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pignons, Ziegenbart, Stein^ und Herrenpilz, Pfefferlinge rc. werden wie folgt vor­bereitet. Man wäscht sie rein ab, läßt sie gut abtropfen und legt sie dann in einen Topf und bestreut je 1 Liter Schwämme mit 4 Eßlöffel Salz, deckt dann einen Teller über den Topf und läßt ihn so über Nacht stehen. Die Schwämme werden infolge­dessen sehr zusammenschwinden und viel Saft gebildet haben. In diesem Saft läßt man sie ordentlich aufkochen, am besten in einem reinen irdenen Topfe. Nachdem sie etwas abgekühlt sind, füllt man die Schwämme in Büchsen, läßt etwas Saft über­stehen und verschließt sie wie jede eingemachte Frucht gut luftdicht. Es ist zu empfehlen, die Büchsen nicht allzugroß zu wählen, indem angebrochene Büchsen an Haltbarkeit verlieren. Die Schwämme werden mit der Brühe zu allerhand Braten und Saucen verwendet und geben diesen einen sehr feinen Wohlgeschmack.

Zur Hebung der Freßlust der Schweine wird in einzelnen Gegenden Deutschlands mit ausgezeichnetem Erfolge Soda angewendet, indem z. B. auf 2 Kilo Hafer 36 Gramm Soda genommen werden und daraus unter Zugabe von 4 Liter Wasser ein Aufguß bereitet wird. Der so gequollene Hafer wird Morgens und Abends mit je 3/< Liter nebst dem anderen Futter verabreicht. Der Berichterstatter verwendet überhaupt zu Körnerfutter, welches gekocht wird, etwas Soda und Salz und macht seitdem die Er­fahrung, daß sich die Hülsen der Körnerfrüchte dadurch viel eher erweichen, wonach dieselben von den Thieren sebr gern gefressen werden. .

[Die Zähne der Hühners Die Steinchen, welche die Hühner auspicken, sind ihre Zähne, sie helfen im Kropfe die Zermalmung deL Futters. Ohne diese Steinchen ist die Verdauung gestört ja das Thier kann sogar zu Grunde gehen. Wir können daher nicht genug darüber wachen, daß die Vögel, welche wir züchten, vom Zeisig in seinem Käfige bis zum Strauß in seinem Laufstall, niemals dieser Kiesel- und Stein­bruchstücke entbehren, die für sie vorzugsweise auflösend wirken und ein nothwendiges Verdauungsmittel sind. Unterhalten wir auf unseren Geflügelhofen, nach Süden gelegen, einen Haufen groben Sandes, so wird dieser Sand den jedem Geflügel nothwendigen Bedürfnissen entsprechen, sich mit kiesel- oder kalkartigen Ueberresten zu versehen und sich die Federn vom Staube zu reinigen, da das Huhn ein staubwälzender Vogel ist.

GHLff-nachrLcyten.

Bremen, 7. August. [Per transatlantischen Telegraph.) Der Schnelldampfer Eider, Capt. H. Baur, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, welcher am 28. Juli von Bremen und am 29. Juli von Southampton abgegangen war, ist heute 10 Uhr Vormittags wohlbehalten in Newyork angekommen.

Wärmegrads der Lahn und der Luft,

nach Reaurnur gemessen zwischen 11 und 12 Uhr.

Luft 15, Wasser 12 Gr.

Gießen, den 8. August 1888. Rübsamen.

AltkzthoUjcher Gollesdirnst.

Sonntag, den 12. August, findet in der Stadtkirche Morgens um acht Uhr altkatholischer Gottesdienst statt.

nticben Handlungsweise hat man nun: Eines der herrlichsten Gebäude liegt in Trümmern, obne daß man sich klar darüber ist, woher das Geld zum Wiederaufbau kommen soll, denn die Bevölkerung entschließt sich nur sehr schwer zu Geldopfern, weil sie zu gut roetft daß der größte Theil ihrer Gaben in den Taschen ungetreuer Beamten ver- Ichlvindet. Menschenopfer hat die Katastrophe glücklicherweise keme erfordert, ba bie; Sbc sich wenige Augenblicke vorher burch Knistern anzeigte, unb es so ben etwa 50 Ar­beitern bie gerabe beschäftigt waren, möglich machte, sich zu retten. Für morgen erroartet man ben Ressortminister, sowie eine Eommisston ber Akabemte, bie ben Schaben besehen werben.

Metz, 6. August. sKrieger-Gräberschmückung bei Metz.) Am 15. August, b. I. (Feiertag in Elsaß-Lothringen) begeht ber Turnverein Metz wie alljährlich bie Schlacht­felder bei Metz, um auf ben Gräbern ber Gefallenen Kränze niederzulegen. Die Zahl der aus Dankesspenden beschafften, mit bezüglichen Schleifen versehenen Kränze beziffert sich auf mehr als 1000. An einigen Erinnerungsstätten der deutschen Siege wurden Sammelbüchsen aufgestellt, deren Erträgnisse hierzu, sowie auch zu der von Behörden und Vereinen angestrebten Verschönerung der Krieger-Grabstätten Verwendung finden. Allen Gebern sei hiermit öffentlicher Dank gebracht. Gleichzeitig erklärt sich der Turn­verein Metz wie seither bereit, Kränze, welche von Angehörigen und Vereinen aus der Heimath übermittelt werden, auf bestimmte Gräber niederzulegen, bezw. andere Auftrage auszuführen. Postpackete wolle man an den Turnverein Metz postlagernd so absenden, daß sie am 14. August eintreffen. An die Gräberschmückung anschließend, findet am Nachmittag des 15. eine Gedenkfeier in der Schlucht von Gravelotle statt.

F!eii*cli-jrlx traet. Pepton u. Houillon sind in kurz. Zeit bereits mit 16 Ehrendiplomen ii. goldenen Medaillen ansurezeichnet worden.

Eingesandt.

Gießen, 8. August.

Nächsten Sonntag, den 12. August, feiert der Turnverein zu Lich sein Stiftungsfest, wozu Einladungen an die Vereine des Gaues ergangen sind. Da bei günstigem Wetter eine starke Betheiligung zu erwarten ist, hat der Licher Turnverein mit der Eisenbahn­verwaltung bie nöthigen Vorkehrungen getroffen, daß Abenbs 10 Uhr ein Extrazug von Lich nach Gießen abgelassen wird. Hierdurch ist auch Nichtturnern Gelegenheit geboten, bei Ausflügen nach dem von Gießen aus stark frequentirten Kloster Arnsburg oder für etwaige Abwickelung von Geschäften in Lich diesen Zug zu benutzen und dadurch die Zett von Mittags bis Abends 10 Uhr richtig ausnutzen zu können. Die Abfahrt von Gießen erfolgt mit dem um 12 Uhr 10 Mm. abgehenden fahrplan- mäßigen Zuge.

Landwirthschaftliche Nachrichten.

(Nachdruck verboten.)

3um Ansäen armer Sandflächen, um dieselben als Weide nutzbar zu machen, ist der echte Schafschwingel (Feetuca ovina) von allen Gräsern am meisten geeignet und zwar wird dieses Gras zweckmäßig entweder im Herbst unter Winterroggen als Ueberfrucht ober im Frühjahr unter Lupinen als Schutzfrucht ausgesäet. Der Schaf- schwingel bietet auch noch ben Vorthetl, baß er namentlich für Winterroggen eine gute Vorfrucht ist, inbem er ber armen Ackerkrume einen ziemlich bebeutenben Nerchthum an Stoppel- unb Wurzelrückständen hinterläßt. Als Saatmenge sind 30 bis 40 Kilo­gramm pro Hectar erforderlich. ,r .

[Das Einmachen der Schwämme.) Die in den Waldungen wachsenden Schwämme lassen sich sehr gut und in billiger Weise conseroiren. Morcheln, Eham-

Allgemeiner Anzeiger.

GberheMe Eisenbahnen.

Der Bunbesrath hat verschiedene Er­gänzungen und Abänderungen des § 48 des Betriebsreglements für die Eisenbahnen Deutschlands, sowie ber Anlage D zu btefem Paragraphen beschlossen.

Wir bringen dies mit dem Anfügen zur Kenntniß des Publikums, bah jede ge­wünschte nähere Auskunft sämmtliche Güter- expebitionen erteilen-

Gießen, ben 4 August 1888.

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Die Gemeinde Lich beabsichtigt ein Kapital in der Höhe von ca. < 40.000 Mark zu 3'/i % verzinslich gegen Ausstellung von Schuld­scheinen aufzunehmen und wollen sich Lusttragende bei der unterzeichneten Stelle oder auch bei dem Gemeindeeinnehmer Herrn Schneider dahier anmelden.

Lich, 4. August 1888.

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