Ausgabe 
3.7.1888
 
Einzelbild herunterladen

£

Rübsamen.

Gießen, den 2. Juli 1888.

Wärmegrade der Lahn und der Luft, nach Reaumur gemessen zwischen 11 und 12 Uhr. Lust lOVi, Wasser 13Vz Gr.

Landwirthschaftliche Nachrichten.

(Nachdruck verboten.)

Im Juli kommt ein geiährttcher Stachel- und Johannisbeerschädling in zweiter Generation und zwar tu bedeutenderer, stärkerer Zahl als in erster Generation zum Vorschein, es ist die Siachelbeerblattwespe, deren Larven die gtnannten Sträucher kahl fressen, indem sie von den Blättern nichts üb'ig lassen, als deren Mittelripven. Diese Larven sind im völlig ausgewachsenen Zustande 18 Millimeter lang, haben 20 Füße, eine dunkelgrüne Farbe, einen schwarzen, glänzenden Kopf und sind auf der ganzen oberen Sette ihres Körpers mit schwarzen, glänzenden Warzen dicht bedeckt. Sie sitzen stets, eine hinter der anderen, am Rande der Blätter und nehmen, wenn sie beunruhigt werden, eine nahezu 8-förmige Gestalt an, ixibeni sie den Dorderleib auf­heben und zugleich nach unten etnkrümmen. Wenn sie erwachsen sind, verpuppen sie sich knapp unter der Erdoberfläche in einem Cocon, in welchem viele Erdkörnchen mit etngesponnen sind. Aus diesem Eocon kommt nach vierzehntägtger Puppenruhe eine rothgelbe, schwarzgefleckte und schwarzköpfige Wespe hervor, welche ihre Eter in die Blätter der oben bezeichneten Sträucher ablegt. Als zweckmäßigstes Vertilgungsmittel dieses Schädlings hat sich bis fitzt nur das Abklopfen der von demselben befallenen Sträucher bewährt, wovei die leicht herabfallenden Larven mittelst untergehaltener Schirme oder uniergebreiteter Tücher ausgefangen werden müssen. Auch dürfte das Umgraben des Bodens um solche Sträucher herum und zwar zu einer Zeit, wo die Larven bereits in der Erde verpuppt sind, d. i. Ende Mai und im Oclober, zur Ver­minderung dieses schädlichen Jnsectes beitragen.

unb betriebsamsten Ort Norrl-ndS, der den Endpunkt der Bahnverbindung mit Tbrandbiem bildcl. - Nachdem in Stockholm die Nachricht von dem schreckt chen Rrandunalück eina-gangen war, beschloß der König sotor, mit,eist Erlrazugev aus tue NnolsicksstLtle »u eilen 8 Den König begleiteten die Minister des Innern, sowie der Kr?easmtnister^ Der Zug sührte 70 Zelle, 500 Garnituren Bettwäsche, sowie 200 von b/r sSrflC,penbttC giaidien Wein mit sich. Wetter sollten durch Dampser s-rnere Q,[tc und Wäsche, sowie Lebensmittel, an denen es in Sundsvall gebricht, dorthin aesllnd^ w-rdcn Im ganzen schwedischen Land- macht sich überall ein- rege Theilnahme

sür die armen Bewohner von Sundsvall gellend.

eond. Bouillon ist eingedickter reiner K Aili Yil RFlCB S Fleischsaft ohne Zusatz von billigen bnppen- XävsLIIäüIi A'VJUL W Kräutern. Bequem.Gebrauch, fein.Geschmack.

Schiffsrrachrtchteu.

«Bremen 29 Juni. sPer transatlantischen Telegraph.^ Der Schnelldampfer Labn Eapt H.' Hellmers, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, welcher am 20 ^uni von Bremen und am 21. Juni von Southampton abgegangen war, ist heule q Hbr Morgens wohlbehalten in Newyork angekommen.

8 Greinen 27. Juni. sPer transatlantischen Telegraph.) Der Postdampfer America Eapt. H. Hetneke, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, welcher am

13. Juni'von Bremen abgegangen war, ist heule 6 Uhr Morgens wohlbehalten in Baltimore angekommen.

^Handel unö Berfehr.

Grünberg, 30. Juni. (Frachtpreise./ Wetzen ^^.00, Korn lo-90, ffictftc X 15.10, Hafer 15.00, Erbsen JL 00.00, Zinsen 00.00, Lein ** 000.0, Samen JL 22.00, Kartoffeln JL 4.40, Wicken 00.00. ( .

Frankfurt, 30. Juni. Auf dem heutigen Markt kosteten. Kartoffeln per

«TOrtRer iL 6 007 00 das Gesckeid 1214 H, Eier das Hundert vM 0.000.00, das ,

St. 56 Butter' im Großen JL 000^000.00, im $ä^lrna§n(?^inb

1 10 Meiükraut ver Stück 0000 Rothkraut per Stück 0000 Kohlrabi Eck 5-8 L?cksenffeisch per Mund 45-70 Kuh- u. Rindfleisch 35-60 A, Kalbfleisch 3550 H Schweinefleisch 0000 Hammelfleisch 5060 H. 1 Hahn ] 0^-0.00 Gans Mund Ö0-00 *

1 Taube 00-00 A. Welsch- M 00-00- Kirschen per Psd. 2530 4-

Allgemeiner Anzeiger.

Gerichtsvollzieher.

5440

Donnerstag, d. 8 Juli 1. I-,

Vormittags 9 Uhr, soll die der Gemeinde Ehringshausen zustehende Wald- und Feldjagd auf dem Bürgermeisterei-Bureau von heute ab bis 15. Februar 1890 anderweit ver­pachtet werden.

Ehringshausen, den 30. Juni 1888. Großh. Bürgermeisterei Ehringshausen.

________Wagner.______5430

Mittwoch, den 4. d. M,

zu Gießen sollen gegen gleich baare Zah­lung durch den Unterzeichneten öffentlich versteigert werden:

a) Nachmittags 2 Uhr (Ktrchenplatz Nr 15 III. Stock):

1 Kleiderschrank, 1 Commode.

Unmittelbar nach dieser Versteigerung in der früher Bramm'schen Hofraithe (Neustadt 55):

1 Nähmaschine, 1 Commode, 1 Klerver- schrank, verschiedene WirthStische, ein Sopha, einige Sessel, 1 Secretär und sonstige Mobilien, 2 silberne Taschen­uhren, 1 goldener Ring, 1 Varthie Wollewaaren und verschiedene Herren­kleidungsstücke.

Beide Versteigerungen voraussichtuch bestimmt.

Gießen, den 2. Juli 1883.

Engel,

5451 Gr. Gerichtsvollzieher.

Dienstag den 3. Iutt l. I,

Nachmittags 2 Uhr.

versteigere ich in meinem Bureau: Schränke, Kommode, Tische, Uhren, Sopha's, Sessel, 1 Klavier, 1 Partie Stangen (Fichten).

Gießen, den 1. Juli 1888.

Bühner,

Mittwoch, den 4 Juli, Nachmittags Vz2 Uhr, werden in der Flett'schen Holraithe da­hier gegen Baarzahlung: Sopha, Kom­moden, Kleiderschränke, Glasschränke, ein Regulator, zwei Nähmaschinen, ein Stoß­karren, eine Kuh, zwei Pferde u. a. m- ver­steigert.

Geißler,

5448 Gerichtsvollzieher.

Versteigerung.

Mittwoch den 4., und Donnerstag, den s. Juli, jedesmal Nachmittags 4 Uhr anfangend, sollen im städtischen Pfandlokale Kommode, Kleiderschränke, Tische, Sophas, Uhren, Küchenschränke gegen Baarzahlung versteigert werden.

5429 L»orn.

Pftaninos

u. Tafelklaviere in gr. Auswahl, neue zu 450, 500 bis 1200 <^£, gespielte zu 50 bis 600

5jähr. Garantie, günstigste Zahlungs­bedingungen, Stimmung während des ersten Jahres frei. 147

Alle Sorten

Musikinstrumente«

Preisverzeichnisse gratis.

Wilh. Rudolph, Giessen.

Bekanntmachung.

Das Register zur Erhebung der in unserer Gemeinde nach dem Steuer- suß ausgeschlagenen Communalbedürsnisse für das Jahr 1888/9 liegt zur Ein­sicht eines jeden Jntereffenten acht Tage lang auf dem Bureau des Unter­zeichneten offen, was mit dem Bemerken bekannt gegeben wird, daß Beschwerden gegen die im Register enthaltenen Ansätze binnen der ersten vier Wochen nach Ablauf der Offenlegungsfrist entweder schriftlich oder mündlich bei Grob- herzoglichem Kreisamt dahier vorgebracht werden müsstn und daß spater vor­gebrachte Beschwerden keine Berücksichtigung mehr finden können.

Gießen, den 3. Juli 1888.

Der Vorstand der israelitischen Religionsgememde Gießen 5433 M. Hornberger.

Dienstag den 3.Juli,Nachmittags 2 Uhr, wird im Saale des Cas« Leib eine Parthie feiner, gutgehaltener Möbel, als: 1 Plüschgarnitur, l Causeuse mit Gesseln, 1 Sovha mit « Rohrstühlen, 1 kleiner Sessel, 1 Klavierstuhl, ovale Tische, 1 Ausziehtisch in Eichenholz, 1 ovaler Ausziehtisch, 1 runder Marwortisch, 1 Notenständer, 2 Gtagsren, 1 BSaschkonsol mit Marmor, 1 Sihbadetvanne, 1 Nähtisch, 2 große Ssafen, 2 gemalte Blumentöpfe, 1 Dejeuner, 2 Lampen, 1 Standuhr, 1 Pendulc, 1 Wecker, verschiedene Alfenidrsachcn u- f. w. ver­steigert. 3llt Auftrag.

5320 Hoffmann, Ortsgerichtsmann.

Garantie für jedes Paar.

Für schmale Füsse

Für kleine Fusse

Für breite Füsse

Für grosse Füsse

I hohe und niedere Absätze, spitze, halbspitze und breite Formen.

Grösstes Schuh-Lager Giessens.

rM- Solideste FuassbekleidungW

Bequemes Tragen, elegante Fa^on, dauerhafte Arbeit.

Zug-, Knopf- und Schnürstiefel, Halbschuhe. Schaftenstiefel, Arbeiterschuhe.

Reparaturen und Maasarbeit billigst.

Alleinverkauf der Schnhwaaren von O. Herz & Cie.

für Giessen und Umgegend billigst bei 1368

Marktstrasse 9 L. SÜSS, auch Eingang Wettergasse.

Beste weisse Kern- und Harzseifen,

Schmierseifen,

Nielsen- und Hoffmanns-Stärke, Gräme- und Macks Doppel-Stärke, Soda, Waschblau, Fettlaugenmehl, Borax, Wachs, Stärkeglanz etc.

empfiehlt in nur besten Qualitäten zu billigsten Preisen

Ferd.. Drebes,

5340 21 Marktplatz 21.

Schweizer Stickereien

ohne Approt

in Hunderten von Mustern wieder frisch eingetroffen bei

1? 21 J. Kaan jun., Kreuzplatz 10.

NeiH

Patent angemeldet.

Neu'.

5425

Seltersweg 39.

Ö

M o

-- Lanolin-Seife ----

v Bergmann &. Co., Berlin SO. u Frankf a M- enthält ein erst vor Kurzem wieder ia den Arzneischati eingeführtes Wollfett von un­schätzbarem Werthe, heilt und glättet die Haut und gibt derselben eine jugendliche Frische und ElasticitäL Vorräthig per Stück M..50 bei Otto Schaat, Drogerie,

Ieilgcöoienes.

Für Hausfrauen

Drogerie

von

Otto Schaaf, Seltersweg 39, empfiehlt

Brausepulver, Brauselimonade- bonvons. CitronensLure,

Citronenessenz Weinfteinsäure, doppeltkhls. Natron, Himbeer- saft, Himbeeresfig, Cognac, Gpeisechoeolade rc. rc. (5438

Feinste

Gothaer Cervelatwurst in frischer Waare soeben eingetroffen bei Ferd. nrebesy 5434_________Marktplatz 21._______

g Herrenhemden nach Maaß, j

Hassb verstellbarer

Strumpftrockner verhindert das Einlaufen wollener Strümpfe absolut. Bringt selbst alte zu eng gewordene Strümpfe wieder auf ihre ursprüngliche Grösse.

Pro Paar Mk. 1.50 für Herren.

Pro Paar Mk. 1.80 für Damen.

Gegen Nachnahme oder Baar-Einsendung. Bei ca. 7 Paar (5 Kilo) franco Zusen­dung. , 5444

Georg Zeis, Berlin C.

Weinmeisterstr. 4.

KakädiMBÄÄ

ffi' Ot-a«« 15 Ul

o .'S ©

Normalwäsche. |

76_________________

5039] Junger Hühnerhund, fünf, Monate alt, billta zu verkaufen.

Grünbergerstraße 38 L