1888
Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen
Vrrreanr Schulftraße 7.
28« Zweites Blatt. Donnerstag den 6. Decemder
Vermischtes.
— sK eu erv er sich er un gs verband für deutsche Fabrikanten.^ Zeitungs- Nachrichten zufolge soll dem Deutschen Feuerversicherungsverband für Fabriken . rnrthrr von einer Kruppe chemtlcher Fabriken geplant wild, seitens der
Ä nÄÄtaJ bte Mriontruns ‘n Aussicht gestellt worben fein unter Voraussetzung gewisser redactioneller Aenderungen des Statuts und einer■®T- WunA M »drieS« W °on 100,000 Mark auf 300,000 Warf ©Ufa (Mtage aeaenüber dürfte es angezeigt sein, daran zu erinnern, daß das vor liegende ProM, »t- es ttck auch den Anschein gtebt, einen neuen reformatorischen Gedanken öer= wkH& 3u * bUen, to demZeitraume weniger Lahrzehnte bereits zwei Vorgänger gehabt bot 18GQ erIU6 btr Oeconomierath Höch in Ludwigshafen -inen Aufruf nerlsmm^n9^H„ft nnn 268 000 fl ebmetreten war. Zur Deckung dieses Verlustes
SSWLLZWMSM- LMWWWMW mU6äo8 736 79WSBbeb. U»ro 1883 »eißte einen neuen KSSm-™ ä sä k Nachfchubforberungen S-drLngten IMenew eiquibatton5befd>Iuffe8 außer
SÄTMEi ÄTunmt—V einer a^ändffchen V-rstcherungs- vollzogen sich auf eine bis ^r cdemischen Fabriken genau mit denselben
dieser Erfahrungen kitt nun das Prol nur 5n0£ß mit einigen nationalen
im Jahre 1860 unb iblO g-br°uch>-n d hi^ mü bc$eIben Trugschlüssen, mit SBenbungen vermehrten Schlagwörtern 0 Tageslicht unb wieberum
denen die Gründer ble Welt und sich b°mt°»tSu'chtm^ « nur dasselbe Endkanu man bem fßrojecte, »enn es wirklich bk maßgebenden praktischen
-i b.<- .i« .»b°>,.d,i.,..b
haben. . . pi„fn dritten Versuch, ein Dersicherungsunter-
Trotzalledem wurde man gegen einengekennzeichneten Grundlagen zu nehmen auf den durch die vorstehend rii fl Gründer wären, welche dabei errichten, wenig einwenden können, wenn « nur mtl ihren eigenen Mitteln für ihre Haut zu Markte trügent undwenn d«»^" ^cherungS-Fachkamtnitz einträten. ihre wirthschaftlichen Grun^ütze u ' Versicherungs-Unternehmens, daß es
Allein das ist eben das EiamthumN»e i ziehen sucht und ziehen muß.
immer weitere Kreise in den Bereich seines beiben Anstalten der unver-
Wenn dann nach einigen Jahren, wie bei ven^g unschuldiger Leute,
meidliche Zusammenbruch fr*° ® |rtbr(ba»[|(6en Jrrthümern unb der geschäftlichen, Un- bie am schwersten unter Unternebmet befan9eu waten. Es ist besdalb
kenntuiß ,u leiben haben, wo in HeerBenlUnt^ Anberem aus der Stellungnahme
W m n£rU& “kTtfAer stab* unb @iieninbUfirieaer hervorgeht, sich bem hier be- bes Derdanbes deutscher Stay ° täb[ verhalten hat.
fptodjenen Proi-cte BeBenu ausgehobenen Rekruten waren
— Von den im Ja^e 1 günstigsten ist in dieser Beziehung Hohen-
obnc Schulblldung 1.7 Proc eingestellt wurde. Diesen am nächsten
zollern bestellt, wo kein Mann h g^einproDtna mit 0,7 und Sachsen mit 0,9 Procent, steht Schleswig-Holstein mit 0,5, die Nhemprov^ realen mit je 0,13 Hannover mit te ÄS $.» SsäT*. ÄWf fcBÄ SMÄtiS"1-" ™-"Wm w letzteren sogar aus 4,9 bezw. 4, 4$
. Ä ' Preis vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit BrmgerlobK
Erscheint täglich mit Ausnahme des MontagS. , X hie Post bezogm vierteljährlich 2 Mark 50 Pf.
Setr*ffenb Dm Abv-rdi-nst uneinbringlicher Feldstrafm vom Jahre 1887/88. Gießen, am 3. December 1888.
Das Großherzogliche Krcisamt Gießen
bi« «rokkerroaNchen ©ütfltrmtiftüteien Areiiel.
Diejenigen von Ihnen, welche noch mit der Vollstreckung des Abverdienstes aus der I-VI. Feldrügegerichtsperiode 1887/88 im Rückstand- sind, werden hiermit an die Erledigung binnen acht Tagen erinnert- oon (gftaetn.
Eine Wanderung durch die Gießener Wrihnschts- AusfleUungrn.
(Fortsetzung aus Nummer 284.)
Wer aber von den vielen Herren Vätern. Onkels rc. nach in
Doria« Nummer des „Anzeigers" genannten Manufactur- und ^onfectior.sgeschäfte nock das Bedürsniß fühlt, sein Portemonnaie zu erleichtern und sich selbst oda Anderen seines Geschlechts eine „Staatsfreude" zu bereiten, dem se^rrathm, datz^
Sepp, bte die größte Auswahl in hohen und niedrigen, und breittrmnpigm
ioate eigentlich nach dem Wunsche unserer Pelzwaarenverfertigep keine anoeren Gedanken auftonunen lassen, als Sanfen non ' als Weihnachts-
Pelzmänteln, Stulpen u. s. w., lauter Ä U^'rum^Mottmkriegen" ist es für geschenk. gar »1»',° schief angesehene S°ch-n- Aber um ME 0^^ unsere Pe^waarenhänbler, wenn »war betBtweretn iur nv* lid)tigc6
Weihnachtswette/ f>etb Alnf |en, so w-rbenhoffentttchbieHmen^ Rühmen, L«-KLL"L S- «l
Wämfern, Umhängen, Kopfhüllen und Sttickgarnm siattfinbtt. g®«6i,ftbeBrlc$fbuaS™ £ in diesen Artikeln, noch großer aber die Lag Weihnachtsgeschenken, sie
denselben. In der Thal eigner-sichdiese Sacher fo recht ,«
sind praktisch, nützlich und auch willkommen zugleich unv s^bctftuI)e| aber bestv jenigen Familienvater und Mutter, die wen>8 eineg passenden ®e-
mehr int Geldschrank haben, unnothiger S g . ( in bcr Fremde weilende
,-Henkes. In der Obhut der Eltern bchnwche m -e
Söhne, ferner Dienstmädchen und ©au8btttM«i, ^eieuen un Campte ftnb- Wir gleich empfänglich für etwas Wollmes, und mmn es nur em Paar^^^ ^llwaaren wollen daher auch eine Liste Derjenrgen -eröfsentlichen, W-. r^w^ .Fuhr, L. Satt« verkaufen. ES sind dies: Fr. Teipel, v Aug. Haubach, M-Student,
rein, Salomon «Comp., Cont Jos Kelter, Aug^v^ ^^^rt HaaS,
Stickereien die erste Stelle ein. Werda w tz, ianSchlüsselhalter,Sophakissen, chm, Pantoffeln, Hosenträger, Zeitungshalter, P p . r w JU Stande kommen, Betttaschen, Monogramme in WLschegegenftmede, Hau \\fl’ber ta Schubladen wie oft diese Sachen, -rst bald cr®rautigani etwas unverhofft sti'S
verschwinden, wenn der Vater, der Br . höchsten Flüster-
Haus rücken, wie viel schon lange vor dem Feste uver meie « f-e fo öett sind, tone gesprochen wird und not» bene welche Ar bei s ' ® auf sich hat, zu Weih- Freude zu bereiten, der wird es zu würdigen miss , w i nieder die^Jndustrte, nachten bestrickt, bestickt und behäkelt zu werden. Da ist es n^ q[§ t^ncn hübsche die unseren fleißigen Stickerinnen die Arbeit insos^ ^thtgen Fäden dazu liefert. Muster, angefangene und vorgez^chnete ^^c?nzahl Geschäfte, die aber auch fertige Auch in diesen Artikeln besitzt Gießen eine Anz s-ibstaefertigte gespendet werden, Sachen haben, welche vielleicht auch hier und ba loffen. Aber wozu
wenn bie Gebulb ober die Nngerchen vmsete Schömi^^m,^ ^gcnübet, die ja eben hat denn auch der liebe Papa vielleicht gerade dasjenige, welche»
sv gut gemeint ist, nicht einmal eins zuzudtucken, meue w ^Iben Hosenträger er« zusällig an irgend einem Schaufenster ba ^b Sortattn $ fei nicht böse, späht, bte am Weihnachtsadenb feinen xtf« »« - st^en können, freue Dich
bie ungerathensten Töchter smb es noch wnge nich^ b ^0)^ schenkt, bas sie
Handlungen zu haben sind. ^reube unter den hetrathssähigen und
Wenn wir schon erwähnten, welche Freuve umer v ^scheidenes Ver- meistentheils auch henathslustigen Töchtern und Cousn so wollen wir die
lobungsreischen, vom ^^allerliebsten Geschäften lenken, die sich damit befassen,
Aufmerksamkeit letzt noch auf eine x wtexn zu helfen, wenn eL
den angehenden Schwiegermüttern den Geldbeutel etwa er standesgematz aus-
ailt die nunmehr glücklich verlobte einzige oder aUeste LoLler a ^ , m
Matten. Die AnsftattnngS-, Taschentücher
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