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bmfe und an feine hohe Befähigung, die deutsche und die preußische Politik in einer

Weife weiter »u leiten, daß Er (der Kaiser) mit Ruhe seine Augen hatte schließen können "®a§ (Sfotte« Ftigung weiter bestimmte, daS könne Ätiemand »vtssen, in Gottes unerforschlichen Willen habe man sich zu fügen. Die allgemeine Theelnahme habe sich in dtt erhebendsten Weise in Deutschland, in Europa, >a über des en Grenzen hinaus aereiat das sei in großer Trost. Darauf sprach der Kaiser sein Bedauern aus, daß er den Reichstag nicht habe in Person eröstnen und d-e Thronrede ver-

lelen können besonders wegen deS Schlußsatzes derselben, um der Welt zu

ielen tonnen, oei R J?b roonc bofi Deutschland aber vollkommen

'--S-n, duß E Angriffen zu begegnen. Erfreulich sei die Besserung der

E,« biTO5VTÄ XVn zeige. - Die Ablehnung d-r Ä.liiär- »mlaae durch d n früheren Reichstag sei dem Kaiser ein großer Schmer, Lewesen, um ÄS seinem Herzen, daß der gegenwärtige Reichstag d,e Sache wieder aut gemach habe. Schließlich erörterte der Kaiser mit einigen Worten die allgemeine politische Lage und gab seinem Bedauern über den Rucktrrtt des Präsidenten der sranzosnchen RepuMk Gremi, Ausdruck. Rouvler, welcher gestern Abend

.ine lämr«/BesprechungmUGreuy hätte. abgelehnt, die Botschaft des Präsidenten in ZPrn in Detlefen weil dieselbe Sätze enthielte, mit denen er nicht ein- veästanden sei. - Der .Republik framaise" zufolge hätte Greay die Absicht geäußert, den Erlätz der Botschaft zu verschieben und von Neuem Versuche zu machen zur Bildung nnes Cabinets^ember. roarcn heute Vormittag zu einer Con-

fcreni bei dem Ministerpräsidenten Rouvier vereinigt. Letzterer begab sich sodann in s ß.rn?5, Präsident Grevy eröffnete demselben formell, daß er entschlossen ^i, seine ÄonTÄ« und baS er den Präsidenten der Kammer und des Senats am seine Botschaft zugehen lassen werde. Daraus thellte Rouvier dem Kammerpräsidenten Floquet persönlich den Entschluß Grevy's mit. Wahrscheinlich wi^d morgen in der Kammer und im Senat die Vertagung bis Donnerstag beantragt mtien!Rom, 27. November. DerAgeneia Stefani" zufolge sprach der Papst in der aus d-m gestrigen Consistorium gehaltenen Allokation von seinem demnachftrgen ö-ubiläam und drückte den Eardinälen gegenüber seine Freude darüber aus daß die Gläubigen und die Souveräne ihm durch Geschenke ehre Neigungen kundgaben. Groß M aber ber Schmerz, den ihm Italien bereite dadurch, daß es nicht dem entspreche wäg er iür Italien aethan habe, er, welcher Italien fo viel Siebe bezeugt habe und demselben so entgegengekommen sei. Ja, noch mehrt Italien betrübe die Kirche durch neue Gesetzentwürfe, welche der priesterlichen Organisation zuwiderltesen; es trachte, Spaltung zwischen den Gläubigen und dem Klerus zu schaffen indem es die Kirchen- aüter durch Laien verwalten lasse und sich des letzten Restes des Kirchengutes in Italien bemächtigt habe. Auch beklagte der Papst die zungst erfolgte Abschaffung des Kirckenzehrtts.

Schiffsnachrichten.

Bremen, 26.Novbr. fPer transatlantischen Telegraph.^ Der Schnelldampfer Aller, Capt. H. Ehristoffers, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, welcher am 16. November von Bremen und am 17. November von Southampton abgegangen war ist gestern 1 Uhr Mittags wohlbehalten in Newyork angekommen.

gantet «nfr BeEehr.

Grünberg, 26. November. (Frachtpreises Weizens 16.80, Korn X 13.00 Gerste X 12.80, Hafer X 10.80, Erbsen X 14.40, Linsen X 22.00, Lein X 24.00, Samen X 22.00, Kartoffeln X 0.00, Wicken 00.00.

Literarisches.

* Unser neuer Mitbürger, Herr Ernst Challier, der vor Kurzem die Musi­kalien- und Instrumentenhandlung des Herrn Wilh. Rudolph übernommen, hat sich bereits in Fachkreisen einen angesehenen Namen als musik.-lex. Schriftsteller er- roOrbeigelne höchst practischen Tabellen, sein Doppelhandbuch der Gesangs- und Clavierliteratur und vor allen Dingen sein großer Liedercatalog, der das ge- sammte Gebiet des Deutschen Liedes umfaßt, sind nicht nur von der Presse in aner­kennendster Weise beurtheilt worden, sondern haben auch schnell in die Kreise aller Interessenten Eingang gefunden und werden dort als ein in jeder Beziehung will­kommenes Hilfsmittel benutzt.

Gingesandt.

Gießen, 28. November.

DieOberhessischen Nachrichten" nehmen in ihrer Sonntagsnummer Ver- anlasfung, jeden Unerfahrenen vor der Benutzung von denaturirtem Spiritus zu warnen,, da derselbe eingreuliches Zeug" fei und beim Brennen Zimmer und Haus verpeste. Derartige Beurthcilungen eines Artikels, der erst in den Handel kommen soll, sind aceignet, dm Confumentm. der leichtgläubig ist, abzuhalten, sich desselben zu bedienen. Es kann daher, wenn dieses Urtheil ein richtiges ist, nicht entschieden genug gerügt werden, daß man Behauptungen aufstellt, die der Wahrheit nicht entsprechen. Der benaturtrte Spiritus, den Schreiber dieses bis jetzt kennen zu lernen Gelegenheit hatte erfreut sich absolut nicht in dem Maße der ihm von denOberh. Nachr." zu- geschriebmm Eigenschaften und ist ohne Nachtheil, und ohne sich das Zimmer zu verpesten, zum Brennen zu verwenden.

Der Warnungsruf derOberh. Nachr." möge daher das Publikum nicht ab­halten das^greuliche Zeug" von denaturirtem Spiritus ruhig zum Brennen zu ver­wenden und sich zu überzeugen, daß keinem mit einem gewöhnlichen Niechorgan bewaffneten Sterblichen die fernere Benutzung unmöglich wird. L.

Lokales.

eften, 28. November. Nachdem erst vor Kurzem wegen in der Südanlage, Ludwigftraße, Gartenstraße, Bleichstraße :c. vorgekommener Weckdiebstahle geklagt und ein jugendlicher Dieb dieserdalb auch erwischt worden war kamen tn letzter Zeit wiederholt Bewohnern des südlichen Stadttheiles die Wecke und zwar vielfach mit den Säckchen Morgens ftüh in den Hofraithen abhanden. In den letzten Tagen, ver­schwanden aber nun auch zu gleicher Zeit mit dm Wecken verschiedene den Dimst- mädchen in den betreffenden Häusern gehörende Wäschegegenstande. Man vermuthete einen Dieb in der Person einer Austragsfrau für Backwaarm und wurde tn dieser Vermuthuna nicht getäuscht. Am letzten Samstag wurde dieselbe tn der Person der Fredrich Lesch Ehefrau, der seitherigen Weckträgerin eines hiesigen Bäckermeisters, ermittelt Bei der Durchsuchung der Wohnung derselben fanden sich außer der den Dienstmädchen gestohlenen Wäsche auch noch verschiedene, theils vor Monaten an dm Häusern der Grünbergerftraße entwendete Wecksäckchen vor.

Gießen, 28. November. Das gestern Abmd im Caf6 Leib stattgebabte Wohl- thätigkeus-Concert der Bürgergesellschaft nahm vor überfülltem Saale einen glänzenden Verlauf. Bericht folgt morgen.

Die Diebin, welche sich am 21. d. Mts. in einem Hause der Wetzstemgasse ehren seidenen Regenschirm aneignete, ist gestern in einem 17 jährigen Mädchen, wohn­haft in der Lahnstraße, ermittelt und zur Haft gebracht worden.

Vermischtes.

A Mainz, 27. November. In Folge der ungünstigen Wafferverhältnisse hat die Heififche Ludwigsbahn im laufenden Monat gegen den gleichen Monat des Vo^ jahres wiederum bedeutende Mehreinnahmen aufzuweisen. Der Güterverkehr hat sich gegen den vorhergegangmm Monat noch gesteigert und laufen eben durchschnittlich den Tag 1000 Güterwaggons mehr auf dm Strecken der Ludwigsbahn als im Monat November 1886. Einschließlich der garantirten Strecken wird sich die Mehreinnahme gegen den gleichen Monat des vorigen Jahres wohl auf 130 000 bis 140 000 X belaufen. 27. November. In der ehemaligen Jordan'schen Zündholzerfabrik

in dem nahm Kostheim ist gestern kurz vor Mittag Feuer ausgebrochen, das, durch leicht brennbare Stoffe genährt, in kurzer Zeit den größten Theil der Fabrikräumlich- keiten und die angrenzenden Magazine in Asche legte. Die rasch herbeigeeiltm Feuer­wehren konnten nur die Ausdehnung des Feuers auf die umliegenden Gebäude ver­hüten. Ueber $)ie Entstehung des Feuers ist noch nichts bekannt.

Gestern erhängte sich hier ein Greis von nahezu 70 Jahren aus Nahrungs­sorgen. Der Unglückliche, der früher beim österreichischen Militär war, hat sich bis vor einiger Zeit mühsam ehrlich zu ernähren gesucht; eine Krankheit raubte ihm seinen Verdienst und so griff er zu dem verzweiflungsvollen Schritt.

Erhöhte Preise. Äußer

4

Repertoir der vereinigten Stadttheater zn Frankfurt a. M i Opernhaus.

Preise.

Lonjumeau. Hierauf:.

Große Preise.

Montag den 5. Deeember: Macbeth. Große Preise.

Akten von V. Sardou.

Sonntag den 4. December: Zum ersten Male wiederholt: Georgette.

liche Preise.

Schauspielhaus.

Dienstag den 29. November: Don Earlos. Große Preise.

Mittwoch den 30. November: Odette. Große Preise.

Donnerstag den 1. December geschlossen.

Freitag den 2. December: Neu einstudirt: Macbeth. Große Preise

Samstag dm 3. December: Zum ersten Male: Georgette. Schauspiel in

Abonnement.r ri,

Donnerstag dm 1. December: Aida. Gewöhnliche

Freitag den 2. December geschlossen.

Samstag den 3. December: Der Postillon von

Zum ersten Male: Der Margarethenwalzer (Ballet) von I. Hofmann.

Gewöhnliche Preise.

Sonntag dm4.November: Neu einstudirt: Die Meistersinger. Gewohn-

Dienstag dm 29. November: Migno n. Gewöhnliche Preise.

Mittwoch den 30. November: Einmaliges Gastspiel des Kammersängers Herrn Emil Götze. Martha. (Lyonel: Herr Emil Götze.) Erhöhte Preise. Außer

Die Intendanz des Frankfurter Opernhauses hat mit dem berühmten Tenoristen Emil Götze eine Vereinbarung getroffen, der zufolge der Künstler, nachdem derselbe von seinem Leiden wieder vollständig genesen ist, im Frankfurter Opernhause ein ein­maliges Gastspiel absolviren wird. Dasselbe findet Mittwoch dm 30. November statt und tritt der gefeierte Sänger als Lyonel inMartha" auf.

Platzbestellungen werden von heute an an der Kasse des Frankfurter Opernhäuser entgegengm omm en.

Kirchliche Anzeigen der raangrl Gemeinde.

Heute, Montag. Abend 8 Uhr Bibelstunde in der Kleinkinderschule, MarkuL Kap. 12, von Vers 13 an, die Frage über Entrichtung des Zinses und über die Auf­erstehung; Pfarrer vr. Naumann.

Am Donnerstag, den 1. December, Abends 8 Uhr in der Kirche: Misstons- gottesdienst; Missionar Thumm aus Frankfurt a. M.

Allgemeiner Anzeiger.

Jul. Schulze

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