Gottrsdiknß brr isMtttjscheo Krligisnsgrsrüschaft.
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Handel und Verkehr,
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Telegraphisch« Aeprscheu.
»•(ff’# telegr. Eorresponde»,, Bureau.
tr#tnnn,?üfl9?/rnn SärS' $er zufolge hat die conservattve Gesammtver- sretung für Berlin beschlossen, von einem Zusammengehen mit den Mtttelparteicn bet Wahlen abzusehen.
3. October. Der Kaiser zeichnete sich in das Münchener Stadtbuch mit folgenden Worten ein: „Wilhelm, deutscher Kaiser und König von Preußen.
1888." r^et dem gestrigen Galadiner wurden beide Bürgermeister und Vorstände des Gemeindecollegtums dem Kaiser persönlich vorgeftellt. Der Kaiser bedauerte lebhaft, daß er das Rathhaus nicht habe besuchen können und äußerte: „Ich bin entzückt über den mir von der Stadt bereiteten Empfang." Dasselbe wiederholte der Kaiser vor der Ameise auf dem Bahnhofe gegenüber dem ersten Bürgermeister. ffrn6„ ,9”?' !3; October. Die vom Westbahnhof zur Hofburg führende Mariahilfer- w ^»ecorirt. Don Fahnenmasten und Dachgiebeln wehen Flaggen in Ätschen Reichsfarben und in den österreichischen und ungarischen Landesfarben.
Seit dem frühesten Morgen durchwogen viele Tausende bi: Straßen. Kein Fenster auf der ganzen ausgedehnten Strecke bis zur Ringstraße ist unbesetzt. Der aeichmack- voll dccorirte Weftbahnhof ist ausschließlich für den Hof und die StaatSwürdenttäger skskrvirt. Die Vestibüle, Pfeiler und Seitenwände des Bahnhofs sind mit Wappm- sch dern in den deutschen und österreichischen Farben bekleidet; die Nischen sind mit duftenden Blumen und Lorbeerbäumen gefüllt. Kurz nach 8 Uhr traf die von dem
^Än^'m^kuent „Deutscher Kaiser, König von Preußen" gestellte Ehrencompagnte < D°m Bahnhof bis zur Hofburg waren Truppen aller Waffengattungen als Spa- I Iter aufgestellt. Vor dem Bellaria-Burgflugel, der Residenz des Kaisers Wilhelm, hatte I Husaren-Regiment Nr. 11 fernen Ehrenposten. Kurz darauf trafen der Statthalter, der Bürgermeister, der Eocpscommandant, der Botschafter Szechenvt die Minister her ^^^^neralconsul in Pest, die in Wien lebenden de^tschm Reserve- Ä
fJ?aS o^^iische Corps wird erst in der Hofburg vorgestellt. Um halb 9 Uhr erschienen die Erzherzoge, von denen der Kronprinz Rudolf und die ^IornC?t ^^?ilhelm preußische Uniform angelegt hatten.
m"? a01« 8 j^in., von dem Generaladjutanten Grafen Paar qtprrin1, E Bahnhofe an und begab sich sofort mit den Erzherzogen auf den rU™9 ^"«Mche Uniform und, wie die Prinzen, das Band und hpn A^g?ien des Schwarzen Adlerordens. Se. Majestät zeichnete viele der Anwesen- I fccn mit kurzen Ansprachen aus. Schon in St. Pölten, wo Se. Majestät der Kaiser Wilhelm nach Anlegung der österreichischen Uniform die ehrfurchtsvollste Begrüßung | unb Österreichischen Ehrencavaliere entgegengenommen I t<\Cm C -Er Bevölkerung ein jubelnder Willkommengruß I Horden, Det Herannahen des kaiserlichen Zuges stimmte die Kapelle die deutsche I ÄSZ fßÄ Laster Franz Josef legte die Hand an dm
Sr ÄllhÄ /obald der Zug ftillstand, zu dem Salonwagen, auf dessen Tritt der I r?^er ber^bersten-Unisorm seines österreichischen Infanterie-Regiments I
stand. Beide Kaiser küßten und umarmten sich auf's Herzlichste. Se Maiestät Kaiser I Wilhelm fchrw hierauf, von Sr. Majestät dem Kaifer ^ran, 3of® beÄ" auf bie
rPQ\bcy zu, tauschte Mit dem Kronprinzen Rudolf und den Erzherzogen I
mfihrpnh tiur“ ^Cr^n? r^^gen Erzherzoge zur Begrüßung die Hand, I
^ra ) 3oses dem Botschafter Prinzen Reuß und dem Staatsmtntster I Grafen Bismarck die Hand reichte. Nach Abschretiung der Ehrencompagnie folgten I bte Dorstellungen der deutschen Deputationen durch den Botschafter Prinzen Reuß I Se« Maiestät Kaiser Wilhelm reichte sodann dem Statthalter v. Possinger, dem Poli^ I zeipräsidentm Kraus und dem Bürgermeister Uhl, welcher der Freude Wiens über den I hohen Besuch Ausdruck gab, dankend die Hand. Arm in Arm verließen die Monarchen, I gefolöt von den Erzherzogen und den Suiten, unter stürmischen Zurufen der vor dem Bahnhof ongesammetten Bevölkerung das Bahnhofsgebäude und traten die Fahrt in die Burg an. Im ersten Wagen saßen Kaiser Franz Josef und ihm zur Rechten Kaiser Wilhelm, I in den zwei zunächst olgenden Wagen die Generaladjutanten und die Ehrencavaliere. I 2)ann folgten Kronprinz Rudolf mit dem Oberst-Hofmeister Prinzen Hohenlohe und die I isÄhpnet4rtH?OhPnm^t bIen tc?* e Huldigung der nach vielen Tausenden I jablenben, auf ben Straßen angesammelten Bevölkerung gestaltete durch ihren I Enthusiasmus die Fahrt zu einem wahren Triumphzuge. Inmitten unaufhörlicher I brausender Hurrab- und Hochrufe gelangten beide Herrscher bis zum Bellaria-Flügel I hh^°fäbem Ä slffabeth oen Kaiser Wilhelm erwartete und Ekommen §jcB- ?Ä, ^^crhochftderselbe auch noch die Kronprinzessin begrüßt hatte, zog I ?a6?r1s am)uUue$.^cLt <nJeine Gemächer zurück, um bald darauf die Be^ I grüßungsbesuche der Mitglieder des kaiserlichen Hauses entgegenzunehmen. I
. . 3. Cctober. Se. Majestät der Kaiser Wilhelm wurde bei der Ankunft I
in der Hofburg vom Obersthofmeister Prinzen Hohenlohe und dem Obercermonienmeister I Grafen Huniady empfangen und. die Treppe hinauf geleitet. Unmittelbar vor d m §Erul0nten-Departement fand bie Begrüßung Sr. Majestät durch die Kaiserin, dt^ ^onprinzessm und die Erzherzoginnen Maria Therese, Maria Josefa Maraaretbe I Marie und Elisabeth statt. Der Kaiser Wilhelm begab sich daraul, die Kaiserin am
geleitend, in das Spregelztmmer, wohin Kaiser Franz Josef, die Erzberwainnen I und bie Erzherzoge folgten. Nachdem die Allerhöchsten Herrschaften dort e^iae^ei/oerw^ilt I ^e beiden Kaiser in das Ptetrakura'
ber höchsten Würdenträger erfolgte und zwar: der Mitglieder der obersten Hofämter I der Garde - Capttane, der Mstglieder des Hofdienstes, der Generaladjutanten detz I Ministers des Aeußeren und der übrigen Rcichsmtnister, beider Ministerpräsidenten I dec Mitglieder der Ministerien beider Reiche und des Hofstaats der Kaiserin' I Kaiser Wilhelm gelotete hierauf die Kaiserin bis zu ihren Wohngemächern und er- I widerte bald darauf die Besuche sämmtlicher Erzherzöge. Der Graf Kalnoky und I der SeMonschef Szoegyenyi statteten dem Grafen Herbert Bismarck Gegenbesuche ab? I
. b. October. Se. Mafestat der Kaiser Wilhelm wurde in der Hofbura I Mitgliedern des gemeinsamen Ministeriums und des österreichischen unb be! I ungarischen Mmisteriums ehrfurchtsvoll begrüßt. Staatsminister Graf Herbert Bis^ I Auswärtigen, Grafen Kalnoky unb bemSonkchei
Nach Besuchen bei sämmtlichen Mitgliedern des kaiserlichen I §?rU^^^ltete ^>e. Maiestät Kaiser Wilhelm auch dem Botschafter Prinzen Reuß und I «vufP Gemahlin einen Besuch im deutschen Botschaftspalats ab Um 12 V» llßr I ^gs nahm Se. Majestät bas Dejeuner ein unb machte um 2°/, Uhr einen Besuch ofstztellen Persönlichkeiten der Akabemie I ©egen des plötzlichen Entschlusses be§ Kaisers zur Besichtigung nicht zum Empfang I anwesenb waren. Se. Mafestat besuchte, von den Beamten geführt, die Schulen, nahm I die ausgestellten Kunstwerke in Augenschein und kehrte nach kurzem Verweilen in die I Hofburg zuruck. In der Ze,t von 3 bis 3«/, Uhr empsing der Kaiser den Nrin.Pn ^^??^^0"^)Koburg, ben Fürfterzbischos von Prag, Grafen Schönborn unb ben I Minuten vor bem Familienbiner fuhr b?
Nuntius Galtmbertl mit dem Uditore Tarnasst vor der Hofburg vor und überreichte
putschen Volkes und Vaterlandes, daß alle Kräfte w dessen gemeinsamem Nutzen und W ^Ä^?en, welches nur dann möglich ist, wenn die Fürsten des Reichs in fester Gemeinschaft Schulter an Schulter vertrauensvoll bei einanoer stehen, ^ch erbebe Mein Glas mit dem Wunsche, daß es Gott gefallen möge, Ew. Königliche Hoheit noch zum Helle Bayerns und unseres deutschen Vaterlandes zu erhalten Se Könt^ ltche Hoheit der Prinz-Regent lebe hoch — hoch — hoch!" 3
er 3. October. Zur Affaire Gesscken berichtet daS „Berl. Tageblatt":
5vanach soll der Kaiser gegen die Einleitung des Strafverfahrens gewesen sein, nachdem «^?re Rechtsgelehrtt sich dahin ausgesprochen hätten, daß ein Verstoß gegen das miamar^nÄfi*riC0w ^?er Kaiser aber ooch nachaegeben, nachdem
persönlich in Berlin erschienen fei. Auch die Publikation oeS Antrags des habe der Kaiser erst zugestanden, nachdem
Fürst Bismarck sein ferneres Verbleiben im Amte davon abhängig gemacht habe
Hefierreich.
Sämmtliche Morgenblätter bringen in überaus warmem sympathischen Tone gehaltene Begrüßungsartikel anläßlich der Ankunft Sr. Majestät Malier Lmlhelm S.
sSZWMMWW WWMSWS WWWWMWI ZMMW-LMWU I willkommen geheißen, und die Bevölkerung Wiens welche sich C
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b^ ^teren Stabt gefäMet aU80CtrC,Cn unb bal d°" Bestand n.ehrerer Hau,er
2. b^t£ira[^r,2^^o^,^Är^S
Dom Kanonenboot „Lizard von Tonga nach Samoa abgegangen ist. Es heißt der- KÄV»
z"uEge"iehrn"° bei ®a0antiti ges°ngenen Baschibozuks sind bis auf fünf nach Mastaua
r,3’ Octobcr. In der NSHe von Rogoredo löste sich die ßälfte der J,o?£ zurück und stieb auf einen anbaj ta'btr
wurd^^°?rletz,Brünier ,w^ 3wei IBebienfiete sind tobt und mehrere
ca e$eoUt*but?' b .October. Einer Meldung aus Wladtkawskas zufolae emofina die Abgesandten der kaukasischen Volksstämme, welche Salz und u^'^hvolle aus einheimischen Waffen, Costümen und edlen
Pferden bestehende Geschenke darbrachten. Abends fand ein Volksfest statt Tn« abzuresiem un,erna6m ajiltla88 elnen Ausflug nach Kasbeck unb beadsichttgic Abends n„„r Petersburg, 3. October. Aus Wlabtkawkes wird gemeldet, dab das Katier- gerct'st rmb.2^0“ 8” Unb ®r°6furft öcor0 8eftttn Abend nach Jekaterinodar ab-
. Vermischtes.
Ba ffsÄÄSSF ÄÄ LZ elnim ®gi"'Qumtter^der Vdi^R °"^ndert^denEif°nbÄn°e?keh?^au/
G-ftör? t18
Laufanne-Lyß ®“f*t “Uf bm liinkn Ol.en-B-rn, N-uenburg-Laufann- !,nd — ■ _ _______________________ (F. 3.)
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Ä. d°r Nahrungsb-V mit ^nächste? UmLnl'^n-7'r-chNLen'ÄnbUck


