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8.1.1888 Erstes Blatt
 
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ba6 <r;c,um M rafd) warme? Wasser zu »schaffen, eine rothalühende ^jEnstange in einen Eimer mit Wasser rauchte, in welchem unmittelbar vorher ohne Kin Müsen gefrorene Dynamitpatronen auf-ethaul waren

^JMOn»CsrlöeerA<n'^ dritten Vereins-Concert am 15. b. M. (Kammer- wird da« Cuarktt der Münchener Hostb-at-rkap-llc, bestehend aus den Sd)üma inb ®^6ootnriortranm brd Skr-ichquar.-tt- von Ha,dn,

mfl r i nn Av??ccrt ? Februar ftattfinben mit den Solisten Fräulein

XiUJLinflSborff Don hier und Herrn Julius Klengel aus Leipzig - Außer ! t D°? Schumann wird es eine Arie auS Max BruchsAchilleus" und

em Dioloncellconcert als Hauptwerke bringen. .,«u^ucus uno

3anuJr- eatcr.) Unsere Theatersaison ist auf ihrer Höhe angelangt. Publikum und Künstler sind einander bereits bekannt geworden und bat ^?fnIrf1nh^0^ft°pnbCn3 im Zuschauerraum gebildet, welche dem Theaterliebhaber den Besuch der Vorstellungen um so genußreicher macht. Am Sonntag gelangt Weber's rur Aufführung und wird gewiß nicht verfehlen, eine große aU- aQe 5)tCJ<ntÄn uuszuüben, welche im Theater nicht nur lachen, pudern sich an einer romantischen Handlung erbauen wollen. Jedenfalls ist die n°7 Sprinir , * Ken poe1,e®°a«J Scenen eine willkommene Abwechselung

in unserem Jtepertoir und wird von allen Freunden der Schwärmerei mit Freuden begrutzt werden. Am Montag hat der beliebte Komiker Herr Woisch frin%enefii Unb-lVr Ehrenabend den neusten Schwank von G. v. Moser Die Leibrente" gewählt. Jedenfalls werden sich^die zahlreichen Verehrer des Künstlers zu d" Auf- fnhrung dieses höchst amüsanten Stuckes alle einfinden, zumal da der Benesinant ia bereits versprochen hat, für allgemeine Heiterkeit zu sorgen -venefiziant ja

o u 7^3anuar. Der gänzliche Mangel an Nahrung führte in letzterer

3ett viele der im freien lebenben Ibiere in die Nähe menschlicher Wohnstätten. Auf Straßen und Platzen innerhalb der Stadt hatte man Gelegenheit, fortwährend eine ?Enge nach Futter suchender Vogel zu beobachten und in manchem vor und nahe der

Oblegenen Garten konnte man die Spuren wahrnehmen, welche ein hungriges bei ielnem Besuche zuruckgelassen. Gestern Nachmittag irrte sogar ein junges rnxn d,äÄin|\Sub?lflfte und Götbestraße umher, woselbst es cingefangen SSii ©a «faft Ctf,arltC Zbicrd,cn in bcr Waschküche

Vor Beginn der ersten diesjährigen Sitzung heißt Herr Bürgermeister Bramm die Herren Stadtverordneten herzlichst willkommen; er hoffe und wünsche, daß das neue Jahr ihnen und ihren Angehörigen zum Segen, die gefaßten Beschlüsse zum Wohle der Vaterstadt gereichen mögen. Zugleich gab Herr Bürgermeister Bramm dem Wunsche und der Hoffnung Ausdruck, daß bas dem deutschen Vaterlande so theure Leben unseres Kronprinzen auch im neuen Jahre erhalten und der Gesundheitszustand des hohen Herrn sich bessern möge. Zum Zeichen des Einverständnisses mit diesem Wunsche erhob sich die Versammlung von den Sitzen. Der erste Gegenstand der Tagesordnung, Prüfung der Rechnung vom Jahre 1886/87 wird der Finanzcommission Überwiesen.

In Betreff des Bahnüberganges an der Rüsing'schen Wirthschaft hat Herr Rechtsanwalt Grünewald Namens mehrerer an der Sache interessirter Privater an die Stadtverordneten-versammlung das Gesuch gerichtet, dieselbe möge sich gegen die von dem preußischen Fiscus angestrebte Hinausschiebung des Prozesses erklären Der Vertreter der preußischen Regierung hatte sich in einem dieserhalb stattgehabten Termine vor dem hiesigen Landgericht für Verschiebung der Verhandlungen auf längere Zeit ausgesprochen, wogegen der Vertreter der Stadt beantragte, eine kürzere Frist festzusetzen; das Gericht setzte hierauf einen weiteren Termin auf den 28. Februar fest Die juristische Eommission spricht sich indeß gegen das obenerwähnte Gesuch aus sie wünscht cS dem Ermessen des Vertreters der Stadt zu überlassen, das Weitere zur Beschleunigung der Angelegenheit zu thun. Die Versammlung erklärt sich hiermit ein­verstanden in der Voraussicht, daß bis zum 28. Februar die Antwort Großh Kreis- amts, an welches die Bitte gerichtet werben soll, bei der Eisenbahn-Direction Hannover auf Beschleunigung der Ileberbrückung hinzuwirkcn, eingetroffen ist. Der Vertreter der Stadt, Herr Rechtsanwalt Batst, bemerkt noch zur Richtigstellung des in dem Gesuche des Herrn Grünewald Bemerkten, daß er die Aeußerung, die Stadt wolle den Prozeß ruhen lassen, nicht gethan, sondern er habe sich nur dahin ausgesprochen daß man das Weitere abwarten müsse, da die Bahndirection ja die Pläne schon vorgeleat desgleichen habe er den Anwalt der Bahn (Herrn Rechtsanwalt Dr., SD it t mar) eriuAt ebenfalls auf Beschleunigung des Baues zu bringen. w '

Es folgt Decretur mehrerer Kostenrechnungen über Arbeiten und ßleferunaen welche aus der Hand vergeben werden mußten, so Beschaffung von Kübeln für Bäume im Schulhaufe an der Westanlage und sonstige Schulbedürfnisse, Ausbesserung von Mauerwerk am Stadtgraben, Arbeiten an der Pumpstation und im Schlachtbause Vermessungsarbeiten rc. Dem Gesuche des Herrn Bezirksbauaussehers Senßfelder um käufliche Ileberlassung städtischen Geländes wird unter den in der Baudevutation beratenen Bedingungen entsprochen, nämlich sofern Petent von dem in der verlängerten Bismarckstraße gelegenen Gelände soviel erwirbt, als zur Herstellung zweckentsvreckenber Bauplätze nöthig und hierfür 6 pr. Dieter an die Stadt 3ablt wotTcflen er ba»

an die Stabt abzutretende Gelände mit 1.80 JL pr. Meter vergütet erhält - <^n voriger Sitzung wurde beschlossen, Herrn Commerzienrath Noll hinter seinem Besin" thum gelegenes Gelände zum Preise von 4 pr. Q-Meter Paätmetfe m^üb^rlÄ gleichzeitig erklärte sich die Versammlung mit den von Sachverständigen festgesetzten Grenzen einverstanden. Gegen diese Grenzfestsetzungen hat Herr Noll Einspruch erhoben, indem er einen Theil des in Rede stehenden Geländes als fein Eigenthum bezeichnet. Dte Baudeputation empfiehlt deshalb Requisition des älteren Kartenmaterio 6 unb Besichtigung am Ort durch die ©tabtöerorbneten^erfamml^ Meinung ist, daß hier städtisches Gelände sich in Privatbesitz befinde Der Vor anschlag über verschiedene Herstellungsarbeiten im Haftlokale (ca. 700 wird «ul' ÖS^tlen; D'e neben der Freimaurerloge gelegenen Bauplätze sind aus Anlaß des Gesuches des Herrn Ehr. Petri T. um käufliche Überlassung von Gelände ein getheilt worden und sollen dieselben demnächst unter den üblichen Bedingungen nrr- Seigert werben - Behufs Beseitigung der Verschlämmung be?enTn ben Hanhofen haben die fettbernut Herrn Textor gepflogenen Verhandlungen zu einem befriedigenden Resultate geführt; die der Stadt hierdurch erwachsenden Kosten betrnnpn laut Voranschlag 910 größtentheils für Erb- unb Maurerarbetten? derVoran schlag

Aug. Ackermann hat Beschwerde über ihm durch Äfe des Wassers aus dem Brunnen an der Frankfurlerstraße zugefügten Schaden Vin- ßerelJLun? utn ^^llung des Uebelstandes ersucht. Die Versammlung spricht sich für Abänderung des Gerinnes aus, bestreitet aber im Uebrtgen ein Versckulden städtischerseits und betrachtet ein Eingehen auf das Gesuch nur als Entgegenkommen ohne zur Abstellung des angeführten Mißstandes verpflichtet zu sein -B voranschlag über Pflasterung und Eanalisirung der Lindengasse beziffert sich » i sProjedirt M ht-rb-i di- L-gung -tn-s großen C-m-ntrohrcanals au/ k-r Walllhorstraß- ug-k-hrt-n 6d e und btt Anlage eines Trottoirs der Häuf-rrcib- auf der anderen Sette entlang. Die Baudeputalion beantragt, diele Angckg-nb-it vor-rst noch -uf -in halbes Jahr zuruckzustellen, da ein- Veränderung im Niveau des Andcn- platzes in's Auge gefaßt ist und ferner die event. bis dahin,in Kraft tretende bauvrdnung geeignet- Handhabe zu entsprechender B-itragsleistuna der Anlieaer hM,' Die Versammlung ist mit diesem Antrag- -ino-rstand-n. - gÄu ffrtcÄuÄ Sioll Ww-. hat d-r P-rsammlung das G-such unterbreitet, ih? auch für di- Folg d^e Herrichtung der der stadt.sthen Verwaltung unterliegenden Kräber u überlast n Tue Versamm ung lehnt das G-such auf Antrag der Baudeputation ab, da durch Vcrtragsv-rhalintß mit dem neuen Friedhoisausseher derselbe daraus angewiesen ,ei -in ständiges Hullspersonal zu halten welches er aber nur dann voll bdchästia n

M.n Ä? V'

«'cht«"-n°n Schrts.chen des Direetvrs der httsigen Augenkttnik H rn ÄJ Dr. von Hippel über Verletzungen ber Augen burch Dynamit heroo?. °fCf1°r

Wir entnehmen demselben folgende Mittheilungen, deren Beachtung wir allen benjentgen, welche sich mit Sprengarbeiten beschäftigen, namentlich also den Ä k Steinbruchsarbeitern, dringend empfehlen. ' al,° 6cn SBcr«s und

Herr Professor Dr. von Hippel schreibt:

Vom Jahre 1880-1886 kamen in meiner Klinik 20 Fälle von Dynamitver­letzungen der Augen zur Aufnahme und zwar 17 doppelseitige unb3einseitige la r Ä8 »,<;!,* SU-ÄSW

ÄSb"1 -ÄMä

Obgleich die Bergpolizei-Verordnungen Anweisungen über di- und Verwendung des Dynamit, sowie die dabei zu beobachtenden Vorssthtsmab--^?" geben, sch-inen dieselben den Bergleuten zum Theil nicht ausreichend bekmm?^Ä und -lng-schartt zu wd-n; einige meiner Patienten bchauptetett wenigstens a.^do« Bestrmmtelte, von den bezüglichen Vorschriften nie etwas gehört zu habcn zahl hatte dre Verletzung allerdings wohl nur eigener grober lInDorfiAtl.7»37 cI,r schreiben. In 13 Fallen erfolgte dieselbe dadurch, daß die in $ranb atflertt^ schnür etwas langsamer als gewöhnlich glimmte euch die Bergleute in d!r M7 dieselbe wäre erloschen, sich voreilig dem Bohrloch näherten um eine tInun8,

der Patrone zu beseitigen. Fast stets trat geradhin diesem Mom n bk (^m-nUr und die Wirkung war bann natürl.ch furchtbar. Drei Patienten verunolgIf ^!'/'" 1

Versuch, -ine nicht cxplobtrte Patrone aus bem BohrloÄ zu entstrnen dn?M^? d-m

bk Übrigens wegen ihrer Gefährlichkeit auf bas orTbokn '^ ±5'''ft

Ekblosron voir Ättnen, über deren Lage sie nicht orientirt mären- einer baburA bu>,r<5 er mit einem brennenden Licht der Zündschnur einer Patrone zu naBe baB

wegen der Näs,e im Schacht mit einem Harzüberzug versehen sollte ^der ktzk Eich

i ^^U"gen, 5. Januar. fNachruf.j Der heute hier verstorbene Polizei­rath t. V- Nooer konnte auf ein arbeitsreiches unb thätiaes Leben zurückblicken Am ?«?« 1812 m Selig-nstad. als der Sohn unvermögender Eltern 'g-7°r-n 1827 als Gehilfe bei dem damaligen Landrathsamte dortselbst ein, arbeitete hierauf an bem äktuanale bes Landgerichts in St-inh-im, bczw. Seligenstadt, und bekleidete, nach­dem er auch dem Oemelnderotbe in letzterem Qitc angehört und andere Ehrenämter verwaltet hatte, von 1842-48 den Dienst eines städtischen Polizeicommissars in Offcn- bach In diesem Amte hatte er znerlt Gelegenheit, sein hervorragendes Talent aus dem G-bi-Ic der Criminalpolizct zu entfallen. Es gelang ihm, d>e Thäter verschieden» großer Einbruchsdiebs ahlc dre namentlich in dem benachbarten Frankfurt verübt wor- den waren, zu -rmrtt-ln Besonders kommt hier sein Vorgehen gegen di- weitverzw-igt- Drebsbandc des beruchttgt-n L-nh-rrd von Qst-nbach in Betracht. Der Umsicht Nv- vcrs gelang es, den Verbrecher erst in Sicherheit cinzuwiegen "und ihn bann im gceia- n-t-n Augenblicke zu überraschen worauf sich bann so viel B-w-ismatcrial ergab daß bcr Assis-nbos rn Darmstadt die Einbrechcrbande für immer unschäbltch machen konnte

Nach Aufhebung der besonderen Polizelstellc zu Offenbach ohne Pension im Jahre 1848 war Nover langer- Z-it mrt zahlreicher Familie der größten Nvth pre sl g-g-b-n und wurde außerdem in der sturmbewegten Zeit vielfach angefeindet, auch von solchen, deren Wohlthater er gewesen Im September dieses Jahres wurde er sod.nn be. der Unt-rsuchungskommission zu Franksurt, im damattgen Neichsdienste, ansänglich als Actu-r, namentttch bei,der Unter,uchnng über die während des Barrieädenkampses erfolg e Ermordung des Fürsten L.chnowsky und des Generals Auerswald, sväter a s Untersuchungsrichter verwendet. Als diese Geschäfte ihrem Ende nahten, Übernahm^r im Jahre 1850 bk ihm ang-bot-n- Posizeiverwaltung der Provinzialhanptftadt Gießen welcher er 25 Jahre lang mit Eifer und Geschick Vorstand, bis zunehmende Erblindunä ibn zwang, in den Nuhestand zu treten. Bald nach seiner im Jahre 1875 erfolaien Pensiomrung zog er noch Darrnftabt, bann nach Besfungen über 1 B

In liegen ßat Sliooer namentlich in ber Entdeckung feinerer ©auner und flüch­tiger schwerer Verbrecher Hervorragendes geleistet. Wir nennen hier in erster Vink bie Entlarvung des W-chselfalschcrs Gervthwohl, der als ungarischer Graf d- ß" Ehanell, die Brust mit Orden bedeckt, in Gießen austrat, nachdem -7 berd s an L ander«,. Orten ungestraft sein Wesen getrieben. Bei feiner Verhaftung bemerkte er in hochsahrender Weste, es sei in allen europäischen Großstaaten noch Niemand eingefallen an seinem Stande zu zweifeln, wie dies der Polizeibeamtc eines unbedeutenden '*774 (mir verschweigen hier den wnklich gebrauchten Ausdruck) sich unterfangen tönnc' , ®n8eblid)e Offijiere stemder Staaten, die sich bereits in die besten Kreise der Gesellschast emzudrangen verstanden hatten, Deserteure, Falschmünzer Naubmö-b.- Betrüger und Schwindler jeder Art fanden in Gießen das Ende ihres strafbare! Trek bens und wurden durch Veröffentlichung ihrer oft mit vieler Mühe erforitbten schicht- in den Poltzeiblätlern von Nooer für immer unschädlich gemacht ^°rflC= d-r Ermittelung unbekannter Verbrecher, dte beharrlich jede Auskunft über A°?-rs°n verweigerten, kam ihm namentlich seine genau-K-nntniß ber verschiedenen Dial-et- und ber Gaunersprache, sowie sein vorzügliches Gebächtniß über bereits be" Prüfte ober anberwarts ausgeschriebene Personen zu statten. Häufig schloß er fZt °us der Art der Ausführung einer Thal auf deren Urheber, nahm solche sofort S ber Begehung, ohne ihnen Zeit zur Verständigung unter einander zu lassen feft °r °s u-eisterhas verstand, sie durch Eingehen auf scheinbar undebeutend Neben ,m- ftanbe in Wiberspruche zu verwickeln unb zu überführen. Seine mufterailtlo,n Untersuchungen lieferten in ber Regel den Justizbehörden schon das vollständige Matedal Ueberhaupt handhabte er die Polizei nicht als eine Plackerei ' sondern als 2, ihätiges Institut der menschlichen Gesellschaft und schaffte mit wenig Dienstverk,,^' °ls« b°i, g-ringem Kostenaufwande für die Stadt Gießln vorwiegend d'n^ .WS. ttgfeit einen allgemein befriedigenden Sicherheitsznstand. 8

ru; c. Bedeutung als Polizeibeamter war mehr in weiteren Kreisen, als in

Mtzen selbst namentlich m der Verbrecherwelt, bekannt. Als Guriofum ift nft Geftandnltz eines in Gteßen verhafteten Verbrechers erzählt worden, daß auf einem Wegweifer an der hollandtfchen Grenze die Bemerkung geschrieben worden- Mnr wird gewarnt", welche der Verhaftete, wie er zu feinem Leidwesen jetzt einsehe im trauen auf feine sonst bewahrte Geschicklichkeit nicht beachtet habe 9 ' lmers

Obwohl strenge im Dienst, war Nover zuvorkommend gegen das Vublif..^ wirklich Bedrängten ein Helfer in bcr Noih, die er in seinem Dienste so v stach mit allen ihren Schrecken kennen zu lernen Gelegenheit hatte. Daher kommt £ lüS bei der Gießener Bürgerschaft eine dankbare Erinnerung bewahrt aeblieben 'ift

Nicht minder war Nover ein vorzüglicher Familienvater. Bei febmenm salsschlägen blieb er ungebeugt und beschaffte mit eifernem Fleiße durch die für die zahlreiche Familie und die Erziehung der Kinder noch fehlenden ÄÄ? Fast ganz erblindet, verlebte er wenigstens die Jahre des wohlverdienten N^ ^^tel. sorgenlos in heiterer Zufriedenheit, bis es ihm vergönnt war, bei treuer n Pflege in den Armen der Seinen im 76. Lebensjahre infolge eines roieberhob anfalles eines sanften Todes zu sterben. en Sckflag-

Einem Ehrenmanne von so hervorragender Leistung, der lediglich hur* : Kraft und Fleiß das wurde, was er war, einem solch' makellosen Eharakter Anerkennung feiner Vorgesetzten und mannigfache Auszeichnung höchsten lte fehlen. Dekorirt wurde er mit dem Großherzoglichen Philippsorden erster Oesierreichifchen großen goldenen Verdienstmedaille für Kunst und Wisier^s^k? Rufstschm Stanislausvrd-n britt-r Elass- unb bem Preußischen f«t

Alle, die ihn kannten, werden ihm ein gutes Andenken bewahren.

Lokales.

Gießen, 7. Januar. sSitzung der Stadtverordneten vorn 5. Januar' Anwesend: Herr Bürgermeister Bramm, Herren Beigeordneten Gnauth und Keller Seitens der Stadtverordneten die Herren Baift, Georgi, Dr. G utfleisch' Hoch, Hornberger, Jughardt, Ad. Noll, Aug. Noll, Petri, Dr. Ploch* Simon, Sch opbach unb Wallenfels.

Die Meldung englischer Blätter, ber Herzog von Norfolk überbringe bem Papste Mittbeilungen der Königin, ist eine irrthümliche; der Herzog überbringt dem Papste die Glückwunschadrcsse der römisch-katholischen Union.