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langen Jahren die Redaction des „Israelit" geleitet und sich von jeder, unserer Zeit so zur Gewohnheit gewordenen „Zänkerei" ferngehallen. Herr Dr. Lehmann hat für die Erhaltung und Wahrung des religiösen Gehaltes der Lehre Israels in seiner Zeitschrift sehr viel gekämpft und mit voller Berechtigung stets und immer darauf hingewiesen, daß nur der seiner Religion ganz ergebene Jude auch derjenige ist, welcher durch seine Handlungsweise kein Vorurtheil erwecken kann. Ungehindert vieler Anfeindungen hat sich der »JSraelit* in den weitesten Kreisen des deutschen Juden- thums heimisch gemacht. Der Leser wird stets in eine friedliche, bescheidene und dernüthige Vergangenheit geführt und die Geschichte der allen jüdischen Vorfahren, die in den dürftigsten Verhältnissen glücklich und zufrieden lebten, soll ein Vorbild, ein Beispiel für oberflächlich dahinlcbende Glaubensgenossen sein. Diese Gesinnung hat der „Israelit" stets bethätigt und daran die Ermahnung geknüpft, mit Treue und Hingabe dem Vaterland, das Allen Recht und Gleichheit gibt, gan» und voll sich anzuschließen. Herrn Rabbiner Dr. Lehmann's Streben hat auch in den weitesten Kreisen Anerkennung gefunden. Möge der „Israelit" noch lange als treuer Ermähnet der
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— Zur thunlicheu Verhütung der Weiteroerschleppung der Reblaus hat die Direction des linksrheinischen Eisenbahnamtes ihren Beamten zur strenssten Pflicht gemacht, die zur Abwendung der Gefahr gegebenen Bestimmungen genau zu beachten. Zu diesem Zwecke wurde dem Betriebsperioual die Reblaus-Couventtou nedp den Ausführungsbestiinmungen und dem Verzetchuiß der Weinbaubezirke im Abdruck zu- gestellt, mit der Weisung, sich mit diesen Vorschriften vertraut zu machen.
— Gestern Abend wurde auf einen Ruhrschiffmann, der in einem Wtrthshause viel Geld zeigte, ein Raubanfall gemacht. Derselbe hatte kaum die Kneipe verlassen, da wurde er unfern dem Rhein von zwei Burschen überfallen und seiner Baarschaft beraubt. Nach Verlauf von wenigen Stunden waren die Strolche schon in den Händen der Polizei. Es sind dies zwei 20jährige Burschen.
— Letzte Baden - Badener Lotterie. Des Umstandes wegen, weil ein kleiner Thcil der Loose dieser Lotterie unverkauft blieb, ist die für den 27. December beabsichtigt gewesene Ziehung auf den 27. Februar 1888 verlegt worden, wodurch Manchem noch Gelegenheit geboten ist, sich ein Loos dieser mit Recht empfehlenswerthen Lotterie, die wirklich zahlreiche, schöne und werthvolle Gewinne bietet, zu erwerben. Die Loose sind vorerst noch, so lange der geringe Vorrath ausreicht, h 2.10 per Stück bei allen durch Plakate ersichtlichen Verkaufsstellen erhältlich.
— Den „Leipziger Nachr." vom 17. December wird geschrieben:
„Der in Mainz erscheinende »Israelit* beginnt mit dem 1. Januar 1888 einen neunundzwanzigsten Jahrgang. Es dürfte schwer sein, eine zweite so gediegene Zeitschrift für das glaubenstreue Judenthum in Deutschland zu finden. Herr Rabbiner Dr. Lehmann, eine in den weitesten Kreisen anerkannte Autorität, Hal in diesen


