empfangend. — Auch der „Martinsmann" ist ein specieller Intimus der kleinen Welt, denn als Patron des Schnatterns bringt er manche Spenden mit sich, und auf dem Lande flammt noch manches „Martinsseuer" hoch und glaubt noch Mancher felsenfest an allerlei Orakel, die sich an Martini knüpfen, — auch in Herzensangelegenheiten. — Sogar die vertilgte Martinsgans muß noch Welter-Prophetin fpielen, indem ihr kahles Brustbein, wenn es weiß ist, strenge Winterkälte, und wenn dunkel, milde Witterung und viel Schnee verkünden soll. — Und da spricht man noch von einer „dummen Gans!" —
Literarische-.
„Wassersport" 1888/99, Nr. 5, enthält unter Rudern: Ein Haward-Nale- Rennen, Von Wten nach Linz (Rudcrfahrt), Meisterschaft der Welt, Nachrichten. Unter Segeln: Der Spinnaker und seine Geschichte mit Bild (-Schluß), Einige Bemerkungen Über Windmesser (Schluß), Praktische Winke für die AußerdienstUellung von Yachten (Schluß), Nachrichten. Unter Eislauf: Allgemeine Wettlauf-Ordnung des Deutschen Eislauf-Verbandes, Ausschreibungen und Nachrichten. Ferner zahlreiche officielle Mit- theilungen der Clubs.
Laudwirthschastliche Nachrichten.
(Nachdruck verboten.)
— (Düngung mit Thomasschlacke.) Die Tbomasschlacke als Dünger wird im Verhältniß zur Billigkeit und Vorzüglichkeit derselben noch viel zu wenig in Anwendung gebracht, trotzdem dieselbe ein sehr werthooller und an Phosphorsäure reicher Dünger für das Gemüseland ist. Man muß ihn aber stets im Herbste ausstreuen und untergraben, weil er sich etwas schwer zersetzt und erst unter der langen Einwirkung der winterlichen Feuchtigkeit für die Pflanzenwurzeln aufnehmbar wird. Wo das Aus- ftreuen im Herbste nickt möglich ist, z. B. auf sehr feuchtem Boden, welcher durch Ueberschwemmung leidet, da kann man sich die Thomasschlacke trotzdem doch nutzbar machen, wenn man sie im Herbste mit großen Mengen Erde mischt und in Haufen aufsetzt. Diese Haufen werden wie Composthaufen behandelt. Die Thomasschlacke zerfetzt sich in denselben ebenso gut, als im umgegrabenen Gartenlande. Sie ist im Frühjahre ein schnell wirkender Dünger geworden und kann als solcher mit der Erde aus's Land gefahren werden und ist dann für das Gedeihen der Pflanzen von ebensolchem Vortheil, als der beste Stalldünger und doch ungleich billiger als dieser.
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, r. - Schwarzwurzeln zuzubereitcn.) Die Zubereitung der Schwarzwurzeln bbr,? ! belieoten immer mehr in Aufnahme kommenden und in bcn Winter- und Frühling? I monaten sehr gesuchten Gemüses will oftmals gar nicht gut gelingen. Manche 1 rQU™ l^en darüber, daß es ihnen schwer falle, die Schwarzwurzeln Überhaupt aar zu bekommen: andere klagen wieder, daß die Wurzeln bei dr Zubereitung blau nn! dadurck unansehnlich werden Beide Uebelstände haben tdren Grund in der unrichtigen Behandlung der Wurzeln und werden bet Anwendung folgender Methode venrüebL? 23dtn Reinigen der Wurzeln muß man dieselben trocken liegen lassen, nicht in's Waller werfen, bis alle Wurzeln gereinigt sind. Dann werden sie mit springend kochendem Master abgewaschen und mit ebensolchem, in das zuvor das nöthige Salz gethan ward? zum Kochen auf s Feuer gesetzt. Sobald das Wasser wieder zu kochen beginnt wir/ ie nach Menge der Wurzeln, eine Messerspitze voll doppelt kohleniaures Natron od^ Jr'nJ' ^tnk-Uß5ro an aßt man die Wurzeln dann gar kochen, Nach diesem Verfahren bleiben die Wurzeln weiß und kochen sich vollkommen zart und weich. Sie werden dann mit einer beliebigen Sauce, ähnlich wie beim Spargel, dem sie so zubereitet auck tm Geichmacke nur wenig nachstehen, angerichtel und sind ein sehr wohlschmeckendes fchlen"?Ee° ®emÜfe' roeld)C§ auch seiner Billigkeit halber auf keinem Tische
Folgender Brief ist unserem Wiener Vertreter zugegangen: Ich habe den mir rAobe für Kranke des Maria Theresien Frauen Hospitals in Wien zugeschickten von Armour & Co., Chicago, versucht und vortrefflich befunden
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