Ausgabe 
10.6.1888 Zweites Blatt
 
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1888.

Amts- unb Anzeigeblatt für den Kreis Gießen.

Zweites Blatt. Sonntag den 10. Juni

Ax. 133

ießener

Dureau t Schul ft raße 7.

Erscheint täglich mit Ausnahme des MonLagS.

Preis vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Bringerlohn.

Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pf.

Amtlicher Hßeit.

Betreffend: Da» Ober-Grsatz-Geschäft für 1888.

Bekanntmachung.

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Montag den 25. Juni in dem alten Rathhause zu Gießen, Vormittags 8 Uhr,

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Die Universität Bologna.

Zur Feier ihres 800jährigen Bestehens. (11. bis 13. Juni 1888.) Von Paul Schönfeld.

(Nachdruck verboten.)

der deutsche Rechtslehrer Jrnerius (t um 1140) anzusehen und so diente der Beginn feiner Bologneser Lehrthätigkeit, den man in's Jahr 1088 setzen zu dürfen glaubt, der devmftchend^ Feier mit Re^ zur Anknüpfung. Der Wirksam eit des Jrner us, der sich um die Erläuterung und praktische Verwerthung der Justinianischen Rechtsbucher hohe Verdienste erwarb, ist in erster Linie der rasche und umfassende Aufschwung der UninprfHnt in danken deren vorzügliche Lehrkräfte das Ansehen derdotta Bologna wett über Italiens Grenzen verbreiteten und aus allen Ländern Europas Wißbegierige herbeilockten meisten italienischen Universitäten, hing auch die Gründung

der Bolvgneser Hochschule auf'S Engste mit der Entwickelung des freien ^tadtewesenS zusammen die den Wissenschaften nicht minder zur Förderung gereichte, als sie den Wetteifer auf dem Gebiete der bildenden Künste begünstigre. Zu Bologna, das bereite durch Karl den Großen die Rechte einer freien Stadt erhalten hatte und durch seinen ausaebretteten Handel frühzeitig zu großem Reichthum gelangt war, fand zuerst.die Wissenschaft in der Universität einen festen Mittelpunkt. Durchaus irrig wäre; es, diese Bezeichnung in dem heute üblichen Sinne zu fassen und darunter eine Anstalt zu ver­stehen in welcher sämmtliche Wissenschaften gelehrt worden waren;

der Ausdruckuniversitas im Mittelalter nicht sowohl zur Bezeichnung e ner Lehr- nkpr (SnrhSrhiilr als vielmehr einer corporativen Verbandseinheit, u. a. auch ein« Ä*onÄffra ärS<S3^. der di-B-sngnitz zustand sich selbst Gesitze geben, natürlich mit der Beschränkung, daß di-l-Iben sich nicht mit denen des größeren Verbandes Der Stadt oder des Staates in Widerstreit befanden. Auch wird der Ausdruckuniversitas-, neben dem übrigens Worte rote oollegias, eoctet^ consortium ü'mli^ gleichbedeutend auftreten, keineswegs bitte von der Gesammt- beit der Magister und Scholaren gebraucht, sondern ebenso von dm Mitgliedern der einzelnen Fakultäten; so gab es in Bologna die Universität der Rechtsbefttstenen dies­seits unb der Rechtsbeflissenen jenseits der Alpen, sowie die Universität der Medicin unb derKünste", welch letzterer Begriff mit dem heutrgen der philosophischen Fakultät

zusammenfallt^ bebUnte man sich neben dem Worte echola seit dem

13 Jahrhundert der Benennung Studium oder Studium generale unb verstaub darunter Lehranstalten für Alle, bte sich von den Parttcularstudten dadurch unterschieden, daß sie mit Privilegien für Lehrer unb Schüler ausgestattet waren; das bedeutungsvollste m di- dort erworben- L-hrb-sähigung an ,°mmttich-n An- statten gleichen Ranges ohne weiteren Ausweis anerkannt werden mußte. Auch aus der Bezeichnung »Studium generale" folgt keineswegs, daß eS sich um den Unterr cht in allen wissenschaftlichen Fächern gehandelt habe, wie Heinrich Dentfle, der gelehrte Unter, X W Ä im etften Band- seines sür die Ge chichie der Universitäten im Mittelalter epochemachenden Werkes überzeugend erwiesen hat. Juris-

Dem praktischen Sinne der Italiener entsprach eS, daß in erster ume ot; .jurw

Di-lektst'in Müche stand°' "(Z-rade "aus'dieser" "uSgesproch-n-Bevorzugung feiner ^-isend-^Einfluß"undbbk^brig-nH°-bschul-m Dazu kamen

die Vrivileaien die den Universitäten seitens des Kaisers unb der Landesherren erlyeirr landesherrlichem Schutze, sowie unter eigener Gerichtsbarkeit stehen sollten, wozu s ch

-vuuuuu, utL vui Einzelnen vor allerhand Unbilden unb Die in Bologna heimischen Studenten traten nie zu einer

Studiren jetzt viele Deutsche von Adel in Bologna?" So fragt bekanntlich

iic er%nHt6,bk^^n?ffi"^neiCiftenin^ut^ft7nb=r W-is- bk hohe B-d-utung der ali-hr- 8WWAW WMMUZZWG Mctor'ats"gelangten, wahrend bi-nächstsolgende unter den sremden Nationen, die spanisch-, nur durch 2° Rectoren vertretm ist^ Iebenbiße Anth-il.'d-n die S-lchrt-Welt D,w!"*

ihrem Leben und ^en vi^tach an o Rutsche Ration, ganz besonders lebhaft

Gemeinwesen, ttr denm die Symp yren i^twa 10 Jahren während eines längeren sind, wovon sich der verfassf^ulichstem Maße überzeugen konnte. Verschaffte ihm Studtenau -nthalts d-s-lbst in -rsr-ulichst-m ° Universitätsbibliothek wie in doch ^^.^^nschast als Entgegenkommen oon f0 gewinnender

ÄÄ ohn-U^Uch- Empschlung-n besondere

Vergünstigungen in.Ans^inch nimmt, nur ^ii^se^ ^^o^sich keineswegs blos in den Grenze? e^ncrakade^nisihen Festlichkeit bewegen,°nd»r: sütS'adt zu einem Ereignitz ersten RangesW, welche die der tnnige ^usannnenhang Felder, . ""an der Stadt verliehen hat. Ja noch weiter ruhmreiche Hochschule acht Jahryunoene u u Hallenser Professor Fitting in einer iS

Weise eriheili, schon vor dem J-hre^,1M6^lft icbo(6 Bedeutung erhoben worden wäre.

fob-- M M» MM-b, d «taten «-»du.--» -- TM- °» d--

Bezirk der 49. Jnfanterie-Brigade in sämmtlichen Aush<bung«orten zu gestellen

a. die für dauernd untauglich befundenen Mtlttärpflrchttgen,

b. die zum Landsturm I in Vorschlag gebrachten .

c. die zur Ersatz-Reserve in Vorschlag gebrachten Müttärpfltchttgen - - - - - -

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M1... ÄS&ÄSÄÄ'************"* ** ***' e. die von den Truppentheilen zur Disposition der Ersatz-Behörden entlassenen Soldaten,

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