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n«forfd>Ito habe damit über den Reifer und fein Haus eine ernste Prüfung

Dr. Stryck wiedergewählt, jum Stellvertreter des Vorsitzenden Dr. LangerhanS mtt 80 X>On "-^^nWtegZummcT desBritish Medical Journal" bringt eine.Auslassung

xB&ftÄSÄ.«

^olßcn ein eTnnereM^n ^^dd. Allg. Ztg." bezeichnet die Meldung, sämmt-

licken s^s"?be?teroertretern beim Reichsoersicherungsaml sei Eilens ihrer Arbeitgeber lichen lecys ^rveiieroci^ Spruchsitzungen des Reichsversicherungsamts

der Urlaub zwecks Therlnahme an v N Verhältnissen nicht übereinstimmend,

verweigert sei die Wahl gestellt worden, entweder das Amt als nicht­

ständiges Mitglied des Reichsversicherungsamtes niederzulegen oder aus ihrer Stellung in dem^Seschäste a^uscheidem^ im prcufelfd)cn ^at wesentlich verstärkte Mittel für Fortbildungsschulen und erhebliche Mehrbeträge für Vermehrung der technischen Lehr an stalttn^ einßffteltt^ ist zum Marineminister Admiral Gervais

zum &bef des Generalstabs der Marine und der Deputirte Felix Faure zum Unter- '*aat8marie^k^anuar. '"tzeute 'fanden die Wahlen behufs Erneuerung des einen Drittels des Senats statt. Von 82 Wahlen sind bis tt^t ^7 Resultate bekannt, davon sind 32 Republikaner, 8 Conservative; 7 Stichwahlen sind erforderlich. Die Mehrzahl der ausscheidenden" Senatoren wurde'wiedergewählt. Die Gonser.ativen gewannen einen Sitz i'^;,^ der Senaiswahlen ist, ausgenommen die Wahl für Martiniaue nunmehr vollständig bekannt. Gewählt sind 42 Republikaner und 19 Eon- fermitive "^'auherdem sind 21 Stichwahlen erforderlich. Die Confervativen gewannen

Nach dem Refuliaie der sofort vorgenommenen bisher bekannten Stich- wablen beträgt die Zahl der gewählten Republikaner 57, die Zahl, der Lonser- vattven 21. Bei den noch übrigen Stichwahlen scheint die Wahl von Republikanern gesichert? 5 $anuan Bei der Parlamentswahl in Winchester an Stelle des

verstorbenen Confervativen Tottenham wurde der Confervative Motz mit 1364 Stimmen aewählt. Der Gladstone'sche Gegenkandidat erhielt 849 Stimmen. Die conservative Majorität bei der vorigen Wahl betrug 336 Stimmen.

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Gießen, 6.Januar. sNaturalverpflegungsstation.^ Seit dem Bestehen (20 Novemae?) bis Ende November wurde von 79 durchreisenden Handwerksgesellen die Hilfe der hiesigen Station in Anspruch genommen. Die Kosten belaufen sich auf 46 Im'Monat December passirten 279 Handwerksgesellen'die Station und belaufen sich die Kosten auf 209 4 H.

v V Nach demMusiker-Kalender" für das Jahr 1888 unterrichten in Gießen im Klavierspiel vier Herren und acht Damen; Gesanglehrer sind ein Herr und drei ^omen $ ^Qnuar sTheater^ Zum Benefiz für Herrn Woisch wird am Montag der neueste Schwank von G. v. MoserD^e Leibrente gegeben.

- Beinahe verunglückt wäre am 4. d. Mts., Abends 11 Uhr ein Lumpensamm­ler von Rödgen, welcher mit seinem Sack auf der Mitte der Grünbergerstraße lag und schlief Ein des Weges daher fahrender Bierwagen hatte denselben ohne Zweifel über­fahren, wenn die Pferde nicht vor dem Schläfer gescheut und dadurch den Fuhrmann aufmerkfain^grmach^^' Schupp von Ehringshausen, der sich in der Neujahrs­

nackt heimlich aus feinem Dienst entfernte und den Ueverzieber seines Nebenkutschers mimahm, ist gestern hier verhaftet worden, als er im Begriffe war, den Ueberziehcr zu verkauf^m, entwendete der Tagelöhner Jacob Schleenbecker von Bieber

einem hiesigen Fuhrknecht in der Wirtschaft zum Feldschlößchen den Nock, welchen letzterer ausgezogen und liegen gelassen hatte. Der Thater wurde ebenfalls gestern hier ermittel^ und^verhaftet.^ durch spielende Kinder in einem Hause der Sonnen­

straße ein Gardinenbrand, welcher rasch gedämpft werden konnte.

Vermischte 4.

Mainz, 5. Januar. Durch eine größere Eisplatte aus dem Main wurde beute Mittag die jenseitige Landungsbrücke der Trajectanstalt weggerissen. Der Verkehr mit den Trajectbooten war hierdurch auf kurze Zeit unterbrochen. Die Passage über das Eis bei Kostheim ist behördlicher Seits verboten worden.

lieber den gestrigen Zusammenstoß bei Mettenheim wird berichtet, daß der von Worms kommende Güterzug wegen Verspätung in der Station auswechseln mutzte, um einen von Worms nachfolgenden Personenzug vorüberzulassen. Wahrend nun der Güterzug nach Passiren des Personenzuges aus dem Ueberführungsgeleise über das Berggeleise zurückstieh, kam auf dem letzteren der Mainzer Güterzug heran, so daß sich die beiden Maschinen am Kreuzungspunkte trafen. Die Maschinen sind weniger, dagegen die Waggons bedeutend zertrümmert. Von dem Zugpersonal erlitt nur ein Führer eine heftige Erschütterung, die hoffentlich ohne Folgen bleiben wird.

Eine hier zusammengetretene Lohncommission der Maurer hat nach mehr­fachen Beratungen folgende Forderungen formulirt, welche den Bauunternehmern und Maurermeistern per Circular mitgetheilt wurden: 1) Die Maurer von Mainz und Umgegend erstreben vom 1. April ab einen Minimallohn von 40 Pfg. pr. Stunde; 2) einen Normal-Arbeitstag von 10 Stunden; 3) an Stelle des jetzigen Auslohnungs-

systems eine nach Stunden berechnete Auslöhnung; 4) die Arbeitszeit nach einem bestimmten Tarif festzusetzen; 5) die Meister zu ersuchen, die Accord- sowie die Ueber- stundenarbeit soviel wie möglich zu beschränken; 6) wurde die Commission beauftragt, noch im Laufe des Winters vor dem Beginn der Bauzeit von den Beschlüssen Kenntnis zu geben; 7) wurde angenommen, daß die Maurer von Mainz und Umgegend nicht gewillt sind, einen Strike zu provociren, aber mit aller Entschiedenheit auf der Durch­führung der obengenannten Forderung beharren wollen. .

A Mainz, 5. Januar. Die Strafkammer des hiesigen Landgerichts hat tn dem jüngst erwähnten Protest des Landtagsabgeordneten Jöst gegen die ihm von der Staatsanwaltschaft angedrohte Verhaftung gestern folgendes Urtheu erlassen: Die von dem Landtagsabgeordneten Jöst aus Mainz aus Art. 84 der Verfassungs­urkunde hergeleitete Einwendung gegen die Zulässigkeit der Vollstreckung der gegen den­selben rechtskräftig erkannten Gefängnißstrafe von 6 Monaten wird als unbegründet verworfen. Nach der Entscheidung des vormaligen höchsten Gerichtshofes des Groß- herzogthums vom 6. Juni 1853 in Sachen gegen Müller-Melschiors, deren Grunde das Landgericht sich aneignet, ist der angerufene Art. 84 der Verfasfungsurkunde seinem Grunde und Zweck nach nicht von der Haft, welche in Vollzug eines rechtskräftigen Strafurtheils stattfindet, sondern in Straffachen nur von der Untersuchungshaft zu verstehen. Die erhobene Einwendung ist daher nicht begründet." Wie wir hören, hat der Abgeordnete Jöst gegen dieses Urttzcil bei dem Oberlandesgericht in Darmstadt Berufung ergriffen. ... ,

Cosel, 31. December. [Die alte Geschichte.^ Hier gab vor Kurzem (die auch in Gießen bekannte) Rheinbcrger'fche Theatergefellschaft mehrere Vorstellungen, kam aber auf keinen grünen Zweig. In Folge dessen suchte derHerr Dircctor" das Werte und ließ den Mitgliedern das Nachsehen. Dieselben sitzen jetzt mitten im harten Win­ter in Cosel und haben kaum die Mittel, die allernöthigsten Ausgaben zu bestreiten.

Gingesaud t.*)

Gießen, 6. Januar.

Infolge der in den letzten Tagen stattgehabten heftigen Kälte ist es häufig vor­gekommen, daß Gasmesser sowohl als Wassermesser und Wasserleitungen eingefroren und dadurch für Haushaltungen und Geschäfte unangenehme Störungen verursacht worden sind, welche bei Beobachtung einiger Vorsichtsmaßregeln in den meisten Fällen hätten vermieden werden können.

Bezüglich der Wasserleitungen ist bereits im November vorigen Jahres auf die Vorkehrungen gegen das Einfrieren derselben durch wiederholte Veröffentlichung Seitens des Gas- und Wasserwerks hingewiesen worden und mag hier nur nochmals hervor­gehoben werden, daß es unerlätzlick ist, die Wafsermefser in genügender Weise gegen Einfrieren zu schützen, was durch eine Umhüllung mittelst Stroh, Säcken oder sonstiger Wärmeschutzmittel zu erreichen ist. (Diese einfache Maßregel wurde in mehreren Hausern nicht allein unterlassen, sondern es blieben auch noch an einigen Orten die Kellerfenster geöffnet!)

Um das Einfrieren der Gasmesser zu verhüten, empfiehlt es sich sofern der betreffende Raum überhaupt heizbar ist denselben bei beginnender größerer Kälte zu erwärmen. In manchen Fällen wird schon dadurch abgeholfen, daß einige gewärmte Backsteine dicht am Gasmesser aufgestellt werden. In nicht heizbaren Räumen stehende Gasmesser dagegen werden ähnlich den Wafsermessern am besten wahrend des ganzen Winters mit Säcken und dergleichen umhüllt. Es mag hierbei bemerkt werden, daß das für Gasmesferfüllung gebräuchliche Glycerin bei ähnlicher Kälte, wie sie an den letzten Tagen herrschte, auch seine Dienste mitunter versagt hat.

Wenn auch angenommen werden darf, daß bei Eingang einer Meldung beim Gas- und Wasserwerk von demselben baldigst Leute zur Abhilfe geschickt werden, so ist es doch nicht möglich, die erwähnten Störungen an den verschiedensten Stellen der Stadt gleichzeitig zu erledigen, da ohnehin beim Auftreten so heftiger Kälte auf dem Werke selbst, sammt seinen ausgedehnten Anlagen, mit außergewöhnlicher Anstrengung gearbeitet werden muß, um Unannehmlichkeiten im Betriebe wirksam zu begegnen.

Die hier erörterten Schutzmaßregeln seien deshalb dem Wasser und Gas consumirenden Publikum in seinem eigenen Interesse warm empfohlen.

*) Wir erhielten das vorstehendeEingesandt", dessen Inhalt wir dem Wasser und Gas consumirenden Publikum zu besonderer Beachtung empfehlen. D. Red.

Kirchliche MnzeWerr der Stadt Wieste«.

Evangelische Gemeinde.

Gottesdienst.

1. Sonntag nach Epiphanias, 8. Januar: Landes-Missionsfest.

Vormittags 9V2 Uhr: Pfarrer Dingeldey.

Nachmittags 5 Uhr: Pfarrer Schlosser.

Beichte und heil. Abendmahl im Abendgottesdienst.

Nach beiden Gottesdiensten Kollekte für die äußere Mission.

Kinderkirche, Nachmittags 2 Uhr, Pfarrer Schlosser.

Montag, den 9 Januar, Abends 8 Uhr, Bibelftunde in der Klemkinder- schule, Markus Kap. 13, von Vers 14 an, die Trübsalszeit wird verkürzt, falsche Christi, Kommen des Menschen Sohnes; Pfarrer Dr. Naumann.

Donnerstag, den 12. Januar, Abends 8 Ubr: Andachtsstunde in der Kirche» Pastor Stolle aus Köln, Agent des Rheinisch-Westfälischen Vereins für Israel.

Die Pfarrgefchäfte in der Woche vom 8. bis 14. Januar besorgt Pfarrer Dingeldey.

Katholische Gemeinde.

Fest der Erscheinung des Herrn.

Von 7 Uhr an Beichte.

Um 8 Uhr: Frühmesse und Austheilung der h. Communion.

ValO Uhr: Hochamt und Predigt.

2 Uhr: Fest-Andacht.

Gottesdienst in der Lynagsge.

Freitag Abend 4°° Uhr, Samstag Morgen 83e Uhr, Samstag Mittag 3 Uhr

Samstag Abend 5®e Uhr. _______________

Allgemeiner Anzeiger.

Vorträge zum Besten -es ev. Kirchbaufonds.

Die Vorträge finden in folgender Reihe statt:

Mittwoch, den 11. Januar: Prof. Dr. Müller-Gießen über Franziskus v. Assisi.

Samstag, den 21. Januar: Prof. Dr. Lenz-Marburg über Ullrich von Hütte 1 und Luther.

Areitag, den 10. Februar: Prof. Dr Oncken-Gießen über Ein Kamps um Rom im Jahre 1848.

Freitag, den 24. Februar: Pros. L ep sius-Darmstadt über Reise­eindrücke ais dem Morgenland: Athen, EphefrS, Pergamum.

Jeder Vortrag wird einmal angekündigt.

Karten zu einzelnen Vorträgen, sowie zu halben Abonnements (3 Vor­träge) sind in den Verkaufsstellen zu haben. 226

KleinkindKr-Bewahranstalt.

Da das Gebäude der Kleiukinderschule durch ein Nothdach gegen die Unbilden der Witterung geschützt ist und da die unteren Räume durch den Brand nur wenig Schaden gelitten haben, so wird am nächsten Montag die Kleinkinder-Bewahranstalt für die Kinder wieder eröffnet werden. Auch kann die Bibelstunde am Montag und der Sonntags verein für Mädchen am Sonntag wieder gehalten werden.

Gießen, den 6. Januar 1888.

_________ Dr. Naumann, Pfarrer.

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