Ausgabe 
10.4.1888 Erstes Blatt
 
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Heute Mittag fand im Palais der Kaiserin Augusta eine Versammlung der Dele-irten desVaterländischen Frauenoereins" statt, an welcher die Kaiserin Augusta, das Großherzogspaar von Baden, die Kronprinzessin Wilhelm, die Prinzessin Albrecht, die Kronprinzessin von Schweden, die Minister, Graf Perponcher, zahlreiche auswärtige Vertreter, sowie die Damen des Loutsenordens thetlnahmen. Minister Dr. Friedenthal berichtete über das vergangene Jahr, gedachte des Verlustes des Kaiser­lichen Hauses und erwähnte dann die durch die Ueberschwemmungen angerichteten Ver­heerungen und tdie dafür gespendete Geldhilfe; in gleicher Weise sprach auch der Ministerialdirector v. Bötticher. Der Gabinelsrath von dem Knesebeck berichtet dann über die letzte internationale Conferenz der Vereine des Rothen Kreuzes in Karlsruhe. Der Domchor leitete die Versammlung ein und schloß dieselbe mit Choralgesang. Die Kaiserin Augusta dankte und forderte zu Werken der Liebe auf unter dem Hinweis auf den Hochseligen Kaiser Wilhelm, der ein Vater des Vaterlandes gewesen sei. __

Abends findet eine Conferenz zur Berathung, was noch zur Linderung der Ueber- schwemmungsnoth zu geschehen hat, statt.

Berlin, 7. April. Die Nachricht von den ernsten Rücktrittsabsichten des Fürsten Bismarck hat vier in den weitesten Kreisen eine Erschütterung hervorgerufen, von wel­cher man sich kaum eine Vorstellung machen kann. Man hofft allgemein, daß es ge­lingen werde, Mittel und Wege zu finden, um die Krisis in günstigem Sinne zu lösen Im Augenblick ist dies nach zuverlässigen Erkundigungen noch nicht geschehen. Von unterrichteter Seite wird versichert, daß dte.Thatsachen, um welche es sich hierbei han­delt, richtig und zutreffend allein in derKölnischen Zeitung" wtedergegeben worden find. Alles Uebrtge, ein förmlicher Mythenkranz, der sich um diese Thalsachen bereits geschlungen hat, also das Vorhandensein der verschiedensten Anlässe für das Rücktritts­gesuch, welche an Dinge und Personen der inneren Politik anknüpfen, ferner das an­geblich beabsichtigte Abschiedsgesuch des Grafen Herbert Bismarck u. a. m. sind Er­findungen ohne jede thatsächltche Grundlage. Ob sich die entstandenen Schwankungen schnell ausgletchen werden, ist noch nicht zu entscheiden; aber daß schließlich eine Ver­ständigung erzielt werden wird, hält man hier im Publikum für zweifellos, weil es eine Rothwendigkcit ist.

Posen, 7. April. In der heutigen Stadtverordnetenversammlung theilte der Oberbürgermeister Müller mit, daß Kaiserin Victoria am 9. April, Mittags 12 Uhr 46 Minuten, mittelst Extrazug incognito hier eintrifft. Dieselbe entspreche damit dem Herzeswunsch des Kaisers, um direkt über den durch die Ueberschwemmung hervor­gerufenen Nothstand berichten zu können. Eine Weiterreise findet nicht statt die Rückfahrt erfolgt Nachmittags um 4 Uhr 44 Minuten.

Köln, 7. April. DerKölnischen Zeitung" zufolge ist die Angelegenheit Alexanders v. Battenberg einstweilen nicht in einem den Anschauungen des Reichskanzlers entgegen­stehenden Sinne entschieden worden, da Prinz Alexander nicht zum Geburtsfest der Prin­zessin Victoria nach Berlin kommt. Der Reichskanzler hatte die politischen Gründe, welche gegen die Verleihung eines preußischen Armeekorps und des Ordenspour la mörite an den Battenberger und die Vermählung des Prinzen mit der Prinzessin Victoria sprechen zugleich mit seinem Eventualentlassungsgesuch Mittwoch Morgen dem Kaiser in einer Denk­schrift von 30 Seiten und einem Nachtrage unterbreitet.

Straßburg i. E., 6. April. DerLandeszeitung" zufolge hat die Verord­nung des Mmtsterrums von Elsaß-Lothringen vom 29. März 1887 über den Auf­enthalt französischer«Staatsangehöriger keine Verschärfung erfahren. Von den aus Frankreich kommenden Reitenden wird in den Grenzbahnhöfen nicht ausnahmslos son­dern nur bet begründeter Veranlassung der Eelaubnißschetn gefordert.

Die Fürstin Hohenlohe, Gemahlin des Statthalters, hat zu Gunsten der Ueberschwemmten im Osten Deutschlands einen Aufruf erlassen.

Arankreich.

Paris, 7. April. Gestern fand zu Dünkirchen eine Wähleroersammlung statt, an welcher sich etwa 2000 Personen betheiligten. Nachdem die Deputirten Vergoin und Laguerre gesprochen, wurde die Eandtdatur Boulanger's mit allen bis auf 6 Stimmen angenommen.

Der Abgeordnete Ribot wird bei der Wiederaufnahme der Kammer­fitzungen einen Antrag für die Wiederherstellung des Arrondissement- Skrutiniums einbringen.

Hugtand.

Dubli«, 7. April. Eine Proklamation des Vicekönigs verbietet sechs heute abzuhaltende Volksversammlungen in den Grafschaften Clare, Cork, Wexford und Gal- way, durch welche dargethan werden sollte, daß die Nationalliga daselbst noch nicht unterdrückt sei. Die verbotenen Versammlungeu sollen, falls deren Abhaltung versucht wurde, nötigenfalls durch Militär gesprengt werden.

Lokale-.

Gießen, 9. April. Der Voranschlag des städtischen Gaswerks für 1888/9 balancirt in seinen Einnahmen und Ausgaben mit X 163 852. Die Einnahmen für verkauftes Gas (incl. desjenigen für die Straßenbeleuchtung, für welches 19 211.36 vorgesehen sind und des auf X 568.96 veranschlagten eigenen Verbrauchs im Gaswerke) sind angenommen mit X 110 504.32, sodaß der Erlös für das an Private abgegebene Gas X 90 724 beträgt. Der Erlös aus Nebenproducten, in der Hauptsache Cokes, ist veranschlagt auf X 27 630.58. Die Einnahmen für die zu fertigenden Gaseinrichtungen auf X 12 500. Die Ausgaben für Materialien (Kohlen, Cokes, Reinigungsmaterial) betragen X 48 335.51, die Fabrik­betriebskosten (Arbeitslöhne, Hilfsmaterialien, Heizung und Beleuchtung, Fuhrlöhne rc.) X 13 996.56, die Unterhaltung des Werkes ^*5097.77. Die Straßenbeleuchtung erfordert einen Aufwand von X 4754.01, darunter X 4017 an Löhnen für die Laternenwärter. Die allgemeinen Unkosten sind festgesetzt auf X 4139.32, die Gehalte an die Beamten auf X 8640. Nach Abzug von X 18 662.63 Zinsen und X 12 000 Amortisation ä 3 o/o von X 400 000 ergibt sich ein Betriebsüberschuß von X 26 300. Unter den außerordent­lichen Ausgaben für die Neuherstellungen, wie Vergrößerung der Skrubberanlage, Aus­dehnung des Straßenrohrnetzes, einschließlich Aufstellung neuer Laternen sind vorgesehen «AL 10 513.60.

ru 9* [Sur n tag.] In Stein's Garten fand gestern unter dem Vorsitze des Gauvertreters Herrn Uhl-Gießen, um i/3U Uhr beginnend, ein Turntag des Lahn-Welter-Gaues statt. Vertreten waren die Orte: Gießen, Krofdorf, Lich und re = v Eingang in die Tagesordnung gedenkt der Vorsitzende in warmen Worten unseres dahingeschiedenen Kaisers Wilhelm und bringt dem neuen Kaiser Friedrich ein m"»-.A"?^nDerhandlungen und Beschlüssen sei hervorgehoben: Das diesiahrige Volksturnfest findet am 3. Juni in Krofdorf statt, an welchem Tage der Krofdorfer Verein seine Fahnenweihe zu veranstalten gedenkt. Als volksthümliche Hebungen wurden von dem Gauturnwart bestimmt: Stabhoch- und Freiweitsprung Stemmen und Steinstoßen. - Der nächste Gau-Turntag findet bei Gelegenheit des dtesiahrigen Gauturnfestes, welches bekanntlich in Gießen abgehalten wird, statt und zwar am Samstag Abend, um 7 Uhr beginnend. Sonntag Morgen: Sitzung des Preisgerichtes. Der Festbettrag zu dem Gauturnfeste wurde auf 60 Pfg für jeden Ihetlnehmenden Turner festgesetzt. Hierauf schritt man zur Wahl der von dem Gau zu stellenden Preisrichter zum Kreisfeste in Coblenz und wurden gewählt- Wigandt- Gießen, Scherff-Lich und Daupert-Wieseck. Die hiernach vorgenommene Wahl des Gau-Ausschusses ergab, daß sämmtltche seitherigen Ausschußmitglteder wiedergewählt wurden und zwar: Uhl-Gießen, Gauvertreter, Mank-Wieseck, Gauschriftführer Stoffer-Gießen, Gauturnwart und Scherff-Lich, Gaukassirer. Ende gegen 2 Uhr.'

Gießen, 9. April. sBellackint's Nachfolger Cafä Leib.]Schnelle Hülfe thut Noth!" So lautet die Parole für die Ueberschwemmten an der Weichsel, Nagot und Elbe; ein Jeder wird bestrebt sein, sein Scherflein betzutragen Herr Gühlholz hat den Zauberkünstler Herrn W. Joch um gen. Joachim, Schüler und Nachfolger des weltberühmten Kaiser!. König!. Hofkünstlers Bellachini, für Mitt­woch den 11. April zu einer Soiree zu gewinnen gesucht, deren Reinertrag für die Ueberschwemmten bestimmt ist. Heber die Leistungen deS Herrn Jochum liegen uns zahlreiche amtliche Atteste und Recensionen vor. Nachstehenden Bericht über die Vor- I stellungen in Siegen entnehmen wir derSieg-Lahn-Zeitung":

m n ''Die gestern Abend im großen Saale der Bürgergesellschaft stattgehabte erste i Vorstellung des Zauberkünstlers Herrn W. Jochum, eines Sohnes unserer Stadt, hatte eine gewaltige Zugkraft auf das Publikum geübt; der Saal erwies sich gut besetzt und I

bürste heute, bei der zweite uub letzten Vorstellung, noch bedeutend mblr-i-b-r t, e werden, denn die sammtlichen Anwesenden fDf-nhpt nnk3a9o er besucht Künstlers warmes Lob undum'-.U -Anc-k-nnunä fSÄ* ben Leistungen dis -euer Leichtigkeit und Eleganz ; er führt ^n eine f^mmkn aus n'lteI=

iiebkcit von Ursache und Wirkung geradezu oerdlüffend wirken Hhm tlnbegreis- -mst-hen Gegenstände unter den Hände« bet denen her «fd1A^rnll^mbcn unb Ahnung hat, wohin oder wober sie gekommen Tabe!ta ft nkld,t die Kber Künstler auf diesem Gebiete bedarf reich und aei»irn<fnnrf

begleiten die subtile Arbeit. Auch die Vorführungen *

von Fesseln und das Entledigen derselben wirkte höchst über rca s t Anlegen

Schiff-nachrichten.

rr& LV lPer ttansatlantischen Telegraph.] Der Schnelldampfer

® pt jungst, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, welcher am ^8. Marz von Bremen und am 29. März von Southampton abgegangen war, ist heute 5 Uhr Morgens wohlbehalten in Newyork angekommen.

Bremen, 6. April. sPer transatlantischen Telegraph.] Der Postdampfer oon«on-n' Kohlmann, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, welcher am

r ra DOn Bremen abgegangen war, ist heute 7 Uhr Morgens wohlbehalten in Baltimore angekommen.

große Gewicht kam während der Nacht das Schiffs tn's Sinken sammtlichen riesigen Pumpoorrtchtungen unter Wasser Nc>n hpn 9irh.ti9crie^en die Zeit des Unfalls zum Glück Ninnand aus d m ©X bk £,ebuna be8 fflan»n m8,! tndeß mit ziemlichen Schwierigkeiten verknüpft sein. $ 0 @an3cn rolrb

<rrf Astier hiesigen Baustelle wurden am Samstag plötzlich 60 gPflnn>r

Meinungsverschiedenheiten über die Zeit der Arbeüsdauer entlasien - Nette Schuler hat die hiesige Fortbildungsschule aufzuwetsen! Bet dem nnr pinin.» Xagen erfolgten Schluß widersetzte sich, wie hiesige Blätter mittbeilen pin? nnni(, gegen ihren Lehrer und drohten, sich an demselben tbätlieb^,,^' ?anze Klaye Bürgermeisterei hat jedem der rohen Burschen eine eremplarische (Strafe

- Da in unserem Slabthaus ber Raum zur UnLbUnaukg b^ BureaLr n mehr ausreicht, hat die städtische Verwaltung ein angrenzendes Prioatbaus acnoAM in welchem nunmehr die Polizeiverwaltung Aufnahme finden so/ spachtet, Ametae^erboben" .^^en einen hiesigen Criminalbeamten wurde jüngst die

. erhoben, derselbe habe in einem Wirthshaus mit menschlichen Einaeweiden

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fex5> Xfa0 nr?eJ- vergangenen Woche verging, an welchem die ^bein" ^^"vdcn Personenschiffe nicht mit Europamüden reich bevölkert waren ÄM verflossenen Freitag waren auf einem Schiff 145 Auswanderer Die meisten derielb^ Ä ^anrie k^ilie bei sich und kommen größtentheils^auk^WÄtt-mb^ dm badischen Oberland und der Nordpfalz. Das Reiseziel ist größtentheils Amerika.

c-. tp Jfh einbetien , 8. April. Trotz des ungünstigen Bodens welchen hie ^mccfen b^siger Gegend gesunden hat, scheint sie'ihre Thätig- keit doch nicht aufgeben zu wollen und versucht dieselbe, eben in Worms wieder Ver­sammlungen abzuhalten. Der Eintritt zu diesen Versammlungen soll jedoch nur Per­sonen, welche mit spectellen Einladungskarten versehen sind, gestattet sein.

Frankfurt a. M., 7. April. Die Aussicht auf einen Silberdieb- ^,rp°8eB ist also doch noch nicht ganz verloren. Der in der Kinzig Ertrunkene ist s?ni5e?r sbststeht, derberüchtigte" Langner nicht. Die Polizei fordert beute neuerdings in den Tagesblattern auf, zur Ergreifung Langner's beizutragen. Wo maa nu,^ geriebene Spitzbube stecken? Vielleicht hält er sich noch in Frankfurt auf unb ge^ als steifer Engländer in den Stadtcentren spazieren, während man ihn meilenweit lk^^t taucht er nächstens wieder an einem anderen EndpunL des Vaterlandes als Einbrecher auf und macht von sich reden. Entfernunaen kennten Mittel gestatten ihm, heute im fernen An ufiZÄ Isoßherzogthum Hessen zu stehlen; er entfaltet im Osten und Westen, im Norden und Süden seine.beängstigende Geschicklichkeit. Möglich auch, daß ihm be? XläSbiWe 23oben zu heiß unter ben Füßen geworden ist und er sein Diebshandwerk zukünftig in transoceanrschen Landern betreiben wird; Eines steht, wo immer auch Lananer sein m°g, f-st: Golb- unb Stlberfadjen schweben in st-ier Gefah? wenn er iftder MH- ist. Mag er auch diesmal entschlüpft fein, der Strafe wird er darum dauernd nicht h°t"sich"n°ch"imme? b®Äe°Het."®Ct 0C6t 3Um $Baffer 6iS «

, ^onkfurt a. M., 7. April. Arn Taubenbrunnenweg, einer neuen Straße HinStadt, passirte gestern Nachmittag ein schreckliches Unglucf. In einem im Entstehen begriffenen Neubau brach die sogenannte siet Hangende, aus Gement gefertigte Treppe unter den Füßen von im Abstieg begriffenen Arbeitern zusammen und begrub 6 derselben unter ihren Trümmern. Drei Leute wurden schwer, 3 leichter verletzt. Alle 6 sind Familienväter. Die Schwerverwundeten liegen im Hospital zum Heiligen Geist Hierselbst, die anderen in ihren Wohnungen. Man hofft alle am Leben zu erhalten. Das Unglück wird dem schlechten Material zugeschrieben. Die Untersuchung wird ohne Fehl darüber Gewißheit verschaffen und auch eine genauere Beachtung solcher Treppen veranlassen.

Handel und Verkehr.

G^?berg, 7. April. iFruchtpreise.) Wehen JL 17.70, Korn X 14.00, Aerfte X 14 00, Hafer X 14.00, Erbsen X 15 60, Linsen X 24.00, Lein X 00.00, Samen X 00.00, Kartoffeln X 0.00, Wicken 00.00

72 Drarz Auf dem heutigen Markt kosteten Kartoffeln per Malter X 6.007.00, das Gescheid 00--Eier das Hundert X 0.000.00, das

int Großen X 00.0000.00, im Detail das Pfund X 1.10 bis Weißkraut per Stück 00-00 Rothkraut per Stück 0000 H, Kohlrabi oI'O L, Ochsenfleisch per Pfund 45-70 Kuh- u. Rindfleisch 35-60 Schweinefleisch 6070 H, Hammelfleisch 5060 1 Habn

0.000.00, 1 Huhn X 0 000.00, 1 Ente X 0.00-0.00, Gans Pfund 0000 H, 1 Taube 00-00 H, Welsche X 0.00-0 00.

< die Ueberschwemmten gingen ferner bei unS ein: Von K. Jung, Klein-Linden,

XX, Oberförster Heyer 15 X, H. K. 10 X, Fr. A. 1.50 X, Christ, Lollar, 5 X. ^elc^nec^3 X, Karl und Marie 2 X, Johanna und Willy 3 x, Prof. Gottschick 12 X,'3. S 1 x, Gebr. Stamm 5 X, I. R. 50 Scatbrüder bei N. W. 1.50 X, S-, Bock u. Co. 20 X, Dr. Dittmar 20 X, Koch u. Kraatz 30 X, Frau Landrichter Bücking 10 X, Krausgrill 20 X, Prof. Gaehtgens 30 X = X 190.50, mit den in Nro. 82 bereits quittirten Beträgen nunmehr X 1355.81. Da die Noth der Ueber­schwemmten eine fast trostlose zu nennen ist, bitten wir, in der Mildthätigkeit nicht zu erlahmen und nehmen wir weitere Gaben gerne entgegen.

Die Expedition desGießener Anzeigers".

In unserer Quittung von Nro. 81 (Samstagsblatt) ist durch ein Versehen der Name des Herrn L. Bücking mit 50 X Beitrag weggeblieben, die Summe selbst ist aber mitaddirt. Nach den veröffentlichten Gaben in dieser Nummer müßte die Summe richtig 214 X ergeben, es sind jedoch 264 X quittirt, worin obige 50 X enthalten sind.