Vermischtes.
Berlin, 27. December. föeucr im Mi Sauer.] In den Feiertagen (vom Samstag bis Dienstag einschließlich) ist die hiesige Feuerwehr nicht zur Ruhe gekommen. Es kamen nicht weniger als 25 Feuermeldungen auf diese Tage, die sich allerdings zum größten Theil auf unerhebliche Brände (Kuchen- und Schornsteinbrände, GardtnenbrLnde u. s. w.) bezogen. Ein sehr heftiger Brand trat am Dienstag kurz vor der Mittagsstunde in der Friedrichstraße 85a — Ecke Unter den Linden — auf, welcher seine Stätte in einem kleinen Laden für Gummrwasche rc. hatte. Die aus Celluloid hergestelllen Waaren gingen, nachdem ein kleiner Theil von dem Gasofen aus zur Entzündung gebracht worden war, insgesammt explosionsartig in flammen auf; nur mit genauer Roth vermochte die Verkäuferin den rettenden Ausgang nach der Straße zu gewinnen. Bet dem Eindringen in den Brandherd erlitten der Brand- inspector Krameyer und der Feuermann EzechowSky durch nachträglich herabfallende große Glasscherben schwere Fletschwunden, Ersterer am rechten Oberschenkel, Letzterer am rechten Arm. Nach Anlegung von Nothverbänden wurde der Offizier in seine Wohnung, der Feuerwehrmann, dem auch die Pulsader durchschnitten mar, tn bte Königliche Klinik gebracht. Das Feuer verbreitete sich von dem Laden in die dicht daneben befindliche Kaffeeküche des Cafs Bauer, durch welche dichte Rauchwolken in die Vorderlokalttäten des Eaf^ drangen. Da zugleich der Ruf „Feuer ^onte, so flohen die Gäste aus dem Lokal heraus, während die Spritzenstrahlen in der Knche ganze Berge von Tassen und Tellern zertrümmerten. Das Feuer wulhete nur kurze ^eit, aber äußerst heftig; dicke Zinktheile von der einen Maschine zerflossen in der Gluth vollständig. Der kleine amerikanische Wäscheladen ist völlig ausgebrannt.
— [Die Folgen einer Entführung.] Aus Lübeck wird uns folgende romanartige Geschichte als verbürgt mttgetheilt: Vor etwa vierzehn Tagen ftieg in einem hiesigen Gasthofe ein junges Paar ab, welches mit dem letzten Zuge von Hamburg angekommen war. Im Hotel wurde das Paar für verheirathet gehalten, da bte Dame einen Trauring trug. Der Herr, ein sehr schöner Mann von militärischem Aeußeren, trug Handschuhe auch während des Essens. Im Uebrigen machte er zahlreiche Einkäufe in hiesigen Geschäften. Am nächsten Abend kam der Herr anscheinend sehr eilig nach Hause und am anderen Morgen hatte sich das Paar mit dem Dampfer nach Kopenhagen begeben. Am selben Tage erschien ein älterer Herr auf dem Telegraphenbureau und gab eine längere Depesche nach Kopenhagen auf. Nunmehr lesen wir in einem Kopenhagener Blatt folgende Fortsetzung dieses ersten Kapitels: „Viel besprochen wird hier die Verlobung einer Kopenhagener Schönheit, des Fräulein R., mit einem Deutschen, der vorher die Tochter eines Hamburger Großkaufmanns entführt haben soll und sich hier trauen lassen wollte. Der Vater scheint indeß dein Entführer auf die Spur gekommen zu sein. Telegraphisch bestellte er von Lübeck aus einen hiesigen Geschäftsfreund an die Landungsbrücke. Hier wußte der Geschäftsfreund, sich für einen Pastor «usgebend, den Fremden unter einem Vorwande tn ein Cas6 zu locken. Inzwischen wurde die Tochter des Hamburger Kaufmanns von der Frau des Freundes in dessen Wohnung geführt und einen Tag festgehalten. Der Vater der Flüchtigen traf noch rechtzeitig ein, um seiner Tochter die mitgenommenen 10 000 «X, sowie die Brillanten in ebenso hohem Werthe wieder abzunehmen. Der Bräutigam scheint sich in sein Schicksal gefunden zu haben. Er soll im Theater die Bekanntschaft des Fräuleins R. gemacht haben. Der Fremde ist ein schöner Mann, aber arm; Fräulein R. ist reich, aber sie war schon einmal verlobt. Den Fremden sehen und lieben lernen, war Eins. Derselbe will demnächst die Hochzeitsreise nach Deutschland antreten. Die erste Braut aber scheint sich tn dm Armen des Vaters, der ihr schon verziehen hat, über den „Verlust" ihres Verlobten getröstet zu haben, der sich so rasch eine andere Braut suchte."
— [Wie alt sind unsere Kalender?] Es war im Jahre des Heils 1499, als er zu Ulm an der schönen blauen Donau die Welt beglückte, der erste seines Stammes, der allererste Kalender, der gleich für viele Jahre diente. Der berühmte Mann, welcher sich rühmen kann, der Erfinder desselben zu sein, nannte sich Stöfler und war — seinem natürlichen und anerkannten Beruf nach — so etwas wie ein Astrolog und Weissager l — deshalb spielten auch die Planetm und Prophezeihungen eine so besonders Kroße Hauptrolle darin, indem « den Einfluß der Himmelszeichen auf alle möglichen und unmöglichen größeren und kleineren Ereignisse des Menschenlebens constatirend — Glücks- und Unglückstage feststellte, ebenso wie die günstigsten Zeiten für allerlei Unternehmungen, als da sind: Hetrathen, Bauten, Feld- und Gartenarbeiten, Liebes- oder Rechtshändel, Käufe, Reisen, Krankenkuren, Haarschneiden, Baden, das Tragen neuer Kleider zum ersten Male u. s. w. — kurz und gut: Stöfler's Kalender war ein Prophet, der für Alles Rath wußte. — Und Stöfler's Ruf und Ruhm ließ Andere nicht schlafen! In erster Linie war es zunächst der für einen Wundermann Prima- Sorte geltende und als solcher hochverehrte Hof-Astrolog zu Brandenburg, Earion, her im folgenden, dem 16. Jahrhundert, die Kalmder-Prophezeihungen fortsetzte, indem er den darin verkündeten Sonnen- und Mondfinsternissen und ähnlichen Dingen, die natürlich eintreffen, eine Unzahl zweideutiger und allgemein gehaltener Weissagungen hinzufügte, die unter Umständen vielleicht auch eintreffen oder als eingetroffen gedruckt werben konnten. Von diesen prophetischen Kalendern reichte einer von 1519 gleich bis 1574, andere erschienen mit anderen Prophezeihungen 1529, 1532 und 1533, während 1530 Glücks- und Unglücks-Ankündigungen für die Jahre 1528 bis 40 — das deutsche Reich und auswärtige Lande betreffend — die Welt in staunende Bewunderung versetzten, denn diese Kalmder-Prophezeihungen von ehedem erfreuten sich, trotz ihrer Abnormität oder gerade deswegen, d,s uugetheilten Beifalls und gläubigsten Vertrauens der Majorität der damaligen Zeitgenossen, so klug sie auch sein mochten oder zu sein meinten. Heut' zu Tage ist man natürlich weiser geworden. Man glaubt nicht mehr Alles, was in den Kalendern und sonstwo gedruckt steht, obwohl gerade der Kalender noch immer ein gewisses Privilegium darauf hat — zu prophezeihen. Jedenfalls hat der große Stöfler nicht umsonst gelebt, denn — obwohl seines Zeichens Sterndeuter und Wahrsager — ist er ja doch der eigentliche Stammvater unseres guten, praktischen Rathgebers und Hausfreundes, des Kalenders!
— [®in neues Lärminstrument.] Als vor Jahren das Cri-Cri in Paris aufkam, herrschte eine allgemeine Entrüstung über dieses tägliche Lärminstrument, welches gar keinen anderen Zweck haben konnte, als dm, ungünstig auf die Nerven einzuwirken. Gleichwohl nahm das Ert-Eri den Weg über die Vogesen und sand auch in Deutschland Eingang. Glücklicherweise konnte es sich hier nicht lange behaupten. Während der letzten Weihnachtsmarkttage grassirte aber in Berlin ein noch schlimmerer Unfug: der Frosch. Ein von allen guten Geistern verlassener Kopf war auf den Einfall gekommen, das Froschgequack auf mechanischem Wege nachzuahmen, und diese unglaubliche Geschmacksverwirrung sand zwar nicht Beifall — denn das ist unmöglich — bürgerte sich aber ein. Das Geräusch, welches der Berliner Weihnachtsfrosch macht, ist noch unangenehmer als seiner Zeit das Geräusch des Eri-Eri gewesen, denn jenes ist nicht blos ebenso peinigend für die Nerven, wie dieses, sondern erweckt außerdem auch »och die unangenehme Täuschung, daß man einen Frosch in der Nähe habe.
— Heber die Anmusterung von Schiffsjungen gibt das Secmannsamt einen Ueberblick, dem wir entnehmen, daß die Zahl der sich dem Seemannsberufe widmenden jungen Leute von 1064 im Jahre 1876 auf 722 im Jahre 1886 ab-, die Zahl der angemufterten Seeleute dagegen in demselben Zeiträume von 15,110 auf 23,969 zugenommen hat. Die Abnahme der Schiffsjungen ist tn der Abnahme der Segelschifffahrt begründet.
— [Der letzte Act einer Ehebruchstragödie.] Wie Londoner Blätter berichten, wird in nächster Zeit in Cork (Irland) ein Stabsarzt der englischen Armee, Dr. Croß, den Tod durch den Strang erleiden, schuldig des Mordes an seiner eigenen Gattin. Dr. Croß, heute bereits ein bejahrter Mann, hatte im Jahre 1869 eine junge Dame aus der englischen Gesellschaft geheirathet, eine Miß Laura Msriot, mit der er seither i in sehr unglücklicher Ehe lebte. Als im vergangenen Jahre nun eine junge Gouvernante, Miß Spinner, tn das Haus eintrat, schien sich seine Zuneigung gegen seine ( Frau tn das Gegentheil zu verkehren. Diese merkte jedoch die beabsichtigte Täuschung r und entfernte das junge Mädchen aus dem Hause. Kurze Zett darauf reifte Dr. Croß ! derselben nach und traf mit ihr in Dublin zusammen, wo sie eine Zeitlang unter dem t Namen eines Ehepaares Osborne gemeinschaftlich ein Hotel bewohnten. Nach der \ Rückkehr bei Arztes begann dessen Frau zu kränkeln. Ihr Gatte pflegte sie mit der i erdenklichsten Sorgfalt und ließ Niemand tn ihre Nähe. Als sie schließlich trotz seiner j aufopfernden Pflege im Juni 1887 starb, beschleunigte der Arzt ihre Beerdigung derartig, daß er dadurch den Verdacht der Nachbarn erregte. Die Leiche wurde exhumirt und die chemische Analyse wies tn derselben deutliche Spuren einer stattgefundenen '
Arsenikvergiftung nach. Dazu kam noch, daß Dr. Croß kurze Zeit nach dem Tode feiner Gattin nach London eilte und dort sich mit Miß Spinner trauen ließ. Er wurde verhaftet und nach längerem Leugnen durch die unwiderleglichsten Beweise seiner Schuld überführt. Die Geschworenen verurtheilten ihn dieser Tage zum Tode durch den Strang.
— Einer höchst merkwürdige», aber historisch beglaubigten Eidesleistung hatten sich noch vor 50 Jahren die Richter auf der englischen Insel Man zu unterziehen. Der Eidschwur lautete: „Bei diesem Buche (Gesetzbuch) und seinem heiligen Inhalt und bei den Wunderwerken, welche Gott vollbracht hat tn sechs Tagen und sieben Nächten, schwöre und gelobe ich, daß ich ohne Ansehen von Gunst oder Freundschaft, Liebe oder Gewinn, Verwandten und Sippschaft, Neid oder Bosheit, die Gesetze dieser Insel recht vollstrecke» will zwischen der Königin, unserer allerdurchlauchtigsten Gebieterin, und deren Untertanen auf diesem Eilande, und zwischen diesen selbst, und daß ich in meinen Urtheilen stets die Mitte halten will, so wahrhaft, wie des Härings Rückgrat in der Mitte des FischeS liegt!"
Newyork, 25. December. Die gefammte Einwanderung in diesem Jahre ist nicht so groß, als man im Sommer erwartete, zu welcher Zeit man auf eine Einwanderung von 800,000 Personen rechnete. Im Ganzen sind, der „Daily News" zufolge, in den 11 Monaten dieses Jahres 486,660 Personen in den Vereinigten Staaten eingewandert, gegen 365,453 in derselben Periode des vorigen Jahres. Eine starke Zunahme hat namentlich in bei Einwanderung aus Großbritannien ftattgefunben (171,000 gegen 120,000 in derselben Periode des vorigen Jahres). Dann kommen Deutschland mit über 196,000, Norwegen, Schweden und Dänemark mit 76,000 und Italien mit 42,000, welche Länder eine starke Zunahme aufweisen, während Rußland mit 24,000 sich gleich geblieben ist.
— sDie Diamanten der Sängerin.] Eine junge Sängerin, die kleine Rollen an einem Londoner Theater spielte, trat vor Kurzem in einer neuen Oper auf und der Kritiker Mr. Herold schrieb über sie: „Wir rathen der jungen Dame, nicht so viele falsche Diamanten zu tragen." Empört ging die Sängerin zu Gericht und sagte dort, sie beabsichtigte, Mr. Herold wegen Verleumdung zu verklagen, da ihr Schmuck ächt sei. Der oberste Richter meinte bei der Verhandlung im Beiseln einiger hundert Personen zu der jungen Sängerin: „Sie stammen aus einer armen Familie/ Ihr Gehalt ist derartig, daß er kaum für Ihren Lebensunterhalt hinreicht, nun beim, Herr Herold hat Ihnen ein Compliment gemacht, als er voraussctzte, daß die Diamanten falsch seien." Sehr beschämt zog sich die Sängerin zurück und sandte eine Viertelstunde später bte Nachricht, sie stehe von der Klage ab.
— Ein englischer Zuchthauslnspector mürbe gefragt, wieviel Verbrecher an bem neuen Galgen zu gleicher Zeit gerichtet werben könnten. „Eigentlich", sagte er, „sechs. Wenn sie aber bequem hängen sollen, so barf man nicht über vier gehen."
Universttät- - Tbrorrik.
— Die von ben preußischen Ministern Dr. Friedberg und Dr. v. Goßler eingesetzte Commission zur Revision der Studien- und Prüfungsordnung für Juristen hat, wie uns mitgetbellt wird, ihre Beratungen weit über ben ursprünglichen Plan hinaus erweitert. Die unter Vorsitz des Geh. Oberjustizraths Dr. Stölzel tagenden Mitglieder versprechen sich erfreuliche Ergebnisse. Vorläufig steht noch die Studien- orbnung in Rebe, die eingreifende Aenderungen erfahren wirb. Hieran schließt sich bann bte Revision der Prüfungsordnung, für welche wichtige Aenderungsanträge ebenfalls vorbereitet finb.
— Die Universität Genf zählt in bieiem Winter 390 Studenten.
— Der bisherige Privatbocent Dr. Konrad Bürbach in Halle ist zum außerordentlichen Professor In der philosophischen Facultäl der dortigen Universität ernannt worden.
— Die Unlvelsität Breslau wird gegenwärtig von 1314 Studirenden besucht, von denen 161 evangelische Theologie, 169 katholische Theologie, 203 Rechtswissenschaft, 382 Medicin und 399 philosophische Wissenschaften betreiben.
— Die Universität Halle zählt im laufenden Wintersemester 1501 eingeschriebene Studirende, von denen 585 zur theologischen, 121 zur juristischen, 293 zur medicinischen und 502 zur philosophischen Facultät gehören.
— Die Universität zu Straßburg weist zum eisten Male seit ihrem 14jährigen Bestehen einen Besuch von über 1000 Hörern auf, nämlich'886 immatrikultrte Stuben.en und 119 Hospitanten.
Laudwirthschaftliche Nachrichten.
(Nachdruck verboten.)
— [Das Maulputzen der Pferde.] Es kommt häufig vor, daß ältere Pferde bei Witterungsoeränderungen einen Mangel an Freßlust zeigen. Es kann dies natürlich auf ganz verschiedene Ursachen, z. B. ans Erkältungen, zurückzusührcn sein, indeß neigen viele Pserdebesitzer dazu, diese Erscheinung immer gleich auf Fehler an den Zähnen zurückzuführen. DaS Pferd wird dann zum Schmied gebracht und der macht sich leider oft genug ohne Weiteres daran, dem Thiere das Maul auszupuhen und zwar inrtwas arg Eisenbartscher Weise, mit Schlägel und Zahnmeißel. Es ist nicht schwer einzusehen, daß dieses Mittel nur in seltenen Fällen den gewünschten Erfolg bat, tn bei Mehrzahl seiner Anwendungen aber nichts hilft, sondern daS Thier nur unfähiger zur Ausnahme der Nahrung macht, wenn nicht gar gefährliche Verletzungen des Kiefers Vorkommen. Es kann daher nicht genug davor gewarnt werden, alten Pferden bei eintretender Appetitlosigkeit das Maul putzen zu lassen. Gerade der Zahnbestand alter Pferde muß nach Möglichkeit geschont werden, wenn sie nicht an Verbauungsbeschwerben infolge unzureichenden Kauens zu leiden haben sollen. Es kann ja hin und wieder vorkommen, daß Zahnstücke bei alten Pferden die Zunge verletzen, diese sind bann unter Anwendung des Maulgatters mit der Zahnraspel zu entfernen, der Zalmmeißel soll nur selten und bann nur von funbigerer, geübterer Hanb, als bie bes Schrniebs ist, in Anwendung gebracht werben.
— sDie besten Pflüge.] Eine Zeit lang würben viel bie brei- und vierscharigen Pflüge empfohlen. Die Verwendung derselben nimmt immer mehr und mehr ab, dagegen erfahren jetzt die zweischarigen Pflüge eine weite Verbreitung. Man hat erkannt, daß bie vielscharigen Pflüge im Derhältniß zu Ihren Leistungen eine zu hohe Arbettskrast beanspruchen. In einer Sitzung bes Teltower Lanbwtnhschafilichen Vereins würben die zweischarigen Pflüge als besonders zur Saatbesttllung geeignet bezeichnet, Herr Oeconomierath Neuhauß betonte, daß bei der Verwendung zweischartger Pflüge im Vergleich zu breischarigen ein Pferb unb im Vergleich zur Verwenbung zweier einscharigen Pflüge ein Manu gespan werbe. Die erforberliche Zugkraft für einen einscharigen Karrenpflug würbe auf ca. 110 Kilogramm, bte Kraft für einen zweischarigen Pflug auf nur 150 Kilogramm, also nur wenig mehr, angegeben. Auch kann man mit zweischarigen Pflügen die erste Furche geben.
— [(gefrorene Milch.] Bet bem jetzt eingetretenen Frostwetter ist es angebracht, auf einen llebelftanb Hinzuwelsen, der durch bas Gefrieren ber Milch heroorgerufen wirb. Das Gefrieren verändert nämlich die Beschaffenheit der Milch dahin, daß sie minderwertig erscheint, sobald viele gefrorene Stücke darin find. Der Fettgehalt der Milch ist nämlich meist in ber gefrorenen Milch vorhanden, so baß die übrige, schon auf: getraute Milch schlechter scheint. Es ist dies für die Händler in solchen Städten sehr unangenehm, in denen eine polizeiliche Controle ber Milch ftattfinbet. Bei solchen Untersuchungen kann es Vorkommen, baß bie Milch als mmderwerthig confiscirt wirb, trotzdem sie gut ist. Händler werden daher gut thun, dafür zu sorgen, daß die Milch möglichst nicht gefriert' oder sie doch gleich aufgethaut wird, wenn sie zum Verkauf gelangt.
Farbige Seidenstoffe v. Mk. 1.33 bis 12 33 p. Met. fca. 2000 versch. Färb. u. Dess.) Atlasse, Fallle Franpalse, ,,Monopol“, Foulards, Grenadines, Surah, Sat. merv., Damaste, Brocatelle, Steppdecken- und Fahuenstoffe, Ripse, Taffete etc. — versendet roben- und stückweise zollfrei ins Haus baS Seibenfabrik-D6pöt <4, Henneberg; (K. u. Ä. Hoflieferant) Zürich. Muster umgehend. Briefe kosten 20 Pf. Porto 23
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Ur« Uicriacii. »*. 221
7 Sprechft.tagl. v.10—1 u. 3—5 Uhr. [17


