Einzelbild herunterladen

«Heften 10. April. Die Ruder-Gesellschaft wird die diesjährige Saison nächsten Sonntaa oen 15. April, officieU eröffnen. Lurch die andauernd schiechie und rauhe Witterung verzögerte sich die Instandsetzung des Bootparkes und rst man eben rn voller Thäligkei^ um einige Fahrzeuge gebrauchsfertig zu machen. Leider hat auch in dtesem Winker Eisgang und Hochwasser wieder viel Land von dem Grundstuck der Gesellschaft »oegg^isten. focr Regatten von Frankfurt und Mannheim im Seist ist beschlossen, während das Zustandekommen einer Junior-Mannschaft noch in Frage steht, da die vorjährigen, vielversprechenden Juniors durch Weggang zweier Herren zum Militär mickt mehr complet sind. Doch hofft es die Gesellschaft zu ermöglichen, in Mannheim .außerdem im Dollenvierer starten zu können. t , ..

D Bon weiteren Projecten erwähnen wir noch größere Rudertouren, wovon die Erste am Himmelfahrttage nach Weilburg unternommen werden soll. Das Sommersest lwird wieder den Glanzpunkt in dieser Saison bilden. .

Der Bootpark besteht zur Zeit aus 2 einruderigen Booten, 1 Zweier und 5 Vierern; davon sind 3 Boote nur zu Rennzwecken bestimmt, während die übrigen <ols Schul- und Uebungsboote gebraucht werden. Für Anfänger und solche Herren, welche an den täglichen Ruderübungen nicht regelmäßig theilnehmen können, ist am Montag und Mittwoch ein besonderer Jnstructtons- und Ruder-Abend eingerichtet. Mreinsabend findet wie seither jeden Donnerstag statt. .

Der Mitgliedsbeitrag für Actioe betragt vierteljährlich nur 4 X und ist im Derhältniß zu dem Gebotenen ein niedriger zu nennen.

Vermischtes.

A, Mainz, 9. April. Heute ist hier ein particieller Maurecstrike ausgebrochen. Anlaß dazu ist, weil sich die Meister Nicht zu einer zehnstündigen Arbeitszeit verstehen wollten. Dem Strike war aestern eine Versammlung der Maurergehulfen voraus- aiegangen, in welcher beschlossen wurde, nur bis 6 Uhr Abends zu arbeiten und im Dalle der Entlassung auf einer 14tägigen Kündigungsfrist zu bestehen. Rur an ganz iwenigen Baustellen wird noch gearbeitet. r ± .

_ g^ach einer Mittheilung desM. T." will man heute Morgen hier ameinem Meinen Hunde Zeichen der Wasserscheu bemerkt haben. Der Hund war bis Mittags noch $roi,6 be§ durch eine Mißhandlung eines Unleroifiziers

uu einem Krüppel gewordenen Posthtlisboten Burkard von Frankiurt, in welchem am «Samstag der Militärfiscus von dem Oberlandesgericht in Darmstadt zur Zahlung .einer lebenslänglichen Jayresrente von 1260 X an den Invaliden verurtheilt wurde chat trotz seiner nahezu fünfjährigen Schwebe immer noch nicht das Ende erreicht. Wie mämlich dasM. I." mittheilt, wird der Militärfiscus gegen das Urtheil des Ober­landesgerichts das Rechtsmittel der Revision ergreifen.

A Aus Rheinhessen, 9. April. Wie die Wormser Blatter mittherlen, fand tarn Samstag endlich die Uebergabe der Secunbärbahn Osthofen-Westhofen statt. Der Abnahme wohnten Oberbaurath Pfarrer von Darmstadt, Baurath Hochgesand von Mainz, sowie Kreisrath v. Gagern, Krelsbaumeister Groß und Bezirksingemeur Schmidt von Worms an. _

Handel und Verkehr.

Gießen, 10. April Auf dem heutigen Markt kostete: Butter per Pfund X 0.920 95, Hühnereier pr. St. 5 2 Stück H, Enteneier 56 Gänseeier

St. 910 Käte vr. St. 4-8^, Käsematte per St. 3 Erbsen per Liter 16 A Linsen per Liter 30 H, Tauben per Paar X 0.60-0.70, Hühner per Stück X 0.85 bis 1.00, Hahnen per Stück X 1.301.50, Enten per Stück X 1.802.20, Ochsen­fleisch per Pfund 5860 Kuh- und Rindfleisch 45-50 H, Schweinefleisch 5460 Hammelfleisch 54-64 Kalbfleisch 4046 H, Kartoffeln per 100 Kilo X 6 007^00, Zwiebeln per Centner X 1450-15.50, Milch per Liter 1218 Weißkraut Stück 000 A-

Frankfurt, 9. April. (Getreide-Preise.) Weizen eff. hiesiger u. Wetterauer X 18,2518.50, fremder X 18,0020,50, Roggen eff. hies. X 13,7514,00, fremder X 00,00-00,00 Gerste effectio hiesige und Wetterauer X 15,50-17 50, fremde X 00,0000,00, Hafer eff. hies. X 14,0014,50, fremder X 00,0000,00.

Herborn (an der Köln-Gießener Eisenbahn), 9. April. Auf den heutigen hlesigeii Markt wurden gebracht: 475 Ochsen, Kühe und Rinder und 819 Schweine. Der nächste Markt ist am Montag den 7. Mai d. I.

Wöchentliche Ueberficht der Todesfälle in der Stadt Gießen.

14. Woche. Vom 1. April bis 7. April 1888.

Summa: 7 4 1

Einwohnerzahl: 19 001 (incl. 1600 Mann Militär).

Sterblichkettsziffer: 19,15 °/oo. Kinder

Es starben an:

Lungenschwindsucht Tuberkulose des Gehirns Wochenbetlfieber Gehirnschlagfluß Krämpfen Gehirnentzündung Diarrhöe

Zusammen: Erwachsene:

1 1

1 1

1 1

1 1

1

1

1

Im vom

1. Lebensjahr: 2.15. Jahr:

1

1

1

Für die Ueberschwemmten gingen ferner bei uns ein: Bürgermeister Bramm 10 X, A. H. 30 X, Major Roelher 20 X. Reinertrag des Concertes vom Zither-Elub (Wohlthätigkeits-Verein) 12,20 X, Scat im Löwen 2 X, Ung. 1 X, ^^^ll^^erung bei Andr. Weidig 42.36 X, F. Sch. 1.50 X. Stammtisch Seltershöhe 3 X, Professor Dr Heß 25 X, C. V. 1 X, vr. W. D. 3 X, Flau Rechtsanwalt vr. DornseiffWwe. 15 x, N. N. (unleserlich) durch die Post eingesandt 30 X, M. Homberger L Löwe 30 X, Rechtsanwalt Labroisse 15 X, Geh. Baurath Holzapfel 25 X, Aug.Noll 3X, Hofgerichtsrath Hoffmann 5 X, I. K. 3X, zusammen 277.06 X. mit den m gestriger Nummer quttttrten Beträgen nunmehr 1632.87 X Um weitere Gaben bittet

Die Expedition desGießener Anzeigers".

Bekanntmachung.

Im Anschluß an die Holzversteige- rungs-Anzeige in Nr. 79 und 82 ds. Blattes wird hiermit zur öffentlichen Kenntniß gebracht, daß von deu zur Versteigerung ausgeschrie- benen 132 Stück Cichen,Nutz­holz nur die Stämme unter 40 cm Durchmesser zum AuS- gebot gelangen, da über das Holz I und II. El. bereits anderweitig verfügt worden ist.

Gießen, den 10. April 1888. Die von Milchling'fche Forstverwaltung. _______Laris.________2985 ^Bekanntmachung.

Die am 4. und 5. April 1888 in den Mitgebrauchswaldungen der Ge­meinde Treis a. d. Lda. abgehaltene Holzversteigerung ist genehmigt.

Treis a d. Lda., 9. April 1888. Gr. Bürgermeisterei Treis a. d. Lda.

_________Benner._______2989

Holz-Versteigerung.

Dienstag, den 17. d. Mts., von Vormittags 9 Uhr an, werden im Londorfer Gemeindewald, Districten Katzengeheeg, Sicknes, Hain­struth und Jungholz versteigert:

69 Eichen-Stämme mit 21,53 Fm., 87 Nadel-Stämme 22,53 11 Eichen-Derbstgn- 0,41 120 Nadel- 9,02

440 Reisstgn. 8,40

60 Rm. Buchen- u. 4 Eichen-Scheiter, 100 Rm. Buchen-, 27 Eichen- und 145 Nadel-Knüppel,

162 Rm. Buchen-, 3 Birken-, 46 Eichen- und 194 Nadel-Reisig,

22 Rm. Buchen-, 11 Eichen- und 16 Nadel-Stöcke.

Zusammenkunft und Anfang im District Katzengeheng auf dem Weg von Londorf nach Wermertshausen.

Londorf, am 9. April 1888. Großh. Bürgermeisterei Londorf.

Aumann. 2979

In der Privatklagesache!

des Hoteldieners Peil von Gießen, j

Privatklägers, gegen den Postbeamten Volpert von da, Angeklagten, wegen Beleidigung,

hat das Großherzogliche Schöffengericht am 31. Januar 1888 für Recht erkannt:

Der Angeklagte Heinrich Volpert von Gießen wird des Vergehens der J Beleidigung im Sinne des § 185, J § 200 St.G.B.'s für schuldig erkannt ; und in eine Geldstrafe von 15 Mark, im Uneinbringlichkeitssalle in eine Ge- fängnißstrafe von drei Tagen verur- j theilt. Die Kosten, einschließlich der 1 dem Privatkläger entstandenen noth- ; wendigen Auslagen, fallen dem Ange- : klagten zur Last. Dem Privatkläger j wird die Befugniß zugesprochen, den z entscheidenden Theil des Urtheils inner­halb vier Wochen nach Zustellung des Urtheils auf Kosten des Angeklagten einmal imGießener Anzeiger" zu veröffentlichen.

Die Richtgkeit der Abschrift der Urtheilsformel wird beglaubigt und . die Vollstreckbarkeit des Urtheils be- scheinigt.

Gießen, den 4. Aprll 1888.

(L S.) Glässing, Gerichtsschreiber des Gr. Amtsgerichts.

Veröffentlicht:

Der Vertreter des Privatklägers: Grünewald, 2984 Rechtsanwalt.

Donnerstags d. 12. d. Mts

Nachmittags 2 Uhr, in der früher Bramm'schen Hofraithe dahier sollen gegen gleich baare Zahlung öffentlich versteigert werden:

1 Kuh, 1 Rind, 1 Schwein, 1 Dreh­bank, 1 Hobelbank, verschied. Wirths- tische, 1 Secretär, 3 Kleiderschränke, 2 Sophas, 1 Spiegelschrank, 2 Com- moden, 1 Regulator, 1 gold. Taschen­uhr mit goldener Kette, Spiegel, Bilder rc.

Die Versteigerung findet voraussichtlich bestimmt statt.

Gießen, den 10. April 1888.

Engel,

3000 Gr. Gerichtsvollzieher.

2970] Schwarze Kragen gefunden.

Abzuholen Kirchenplatz 4.

Allgemeiner

Anzeiger.

Wasserbezug.

Weqen vorzunehmender Arbeiten am Hauptrohr der Wasserleitung wird Mittwoch den II. April in der Bahnkofftraß« (von der Kaplans- aaste bis zum Postgebäude), sowie in der W-stanlag« (vom L>e tersthor bis Bahnhofstraße) auf einige Stunden des Morgens dre Wasterlreferung unterbrochen, was wir hiermit zur gefl. Kenntniß der betr. Anwohner bringen.

Städtisches GsS- unb Wasserwerk Gieße«.

2987 Otto Bergen. __

Donnerstag de« 1« und Freitag «len 1« April,

Nachmittags 2 Uhr, sollen im Bramm'schen Saale (Neustadt) eine große Anzahl diverser Gebrauchsartikel in Porcellan - und Glas, besonders für Hoteliers und Wirthe geeignet, zur Versteigerung gebracht werden.

Es kommen mm Ausgebot: .

Kaffee-Service, Speise-Service, Wasch-Service,Teller, Taffen, Terinnerr Kaffeekannen, Milchkannen, Therkannen, Zuckerdosen. Butterdosen, diverse Bier-, Wein- und Liqueur Service.

Sämmtliche Gegenstände können Vormittags eingesehm werden. 2994 W. Tia» Wittlich.

Preisen

Casseler Pferde- und

Equipagen - Verloosung.

WWeiier Milmitn

Lithionhaltiffe, seit Jahrhunderten bekannte Kochsalz.therme, findet mit ' grösstem Erfolge Anwendung bei gichtischen ni|d 1 h< uniatischen Leiden ! aller Art, ferner bei Magen- und Ilarmleiden, Brust- und Hals- l krankheiten, Fettleibigkeit etc. Wiesbadener Brunnen-Comptoir. Zu be­ziehen durch die Apotheken, Droguen- und Minoralw.-Handlungen. I

Ziehung

30. Mai

1888.

Ziehung

30. Mai 1888.

Carl Loos

am Kirchenplatz.

2983 Einige große Fässer abzu- ' geben. Näheres in der Exped- d- Bl.

Hauptgewinne i. Werthe v. M. 10000, 6000. 5000,4000, 3500, 3000, 2500 etc., zus. 1060 werthv. Gewinne, koose ä 3 Mark durch Unterzeichneten und dessen Verkaufsstellen tn Gießen: Jnl. Waüach, C. Ruckelsyansen, C. ^eyrmund. 2J7b

Carl Weiss, Caffel, General-Debit.

Für KonfirmancLen: i

schwarzen Cachemir

in allen Preislagen in den bewährten guten Qualitäten empfiehlt zu billigen

Lachtauben |

I billigst zu verkaufen. Gleibergerweg 37.

3 Pfd. prima weiße Äetn» seife zu 1 2v H empfiehlt

Hoth II.»

2997 Wallthorstraße 5.