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G<bisf»»a<drtchr«n.

o r Sremen, 4 Mai. Mer transatlantischen Telegraph.^ Der Schnelldampfe, §?tn, Eapt. H. Hellmers, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, welcher am Bremen und am 26. April von Southampton abgegangen war

ist heute 5 Uhr Morgens wohlbehalten in Newyork angekommen. '

Vermischtes.

, Mai. sNachträgliches vom Brande.s Leider stellt es sich iebt

heraus, daß die gestern noch vielfach bezweifelte Annahme, daß eine in dem Sarges'schm Hause wohnende alte Frau , Lübeck- mit Namen, in den Flammen umgekommcn M nur zu sehr begründet ist. Einzelne in den gegenüber liegenden, unversehrt gebliebenen Hausern wohnend- Leute wollen d,e alte Frau noch gesehen haben, als sic, bereits vom Feuer umgeben, aus den Fenstern ihres Stübchens verzweifelt um Hil'e ge chrieen h°b7 Bet der ungemein raschen Ausbreitung des Brandes und dem Umstande dah die Treppe vom Feuer crgristen war, gelang es indessen nicht, die Verunglückte zu retten Ein Hilfeversuch, welchen der Sohn des Hausbesitzers unternahm, mußte bekanntlich Kop/und"HÄidcn'zug^ogm halle" mC1,rere er6eblid,e Brandwunden an

ffis'ÄitÄ rs ,ä»! s 8n,?*;lLntCr zahlreicher Betheiligung. Im Gegensatz zu den Mittheilungen verschiedener Blatter wurde constatirt, daß nur ein ganz kleiner Theil der Gehilfen^zu

Arbeit zuruckgekehrt und die begründetste Aussicht vorhanden sei, den Strike siegreich fuhren zu können. Die Unterstützungsgelder würden für ausreichend erklärt und Arbeit in der Umgegend in Aussicht gestellt.

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Z°7interlM ^au ÄT Unb b^°lb rootbm

, .n D-s Stadtgespräch bildet angenblicklich die unerwartete Heimkehr der Gattin eines hlestgen angefehenen Mannes, welche vor etwa 5 Wochen mit einem Andern durchging. Es war ihr ergangen wie es solch treulosen Weibern stets und mit n « »u «gehen pflegt, sie war verlassen worden, wie sie ihren Gatten schmählich verlassen hatte. Selbstredend wurde dietheure Gattin", welche glaubte hier wied^ ohne Weiteres in ihre Rechte treten zu tonnen, nicht mit offenen Armen empfangen ihr vielmehr nachdrücklich die Thur gewiesen. Während der Abwesenheit ihres nn^eLDertoa , e(li£l ul inbe8 in das Haus, entließ die Dienstboten und machte dann augenscheinlich einen Selbstmordversuch, wenigstens fand ihr Gatte sie ^n?C wr^a(^aU,Cf-Unft, b-taubt auf dem Sopba liegen. Der gutherzige Menfch soll einen Arzt haben rufen lassen und sich mit der Treulosen versöhnt haben.

werken "tonn?"'' Darmstadt u. s. w., erreicht ober in Aussicht gestellt

Handel und Verkehr.

, ^2proc- Anleihe der Stadt Mainz.) Die neue 3Vrproc. Mainzer S.adt-

anleihe von 3 Millionen Mark wird jetzt zur Subscription ausgelegt. Dieselbe findet M c ftatL i ^..^"bscnptionspreis ist auf 98.80pCt. festgesetzt zuzüglich

3/zpCt. Stuckzrnsen vom 1. Marz 1888 bis zur Abnahme der Stücke. Jeder Silb- Srmt0 a5 teUec*u oorbehalten, die Zeichnung auch schon vor Ablauf des genannten hpr bf '?obe b^r einzelnen Zuthcilungen zu bestimmen. Die

Abnahme der Inteluusscheine hat vom 16. bis 31. Mai zu geschehen. Der Erlös der Anleihe ist zur Deckung von Aufwendungen für Hafen-, Strom-, Straßen-, Canal- Jinh r Rückerstattung des von der Bank für sandel

Wnrf3 r furfc Htef.e 3mecfe gegebenen Vorschusses von 2</2 Millionen

Anleihe rst eingetheilt in Stücke von 1000, 500 und 2OO Mark die Tilgung geschieht vom,1 September 1889 ab mit jährlich i/-pEt. nebst Zinszuschlag und kann von 1897 ab jederzeit verstärkt werden. Näheres siehe Inserat

Telegraphische Depeschen.

Wolffs telegr. Correspondenz- Bureau.

Berlin, 6. Mat. Ein Bulletin erscheint heute nicht. Der Kaiser hatte in tfolge stärkerer Eiterung eine weniger gute Nacht, da er durch das Auswerfen öfter geweckt wurde. Der Kaiser ist aber fieberfrei gestern Abend betrug die Temperatur 38,3 Grad bleibt jedoch auf Wunsch der Acrzte heute im Bett, da er etwas matt ist

PariS, 6. Mai. Die erste Lieferung des Boulanger'schen BuchesDie deutsche Invasion", welche in 2V2 Millionen Exemplaren gratis zur Vertheilung gelangt ent­halt einen autographtschen Brief Boulanger's, in welchem er sagt, daß seine Gegner ibn als Kriegsapostel hinstellten, daß aber die unparteiische Lectüre dieses patriotischen Buches beweisen würde, daß er nur von den höchsten Gefühlen für die Würde der Natron inspirirt sei. Es sei sein lebhafter Wunsch, daß dem Lande die furchtbare Geißel eines Krieges noch auf lange Zeit erspart bleiben möge, aber es sei nothwendig die nationale Verteidigung zu organisiren, denn die Bestimmungen eines großen Volkes seien oft unabhängig von den Wünschen und dem Willen seiner Kinder Er glaube, der patriotischen Erziehung sei besser durch Vorführung von Thalsachen gedient und deswegen habe er dieses Buch veröffentlicht, in welchem die Vorgänger und die Manner von 1870 mit Unparteilichkeit studirt und beschrieben seien. Seine Landsleute mochten daraus gute Lehren ziehen. Die Patriotenliga unter dem Vorsitze Derou- löde's veröffentlicht ein Manifest, in welchem Boulanger als Führer und Fahnenträger der nationalen Partei anerkannt wird und in welchem ferner gegen den Parlamen­tarismus protestirt und für die Nation das Recht, die Verfassungsreoision vorzuschreiben verlangt wird. Boulanger beabsichtigt, am nächsten Sonnabend sich nach Lille zu be­geben und dort einem Banquet beizuwohnen. Die Besitzer der Glasfabriken von Parts haben ihren streikenden Arbeitern eine weitere Frist von 3 Tagen bewilligt.

. Rom, 6. Mai Der König und die Königin mit dem Kronprinzen sind gestern in Bologna eingetroffen und bei der Ankunft auf dem Bahnhofe von den Spitzen der Behörden und dem Eonsular-Corps empfangen worden. Die zahlreich erschienene Ä .ung begrüßte das königliche Paar, welches im Sladthause Wohnung nahm mit stürmischen Zurufen. Am Abend war die Stadt glänzend illuminirt. Die Eröffnung der Ausstellung erfolgt heute Mittag. Die Königin von Serbien begibt sich am nächsten Dienstag von Florenz nach Baden bet Wien.

Mailand, 6. Mai. Der Kaiser von Brasilien, welcher sich seit dem 29. v. M. hier aufhalt, war in den letzten beiden Tagen von- einer leichten Unpäßlichkeit befallen besindet sich aber wieder besser und hat eine ruhige und gute Nacht gehabt. Die Gerüchte von einer ernstlichen Erkrankung desselben sind unbegründet.

. .d"ogna, 6. Mai. Die Eröffnung der Ausstellung hat heute Mittag in Gegen- S a Königs, der Königin, des Kronprinzen und th,es Gefolges stattgefunden Nach der Begrüßungsansprache des Bürgermeisters hielt der Vorsitzende des Aus- stellungscomitä s eine Rede, auf welche der Ministerpräsident Crtspi und der Handels- mtnister Grimaldt antworteten. Der König und die Königin besichtigten darauf die Ausstellungsräume. Der König und die Königin wurden bet der Fahrt durch die festlich geschmückten Straßen auf dem .Hin- und Herwege mit enthusiastischen Zurufen begrüßt.

Petersburg, 6. Mat. DerRegierungsbote" meldet: Im Auftrage seiner-Re- aierung übergab der deutsche Botschafter zur Behändigung an den Kaiser Alexander ^seligen Kaiser Wilhelm hinterlassenen Insignien des St. Georgs und Wladimir-Ordens 1. Classe. Hinsichtlich derselben hatte der hochselige Kaiser die Ver- fugung getroffen, daß sie dem Kaiser von Rußland sofort zurückgestellt werden sollen ! zum Zeichen der Anerkennung für die ihm gewordene hohe Auszeichnung. Der Re- I tt14d-°>°is herzlicher Zuneigung für Rußland habe'den

L Mat. sPrtvatdepesche.) Bulletin von 9 Uhr Morgens. Da durch Äa^eOeute^etroaS6 matt.n,abnb der Schlaf gestört wurde, fühlt sich der

Lokal-S.

Gießen, 7. Mai. sSitzung Großherzogl. Handelskammer vom 24. April 18881 Gegenwärtig waren dre Herren: Commercienrath Silbereisen, F. C B Koch <5- Heichelheim, A. Katz, C. Kltngspor und A. Kraatz K

Die derzeitige Einrichtung bezüglich der Briefpostausgabe an Sonn- und Feier- tagen gab Veranlassung daß man bei Kaiserl. Postamt vorstellig zu werden beschloß mit der Anfrage, ob nicht wenigstens die bis 10 Uhr Morgens an Sonn- und Ver­lagen eingehende Briefpost noch an demselben Morgen zur Ausgabe gelangen köffint/ wenn sich die tnteressirten Geschäfte u. s. w. bereit erklärten die Briefe ru einer geeigneten Zett, etwa zwischen 11 und 12 Uhr Morgens, abholen zu lassen. Dieser Anfrage soll zugleich die Bitte angeschlossen werden, zu erwägen, ob dieselbe Aeit nicht aud) zur Annahme von Packeten bestimmt werden könnte, was für sehr viele Geschäfte von großem Vortheil und großer Annehmlichkeit sein würde, indem sie die Nackmittaas zur Packetannahme bestimmte Zett nicht abzuwarten brauchten. nachmittags

Bet Kaiserl. Postamt wurde weiter wegen Anlage einer Fernsprecheinricktuna angefragt, wobei zunächst nur darüber um Auskunft gebeten wurde, wie viel Tbetl- nehmer bet Einrichtung dieser Anlage mindestens erforderlich seien und ob zugleich auch bei geeigneter Theilnahme ein Anschluß an die Fernsprecheinrichtungen in den nächsten

^rledtat. Montag um 11 Uhr wird über das Ordensgesetz und den Gesetzentwurf betr. die Verbesserung der Oder und Spree, berathen werden. 6 r*'

, ,. Der Verein der Spritfabrikanten Deutschlands hat in einer heute hier statt­gehabten Versammlung den von der Spiritusbank für Deutschland vorgeschlagenen Vertrag genehmigt und ist letzterer bereits von circa 70 pCt. der Sprtlfabrikanten

Berlin, 5 Mai. Das Herrenhaus nahm die Vorlage, betreffend die Kreis- und Prootnzialordnung für die Provinz Schleswig-Holstein, nach den Beschlüssen des ^^rhnetenhauses ohne Debatte an und lehnte den Antrag des Abg. Kropatscheck, betr. die Gleichstellung der Lehrer an nicht staatlichen öffentlichen Lehranstalten mit denienigen an staatlichen Lehranstalten, nach einer unerheblichen Debatte fast ein­stimmig al.. Wann die nächste Sitzung stattfinden wird, ist noch unbestimmt.

a- i. E», 5. Mai. DieLandeszettung" veröffentlicht den Dank der

Fürstin Hohenlohe, der Gemahlin des Statthalters, für den günstigen Erfolg, welchen nhiSur Spendung von Gaben für die Ueberschwemm- ungsgebiete in Norddeutschland zur Folge gehabt hatte. Dem Comtt6 in Berlin konnten außer uen an die Provinzialcomitö's überwiesenen Gaben bereits 160 000 JL zugesandt werden. '

Arankreich.

t 5*at Anläßlich der Arbeitseinstellung der Arbeiter einer Glas-

fabrrk in Pantin bildeten die Glasfabrikanten des Departements Seine und Seine-et- L^e ein Syndikat und beschlossen die Feuer noch heule ausgehen zu lassen, wenn die Arbeiter in Pantm die Arbeit nicht wieder aufnehmen würden. Sämmtliche Glas- .^bschäftigen 3000 Arbeiter. Die Fabrikanten benachrichtigten von ihrem Schritte den Polizeiprafekten, welcher sie ersuchte Konzessionen zu machen. M ,. .c. Marseille, 5. Mat. Der Adjutant Ehatelatn, welcher vom Kriegsgericht schuldig besund^n wurde, mit fremden Mächten Verbindungen unterhalten zu haben um ihnen Waffen und die dazu gehörige Munition auszuliefern, ist zur Einschließung in einem befestigten Platz, zur Degradation und zum Verluste des Rechtes, die Milttär- medaille zu tragen, verurtheilt worden.

Italien.

K 5. Mai Der König, sowie die königliche Familie und die Minister

Grtspi und Grimaldt sind zur Eröffnung der Ausstellung nach Bologna abgeretst.

Portugal.

Liffabon, 5. Mai. Eine hier stattgehabte Versammlung portugiesischer Wein- bauern beschloß eine Ausstellung portugiesischer Weine in Berlin zu veranstalten, um den Absatz derselben in Deutschland zu fördern.

Süd. imb Sübrneftb^Änb Mjutretem $,CbUn8 bcr Nuifchifff-Hrt in

Die der Kammer zugegangene Uebersicht über den Verkebr an der sReiAaFmnF- nebenstelle in 1887 dahier zeigt folgendes Verkehrsresultat: Rerchsbank-

qr - c. . _ A- Wechselverkehr.

A"gekauft wurden: Wechsel auf Frankfurt a. M., Gießen, Hanau, Offenbach und Wiesbaden . . 4.00

A^echsel auf die übrigen Retchsbankplätze 468*200

Gmgejogen würben: 3,818,'000

nrafl ... . B- Lombardverkehr.

Ausgeglichen wurden . . Qnn

Zurückgezahlt wurden ' ' ' ' 4g 600

4950 100 v*L

71 ^ai; lKunstverein.j Die Ausstellung des Rheinischen Kunst- u ää'ä

Christianithal" bet Wernigerode u. a.^Profit^Werne^L^

®.obe in Frankfurt und zeichnet sich" ebenfalls dur^seine ^Etail ^neln äußerst correcte Ausführung aus. Hofmaler Kröh von Darm- s adt ist vertreten durch ein Landschaftsstück, ein Oelporträt und ein Pastellbild fSnf- Schl-g°- durch ein LanbfchafiSstück: Motin aus ber Umgegenb ^°°n Darmstadt . Ferner finden wir Architecturstücke von der Mosel antik«» Thiorftiirf» | L bcr n^^°d7Slbe u f w7 kurz d'ic Ausstellung b.L manches'S»^unb' 9?Haft?rrrCn Kunstfreunde nicht warm genug empfohlen werden Die

?Eellungistbis zum 13. l. M geöffnet und zwar an Werktagen von 1 -1 und 36, am nächsten Sonntag von 101 Uhr.

o k. .ließen, 7. Mai. Heute Morgen 10 Uhr fand hier im Saale des ^"^^ordentlrche Generalversammlung des landwirthschaftlichen Vereins für

§berhessen unter Vorsitz des Präsidenten Herrn Adalbert Freihirrn v Nordes b^snchb?r?? Versammlung, welche aus allen Thetlen der Provinz sehr stark

beschäftigte sich überwiegend mit der Berathung der neuen Statuten die in der Mehrzahl ihrer Paragraphen unverändert, thetls den aus der Versammlung aefteUten Un? a>?^anlr^9cn entsprechend genehmigt wurden. Bis zum Schluß der Redaction unseres Blattes waren die Verhandlungen noch nicht beendigt und werden btoMLGr7CbWn?Cr^tei^r''2r^rba^bI^0en in nächster Numme? berichten. ää wÄSä-ass-Ä wÄXÄÄä1« 8' ÄJ '£ SfS'Tn Sabre au«fa len »u taffen, 2) ben bicsjährigln ftreisturntag te V-rbinbunä JJjJt einem 1 tägigen Wettturnen in Mainz abzuhalten und 3) dem Verein (Snhfpm hna i«1? ^Ül Aussicht gestellt. Des deutschen Turnfestes im Jahr ^1889 in München wegen fallt für dieses Jahr das Mittelrheinfest aus. 9

m r 7; Mai. Kommenden Sonntag den 13. Mai wird die Reife-

Gesellichast Wartburgta" (beiläufig bemerkt eine der ältesten Vereine, welche es uh Z.ele gesteckt haben, Land und Leute durch Augenschein kennen zu lernen) ihre erste diesjahrlge Tour und zwar in das schöne Lahnthal bis nach Laasphe unter­nehmen. Freunde eines solchen Ausflugs läßt die Gesellschaft in gewohnter Liberalität Sri benffelben ^erne thettnehmen. Anmeldungen sind bet den Mitgliedern bis Mittwoch Abend zu bewerkstelligen, damit für die nöthige Verpflegung in Laasphe und Bieden- bürgern1 Uhr 43 Minuiem" mi* bcm crften Morgen,uge nach Mar-