Nr. 2?G
Dienstag dm 29. November
1887.
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Bureau r' Schulstraße 7.
Erscheint täglich mit Ausnahme des Montags.
IuJa 2 Mark 20 Pf. mit Bring-rlobn.
Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pf.
Deutschland.
Darauf eÄrwÄ lichm Stoff'
auch das Bureau der Kweiten Kammer. Sfror arcr»*J^. - "t1.0"
au« das Bureau der Zweiten Kammer. Der Empfang fand in den Assemblee- Zimmern des Großh. SSloffes statt.
Bei der Galatafel brachten Se. Königl. Hoheit der Grobherzog den ersten Loast auf sein jo-öner Heffenland und seine getreuen Stünde aus. Se Großh Hoheit der Prinz Alexander, der hohe Präsident der Ersten Kammer, toastirten auf Se. “öntgL Hoheit den Großherzog, der Präsident der Zweiten Kammer, Kugler, aus Se. Königl. Hoheit den Erbgroßherzog, Höchstdessen Geburtsfest gestern begangen wurde, und auf das Großh. Haus.
.. Während der Tafel, an welcher 103 Gedecke aufgelegt waren, concertirte die Kapelle des 1. Großh. Infanterie- (Leibgarde ) Regiments Rr. 115.
— (Ordensverleihung.) Se. Maj. der Kaiser haben dem Hauptmann v. Schwartzkoppm, ä la suite des Generalstabes der Armee und militärischen Begleiter Sr. Königl. Hoheit des Erbgroßherzog» von Hessen und bei Rhein, rommandirt zur Dienstleistung beim 1. Großh. Hefstfchen Infanterie. (Leibgarde.)
Nr. 115, die Erlaubniß zur Anlegung der ihm au» Anlaß des 50jährigen Regrerungs.Jubiläum« Ihrer Maj. der Königin von Großbritannien rind Irland verliehenen silbernen Medaille Allergnädigst zu ertheilen geruht.
„ , Darmstadt, 26. November. Am 20. Novbr. wurde der Gefangen, warter bet dem Hastlokal in Alzey, Adam Müller, zum Kreisdiener bei dem «reisamte Schotten, — am 21. Noobr. wurde der Hilfsbremser bei den Ober, hessischen Eisenbahnen, Ludwig Düll, zum Bremser bet diesen Bahnen ernannt:
. mutbe der Gerichtsvollzieher mit dem Amtssitze zu Schotten, Julius Theis, seines Dienstes entlassen.
einem Avlehen im Belaufe von 3,000,000 M. zur Deckung der außerordentlichen Ausgaben, meist größeren Neubauten, zu dienen, welche dort für die dreijährige Finanzpertode zur Höhe von im Ganzen 5,290,000 M. vorgesehen sind.
Dar gesammte Staatsbudget für 1888—91 schließt alsdann noch wit einem überschießenden Restvorrathe von rund 6,477,000 je ab.
(Schluß folgt.)
][ Darmstadt, 27. November. Seine Königliche Hoheit der Groß. Herzog hatten gestern die Mitglieder der Ersten Ständekammer, so viel deren dem edlen Watdwerk obliegen und nach der Vertagung noch hier geblieben waren, zur Hofjagd in den Groß-Gerauer Forst eingeladen. Die Jagd- theilnehmer kehrten erst im Laufe des späteren Nachmittags hierher zurück.
Darmstadt, 26. November. Der in der heutigen Sitzung der Zweiten Kammer gehaltene Vortrag de« Herrn Präsidenten der Großh. Ministeriums der Finanzen, Wirklichen Geheimenraths Weber Excellenz, den Hauptvoranschlag über die Staats-Einnahmen und -Ausgaben für die Finanzperiode 1888-91 betreffend, lautet wörtlich:
Hochzuverehrende Herren!
., Im Allerhöchsten Auftrage Sr. Königl. Hoheit der Großherzogr habe ich die Ehre, Ihnen das Finanzgesetz, sowie den Hauptvoranschlag über die Staatr- Einnahmen und -Ausgaben für die Finanzperiode 1888—91 zu unterbreiten c^,5?0661 mtWlt "'cht- dem Herkommen entsprechend, Ihnen über den Abschluß und den wesentlichen Inhalt desselben in möglichst kurzer Fassung eine zusammenfaffende Uebeisicht zu geben.
«^Voranschlag der ordentlichen Ausgaben beläuft sich auf rund ^1800,000 dL im Jahre, weist also gegen das laufende Staatsbudget einen lährUchen Mehrbedarf von etwa 4,300,000 dL auf, wovon jedoch, wie gleich letzt bemerkt werden mag, ein Betrag von ungefähr 490,000 dl nur eine scheinbare, wieder zu besonderem Ersatz kommende Vermehrung enthält, während die Erhöhung der Matrikular-Umlagen um 2,432,000 dl. durch vermehrte I Überweisungen seitens des Reiches aus Zöllen und Reichssteuern mehr wie aus- I geglichen wird.
In der That werden die ordentlichen Ausgaben durch die in dem vorliegenden Staatsbudget veranschlagten ordentlichen Einnahmen so reichlich gedeckt, daß noch ein Ueberschuß von rund 220,000 dL auffs Jahr verbleibt, und zwar dies, obwohl wiederum eine Herabminderung der directen Steuern um 200 000 dL gegen den Ansatz des laufenden Budgets und um 500,000 dL gegenüber dem- Migen Steuerbetrug vorgesehen worden ist, welcher stch aus den gewachsenen Steuerkapitalieu des Landes bei Beibehaltung der seitherigen Ausschlaas-Koesst- cienten ergeben hätte. I
Darmstadt, 26. November. Se. Königl. Hoheit der Großherzog emvstngen gestern Nachmittag vor 4 Uhr das Bureau der Ersten Ständekammer
Die Prinzessin Clementine von Coburg ist beute in ■ n 1 • m k k am (mX**.Iäm fr'z x — Y. . -V . . i r v » . ~ <
q- "-r,,__V-I-« UHVH.HI.V MHV vn »munci ^tumumow, yiahcbetDttfd) und
un? bie Minister waren der Prinzessin bis ^arrbrod entgegengefahren. Am Eingänge der Stadt wurde die Prinzessin von dem de? ^Eistlichkeit und Abordnungen von Kadetten und Veteranen em- plangen und von den zahlreich versammelten Einwohnern sympathisch begrüßt.
Serbien.
November. Die Prinzessin Clementine von Coburg ist nach kurzem Aufenthalte nach Sosia abgereist.
- ,. ~ ®efteut Abend faßte der unter dem Vorsitze des Königs rusammen- rhronredelntfterrath definitive Beschlüsse in Betreff der Regierungsvorlage und der
Bulgarien.
Telegraphische Depeschen.
Wolffs tcleat» CoMesvondenz ■ Buren«.
, Derlin, 27. November. Se. Majestät der Kaiser hat heute Nachmittag 2 Uhr die drei Präsidenten des Reichstages, die Abgeordneten o. Wedell-Piesdorf, Dr. Buhl unb v. Unruh - Bomst in feierlicher Audienz empfangen. Der Präsident sprach c Reichstages die ehrfurchtsvollste Theilnahme desselben an der schweren Krankheit des Kronpinzen aus. Der Kaiser antwortete, das Leiden des Kronprinzen sei eine schwere Schickung, besonders wenn man an die hohe Stellung dieses ManneL
I November. Se. Majestät der Kaiser hörte Vormittags eine Reihe
7nd^^mackt7«^ldungen, empfing darauf Moltke, Waldersee und Albedyll zum Vortrag zmÄckg kchrte General LZWerfahrt Nach derselben wird der aus San Rem?
I SS™ Wtnterfeldt dem Kaiser über das Befinden des Kronvrinren
K-iftr das Präsidium b-^R-ichMagsd^""^ -um Dortrag. Morgen empfängt der den November. Soeben ging dem Reichstage eine Vorlage zu, welche
für Buckm^^Ä auf 6 jl, für Gerste, Raps und Rübsaat auf 3 ^
| lur «ucywelzen und Hulsenfruchte auf 2 jl, für Geiste nnf 91/
I anderweit nicht genannte Oelfrüchte, sowie für Mais und Dari aui
?uf 4 X fe tsetzte - Der Zollsatz für Kraftme^l Puder, Stärke n b^al ft au &üIta'frü*taUauM^^CS“U^15 f Mühl-nfabrtkate aus Getreide und öd in ftJtrÄnt"fn cr£”6t\ $e,r s« Speiseöle, Rüböl, Baumwollensamen-
I k 61 rn t 0tri0, Jur benaturirtes Leinöl, Baumwollensamenöl 4 jl Die I Vorlage für Weizen, Roggen, Hafer, Gerste, Mais Dari Malr nnd
Mühlenfabrikate aus Getreide treten mit dem heutigen Tage tn Kraft ' 3 Unb
I ui aTä S.Cr: "Kuryer Warszanskt" meldet, die Fürstin Marte Lobenlobe
6eftäHgt$C t6tr " ber 6rem .erstorbenen Bruder Fürst Wittgenstein gehörigen Güter
Arankreich.
I ^°°uibcr.' Dem Vernehmen nach wird Grevy die Minister Leute
I r end rm Cly^e versammeln, um ihnen die Botschaft mitzutheilen welcke am in den Kammern verlesen werden dürfte. Di- robfralVÄ
biC täXti« 9£n“§tor,WC ®ani,ibatur f6r ben Präsidentensitz zurück, ebenso auch M°ntagdketta'gi^^°Eb°r. Senat und Kammer haben sich nach kurzer Sitzung auf wird das „Journal officiell" morgen ankündigen, daß das
Cabinet Rouoier ferne Demission zurückgezogen habe. Rouvier hat heute Abend eine Besprechung mit Greoy. Der Mintsterrath wird auf morgen berufen um die Mit-
I therlung über die Botschaft Grevy's entgegenzunehmen. ' ' V
r// 261 ,^?oember. In dem von dem General Saussier an den Director eine gerichteten Schreiben sagt derselbe: Obgleich es eigenthümlich erschein/
r a™ i^andtdatur abzulehnen, die ihm niemals angeboten worden, für eine Stelle die n cht einmal vakant sei, so halte er es doch für nützlich angW der lebhaften Polemik, welche hierüber geführt werde, zu erklären, daß er nicht Candidot Freund^die^/1n'fci* eJfu*e daher, eintretendenfalls die wenigen siln°n Namen abzug-b-n ^Em-rn habe, zu p-ranlass-n, ihr- Stimm- nicht auf
Stafien.
Darr Remo, 26. November. Der Kronprinz unternahm mit der ^ran Kron- ^inzesfin und den Prinzessinnen Töchtern heute Vormittag gegen 11 Uhr eine Spazierfahrt. Außerhalb der Stadt verließ der Kronprinz den Wagen und maÄe Remo Zurück" @pa3iergan9- ®egen a6enb kehrten dtc hohen Herrschaften nach San
Rußland.
26. Nov-mb-r. Das „Journal d- St. Petcrsbourg" betrachtet Deutschlands atS eincn lebhaften Ausdruck der friedlichen Bestrebungen
In dem Finanzgesetz wird Ihnen vorgeschlagen werden, diese Steuerverminderung zu vollziehen durch Herabsetzung des seitherigen Ausschlags von 17 auf 15 H von der Mark Einkommensteuer-Kapital, also einer Ermäßigung der Einkommensteuer um 11-/. pCt. zuzustimmen, welche allen Steuerzahlern zu gut kommen würde, auch denjenigen, welche ein aus Grundbesitz, Kapitalvermögen oder selbstständigen G-werbsbetrieb fundirter Einkommen nicht haben.
Die vorhin erwähnten Ueberschüffe der oroentlichen Einnahmen über di- ordentlichen Ausgaben sind demnächst in de« zweiten Theil des vorliegenden Hauptvoranschlag« übertragen worden, um daselbst, nebst einem entsprechenden , m t - -
Betrag aus den Ueberschllffen der laufenden und vorderer Finanrvecioden und I /4i0DCInb(r- Di- Prinzessin Cl-m-nttn- von G
einem Auleben im Belau non 3 060 006 Ji. Furst-n F-rbmand und der Minister ©tambuloro.
■ Die Mitglieder der zweiten Kammer waren für gestern Abend ^innpT ™tvn8l-err" -ru ®roW',Sl^to6 gebeten worden. Auch Staatsminister ^lmsterialprasident Weber, die Hofstaaten und etliche Mitalieder der
6 auf en f fräßet n Krndlbräu — lieferte die Restauration Wengermg-
Kamm^b^^^^c "Ä -nitgetheilt, daß das Bureau der zweiten “« “* »”«* w. ä"ÄÄ ÄZVMt


