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^^elbe nach dem deutsch-englischen Abkommen über die Abgrenzung der beiderseitigen Machtspharen vom 6. April 1886 für neutral erklärt ist. ° 4 0 . Berlin, 6. October. Die Fürsorge der deutschen Reichsregierung für die Jn- ttressen der heimischen.Industrie wird in den tonangebenden Organen der Pariser Tagespresse dem französischen Cabinet als Muster hingestellt. So bezeichnet der Temps es als eine den französischen Industriellen wohlbekannte Thatsache, daß bet allen großen Lieferungen für Armee- und Marinezwecke, um welche sie, die französischen Industriellen, während der letzten Jahre in Spanten, Griechenland, Serbien, Rumänien Japan, China, Südamerika sich beworben, ihnen nicht nur ihre deutschen Nebenbuhler gegenubergestanden hatten, sondern auch die deutsche Diplomatie, welche aus dem Er- solge ihrer Staatsangehörigen eine Frage des nationalen Interesses macht. Erst vor einigen Wochen noch wäre ein zum Zwecke einer größeren artilleristischen Bestellung nach Europa gereister chilenischer Admiral in zuvorkommendster Weise nach Deutschland eingeladen worden Die so fest verschlossenen Thüren Frtedrtchsruh's öffneten sich für Angelegenheiten dieser Art ganz von selbst. Dann heißt es weiter' '

n "Diese Art von industriellem Patriotismus ist in Frankreich noch wenig ent­wickelt, gerade weil die Solidarität zwischen den Interessen des Staates und den In­teressen der Prioatindustrte hier noch kaum empfunden wird. Das gewöhnliche Be­nehmen der französischen Negierungsoertreter bildet nur zu oft einen schroffen Gegensatz zu demjenigen der deutschen Regierungsoertreter." B 9

EAichste, was uns passiren kann", sagt mir einer unserer Industriellen, ist, daß sie sich überhaupt nicht um uns bekümmern."

?***,?* 6. October. Durch das Gesetz betreffend die Aenderungen der Wehr- I- können die zur Verfügung ihres Truppeniheiles dcur- aubten Mannschaften jederzeit zu ihrem Truppentheil wieder einberufen werden, wahrend nach den früheren Bestimmungen ein solchermaßen beurlaubter Soldat erst vom nächsten Februar ab wieder einsttzrufen werden durfte. 3um Wechsel des Aufent­haltsortes bedürfen diese Urlauber der Genehmigung des Landwehr-Bezirks-Comman- deurs, um nicht sofort wieder zum actioen Dienste einberufen zu werden. Den Straf­bestimmungen über Fahnenflucht, Selbstverstümmelung u. s. w. unterliegen sie in gleicher ul Ä ,ei activen Mannschaften. Wer nicht wieder zum Dienst einberufen wird, tritt still chwetgend mit Beendigung feines dritten Dienstjahres zur Reserve über, ohne daß es einer besonderen Meldung bedarf.

, . Berlin, 6. October. Vorläufigen Besprechungen zufolge, welche unter maß- gebenden Parlamentariern stattgefunden haben, darf als sicher angenommen werden, daß für die nächste Session des Reichstags an Stelle des Herrn v. Wedell-Ptesdor

"besdtrector o. Levetzow zum ersten Präsidenten gewählt werden wird; v. Leoetzow hatte dieses Amt bekanntlich bereits vor 1884 inne.

DieKreuzzeitung" erhalt aus London die Meldung, daß ein amerikanisches ^gramm an dte italienlfcbe JVolijet ßelanßt fei, welches die Aufforderung enthält, möglichste Vorsicht wahrend des Besuches des Kaisers Wilhelm zu entfalten, da die internationalen Anarchisten in Newyork eine verdächtige Energie entwickeln. (F I) A . r Der Erste , welcher auf Grund M Fremdrndecrets aus Frankreich 'aus­gewiesen warben, ist der deutsche Kaufmann Batte mann. Derselbe erhielt die Auf­forderung, Belfort innerhalb 24 Stunden zu verlassen.

. ^E»tSdam, 6. October. Die Kaiserin traf mit ihren Söhnen um 43/. Uhr hier ein und »uhr dtrect nach dem Marmorpalais. y

_ix lt maOclt°rer- ^Kaiserin Friedrich, der Prinz und die Prinzessin fcein--

. Prinzessinnen - Tochter der Kaiserin besichtigten gestern das am Canal belegene Gut Knoop Man oermuthet, daß der Besuch mit dem Ankauf des Gutes seitens des Prinzen Heinrich zusammenhängt. Verhandlungen darüber wurden schon vor zwei Jahren gepflogen. w

, k 6. Oktober. Die Eröffnungsfeier der neuen Marine-Akademie und Schule in der Aula derselben statt. Viceadmiral Blanc übernahm den Prachtbau für die Marine und übergab denselben dem Director des Marine-Bildungswesens, Capitän Scheering, welcher darauf einen Rückblick auf die Entwickelung des Marine-Bildungs- wesenS gab und mit einem dreifachen, begeisterten Hoch auf den Kaiser schloß. Fast das ganze Seeofficier-Corps, die Spitzen der Civilbehörden, der Curator der Rector Profefforen der Universität waren zur Feier gelaLen, an welcher auch der frühere Chef des Marine-Bildungswesens, Contreadmiral Reibnitz, thetlnahm Mit einem Rundgang durch die Akademie schloß die Feier. v *

m October. Das Zettungsgerücht von der Freilassung Geffcken's

ist vollständig unbegründet. Sämmtliche Abendblätter erklären ebenfalls Geffcken noch in Hast befindlich. w

BreSlau, 6. October. Für den verstorbenen Kräcker soll, wie jetzt verlautet, Herr v. Vollmar als Candidat für das erledigte Reichstagsmandat Breslau-West von socialdemokrattscher Sette aufgestellt worden.

Hesterreich.

a "P^sse" meldet, daß die Reise-Dispositionen des

deu schen Kaisers eine wichtige Aenderung erfahren. Kaiser Wilhelm soll nach dieser Meldung auf der Ruckreife von Neapel nach Berlin in Begleitung seines Bruders Prinzen Heinrich nochmals nach Wien kommen und einige Tage hier verweilen. Der Kaiser durfte am 20. October hier eintreffen und wird erst am 23. October in Berlin zuruckerwartet.

c .., 6. October. Die hier zurückgebliebenen Herren von der Suite des

deutschen Kaisers besichtigten im Laufe des Vormittags die Monumentalbauten der Ringstraße Einzelne auch die ReichS-Obstausstellung und die Ausstellung von Amateur- pyotographien.

. eR9?aSfi,6' b-October. Heute früh um 2</, Uhr brachen der Kaiser Wilhelm, der König Alocrk, der Kronprinz Rudolf, der Großherzog von Toskana, d-r Prinz Leopold von Bayern und der Gras von Meran zur Pürschjagd in der nächsten Um- gebuna aus. Gegen 7 Uhr kehrten der Kaiser Wilhelm und Prinz Leopold in das Schloß zurück, um mit Kaiser Franz Josef zu frühstücken, während sich die übrtgm ^rekt in das Schwarzcnbacher Revier begaben. Während des btam,,c cloC ^ot1n=Äy£a< cin Ständchen dar. Um 8Uhr begaben sich beide Kaiser, Prinz Leopold, Prinz Hohenlohe, Graf Paar, Baron Beck, der Prim ^öurn und Taxis, Hofmarschall v. Licbenan und die Herren von Psuel und «aschhau in einem offenen Wagen zur Treibjagd aus Hochwild nach Schwarzenbach

Anwohner uno Forstleute aus Neuberg und der Umgegend sind als Jagdtbeilnehmer geladen. Nach der Jagd findet Hoftasel statt.

om. 0' Oc'°b-r. Seit Mittag regnet und schneit cs hier unaufhörlich.

Di- Abhaltung von G-mszagden in den nächsten Tagen ist daher unmöglich. Die Berge find von dichtem N-b-l umhulli Der Kronprinz kehrte schon um 2 Uhr Nach- mttttt9ä von der Jagd zurück und reiste nach dem Diner über Mürzzuschlag zu den Bärenjagden nach Gorgöny ab. Morgen findet bier nur Pürschjagd statt B 4 , t Pest, 6. October. Graf Herbert Bismarck und der Sektionschef Szöavenvi

sind heute Nachmittag hier eingetroffen. Zu Ehren des Grafen Bismarcks der be^dem Generalconsul v. Plessen abgestiegen ist, findet bei dem Ministerpräsidenten Tisla 1 ein Diner statt, an welchem sämmtliche Minister, der Generalkonsul v. Plessen der Corpscommandant v. Pejaczevich und der Sectionschef Szögyenyi theilnehmen -

Italien.

Telegrapyische Aepeschen.

89»lfTi telegr. Correspondenz. Burea«.

von^Schwarzenbach zurück Die T?eib°^? ^agdgästen °gester^Nachmittag um 4 Uhr

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Vormittags fand Gottesdienst in der Pfarrktrche"statt.^ $ldd?pur^e* Um lo/> Uhr x, ~ Pest, 7 October. Staatsminister Graf Herbert Bismarck ist mit dem Sektivns- .is"1 3*"«<i" ««>»»-« d« «säs

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Herzog von Auerstaedt, eine Ansprache an den Präsidenten 3)aö0I.uft'

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Konsular-Corps, das von dem italienischen Konsul vorgestellt wurde äusi.^? ffl!? er empfinde eine lebhafte Genugthuung, indem er die von dem Konsul ausaesvrock'm-n S ein Pfand für die friedlichen Bande

reid^ mit allen durch die anwesenden Konsuln vertretenen Nationen verknüvfe "

,urückgck"l"""b3' 8' October.LDer Großherzog ist heute aus der Bukowina hierher

Lokales.

zu Gi-L^^L-n^LÜü^?°7d et)rbou DU°7b^Tu*Cen@8^aeSnefn^CtEin Weise vermittelt fte hb geistvoller und von gründlichster Kenntniß zeugender

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fiimmelfnhrfK 3rom«n Weihnachtsfeierlage, Neujahrstage, Charfreitage, Ostermontags

P/ingstmontage, Fronleichnams-, Allerheiligen- Buß und Rettmie

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Arankreich.

e. Paris, 6. Oktober. Der Attentäter Garnier, welcher seinerzeit provisorisch in doÄÄ m°rben mt' "uumehr in das Irrenhaus

Kugkavd.

.. London, 6. October. Einer Reutermeldung aus Zanzibar zufolge verwehrten die Eingeborenen von Kilwa den britischen Indiern di- Absahrt auf des Sultans i ^mau mit dem Bemerken, dieselben sollten bleiben und ihre Geschäfte fortsetzen. Keiner sollte Schaden erleiden. Dm Weibern und Kindern wurde die Ab- reist nicht verwehrt. Die Eingeborenen erklärten, weder die Autorität des Sultans noch die der Deutschen anzuerkennen.

Außland.

m 6. October. Das Kaiserpaar und der Thronfolger sind gestern

Nachmittag in Noworossisk eingetroffen. 10 1 0 1 rn

Vermischtes.

4 Dctober- (Postpersonalnachrichten.) Versetzt sind- der °?b r?cCt.Or Hogemann von Darmstadt nach Straßburg (Elsaß! ' der

Verwalter Walter daselbst zum Postassistenten ernannt worden. '

Ruhestand' Ob» P°si°st'st-nt Bünsche in Michelstadt tritt auf seinen Antrag in den

gestell7'wLwi^ Ä'unb'M