Einwohnerzahl: 19 001
Kinder im vom
1. Lebensjahr: 2.—15. Jahr r
Wärmegrade der Lahn und der Luft, nach Reaumur gemessen zwischen 11 und 12 Uhr. Luft 13, Wasser 14«/r Gr.
Gießen, den 10. Juli 1888. Rübsamen.
Gingesandt.
— Bei den in den Sommermonaten, namentlich an Sonn- und Festtagen stattfindenden Ausflügen von Vereinen und ähnlichen größeren Gesellschaften mittelst der Eisenbahn liegt es im Interesse der betreffenden Gesellschaften, daß den Eisenbahn- Abgangsstationen, namentlich kleineren Stationen, denen eine größere Anzahl von Refervewagen nicht zur Verfügung steht, etwa am Tage vorher die zur Benutzung in Aussicht genommenen Züge und die Anzahl der Theilnehmer mitgetheilt wird, um Mangel an Plätzen zu vermeiden.
Falls die Rückreise nicht von der Ztelstation aus, namentlich aber wenn sie von einer anderen Strecke aus erfolgt, empfiehlt es sich, den Abgangsstationen auch diejenige Station zu benennen, auf welcher die Rückreise angetreten wird; damit auch hier für Bereitstellung von Refervewagen Sorge getragen werden kann.
Wenn auch die Eisendahnverwaltung überall bestrebt ist, durch Bereitstellung von Reservewagen oder durch Ablassung von Vorzügen und ähnlichen Maßnahmen Unregelmäßigkeiten für den regelmäßig zu erwartenden Sonntagsverkehr nach Möglichkeit zu verhüten, ist sie dennoch nicht immer in der Lage, allen unvorausgesehenen Anforderungen Rechnung zu tragen, so daß den Vereinen und größeren Gesellschaften für die von ihnen beabsichtigten Vergnügungsausflüge die thunlichst rechtzeitige Benach- richiigung der Abgangsstation nur dringend empfohlen werden kann.
beschäftigt. Der Festplatz, für den die Bauarbeiten schon vergeben sind, wird elektrisch beleuchtet werden. Für den musikalischen Theil des Festes ist eine Militärkapelle engagirt. Auch ein Sängerabend, an welchem sämmtliche hiesige Gesangvereine mit 300 Sängern theilnehmen werden, ist in Aussicht genommen, kurz das Fest verspricht in jeder Weise vortrefflich zu werden. Dasselbe beginnt am 12. August und dauert mehrere Tage.
— Von Kaiser Friedrich's Freigebigkeit erzählt K. A. von Schulenburg in der letzten Nummer der „Jllustrirten Jagdzeitung" (Leipzig) folgenden schönen Zug: „Im Decemder 1864, kurz vor Weihnach'.en, erging ich, damals noch Schüler, mich mit meinem seligen Vater „unter den Linden". Da begegnete uns zufällig der Kronprinz, stellte den ihm bekannten Vater und fragte: „Junger Mann, was ist die Uhr?" Ich zog meine bescheidene Uhr aus der Tasche, Bescheid gebend. „Ist diese Uhr von mir?" frufl der Prinz weiter. „Nein, Königliche Hoheit." „Na, da kommen Sie mit mir zu Fölsing, Sie sollen eine von mir haben." In dem damals an der Schloßfreiheit befindlichen Fölsing'schen Uhrenmagazin angelangt, suchte der Kronprinz eine entsprechende Ubr von Gold aus, welche er mir überreichte. „Zu Weihnachten!" wie er sagte. Leider ist mir dieses Kleinod auf unerklärliche Weife im Feldzuge 1870/71 abhanden gekommen."
Landwirtschaftliche Nachrichten.
(Nachdruck verboten.)
— Die Schutzimpfung der Schweine gegen den Rothlauf, die bekanntlich in Oesterreich versucht wird, hat im vorigen Jahre in den Tiroler Gememden Kematen, Mieming, Innsbruck und Terfens den besten Erfolg gehabt. Der Tiroler Landes- culturratl) ist durch die vom Landtage gewährte Subvention in der Lage, auch in diesem Jahre die Schutzimpfung unentgeltlich durchführen zu lassen.^ In dem bezüglichen Aufrufe namentlich an jene Gemeinden, wo der Rothlauf alljährlich aufzutreten und größeren Schaden anzurichten pflegt, wird hervorgehoben, daß die Schweine im Alter von zehn Wochen bis zu vier Monaten die Impfung am besten vertragen und jüngere oder ältere Thiere nicht geimpft werden sollen. Die Impfung wird je nach der Zahl der angemeldeten Impflinge und allerorts auf einem gemeinschaftlichen Sammelplätze erfolgen. Diese Impfungen sollten doch auch in Deutschland versucht werden und ist es der Zweck des oben Gesagten, unsere Landwirthe und Züchter darauf aufmerksam zu machen. Aus einen Versuch sollte es ihnen wenigstens nicht ankommen.
Literarische-.
— In den meteorologisch-medicinischen Monatsberichten des „Deutschen Reichsund Preußischen Slaats-Äuzeigers" werden am 23. Mai, am 6. und 22. Juni d. I. drei Abhandlungen veröffentlicht, von denen die eine: „Ein Beitrag zur Krebsbehandlung von Dr. Joseph Schmidt in Aschaffenburg" der Nr. 16 der „Münchener Medicinisch n Wochenschrift, 16. April 1888, die andere: „Ein Beitrag zur Behandlung tuberkulöser Piocesse von Dr. Bernhard Stern in Aschaffenberg" der Nr. 41 der Deutschen Med'cinalzeitung", Berlin, 21. Mai 1888, entnommen ist. . In der ersten Arbeit, welche von dem früheren Würzburger Assistenten des Geheimrath v. Bergmann herrührt und von berufener Seite in ihrer hohen Bedeutung anerkannt wird, werden zwei, trotz wiederholter Operation wieder rückfällige, nicht mehr operttbare Krebsfälle mitgetheilt, in denen es gelang, durch Einspritzung von Dr. Lender's Ozonlösungen in das Innere und in die Umgebung der Krebsknoten und Krebsgeschwüre Heilung durch Schrumpfung der ersteren und Vernarbung der letzteren herbeizuführen. Dr. Stern, der Mitarbeiter Joseph Schmidt's bei der Krebsbehandlung, zeigt in seinen Arbeiten, wie er einen tuberculösen Abfceß, zwei tuberculöfe Gelenkaffectionen, eine tuberculöse Maries des Brust- und Schlüsselbeins mit dem gleichen, der Berliner Fabrik, Potsdamerstraße 83a, entnommenen Präparate behandelt und „auch in dieser Seuchckrank- hett ebenso vorzügliche Resultate, wie beim Earcinom, erhalten habe", und fügt in Nr. 47 der „Deutschen Medicinalzeitung" am 11. Juni ds. Js. hinzu, daß er seit mehreren Wochen bei Lungentuberculose 4 bis 5 Injektionen zweimal wöchentlich direct in den tuberculösen Lungenheerd, also nach vorhergehender Durchflößung der Brustwand mit der Pravaz'schen Spritze, mache, ohne daß irgend welche unangenehme Erscheinungen jemals aufgetreten seien.
— Auf der Generalversammlung des evangelischen Kirchengesangvereins für Hessen, die am Abend des 3. Juli, dem Kirchengesangfeste vorausgebend, in Alsfeld stattfand, wurde von dem Vereinsvorsitzenden, Geh. Staatsrath Haüwachs, der statut- mäßige Jahresbericht erstattet, dem die „D. Ztg." folgende Notizen entnimmt. Zu dem hessischen Landesoerein gehörten im abgelaufenen Vereinsjahre 74 Ortsvereine, 5 Ehorfchulen und 187 Einzelmitglieder (mit einem Minimalbeitrage von 1 X); davon entfallen auf Starkenburg 29 Vereine, 3 Chorschulen und 137 Einzelmitglieder; auf Oberhessen 16 Vereine, 1 Chorschule und 53 Einzelmitglieder; auf Rheinhessen 29 Vereine, 1 Chorschule und 16 Einzelmitglieder. Die Gesammtzahl der den einzelnen Vereinen angehörigen activen Mitglieder beträgt 3431. Außer den erwähnten 74 Vereinen bestehen im Großherzogthum noch mehrere Ortsvereine, u. A. in Beuern, Bruchenbrücken, Dreieichenhain, Schwanheim, deren baldiger Anschluß an den hessischen Landesoerein von dem Vereinsvorsitzenden in Erinnerung gebracht und daneben an die Herren Geistlichen und Lehrer von Allendors a. d. L, Lampertheim, Lich und Borsdorf die dringende Aufforderung gerichtet wurde, zur Wiederbelebung der in den gedachten Gemeinden eingegangenen Vereine die erforderlichen Schritte zu Ihun. Auf die feite herige Thätigkeit der Vereine übergehend, glaubte der Vorsitzende davor warnen zu sollen, durch das vielfach mit Vorliebe gepflegte Einstudiren von Motetten die Aufgabe der Vereine zu erschweren. Nachdem das neue evangelische Choralbuch in der Dortretfliehen Bearbeitung von Professor Herzog in Erlangen, einer Autorität ersten Ranges auf dem Gebiete des Chorales, erschienen sei und im Anschlüsse an dastelbe der hessische Landesverein einstimmige, zweistimmige, dreistimmige und vierstimmige Choralsammlungen in den Bearbeitungen der Herren Lehrer Magel von Darmstadt, Pfarrer Weber von Münster, Stadtkantor Völsing von Darmstadt und Seminar- inspector Zahn von Altdorf herausgegeben habe, sei den Vereinen neben den südwestdeutschen Chorsammlungen nunmehr reichlicher Stoff geboten, um ihre Thätigkeit dem Kirchengesange im eigentlichen Sinne des Wortes vorwiegend zuzuwenden^ und vor allen Dingen den Choralgesang zu pflegen, was als die Hauptaufgabe der Vereine zu betrachten sei. An die Berichterstattung d:s Vorsitzenden knüpfte sich wiederholt eine eingehende Discufsion und konnte am Schlüsse derselben auf das Gesammtergebniß der abgelaufenen zehnjährigen Vereinsthätigkeit — nach der Berichterstattung des Schriftführers Herrn Realgymnasiallehrer Becker aus Darmstadt auch in finanzieller Beziehung — mit gerechter Befriedigung zurückgeblickt werden. Für das nächstjährige elfte Kirchengesangfest wurde Oppenheim in Aussicht genommen, zusammenfallend mit der im nächsten Jahre stattfindenden Einweihung der teftaurirten Katharinen- ckirche.
— Frankfurt, 9. Juli. Aengstliche Gemüther könnten auf die Idee kommen, der „berühmte" Langner fei wieder in unserer Stadt. In der vergangenen Nacht wurde nämlich in der Lersnerstraße ein Einbruch verübt, der von großer Frechheit zeugt. Der Einstieg erfolgte von der Gartenseite. Die ober der Einbrecher bog eine Eisenstange vor dem Fenster zurück und ermöglichte dadurch das Einsteigen. Die Parterreräume wurden durchsucht (die Besitzer schlafen im ersten Stock) und dabei ein Baarbetrag von ca. 300 X, ferner Werthgegenstände im Betrage von 600—700 X gestohlen, so daß der Verlust des Geschädigten, soweit es sich bis jetzt feststellen läßt, rund 1000 «X betragen wird. Von den Thätern hat man bis zur Stunde ckeine Spur. , . ,
+ Bockenheirn, 9. Juli. Im nächsten Monat feiert der hiesige Schutzen- verein, welcher 1862 begründet wurde, sein 25jähriges Stiftungsfest. Dasselbe -oll in großartiger Weise gefeiert werden. Man ist jetzt schon mit den Vorarbeiten zu Einern Preis- ur.b Jubiläumsschießen, verbunden mit einem echten und rechten Volksfest,
MöchenUiche Ueberficht der Todesfälle in der Stadt Gießen.
27. Woche. Vom 1. Juli bis 7. Juli 1888.
(incL 1600 Mann Militär). Sterblichkeitsziffer: 13,7 o/^.
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Anm. Die in Klammern gesetzten Ziffern geben an, wie viele der Todesfälle in der betreffenden Krankheit auf von Auswärts nach Gießen gebrachte Kranke kommen.
Möge es dem pflichttreuen Manne noch lange Jahre vergönnt sein, seines wenn auch bescheidenen, doch im Interesse der öffentlichen Ordnung und Sicherheit nicht । unwichtigen Amtes in der seitherigen Weise zu warten. j
p Götzen, 10. Juli. sTurnfest des Lahn-Wetter-Gaues.s Anschließend j an den gestrigen Bericht fügen wir noch Folgendes hinzu: Der Turntag wurde um 8 Uhr durch den Gauoertreter, Herrn Uhl-Gießen mit einer herzlichen Begrüßung her Vertreter eröffnet; anknüpfend hieran gedenkt derselbe in warmen Worten unseres | heimgegangenen Kaise'-s Friedrich mit der Bitte, die Sympathien, welche demselben , entaegengebradjt wurden, nunmehr auf Kaiser Wilhelm zu übertragen und bringt demselben ein „Gut Heck" aus. Mit Eingang in die Tagesordnung gibt der Vorsitzende . Kenntniß von verschiedenen eingelaufenen Schreiben, bie auch im Weiteren durch Ver- . lesuna der Protokolle der Kreisausfchnß - Sitzungen in Frankfurt und Mainz berührt wurden Aus denselben sei zunächst dasjenige, welches für den Lahn-Wetter-Gau von aröfoerem Interesse ist, ermähnt: Der Antrag des Gaues um Erweiterung seiner bisherigen Grenze von 12 auf 30 Kilometer Halbmesser von Gießen wurde mit der Mo- tioirung, die seither zwischen beiden Nachbargauen bestandenen guten Beziehungen zu erhalten, abgelehnt. — Ein weiteres Schreiben betraf ein Aufnahmegesucy der Turn- flemeinbe Marburg in den Gau, welches durch einstimmige Annahme seine Erledigung fanb. — Die Wahl des nächstjährigen Festortes wurde bis zum nächsten Turntage DeT^ Das sich nun an den Turntag anschließende Banket wurde durch den 1. Sprecher des hiesigen Turnvereins, Herrn Scher ff, mit einer Begrüßung der Turner und Festgäste eröffnet. Derselbe spricht seinen Dank aus für die allseitige Unterstützung bei der Veranstaltung des Festes und toastet auf das Blühen und. Gedeihen des Lahn- Wetter-Gaues. Von Seiten des Gauvorstehers wurden die Turner des Gaues herzlich begrüßt und von demselben der deutschen Turnsache gedacht. Oswald-Llch dankt Namens der auswärtigen Turner für die freundliche Aufnahme. Noch sei dankend erwähnt, daß der Gesangverein Liederkranz dm ch Vortrag eines Liedes die Theilnehmer freudig^be^raschtt^ 33ormittafl vorgenommenen Musterriegenturnen wurde im
Allgemeinen recht hübsch geturnt und die Leistungen der einzelnen Turner seitens des anwesenden Publikums mit dem lebhaftesten Interesse verfolgt.
Nach Ankunft des um 2 Uhr Mittags sich vom Wallthor aus durch die Straßen der Stadt bewegenden Festzuges auf dem Festplatze hielt der 2 Sprecher des Turnvereins Herr W. Löb er, eine Ansprache, In welcher er zunächst Kaffer Friedrichs m tiefernsten Worten gedenkt und sodann auf Kaiser Wilhelm ein „Gut Heil" ausbringt. Uebergehend auf das Fest berührt er die Entstehung des Gaues, beleuchtet die Weiterentwickelung der Turnerei im Gau und schließt mit einem „Gut Heil" aus das weitere Gelingen des Festes. — Nach kurzer Rast begannen die Freiübungen, welche vom Gauturnwart St off er commanbirt und exact ausgeführt würben.
Das alsbann ftattgefunbene Wettturnen, an welchem sich 35 Turner tn 4 Riegen beteiligten ergab folgenbes Resultat: Den 1. Preis errangen gemeinschaftlich Fr. Köhler und K. Heuser (Gießen), den 2. Ph. Robenhausen (Wieseck), den 3. ^ean Muth (Gießen), den 4. Wilh. Amend (Krofdorf), den 5. Karl Rodenhausen (Wieseck), den 6. A. Schäfer (Gießen), den 7. Theod. Vogt (Gießen), den 8. Wilh. Luft (Lich), den 9. Wilh. Tränkner (Gießen), den 10. Adam Dietz (Gießen), den 11. Herrn. Eise (Gießen), den 12. Christian Vater (Lich), den 13. Gg. Gemmecker (Gießen), den 14. gemeinschaftlich Just. Horn (Gießen) und Joh. Roth (Wieseck), den 15. Th. Rautenstrauch (Gießen). Was die Leistungen der Wettturner anbelangt, so waren dieselben im Ganzen recht anerkeimenswerthe und zeigten von ganz erfreulichen Fortschritten. Das Interesse der Zuschauer an dem Turnen war auch hier wieder ein sehr großes; jedoch wollen wir nicht unterlassen zu bemerken, daß dasselbe öfters zu weit ging und dadurch die freie Bewegung der Turner beeinträchtigt wurde.
Der weitere Verlauf des Festes war der einem echten Volksfeste entsprechender; Frohsinn und Heiterkeit traten in ihr volles Recht.
Das abgebrannte Feuerwerk befriedigte allgemein und trug dasselbe wesentlich zur Verschönerung des Festes bei. fr _
Noch wollen wir erwähnen, daß unsere Militärkapelle volle Anerkennung verdient, indem sie der ihr gestellten Aufgabe in schönster Weise nachkam.
Küche und Keller des Herrn Stein lieferten Vorzügliches und trugen sehr zur rechten Feststimmung bei.
Gießen, 10. Juli. Gestern Abend versuchte sich ein seither hier in Condition gewesener, nunmehr stellenloser Kaufmann im Anneröder Walde zu erschießen. Die Kugel ging an der Schläfe ein und blieb im Kopfe stecken. Heute Morgen schwankte der Mann in die Stadt und fand in der Klinik Aufnahme.
Handel und Verkehr.
Gießen, 10. Juli. Auf dem heuttgen Markt kostete: Butter per Pfund X 0 80—100, Hühnereier pr. St. 6 2 Stück 11— H, Enteneier 6— Gänseeier,
St. 0—00 Käie vr. St. 4—8 H, Kasematte per St. 3 H, Erbsen per Liter 17 H, Linsen per Liter 28 H, Tauben per Paar «X 0.60—0.70, Hühner per Stück X 0.9U bis 1.20, Hahnen per Stück «X 0.60—1.50, Enten per Stück X 1.80—2.40, Ochsenfleisch per Pfund 60—68 H, Kuh- und Rindfleisch 45—54 H, Schweinefleisch 50—60 Hammelfleisch 54—64 H, Kalbfleisch 40—46 Kartoffeln per 100 Kilo JL 4 50—6 00, Zwiebeln per Gentner X 10.00—12.00, Milch per Liter 12—18 Weißkraut Stück 00—00 L>, Kirschen per Pfund X 0,8—0,12.
Frankfurt, 9. Juli. (Getreide-Preise.) Weizen eff. hiesiger u. Wetterauer «X 18,25—18,50, fremder JL 18,00-19,00, Roggen eff. hies. JC 14,75—00,00, fremder X 00,00—00,00 Gerste effectiv hiesige und Wetterauer X 15,00—16,50, fremde X 00,00—00,00, Hafer eff. hies. X 14,50 -14,75, fremder X 00,00—00.00.
Frankfurt, 9. Juli. Der heutige Viehmarkt war gut befahren. Angetrieben waren 400 Ochsen, ca. 34 Bullen, ca. 519 Kühe und Rinder, ca. 308 Kälber. Die Preise stellten sich: Ochsen 1. Qual. X 58—59, 2. Qual. X 50—54, Kühe und Rinder 1. Qual. X 50—52, 2. Qual. X 40—46 per 100 Pfund Schlachtgewicht. Kälber 1. Qual. 48—52 2. Qual. 40—45 H per 1 Pfund Schlachtgewicht.
Es starben an:
Zusammen:
Erwachsene:
Krebs
1 (1)
1 (1)
Bauchfellentzündung
1
1
Lungenschwindsucht
1
1
Erweiterung der Bronchien
1 (1)
1 (1)
Lungenentzündung
1
—
Summa: 5 (2)
4 (2)


