um an Ort und Stelle die geeigneten Schritte zu thun. Wir wünschen den Betreffenden» daß es mit dieser Millionencrbschaft nicht gerade so geht, wie mit den vielen Erb- summen, die schon oft vergeblich aus Amerika erwartet wurden.
w 2 Uhr I Maigehet.
Am Mittwoch und Freitag um 6 Uhr Maigebet.
Abg. Schroder spricht sich für den Antrag Metz aus. Ebenso die Abgg. Dsann, Wasserburg und Frank.
Nach erfolgter Abstimmung wird der Artikel mit 16 gegen 16 Stimmen im ^Sinne der Regierungsvorlage angenommen.
Art 15—47 werden ohne Discussion und nach der Regierungsvorlage angenommen.
Heute Mittag V24 Uhr Sitzung.
Mittags-Sitzung.
Der Präsident eröffnet die Sitzung um 4V- Uhr. Nachdem die Beschlußunfähigkeit des Hauses festgestellt ist, wird die Sitzung aufgehoben.
Berlin, 28. April. Der Kaiser nahm Vormittags eine Reihe militärischer Meldungen entgegen, conferirte darauf mit Albedyll und dem Kriegsminister und machte Nachmittags eine Spazierfahrt.
ßngland.
London, 28. April. Das Oberhaus nahm in zweiter Lesung die ReqierunaS'Vorlage, betr. die Übertragung der Zehntenlast von den Pächtern auf die Grundbesitzer, abstimmungslos an.
— Im Unterhaus erwiderte Ferguffon auf bezügliche Anfragen, es sei kein Grund vorhanden, anzunehmen, daß die Anknüpfung von Unterhandlungen, den französischen Handelsvertrag zu erneuern, ein gutes Resultat haben würde. Die öffentliche Meinung in Frankreich und die Legislatur begünstige mehr als je die Pflege der inländischen Industrie und den Schutz des heimischen Handels. Portugal und Zanzibar hätten Special-Commiffäre zur Erörterung der Grenzfrage ernannt. Portugal habe die Beschlüsse der internationalen Abgrenzungs-Commission, soweit sie seine Ansprüche auf streitiges Gebiet betreffen, nicht acceptirt.
Gottesdienst in -er Synagoge.
6<i Uhr- Samstag Morgen 8 Uhr, Samstag Mittag 4 Uhr, , öamstaß Abend o Uhr.
Eingesandt.
Gieße«, 29. April.
Die beherzigenden Winke, welche Sie mehrmals in Ihrem geschätzten Blatte über Berufswahl veröffentlichten, veranlassen Einsender, einige Worte aus ber „Deutschen Turnzeitung" anzuführen, an die geehrten Eltern, sowie Lehrmeister und Lchrherren gerichtet, denen sich die Knaben nach der Eonfirmation in dem guten Vorhaben anoertraut haben, wohl etwas Tüchtiges zu lernen, dennoch aber ihrer körperlichen Ausbildung oft zu wenig Beachtung schenken. Auf Nachstehendcs- verweisend, fei daher an die geehrten Eltern, Lehrmeister und Lehrherren das freundliche Ersuchen gerichtet, die aus der Schule entlassenen Knaben, Lehrlinge und jugendlichen Arbeiter fleißig zum Turnen anzuhalten. Der Turnunterricht wird hier unter Leitung und Aufsicht eines tüchtigen Turnwarts dreimal wöchentlich von 8 bis 10 Uhr Abends in der städtischen Turnhalle ertheilt und ist der Beitrag hierzu für die ZogliUge em sehr geringer. Es ist nicht nöthig, auf den überall anerkannten Nutzen, des Turnens hinzuweisen, wohl aber darauf, daß mit dem 14. oder 15. Lebensjahre für den größten Theil unserer Knaben das Schulturnen aufhörl und daun für dieselben vielfach eine Zeit schwerer, oft auch einseitiger oder körperlich nschtheiliger Arbeit 6erantritt, die nicht selten aus dem frischen Knaben weder einen arbeitsfrohen, noch kräftigen und^brauchbaren Jüngling werden läßt. Welch' vielseitige Anerkennung ist dagegen den Turnvereinen schon von solchen gespendet worden, die mildem 20. Lebensjahr in's Heer eintreten mußten, eben weil ihnen nun der strenge Dienst um so leichter wurde, je mehr sie die Gelegenheit zum Turnen bis dahin benutzt hatten. Wie vielen sittlichen Gefahren entgeht auch so mancher junge Mann, wenn er, anstatt sich aussichtslos herumzutreiben, seine freie Zeit zu körperlicher Ausbildung benutzt und )ung schon sich in ein ordnungsmäßiges Ganzes einfügen und in demselben gehorchen und dienen lernt, wie es auf dem Turnplatz der Fall ist. Deshalb bitten, wir Alle, denen das Wohl der Heranwachsenden Jugend am Herzen liegt, ihre Pflegebefohlenen auf den Turnplatz zu schicken.
__________ Frisch. Fromm. Fröhlich. Frei.
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Erwiderung.
Ein ungenannter Einsender in Nr. 97 des „Gießener Anzeiger" erklärt, daß die Behauptung, es bestehe unter den hiesigen Schlossern eine die städtischen Interessen schädigende Coalrtron, „gänzlich unwahr ist und auf irriger Information beruht".
-i- n Erklärung bezieht sich — wie aus einer ähnlichen Einsendung in der ,Meßener Zeitung" noch deutlicher hervorgeht — auf den seinerzeit in der öffentlichen Atzung des Stadtvorstandes erfolgten .Hinweis darauf, daß sich bei Vergebuna städtischer Schlosserarbeiten umsomehr der Zuschlag an den Mindestfordernden (Wigandt) empfehle, als es fast ein öffentliches Gehctmniß fei, daß ein Theil der übrigen Schlosser Gießens sich über ihre Betheiligung bei größeren Submissionen zuvor verständigten
’m In'-,Mi- der Stadt liege, durch Zurücksetzung des Mmdestfordernden die Geschäfte einer solchen Vereinigung zu fördern.
m a. 3um Ale« Mr die Richtigkeit dieser - in Ihrem „Eingesandt" angefochtenen - Behauptung thettt Einsender dieser Erwiderung zunächst die folgende Erklärung mit* „Der Endesunterzeichnete, Schlossermeister Carl Wigandt dahier, bestätigt „hierdurch nachträglich, daß eine Anzahl hiesiger Schloffermeister sich seit Jahren „vor Vergebung größerer, insbesondere auch städtischer Arbeiten wiederholt vcr- „emigt hat zu vorheriger Verständigung über die Höhe der von Einzelnen abzu- „gebenden Offerte und die spatere gemeinschaftliche Ausführung der den Einzelnen „etwa zufallenden Arbeiten.
.. Äsen Vereinbarungen haben insbesondere jederzeit Theil genommen „die drei Schlosfermeister Carl Stohr I., I. Kreiling und C. Kreiling, - "Neuerdings auch der Schlosfermeister Martin Dörr, sowie bis einschließlich der „Arbeiten zum Rohbau des Mädchenschulhauses der Unterzeichnete.
„Insbesondere aber hat eine solche Vereinbarung zwischen den vier erst- „genannten und zwei weiteren Schlossermeistern bezüglich der letzten Arbeitsver- „gebung ur das Schlachthaus am 13. und 14. d. M. in der Restauration Stein „am Seltersweg stattgefunden.
. ^e „Erklärung" der vier erstgenannten Schlossermeister in Nr. 73
"der ttzeinr Zeitung irgend eine der obigen Thatsachen bestreiten will, so
„muß ich meinerseits diese Ableugnung als eine Unwahrheit bezeichnen und „erbiete mich, diese meine Erklärung nöthigenfalls vor Gericht zu vertreten und- „mit den weiter erforderlichen Beweisen zu belegen.
, r Carl Wigandt."
Von dem Vorhandensein des vorstehend angebotenen Beweismaterials, sowie weiterer Belege für die ausgestellte Behauptung Hal sich Einsender dieses persönlich Überzeugt. Qn
Telegraphische Depeschen.
Wolff s tclcgr. Korrespondenz-Bureau.
Berlin, 28. April. Die Besetzung der Vicepräsidentenstelle beim Rcichsbank- directorium steht für nächste^Zeit bevor.
— Die „Nordd. Allg. Ztg." bringt aus dem Auswärtigen Amte über den Fall Schnäbele eine vom Reichsjustizamte ausgegangene Mitlheilung. Danach wurden im Monat Februar der Handelsagent Klein (Straßburg) und der Fabrikant Grebert (Schilligheim) unter dem Verdacht des Landesoerraths verhaftet und zur Untersuchung gezogen. Bei Klein wurden drei Briefe gefunden, welche Auskunft über die Befestigungsarbeiten in Straßburg verlangen und aus welchen sich ergibt, daß der Briefschreiber gleiche Nachrichten bereits aus Metz erhalten hat. Klein gestand nach anfänglichem Leugnen, daß er 1879 oder 1880 von dem französischen Polizeiagenten Hirsch- Hauer (Paris) mit der Spionage in Mainz und Straßburg beauftragt worden sei und für feine auf die Auskunft über die Beschaffenheit, Lage und Construction der Forts zu Mainz und Straßburg bezügliche Thätigkeit bis zu seiner Verhaftung 200 monatlich erhalten. Vor etwa zwei Jahren zeigte ihm Hirschhauer an, er habe mit der Sache nichts weiter zu thun, werde ihn aber an den Chef des Renseignements Oberst Vincent in Paris, empfehlen; er solle seine Briefe einstweilen „Picard, Nancy" adressiren. Er habe dies gcthan, bis er von Schnäbele zu einer Zusammenkunft eingeladen und aufgefordert worden sei, seine Briefe künftig an „Kenzig, Pont-L-Mvusson" zu adressiren. Bei ihm gefundene Briefe rührten von Schnäbele her. In Folge dieses Geständnisses habe der Untersuchungsrichter die Fahndung auf Schnäbele und dessen Verhaftung bei etwaigem Betreten des deutschen Gebiets angeordnet. Die Verhaftung Schnäbele's habe erwiesenermaßen auf deutschem Gebiete stattgefunden. Schnäbele habe bei seiner ersten Vernehmung jede Schuld geleugnet und behauptet, feine Verhaftung fei auf französischem Gebiete erfolgt. Er halte aber letztere Behauptung nicht mehr bestimmt aufrecht, gebe vielmehr die Möglichkeit eines Jrrthums zu. Er räume ein die fraglichen drei Briefe geschrieben und die als landeSverrätherisch gekennzeichnete Correspondenz Klem's vermittelt zu haben. Der von Schnäbele und Klein genannte Oberst Vincent fei der aus den Landesoerrathsprocesfen wider Sarauw und Prohl bereits bekannte Chef des französischen Nachrichtenbureaus. Der Untersuchungsrichter habe gegen Schnäbele Haftbefehl wegen Landesoerraths erlassen. Der Angeschuldigle Grebert scheine zu den französischen Grenzpolizeibeamten, insbesondere zum Polizei- Cornmisfär Gerber (Avricoun) ähnliche Beziehungen wie Klein zu Schnäbele unterhalten zu haben.
zt, Berlin, 28. April. Das Abgeordnetenhaus verwies den Gesetzentwurf betreffs der Gewährung der staatlichen Subvention für die Provinzialhilfskaffe der Rhein- provlnz, nach unerheblicher Debatte an die Commission zurück und erledigte alsdann einige Petitionen. — Nächste Sitzung morgen 11 Uhr. Kantongefängnisse.
m “ Das Herrenhaus genehmigte unverändert nach unerheblicher Debatte die Gesetzentwürfe, betreffend die Ergänzungen des Ausführungsgesetzes zum deutschen Gerichtsoerfastungsgesetz, ferner betreffend die Abgrenzung und Organisation der Berufsgenossenschaften auf Grund des Reichsgesetzes über die Unfallversicherung der Arbeiter im landwirtschaftlichen und forstwirthschafllichen Betriebe, sowie den Gesetz- entwurf, betreffend das Theilungsoerfahren und gerichtlichen Verkauf von Immobilien im Geltungsbereich des rheinischen Rechts. — Samstag kleinere Vorlagen
. Par", 28-April. Nach einer Meldung aus Algier haben die Minister Millaud und Granet,. welche im Begriff, waren, zurückzukehren, in Folge einer aus Frank- reich ihnen irn letzten Augenblicke zugegangenen Depesche ihren Reiseplan geändert sortsetzen^ben W iU Schiff nach Bone, von wo aus sie die Reise nach Tunis London 28. April. Gestern fand vor dem Polizeigericht die Verh-ndluna gegen 13 Socialisten statt, welche angeklagt waren, vor einiger Zeit in der Nähe des Hydepark Ruhestörungen Veranlaßt zu haben. Das Gericht verurtheilte 7 Anaeklaate L Achtmonatlicher Zwangsarbeit, einen zu einmonatlichem und einen zu dreimonat- lichem Gesangmß. Drei Angeklagten wurde eine Kaution von 20 Pfund für zukünftiae ^tCaPpeIHrUenÖ auferUßt' dncr rourbc freigesprochen. Drei Verurtheilte beabsichtigen, , , -/iu Telegramm aus Perth-Western (Australien) meldet, ein großer Orkan habe am 22. dss. Mts. die Nordostküste heimgesucht und namentlich die Schiffe der Perlenfischer schwer betroffen. Gegen 40 Schiffe werden vermißt. Die Mehrzahl derselben soll gescheitert, die übriaen in's offene Meer hinausgetrieben sein. Die Jabl ber umgekommenen Menschen wird auf mehrere Hunderte geschätzt. ä 9
Vermischte-.
Ma in-, 28. April. Die hiesige Volksbank beschloß gestern die Nertbeilnn^ Gleichzeitig wurde eine Statutenänderung voraenommen^ d,- es ermogW bie ®enoifenfd)<m in eine Acliengelellschasl umjuwanbeln* ' c • ?? nj' 28. April. Der Mainzer Ruder-Verein hat sich zur
seiner Mitglieder einen eigenen Trainer, Herrn George Hammerton Her Maiestv’s 5^ng'°n London kommen lassen. Hammerlon war abwechselnd Wnhnr* i ,6°mbridge:n°nnschasteii und leitete außerdem lange ^abre
*1,6 bCn be|kn cn8litocn Elubs, zuletzt beim London- R°-
ml„. △ ®eVin' ?8. Slpril. Eine Millionenerbschaft von wirklich vorbandenpn Millionen coursirt wieder einmal bei uns. Vor Kurzem starb nämlich in s ,ÄW n dortiger Bürger, der einige Millionen, aber in der ungarischen S adt keAr,??^'" hmterlassen haben soll. Aus das behördliche Ausschreiben nach E?benentta^nm sich mehrere Bewohner von Gernsheim und Klein-Rohrheim daß sie in nnh.„ „ Wtli^en Beziehungen zu dem Verstorbenen gestanden' und sie darum legal?Er ' -nspruche an die h.nterlassenen Millionen haben. Auch ein Kölner glaubte An«chte an das Vermögen zu haben und war bereits in Gernsheim, um mit den ülXn hm mnC6ar d,C Dritte »ur Erlangung der Erbschaft zu thun. Ein Rechtspraksikan" hem man eine große Summe versprochen, wird dieser Tage sich nach Ungarn begeben'
. (Jubilate.);
Uhr an Beichte.
Uhr: Frühmesse und Austheilung der hl. Communion. Uyr: Hochamt «nb Predigt.
Gchiff-uachrichten.
_,r Bremen, 26. April. fPer transatlantischen Telegraph.! Der Vostdamviek f^e,^^Capt. G. Meyer, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, welcher s Bremen und am 17. April von Southampton abgegangen war ist
heute 10 Uhr Morgens wohlbehalten in Newyork angekommen. '
Kirchliche Anzeigen der Stadt Giefte^
Evangelische Gemeia-e.
G o t t e s d i e n ft.
Samstag den 30. April.
Nachmittags 2 Uhr: Beichte, Pfarrer Schlosser.
Sonntag Jubilate, den 1. Mai.
a r- Vormittags 9Vz Uhr: Pfarrer Schlosser.
Konfirmation der Realgymnafiasten und Realschüler und Feier
-in a ©eiligen Abendmahls.
der 6onftrmanbenn6®t1immtCn 8“tar in bcr Äird,e au§ für die Angehörige, c« r v Abends 6 Uhr: Pfarrer Dingeldey.
NKollekte für die Armen der Gemeinde. ^)ie Kinberkirche fallt aus.
to,.r, £tn M-si Abends 8 Ubr, Bibelstunde in der flleinfinber,
d?s Eli^s Zschesnunm' P°f7rrk/vr.^N- umnnm 3tfU Gespräch über
h.r «?i^ den Kirchbaufonds sind weiter eingegangen: aus den Opferbüchsen in im TOirrf,. und Mär, b. = 27 40 Reinertrag der
n«SiAr86^R^aItcnon™4 Dorträge = 367 M 14 Kapitalzinsen aus dem 7644 ^2^ 1886/7 = 276 M 26 A. (Sefammtbetrag des Kirchbaufonds jetzt
H3f.rre?$)inTlbe9Cf45ftC btr ®cä)t 80m L 618 7‘ Mai besorgt
Katholische Gemeinde.
3. Sonntag nach Ostern.


