Jahr
Alsfeld
Büdingen
Friedberg
Gießen
Lauterbach
Schotten
Provinz
1 JL
cX
AL
JL
AL
AL
AL
i. Ausschlag der Provinz auf die Kreise:
1882/3
13042
15024
28806
25435
8713
8050
99070
1883/4
18019
20783
40149
36622
11997
11030
138600
1884/5
18480
21215
41300
36316
12244
11245
140800
1885/6
17940
20422
40195
39112
11667
10664
140000
1886/7
19322
22160
43630
42684
12629
11575
152000
1887/8
24023
27747
54349
53564
15741
14576
190000
1888/9
26414
30490
59907
59853
17261
16075
210000
1882/9
137240
157841
308336
293586
90252
83215
1070470
II. Beiträge
der Provinz zur Unterhaltung der Kreisstraßcn:
1882/3
1002
20279
20227
22903
6046
4488
74945
1883/4
17333
23087
23306
24157
5859
10921
104663
1884/5
21313
21935
22500
25755
10104
12155
113762
1885/6
23116
20701
23548
29283
13733
17935
128316
1886/7
26956
19708
24154
31912
14373
18852
135955
1887/8
25968
23220
29746
34889
15652
20375
149850
1888/9
27200
24708
28875
37623
16107
20843
155356
1882/9
Antheil
142888
153638
172356
206522
81874
105569
862847
des Kreises am
Ausschlag:
110622
127226
248530
236648
72747
67074
ergibt für
+ 9127
Kreis:
+ 32266,4-26412
— 76174
— 30126
+ 38495
—
III. Beiträge
der Provinz
ans eigenen Mitteln zur Erbauung
von
Kreisstraßen:
1882/9
Antheil
20913
46922
50613
30212
13044
14167
175871
des Kreises am
Ausschlag:
22547
25932
50658
48234
14828
13672
eratbt für
+ 20990
— 18022
Kreis:
—1634,
—45
— 1784
+ 495
—
IV. Beiträge der Provinz zur Erbauung und Unterhaltung.
Beiträge in II.:
142888!
153638
172356
206522
81874
105569
862847
„ „HL: |
20913l
46922
50613
30212
13044
14167
175871
Summe: Antheil
163801
200560
222969
236734
94918
119736
1038718
des Kreises am
80746
Ausschlag:
133169
153158
299188
284882
87575
ergibt für
Kreis:
+ 30632| + 47402
—76219
—48148
+ 7343
+ 38990
-
dazu V. Beiträge aus dem Staatszuschutz zur Erbauung
von Kreisstraßen:
1882/9
19850
33737
46198
29305
16704
10515
156309
ergu-t für
Kreis:
+ 50482, +81139
—30021
— 18843j + 24047
+ 49505
+ 156309
Danach ergeben die Tabellen für die einzelnen Kreise Folgendes: Durch die Heranziehung der Provinz haben bei der Unterh altun g
der Straßen
gewonnen Schotten
38 495
Alsfeld .
.
32 266 „
Büdingen
26 412 „
Lauterbach
.
9 127 „
verloren
Friedberg
.
76 174 „
Gießen .
30126 „
während bei der
Erbauung der Kreis st raßen
gewonnen haben
Büdingen
.
.
20 990 M.
Schotten. .
. .
495 „
verloren haben
Gießen . .
.
18 022 „
Lauterbach .
.
1 784 „
Alsfeld . .
. .
1 634 „
Friedberg .
. .
45
sodaß bei Erbauung und Unterhaltung zusammen
gewonnen haben
Büdingen
.
47 402
Schotten
.
. . .
38 990 „
Alsfeld . .
30 632 „
Lauterbach .
. .
7 343 „
verloren haben
Friedberg
76 219 „
Gießen . .
48 148 „ 1
auf
<X
81 139
50 482
49 505
Alsfeld . Schotten
Der Umstand, daß die Provinz außer ihren eigenen Leistungen zum Neubau von Kreisstraßen auch über den Staatszufchuß verfügt, legt es nahe, die vorliegenden Vergleiche zu erweitern durch Tabelle V, und die danach erfolgte Berechnung von Gewinn und Verlust aus IV einschließlich der Beiträge aus dem Staatszufchuß in V, wodurch sich
erhöht der Gewiun von Büdingen
Lauterbach und vermindert der Verlust von Friedberg
24 047 „
30 021 „
Gießen . . . 18 843 „
Im Allgemeinen zeigen die Tabellen noch Folgendes:
1. Der Schwerpunkt des Gesetzes bei der Heranziehung der Provinz, liegt in finanzieller Hinsicht nicht auf dem Gebiet des Straßenbaues (175 871 Ji. Beitrag aus eigenen Mitteln der Provinz), sondern auf demjenigen der Straßenunt erh altung (862 847 Jl. Beitrag).
2. Bei richtiger Auswahl und Hebung beim Neubau von Kreisstraßen stehen für die einzelnen Kreise größeren Beiträgen zur Unterhaltung eines vorhandenen, verhältnißmäßig dichten, Straßennetzes kleinere Beiträge zur Ergänzung desselben durch Neubauten gegenüber, und umgekehrt (Alsfeld, Gießen und Schotten im Gegensatz zu Friedberg, während Büdingen bis jetzt beim Neubau unverhältnißmäßig viel, Lauterbach unverhältnißmäßig wenig erhalten hat).
Abgesehen von diesen allgemeinen Regeln ist zur Erläuterung des Ergebnisses .noch zu bemerken:
3. Einerseits wird der Verlust Friedbergs verschärft durch die geringe Ausdehnung der dortigen Kretsstraßen (151 km), derjenige Gießens gemildert durch deren große Ausdehnung (275 km), während anderseits der kilometrische Unterhaltungsaufwand beider Kreise sich zur Zeit verhält wie 383 (Friedberg) zu 273 Jl. (Gießen); bei den Leistungen zur Erbauung von Kreisstraßen dagegen ist ein Verlust Friedbergs nach 2. nahezu verschwunden.
4. Ebenmäßig ist der beträchtliche Gewinn der Kreise Schotten, Alsfeld und Büdingen namentlich durch die Ausdehnung des Straßennetzes (197 resp. 248 und 226 km) in diesen Kreisen veranlaßt, wozu für den Kreis Büdingen noch ein namhafter Gewinn aus der Erbauung von Kreisstraßen kommt.
5. Der bei dem kleinen Steuerkapital des Kreises verhältnißmäßig kleine Gewinn von Lauterbach ist einerseits veranlaßt durch die geringe Ausdehnung des Straßennetzes (125 km), anderseits durch den geringen Umfang der dort bis jetzt beschlossenen Neubauten; das Verhältniß wäre noch ungünstiger, wenn nicht wenigstens der, zur raschen Instandsetzung der vorhandenen Kreisstraßen beanspruchte, vergleichsweise hohe kilometrische Ansatz von zur Zeit 257 unbeanstandet geblieben wäre.
Gegenüber den vielfachen Angriffen, welchen gerade die im Weggesetz erfolgte Heranziehung und Vermittelung der Provinz ausgesetzt war, zeigen — abgesehen von allen anderen Gesichtspunkten — die obigen vergleichenden Tabellen, von welch' wohlthätiger finanzieller Wirkung schon dieser Schritt gewesen ist; die absolute Höhe der einzelnen Leistungen aber rechtfertigt auch den Schluß, daß eine solche Gesammtleistung nimmermehr erzielt worden wäre, wenn die einzelnen Kreise auf die eigene Kraft und den eigenen Eifer wären angewiesen worden.
Lediglich die Entlastung der ärmeren und der Wetteifer aller Kreise im Rahmen der Provinz können diese Ergebnisse erklären, was um so erfreulicher ist, als zwar von mancher Seite über zu kleine, von keiner aber über zu große Leistungen auf dem Gebiet unseres Kreisstraßenwesens Klage geführt wird, nirgends also etwa in blindem Oifer des Guten zu viel geschehen ist.
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