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G-«Wtschte».

Hngkand.

London, 9. Mai. Der Staatssecretär des Krieges, Lord Stanhope, empfing heute Nachmittag eine Deputation einflußreicher Parlamentsmitglieder und legte vor denselben die neuerdings gemachten Fortschritte zur Verstärkung der Vertheidigungs- mittel des Landes dar. Eines der Hauptziele sei es, unmöglich zu machen, London von der Themse aus anzugreifen. Da aber Befestigungen allein dazu nicht genügten, so bedürfe man einer hinreichenden Armee, um England und vor Allem London zu ver- Iheidigen. Das Krtegsmtnistertum sei damit beschäftigt, möglichst rasch einen Entwurf, betreffend die Errichtung eines neuen Armeekorps, auszuarbeiten, welches aus regulären und Miliz-Truppen gebildet werden solle, während die Freiwilligen so schnell wie mög­lich zu concentriren wären, um dieses Corps zu unterstützen. Bei diesem Entwürfe werde zuversichtlich auf den Patriotismus der Freiwilligen gerechnet. Lord Stanhope drückte sein vollkommenes Vertrauen auf deren Mitwirkung aus, wenn das Land in Gefahr sei, und theilte ferner mit, daß das Ministerium die Absicht habe, den Frei­willigen Artillerie zu geben, bestehend aus 250 Feldgeschützen und 80 Geschützen größeren Kalibers.

Stofien*

Rom, 9. Mai. Die Kammer ist wegen Mangels an Zeit in die Fort­setzung der Diskussion über die Interpellation, betreffend die afrikanrsche Politik, nicht eingetreten.

Der zweite deutsche Pilgerzug, etwa 250 Theilnehmer, unter Führung des Fürsten Löwenstein, traf heute Abend, von Asisi kommend, hier ein. Die Pilger werden am Sonntag einer Messe beiwohnen, welche der Papst celebrirt. Nachmittags wird dann der Papst die Pilger empfangen.

Nnmänie«.

Bukarest, 9. Mat. Nach, officiellen Mittheilungen über das Individuum, welches die Schüsse gegen das Palais abgab, heißt dasselbe Preda Fontanareano. Derselbe ist ein ehemaliger Militär mit sehr schlechten Antezedentten, war wegen Mordes verurtheilt, später begnadigt und bei der Stadlpolizet und bei der Zollerhebung beschäftigt.

Telegraphische Depeschen.

Wolff'S telegr. Correspondenz - Bureau.

Berlin, 10. Mai. Bei dem Kaiser war die Temperatur gestern Abend 38, heute früh 38,9 Grad. Das Befinden ist verhältnißmäßtg gut. Der Auswurf ist geringer.

Berlin, 10. Mai. Der Kaiser hatte eine gute Nacht, ist fieberfrei und nimmt reichliche Nahrung zu sich. Die Stimmung ist gut. Um 11 Uhr vertauscht der Kaiser das Bett mit dem Sopha im Arbeitszimmer.

Die Kaiserin wohnte mit den Prtnzessinnen-Töchtern dem heutigen Gotles- drenste in der Schloßkapelle bei.

Berlin, 10. Mai. In der am 9. d. unter dem Vorsitz des Staatsministers Staatssekretärs des Innern v. Bötticher abgehaltenen Plenarsitzung des Bundesraths wurde seitens des Ausschusses für Rechnungswesen die Uebersicht der Retchsausgaben und Einnahmen für das Etatsjahr 1886/87 oorgelegt und erläutert. Rach dem An­träge des Ausschusses wurden die in dem bezeichneten Etatsjahre erfolgten Etatsüber­schreitungen, die außeretatsmäßtgen Ausgaben, sowie die den Etat überschreitenden und die autzerelatsmäßlgen Einnahmen genehmigt. Von Seiten der Ausschüsse für Holl- und Steuerwesen und für Rechnungswesen wurde über die gemeinschaftlichen Einnahmen an Zollen, Verbrauchssteuern p. p. und die bet denselben in Anrechnung zu bringenden Verwaltungsausgaben Bericht erstattet. Den zuständigen Ausschüssen wurden zur Vorbereitung überwiesen: Der 2. und 3. Bericht der Vollzugskommtssion für den Zollanschluß Hamburgs. Der Entwurf einer Verordnung über die Ausführuog der zu Bern am 9. September 1886 abgeschlossenen Uebereinkunft wegen Bildung internationalen Verbandes zum Schutz von Werken der Literatur und Kunst und die Anträge Bayerns und Mecklenburg - Schwerins wegen Abänderung der Etats der Zolloerwaltungskosten für diese Bundesstaaten.

Staßfurt, 10 Mat. Die meisten der im Riebeckschachte verunglückten Arbeiter sind ohne 'chwere Verletzungen gerettet worden. Die Rettungsarbetlen dauern fort

München, 10. Mai. Der heute stattgefundenen Beerdigung des früheren Kriegsmrnlsters, Generals der Infanterie Freiherrn von Prankh wohnten der Prinz- Regent, die übrigen Prinzen des königlichen Hauses, die Hofwürdenträger, das ge- sammte, 9J0instertum, die Generalität, die Reichsrälhe, zahlreiche Beamte von Eivtl- und Mlluarbehorben und sonstige hervorragende Persönlichkeiten bei.

Grenoble, 10. Mai. In dem ganzen Departement der Jsere ist eine von Boulanger gutgehelßene Aufforderung an die Wähler angeschlagen, bei der heutigen Depu, ricnwah: für Soulanger zu stimmen, weil dieser der Ganbibal des nationalen unerläßlich Auflösung der Kammer und die Revision der Verfassung seien

Berlin, 11. Mai. sPrtvatdepesche.) Bulletin von 9 Uhr Morgens. Das Befinden des Kaisers war in den letzten Tagen veihältnißmäßig gut, Fieber ganz gering und der Schlaf, wenn auch öfter unterbrochen, doch erquickend. Die Kräfte haben sich wieder gehoben.

Kirchliche Anzeigen der Gtadr Wiesten.

8vangelischt Gemeinde.

Gottesdienst.

, Sonntag Exaudi, 13. Mai:

sn , ... s Sortntttagä 9'/, UJr: Professor vr. Gottschick L'LS M«---

y ut6e^i^ü^S^merben* b-n Gottesdiensten eine Kollekte für die hessische

1: ÄÄ *- - *»* $inöelbc^farr0ef$afte tn Der Epoche vom 13. bis 19. Mai besorgt Pfarrer

Katholische Gemeiner.

m 6- Sonntag nach Ostern-

Von 6 Uhr an Beichte.

Austheilung der h. Gommunion

um V2IU Uhr: Hochamt und Predigt-

", 2 Uhr: Andacht.

Mittwoch und Freitag um 6 Uhr: Maigebet.

Am Samstag Vtgtlfasten.

, ließen, 11. Mai [Goncertoerein.] Das für den Schluß des Wintersemesters m Aussicht genommene, durch die inzwischen eingetretene Landestrauer jedoch unmög- Uch gewordene Symphonie-Goneert mit Herrn Professor Dr. Iva chim a tts Berlin bet 27 bTOts \ ?thr ® * fin»-tr°stener fester Zusage, nunmehr am Sonntag 6cn ^ilh't Nachmittags, in Stein's Saalbau stattfinden.

, " ist dieses hier erstmalige Auftreten des unvergleichlichen Künstlers

^LufikalrscheS Ereigniß ersten Ranges. Hoffen wir, daß die Betbeiliauna des musikliebenden Publikums von nah und fern an diesem Concert eine der Größe des NamenöJoachlm entsprechende sein werde. Beethooen's Violinconcert wird die Hauptzicrde des Programms btlden.

r H. Mai In der Nacht vom 8. auf den 9. ds. Mts. wurden einem

hiesigen Metzger mittelst Einstetgens 4 geräucherte Schinken entwendet.

c . ~Himmelfahrtnacht sind an der Lollarer Straße, zwischen Gießen und der Wellersburg, durch ruchlose Hand etwa 60-62 Stück junge Bäumchen durch" schnitten und an den meisten die Krone abgebrochen worden.

Gestern stahl ein fremder Handwerksbursche beim Betteln in einem Lause "»manbUbamit. n°* 0ani neuen H^rnrock oom Kleiderhaken und ver-

Onioerlität» - «hronik.

Der bisherige außerordentliche Professor Dr. Krawubck» > snr.arA ernannt roorben^ S'CrDfefl°r in ber katholisch - theologischen Fakultät bei Unioerfitat

unsere Vater zerstört haben. Sie haben Götzenbilder umgestürzt, die Jahrhunderte lang : werden verehrt wurden; heut zu Tage wird Niemand Götzen verehren wollen, die nur nach ~~ Wochen zählen.

an. K- Verweigerung eines Actenftückes war der Anlaß zu dem GnnffM SBte bic hiengen Lokalblätter mittheilen, wurde gestern auf dem Stanhprnmt k; ' j achtzigjähriger Greis mit einem 27jähr^en Mädchen getraut Standesamt hter cU

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äST*ä* inÄs'» f e ltch nicht zu verwundern, wenn man bedenkt, daß von einzelnen Rassen 9O on plare vorhanden sind, die doch alle von den Preisrtch

Herrliche Thiere sind tn der Ausstellung, die sehrre.chbelcbirft iftLXt n namentlich erregen dre prächtigen Bernhardiner die Aufmerksamkeit jedes 'Besniers' Ganz besonders zahlreich ist auch die deutsche Dogge vertreten Der Lärm tnpMw» mm den vielen in den verschiedensten Tonarten bellenden Hunden verüb7'w7rb^s geradezu betäubend; wer nicht ganz ordentliche Nerven bat der hlpiht £°lrl't

Der Hundefreund muß und wird das mit in benKaufn-hmen

ferne Freude an den schönen Thieren haben. Der veranstaltende Verein ldcr Verein

G '(e n *41?"«' ®c eigentliche Betriebseröffnung erfolgt am 15 Mast Westdeutschen Versicheruvgs-Aetten-Bank"hieZelbst^deren 21° o!?enMch? Gene°ral°Ver- sammlung abgehalten. Anwesend waren 17 Actionäre welche für firh unk t« avti =r Än^? SM granje^äbö^hbe^ffletbem'dnm'marmen ^Scbnit'bein'bk taoeUnton^ur* G^beb* hpf?> beitraten. Die Jahresrechnung ergibt einen Gewinn von 176 688 03 jt

Verwendung nach den Anträgen der Verwaltung genehmiat wird T^nnntii * dem Kapital-Reservefonds 17 668 80 JL überroiefen 8 l°0 00()8^ al4

60 JL auf die Actie (= lOpCt. der C^m,ab^^nfl) ae^abIt 200^ Ä^nde von eines Relikten- und Pensions-UnterstützungsfondS ^bewMigt und die nach^Entticktur? der statut- und vertragsmäßigen Gew»nnanthetle verbleibenden 570 29 jZ auf nen? Rechnung vorgetragen Der Kapital-Reservefonds stellt sich ^uzügltch s^ner ^ns^ nSimc^r 418 068.80 JL, der Dispositionsfonds für besondere ^älle ans Das am Jahresschlüsse in Kraft befindliche Versicherunaskavital tft nf>npn

ba§ Voriahr um 34 Millionen auf 1045 205 683 je bie ^rämipn ®e®cn-

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A Mainz, 10. Mai. Auf bem Gebiete ber Wohlthätigkeit bleibt Mainz nrrgenbswo zuruck. Dem Beispiele einer Anzahl Nachbarftädte folaend tritt man 4,2? au», dkr °n die Errichtung von Ferienroloiuen für «me sÄber bern ®ta 6omlt6 hat sich bereits constituirt und wird nächster Tage mit einem 91, Oest-ntlichtest treten - Im Bureau eines hiesigen Anwalts mußt g k n ^ein bi wohnender Fuhrwerksbesttzer, welcher sich ihätlich au demselben veigriff und sich wie em Nasender geberdete, durch drei Schutzleute gebändigt und aus dem Hause gebracht

-v t Gottesdjenst tn orr Synagoge.

Samstag Ab?ndÄb Uhr.U6t' @am§ta0 SDtür0en 8 Uhr, Samstag Mittag 4 Uhr,

«ottffibtefllt der istraelilischrn Religionsgesrllschch.

3-° UhE samska/Abend K^Samstag Vormittag Uhr, Samstag »Umittaß