Staatsaction abgespielt. Die Afrtkapolitik der Regierung erfuhr von verschiedenen Seiten her heftige Angriffe, aber die wohlwollenden Beurtheilungen dieser Politik und speciell der jüngsten Afrika-Expedition überwogen und der Kriegsminister wie der Cabinetschef Crispi hatten daher mit ihren Darlegungen ziemlich leichtes Spiel. Speciell betonte Crispi, das Programm der Regierung in Massauah sei ausgeführt und werde man in Saati stehen bleiben, die Besetzung einer wetteren Zone aber an- ftreben. Die zwejtägigen Verhandlungen endeten am Donnerstag mit Annahme einer das Vertrauen der Kammer zur Regierung auesprechenden Tagesordnung.
Der Aetna entwickelt wieder einmal eine unheimliche Thätigkeit, dichte Rauchwolken entsteigen ihm und scheint ein Ausbruch nahe bevorzustehen.
Dem Cabinetswechsel in Serbien ist die Darlegung des Programms des neuen Ministeriums Criftics auf etwas ungewöhnlichem Wege nachgefolgt. Da sich nämlich das Ministerium Criftics weigerte, vor der in ihrer Mehrheit radicalen Skuptschina zu erscheinen und dieselbe inzwischen aufgelöst wurde, so hat der Minister des Aeußern, Mijatoric, das Programm der neuen Regierung in einem Rundschreiben an die serbischen Gesandtschaften ntedergelegt. In dem Rundschreiben wird betont, daß die Regierung außerhalb der Parteien ftehe und jeder derselben freie Action innerhalb der Grenzen des Gesetzes gewährleiste. Hinsichtlich der auswärtigen Politik werde die Regierung auf die Erhaltung und Befestigung der allseitigen guten Beziehungen im Interesse der nationalen Selbstständigkeit Serbiens hinwirken.
Der bisherige türkische Gesandte in Athen, Ferundt Bep, ist plötzlich nach Constantinopel berufen worden, während der griechische Gesandte bei der Pforte, Conduriotis, im Auftrage seiner Regierung Constantinopel mit Urlaub verlassen haben soll. Die russischen Umtriebe scheinen da glücklich eine neue türkisch-griechische Spannung hervorgerufen zu haben!
Die Verurtherlung des Majors Popow in dem soeben vor dem Sofiaer Militärgericht beendeten UiUerschlagungsprozesse hat in Bulgarien allgemein Mißfallen erregt. Man glaubt, daß Popow, der Liebling des Prinzen Alexander während dessen bulgarischer Fürstenherrlichkeit, einer politischen Jntrtgue zum Opfer gefallen ist; eine „Revision" des Prozesses gilt als wahrscheinlich.
Die Rundreise des Coburgers durch die bulgarische Donauprovinz verläuft programmgemäß und, bislang wenigstens, ohne sonderliche Zwischenfälle. Der officiöse Telegraph weiß sogar von begeisterten Huldigungen zu berichten, wobei aber jedenfalls stark übertrieben wird. Am Mittwoch Nachmittag traf Fürst Ferdinand in Tiruowa, seinem eigentlichen Reiseziele, ein und wird er hier das griechische Osterfest zubringen.
Darmstadt, 3. Mai. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben Aller- gnädigst geruht:
Am 11. April den Revtsionsgehtlsen bei der zweiten Justisikatur-Abtheilung der Ober-Rechnungskammer Emil Büttel zum Ober-Rechnungsprobator 2. Clasfe bei der ersten Justisikatur-Abtheilung dieser Behörde zu ernennen;
am 2. Mai den bet dem vereinsländischen Hauptzollamt zu Hamburg com- missarisch verwendeten Ftnanzaspiranten Philipp Klein aus Dudenhofen zum Haupt- fteueramtsassistenten, den Ftnanzaspiranten Georg Bauer aus Ellenbach zum Haupt- fteueramtsassistenten bei dem Hauplsteueramte zu Mainz, den Finanzasptranten Hetnr. Weber aus Darmstadt zum Hauptsteueramtsassistenten bei dem Hauplsteueramte Darmstadt, den Finanzaspiranten Reinhard Magel aus Grünberg zum Hauptsteueramtsassistenten bei dem Hauptsteueramte Offenbach, den Ftnanzaspiranten Heinrich Rühl aus Darmstadt zum Hauptsteueramtsassistenten bet dem Hauptsteueramte Darmstadt, den Finanzasptranten Georg Schlehenbecker aus Friedberg zum Hauptsteueramtsassistenten bei dem Hauptsteueramte Gießen, und den Steuer assessor Karl Fresenius aus Vöhl zum Hauptsteueramtsassistenten bei dem Hauplsteueramte Mainz zu ernennen; — den Hauptfteucramttzassistenten bei dem Hauptsteueramte Darmstadt Karl Bauer an das Hauptsteueramt Mainz zu versetzen.
Darmstadt, 2. Mai. Das Großherzogl. Regierungsblatt (Beilage Nr. 10) enthält:
1. Bekanntmachung Großh. Brandversicherungs-Commission, die Ergebnisse der Verwaltung der Großh. Brandoersicherungskasse vom Jahre 1885 betreffend.
2. Uebersicht der von Großh. Ministerium des Innern und der Justiz für das Jahr 1888—89 zur Erhebung genehmigten Umlagen zur Bestreitung der Com- munalbedürfntsse in den Gemeinden des Kreises Bingen.
3. Uebersicht der von Großh. Ministerium des Innern und der Justiz für das Etatsjahr 1888—89 zur Erhebung genehmigten Umlagen zur Bestreitung von Com- munalbedürfntssen in den Gemeinden des Kreises Büdingen.
Telegraphische Depeschen.
Wolff'S telegr. Correspondenz-Bureau.
Berlin, 3. Mat. Die Morgentemperatur des Kaisers war heute normal die Nacht größtentheils recht gut. Das Allgemeinbefinden ist befriedigend, der Appetit reger. Der Kaiser befand sich bereits seit bald nach 10 Uhr im Lehnstuhl am Fenster seines Arbeitszimmers. Er darf den größeren Theil des Tages aufsitzend außer dem Bett zubringen.
Berlin, 3. Mai. Der Kaiser empfing Vormittags die Vorträge Albedyll's und des Kriegsministers. — Eine Deputation der Feldprediger der Armee, geführt von dem Feldprobst Richter, legte Nachmittags am Sarge Kaiser Wilhelms im Mausoleum einen Kranz meder und überreichte dem Kaiser Friedrich einen prachtvollen Blumenkorb.
Berlin, 3. Mai. Der Kaiser verblieb bis zum Abend außer Bett, theils auf dem Sopha, theils im Lehnsessel. Er nahm in dem letzteren gegen 8 Uhr noch das Abendbrod ein.
Berlin, 3. Mai. Die Kaiserin Victoria ist mit der Prinzessin Victoria in Begleitung des Oberpräsidenten Achenbach und des Herrn v. Seckendorf um 7 V* Uhr Morgens mittelst Extrazugs nach Wittenberge abgereist und Abends 10 Uhr 15 Min nach Berlin zurückgekehrt.
Berlin, 3. Mat. Das Herrenhaus erledigte mehrere Denkschriften und Berichte und nahm die vom Cultusmtntfter v. Gosler befürwortete Vorlage über die Ver- lerhung von Corporationsrechten an Niederlassungen geistlicher Orden nach einer kurzen Diskussion einstimmig an. In der morgen um 2 Uhr stattfindenden Sitzung werden die Sekundarbahnoorlage und kleinere Vorlagen zur Berathung kommen.
Berlin, 3. Mai. Das Abgeordnetenhaus nahm den Gesetzentwurf betreffs Regulirung der Stromoerhaltnrsse der Weichsel und Nogat nach einer nur unerheblichen Debatte und mit einer unwesentlichen redactionellen Aenderung des § 1 nach den Beschlüssen der zweiten Lesung an; ebenso wurde der Gesetzentwurf betreffs der Verfassung der Realgemeinden der Provinz Hannover in dritter Lesung unverändert angenommen. Der Antrag des Abg. Berling betr. Abänderung des Gesetzes über Erweiterung, Umwandelung und Neueinrichtung der Wittwen- und Watsenkassen für Elementarlehrer wurde nach einer unerheblichen Debatte nach den Anträgen der Commission angenommen. Für die morgen um 12 Uhr anberaumte Sitzung stehen die Kreisordnung für Schleswig - Holstein und einige kleinere Vorlagen auf der Tages-
Berlin, 3. Mai. Die „Nordd. Allg. Ztg." schreibt: Die Beitrittserklärungen zur Spiritusbank für Deutschland nehmen in letzter Zeit einen derartigen Fortgang, daß man in den betheiltgten Kreisen Dem Zustandekommen des Unternehmens zuver! sichtlich entgegensehe. Die Verständigungen über den Anschluß der Spiritushändler und oer Spntfabrtk seien soweit gediehen, daß in der am 5. d. M. stattfindenden Generalversammlung der letzteren die volle Mitwirkung des Vereins der Spritfabrikanten und )amit auch die Zuführung der mit letzteren verbündeten Brennereien zu erwarten sei ^omtt sei die Annahme berechtigt, daß die mit der Anmeldung noch rückständigen yrcnner mit ihrer Beitrittserklärung nicht säumen werden, da das Zustandekommen es Unternehmens von der nahezu einhelligen Bethetligung der gesammen Sprit- roDuktton abhängig sei.
Berlin, 4. Mai. (Privatdepesche.^ Bulletin von 9 Uhr Morgens. Der Kaiser war heute Morgen fieberfrei und zeitweise außer Bett. Die Kräftezunahme stellt sich wieder allmälig ein. Bulletins werden bis auf Weiteres nicht mehr täglich ausgegeben.
. BreSla«, 3. Mar. Ihre Majestät die Kaiserin Victoria hat die von den : Frauen und Jungfrauen an Allerhöchstdieselbe gerichtete Adresse mit einem öanb“ j schreiben beantwortet in welchem es heißt: „Eine Adresse, von zahlreichen Frauen und i Jungfrauen Breslau s unterzeichnet, hat Mich aus Anlaß des Hinscheidens unseres ; ^elg.eliebten Kaisers und Königs Wilhelm mit Worten der Theilnahrne begrüßt und daber der sorgenvollen Zett gedacht, welche durch die Krankheit Meines Gemahls Mir Jmu r?anyn eine schwere Prüfung auferlegt. In so trüben Tagen des sn »Cr ^rCVCrr^ep Bevölkerung gewiß zu sein, ist ein erhebender Gedanke, und Mem Bestreben soll es sein, nrcht nachzulassen in der Pflege und Sorge um den Cr unfe ^0010, fceji @ott in seinen Schutz nehmen möge. Daß die Frauen h?? Breslau s M ihrer Ansprache Meiner Bestrebungen auf dem Gebiete
pflege um die Kranken und der Sorge um die Kinder 0e= b^n, „^^bln.wohlthuender Beweis dafür, daß Meine Arbeit keine erfolglose ge- ± ©Stenin ™i6meCnnQd,tQffEn Kräfte d-m Wohle des Volkes auf
Wittenberge, 3. Mat. Die Kaiserin traf mit der Prinzessin Victoria und Gefolge um 9 Uhr iO Min. ein und wurde von den Provinzial-, Kreis- und städtischen Behörden, sowie dem Osficiercorps des 11. Ulanenregiments empfangen. Eine große Menschenmenge begrüßte sie enthusiastisch. Nach der Vorstellung fuhren die Kaiserin und die Pnnzesnn durch die prachtvoll geschmückte Bahnstraße unter dem ^ubel der Bevölkerung nach dem Elbhafen. Dann stattete die Kaiserin dem Diakonissenhaus opoen w iihraÖ des Regierungsdampfers „Hermes", welcher
Anker lotete $ bcm Überschwemmungsgebiete der Priegnitz'schen Elbnicderung die oi/ 3* Kaiserin Victoria landete nach stürmischer Fahrt um
2/r Uhr tu Hitzacker und reiste nach kurzer Begrüßung durch die Behörden nach hier nrfiffhpnt’pn h™ 3 20^in. emtraf. Nach Der Begrüßung durch den Regierungs
präsidenten Todemann fuhr sie unter enthusiastischer Begrüßung der Spalter bildenden Corporattonen und Schulen nach dem Rathhause. Am Eingang desselben hielt der Oberbürgermeister eine Ansprache, worin er hervorhob, das Band, welches die Provinz Hannover mit dem preußischen Throne verbinde, könne durch den Besuch der Kaiserin npspstt^bur« auf der Rückreise von einem Werke der Liebe und Barmherzigkeit nur gefestigt werden. Die Kaiserin erwiderte, der Kaiser bedauere lebhaft, nicht selbst «£S?u können, sie werde über den warmen Empfang berichten. Oberstlieutenant Bardeleben führte sodann zwei Schwadronen der hiesigen Dragoner mit der Standarte und der Regimentsmusik vor. Im Rathhause nahm die Kaiserin die Vorstellung der Spitzen Der Behörden entgegen und besichtigte die Sehenswürdigkeiten des Rathhauses ^lernDrner von 40 Gedecken im Fürstensaal stattfand. Abends 6 Uhr er folgte ote jiucrretje. °
9r.,aftpmm^ s»' 9Jiai- 1?e!n Vernehmen nach werden sich zur Eröffnungsfeier der AusstelUing in Barcelona 17 französische Kriegsschiffe dorthin begeben.
500 Arbetter " $n Ouare9nDn Eriken wegen verweigerter Lohnerhöhung gegen iu ar 3. Mai. Der irische Deputirte O'Brien wurde wegen seiner am
!rbett v!rmtheil?^^° gehaltenen Rede zu dreimonatlichem Gesängniß ohne Zwangs- Nach einer Meldung aus Massaua schifft sich San Marzano morgen nach Italien ein. Er empfing heute die Abschiedsaufwartung der Behörden, sowie europäischer und einheimischer Notabeln.
Rom, 3 Mai. Der Papst empfing heute Mittag die spanischen Wallfahrer. In seiner Beantwortung der vom Weihdischof von Saragossa verlesenen Adresse sprach er seine Befriedigung darüber aus, daß die spanische Nation sich anderen Wallfahrern angeschlossen habe. Er betonte die unter allen Katholiken herrschende Einigkeit und erinnerte, auf den Streit um die Karolineninseln hindeutend, wie er sich in besonderer Weise mit Spanien beschäftigt habe. Endlich empfahl er die Beobachtung der letzten Encyklika und erthettte den Pilgern den Segen. Am Samstag wird der Papst eine Meße für alle Wallfahrer celebriren.
19 blom, 3. Mai. Baccarini bringt in der heutigen Kammersitzung einen von 12 Depulirten, darunter Seismis Doda, unterzeichneten Antrag ein, wonach die Kammer über die Tapferkeit der Armee und Marine sich lobend aussprechen, aber auch ausdrucken soll daß die Milttärpoltttk an den Küsten des Rothen Meeres dem Nattonal- intereffe nicht entsprechend erachtet werde, und die Regierung aufzufordern sei, die ^ri^PCm K?s*en des Rothen Meeres zurückzuztehen. — Der Kronprinz
machte Nachmittags eine Spazierfahrt, überall lebhaft begrüßt. Zahlreiche Glückwünsche find gestern tm Quirinal eingetroffen. Der König besuchte alle bei dem Unfälle Verwundeten, welche sich bereits — außer Lorenzo — besser befinden.
H . — Der Deputirte Musst bringt Namens der äußersten Linken den von 19 Depu-
Urten unterzeichneten Antrag ein: Die Kammer bedauere, daß der Ursprung der Expedition nach Afrika ihrem Votum entzogen worden sei und fordere die Regierung auf, weil die Expedition gegen das Interesse und das Prestige des Landes sei, das Expeditionscorps zuruckzurufen.
. . delara-, 3. Mai. Das Amtsblatt veröffentlicht das Gesetz über die Aushebung des Vertrages mit der Tabakmonopolgcsellschast.
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Jäkß««, 4. Mai. sVerschänerungs-Verein Gtcßen.s Der seinerzeit gewählte Ausschutz hat zunächst unter sich die Acmter in der Wette verthetlt, daß zum bimtn-r August Hetz, zu dessen Vertreter Forstmeister Thaler, zum Schriftführer Kretsingenieur Gnauth und zu dessen Vertreter Kausmann Ernst Z°Ue.r bestimmt wurden; an Stelle des dte Wahl in den Ausschuß ablehnenden 1 ~^lter rourbe Kaufmann Adolf Zurbuch beigewählt und diesem das Amt des Rechners übertragen - In der nächsten, am 2. d. M. ftattgehabten Ausschuß- sitzung wurde zuvorderst Mittheilung gemacht über den Erfolg, der auf die Gewinnung von Mitglledern (mit einem festen Jahresbeitrag von 2 J4) gerichteten Bemühungen: obgleich noch eine erhebliche Anzahl endgültiger Erklärungen aussteht, so kann doch schon letzt auf eine anfängliche Mitgliederzahl von über 300 mit Sicherheit gerechnet n!ellen"caHe b*c Zwecke des Vereins fast in allen Schichten der Bevölkerung gleichmäßiger Anklang gefunden haben. Dabet ist zu hoffen, daß das erste Hervor- treten des Vereins mit eigenen, wenn auch zunächst bescheidenen, Leistungen demselben
?! C<ir Mitglieder aus der großen Zahl unserer Naturfreunde zuführen wird.— Als solche Aus uhrungen in der nächsten Umgebung der Stadt sind vorerst ins Auge' gefaßt. Die Aufstellung von Ruhebänken (auf dem Schiffenberger Weg im Wald auf 4« A'ußweg nach dem Gleiberg beim Hardthof, auf der Licher Straße etwa beim Bahnübergang) die Anbrrngung von Wegzeigertafeln auf schönen Waldwegen (nach der „hohen Warte und Annerod, nach dem Schiffenberg, durch die Lindener Mark u. s. f.) £ ri „ um . n$u”0 entlan6 des Wiesenweges nach Dem Phtlosophenwald, die Wieder- hersteUung eines alteren Weges mit Aussichtsplatz von der Liebigshöhe nach dem Phtlosophenwald, u. A. — Weiteren Anregungen aus den Reihen unserer Natur- ^"^b/ sofern solche mit den verfügbaren Mitteln zu verwirklichen sind, wird Seitens deS Ausschusses jeberzert gerne nachgekommen werden.
.. .. ^^tzen, 4. Mai. Während gestern Nachmittag in der Hebenstube einer Wirth- S?'?er Frankfurterstrabe dahier Hochzeit.gefeiert wurde, zechte unbewacht 'N der Wirthsstube tut Cigarrenmacher Namens Klein aus Klein-Linden. Derselbe glaubte b cr Gelegenheit nicht unbenutzt vorübergehen lassen zu können, um sich aus der Kaste des Wirths einen Thaler zu entnehmen, den er alsbald dem Wirth zur Begleichung einer Zeche vorlegte. Der Wirth jedoch hatte den Diebstahl an Der geöffneten Kasse gemerkt, schickte nach einem Schutzmann, welch' letzterer den Freigast mit zur Polizeiwache nahm, wo er sein Vergehen eingeftanb und dann vorläufig wieder auf freien Fuß gesetzt wurde.


