bilden ssllte, so könnte beiden Parteien da wohl leicht ge- | Holsen werden, denn daß die Stellung des Fürsten Ferdinand eine unterminirte ist, I dürfte schwerlich zu leugnen sein.

Der englische Premier, Lord Salisb ury, hielt am Dienstag in Earnavoon I eine Rede, in der er seine Ueberzeugung aussprach, daß alle Herrscher Europa's eifrigst I bemüht seien, Conflicten vorzubeugen, in welche die Völker durch die Zeitumstände I hineingezogen werden könnten. Es sei aller Grund zu der Annahme vorhanden, daß I diese Bemühungen von Erfolg seien.

Lokale-.

im Sonntag Abend wird derGießener Mberkranr"

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Dr Caljmeper, Regierungspräsident p. Wurmb, Polizeipräsident p Köller^Landrätb

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an^ ausgenommen und mit einem donnernden Hock auf Iinspr-N u^erehrten Kaiser erwidert wurde. Das neue Schulhaus ist auf das Vortbeilbasteste ausgestattet und tragt sowohl dem leiblichen wie geistigen Wohl der Schule Rechnung, hielt HefternVtU)fl10 ?PriI . Evn-, Eongreß für innere Medicin.s Prof. Leubc r de °N°ch sieben nut Beifall aufgenommene Eröffnungs-

stehen wir alle so begann der Redner unter Erhebung der Conareh- EreanifKs hna unter dem erschütternden Eindrücke des welthistorischen

^E'SNisses, das Deutschland bis ms innerste Mark erschütterte, noch ist jedes Deutschen Her von dem Tode des großen Kaisers Wilhelm so erfüllt, daß wir auck in dieser UIf? dem Gefühle des patriotischen Schmerzes und der allgemeinen Trauer

Ausdruck geben wollen in stiller Erinnerung an all' das Große, was er a^ffen bat

I buchten de Vorbild, das er jedem Deutschen für alle Zeiten geworden ist!

I t^fster dankbarer Verehrung gedenken wir dessen, zugleich in hingehendem Ver' und «atte ? nes Thrones und seiner Tugmden, unseren °ll°«elrten H7rm

c? ^utser Friedrich, dessen hoher Sinn für alles Edle uns die sickere Gewähr aibt Redne^besv!iM "sodann'die Wissenschaft allezeit gnädigste Forderung finden wirdi 5e?nJr vefprtcht lodanu die Leistungen und Forlschrrtte der inneren Medtctn im Iphtm Jahrhundert. Auf keinem Gebiete hat die forschende Wissenschaft so bedeutende Erfolge B'Vua aäf ^^?^5^iologie, d. h. in der Erkenntnis ber Urffi totoS

Dies ist der Ausbildung der Bakteriologie und der Hygiene zu verdanken die für deren^E-Mmi^^"""" ,cinc 9lr.abeiu domintlende Stellung erworben haben'und r -a V1! ^vtwickelung zu eigenen Disciplinen gerade die deutsche Medicin das Neste ! geleistet hat. Dem Aufschwünge dieser Fächer ist es zu verdankendaß der Staat d« Verhütung der Krankheiten actives Interesse zuwandte daß der Arzt mpLn£vra ^5^!^ im Kampfe mit verheerenden Volkskrankheiten, daß viel- '

Shph ^4?^andniß dafür, was zur Eindämmung der Verbreitung solcher Krank­heiten Noththut, Gemeingut der gebildeten Kreise geworden ist. Mehr und mebr ist ^"oermerkt das ätiologische d. h. ursächliche Moment für die Auffassung und Beziehung dao o^n rtt"rn-??\ im ^U9cn£lnen maßgebend geworden. Doch warnt der Redner Mebrwblder Denn noch bildet der Sectionsbefund in weitaus der

der Krankheit - ferste Grundlage für die Erforschung und das Verständniß

/ft Ä »ldet den Kern des Denkens des Arztes am Krankenbette:

ist alles Handeln zielloses Stückwerk. Vortragender endigt mit dem Wunsche, Kongresses fruchtbringend sein mögen. Zu Vtcepräsidenten werden E Mester gewählt, zu Schriftführern v. Noor den-Gießen,

QiAtlp/m fR@ tn^ n0 c Der Vortrag Uber die Oertelkur (Oertel-München, Referent, Gleitet damt sickÄ7/"^^ar hochinteressant und von einer lebhaftm Dtscussion Rumvf Ron?7 . & JUr S?puIarS Darstellung. Am Nachmittag sprachen

schaftttch?Fragen.^ fieroicj^rafau, Unverricht-Jena, Jaworski-Krakau über f^chwissen- ordnun^d/^mpft^'^ LVI1, Ingreß für innere Medicin.j Auf der Tages-

^^.^eiien Sitzung des Eongresses stand die Dtscussion der Frage:Ueber "und^ nock vp^oF u P^f Binz-Bonn führte Folgendes aus: Seit jener feimm ^Anfpr u fTZ fIu0c' vielerfahrene, erste christliche Missionar

Maaen anrieth, Wein zu trinken statt Wasser, weil er einen schwachen

^rinpLitM b ( 1 rra"[ iei, bis auf unsere Tage bat der Wein nicht aufgehört ein H2ne SiVS* /h lüic ^iles in ewigem Wechsel kreist, so geschah es auch

ihm. Infolge des Entwicklungsganges der Heilkunde war er vor jetzt 3050 Jahren

Telegraphische Depeschen.

Wolff's telegr. Correspondenz- Bureau.

Berlin, 11. April. Der Kaiser empfing Vormittags den Vortrag des Gene­rals Wmterfeldt, machte Mittags mit der Kaiserin eine Spazierfahrt und empfing nach der Rückkehr den Besuch der baoischen Herrschaften, welche auch mit dem Kaiser­paare dmirten. Nachmittags 3 Uhr konferirte der Kaiser mit dem Reichskanzler nfr - DiePost" will wissen, daß die Absicht einer Verbindung des Prinzen Alexander von Battenberg mit der Prinzessin Victoria jetzt als aufgehoben zu be­trachten ist.

. t, Kaiserin Victoria verweilte gestern Abend im hiesigen Palais und hatte daselbst eine fast zweistündige Unterredung mit dem Reichskanzler. Der National- Zeitung" zufolge hätte namentlich der Großherzog von Baden sich um eine definitive Erledigung der obwaltenden Schwierigkeiten bemüht.

Berlin, 11. April. Die Antwort der Kaiserin Victoria auf die Adresse der Berliner Frauen und Jungfrauen lautet:

Die Frauen Berlins haben mir durch ihre Zuschrift große Freude bereitet Ick danke ihnen von Herzen für ihre treue Thetlnahme an dem schweren Schlage, welcker durch den Tod unseres großen vielgeliebten Kaisers unser Haus und die ganze Station getroffen hat. Mit ihnen hoffe ich zu Gott, daß dem Kaiser, meinem Gemahl, baldige Genesung von der Krankheit, welche ihn Heimsucht, beschieden werden möge. Ich danke ihnen auch für das Vertrauen, welches sie mir und meinen Bestrebungen für das Gemeinwohl in so warmen Worten ausgesprochen haben. Schon eine Reihe von ? - n .wdurch i/t es mir vergönnt gewesen, mit den Frauen Berlins für das Wohl des weiblichen Geschlechts für Erziehung und für Linderung des materiellen und sit lichen Elends wirken zu dürfen Manches ist erreicht Dank der verftändnißvollen hin- gebenden Hilfe, welche ich gefunden, aber größeres bleibt noch zu thun In auMA- VA « ebe und freudiger Begeisterung stelle ich meine ganze Kraftin den Dienst unseres Volkes Von den Berliner wie den übrigen deutschen Frauen boffe ick nach den vielen Kundgebungen welche mir zugegangen sind, mit Bestimmtheit, daß sie auch ferner bereitwillig mit mir an den großen Aufgaben, welche den Frauen obliegen, arbeiten werden, das heißt, Roth und Leid mildern, edle Freude schaffen durck Pflege der Kindheit und Jugend einen festen Grund zu allen '

Tugenden legen. ' ,

, U. April. Der Fürstin Bismarck gingen anläßlich ihres heutigen

Geburtsseftes von nah und fern aus allen Kreisen und in den mannigsaltiasten SE Glückwünsche zu, die insgesammt die hohe Verehrung bekunden, welche der Gemablin des Reichskanzlers überall dargebracht wird. W 1 (yemabhn

Berlin, 11. April. Abgeordnetenhaus. Der Vicepräsident v üeeremnnn ttdlte bem ßcufe mit M Se Majestät der Kaiser befohlen habe, den ® d«s Abgeordnetenhauses für die in der Adresse ausgesprochenen Gefühle der T°7u" und Anhänglichkeit zu danken. Die zweite Berathung des Gesetzes betreffend bi- Regulierung der Weichsel und Nogat, wird von der Tagesordnung abgesetzt Nachdem der Finanzminister erklärt hatte, daß die Regierung nach dem Einttitt der Hebe? fchwemmungen bereit fei, die Vorlage nach dem Vorschläge der Commission w ep iS; ^,®ie übrigen kleinen Vorlagen wurden an Commissionen übmv efen ? nächste Sitzung findet morgen um 11 Uhr statt. Aus der Tagesordnmra »eben mehrere kleinere Vorlagen sowie die Kreisordnung für Schleswig-Holstein. 8 . D»»lzig, 11. April. Das königl. Eifenbahn-Betriebsamt gibt bekannt- Auf der Strecke Eloing-Allenftein ist der Verkehr gestern Nachmittag in vollem Umfana! avieder ausgenommen. Aus der Strecke Praust-Ca,thaus wird der Verkehr zwischen Danzig !

nnd Kobbelbude bis Kahlbude am 11. ds. wieder eröffnet Es mtrh ms . an nur Zug 762 von Danzig bis Kahlbude abgelaffeit welcher nach^ur5mPö, Weiteres ium H Fuge 95 und 98 nach Pranst z'urückkehrt. "" 3tufent»alt

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mfSZ^nMuäfiS genömmm°°" ift ber »®^3t0." zufolge eineVolks" ift elnÄÄ ®ae?Ä^^Sneefüa'

LiederhanlfichrM ächtete'Kaiser Fr»dUch"unt»m Vcbrel^"a^h01

Erwerb der im^ Bell!

meinem Vater gemachten Zusage habe ick bestimmt Don

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Rewyork, ll. April. Carl Schurz reist heute nach Deutschland ab.