Ausgabe 
29.9.1887 Erstes Blatt
 
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Auslandes zahlreich beschickt. Deutschland ist vertreten durch Behrens, Braeckler, Drein- hoefer (Berlin), Zeibig (Dresden), Gantter (Frankfurt), Altener (Pasiau).

Smyrna, 27. September. Vier Engländer, welche sich auf der Jagd in der Umgegend der Stadt befanden, sind von Räubern gefangen genommen worden. Die Behörden ergriffen sofort Matzregeln zur Befreiung der Gefangenen und ließen den Distrikt, wo der Ueberfall stattgefunden hat, umstellen.

Gumbinnen, 27. September. Die vor einigen Tagen von auswärtigen Blättern gebrachte Mittheilung, daß in Smorgoni (Gouvernement Wilna) die sibirische Pest ausgebrochen sei, ist nach hier eingegangenen authentischen Nachrichten unbegründet. ____________

Unsere heutige Concurren?.

Die letzten Monate des Jahres sind für sehr viele Geschäftsleute die Haupt­monate des Jahres, in welchen der Absatz am flottesten blüht, die Einnahmen am größten sind. Die Ursache ist nicht nur das Weihnachtsfest, es wirken da auch noch viele andere Ursachen mit. Die Landleute haben ihre Ernteeinnahmen ganz oder zum Theil in der Tasche und gestatten sich deshalb Ausgaben, die ihnen in anderen Monaten nicht möglich find, die veränderte Jahreszeit macht ihre Ansprüche gellend, im Herbste werden nach ziffernmäßigem Nachweis die meisten Ehen geschlossen und was dergleichen Dinge mehr sind, die Geldausgaben zur Folge haben. Neue Einnahmen verursachen aber im Geschäftsleben auch stets wieder neue Ausgaben und daher kommt eine erhöhte Thätigkeit in Industrie, Handel und Wandel. Kein Wunder, namentlich bei den heutigen Zeitläuften, wenn ein jeder Geschäftsmann darauf achtet, bei dem vermehrten Absatz möglichst viel für sich zu erringen und damit seinen Verdienst zu vergrößern. Es wird dabet aber vielfach geklagt, die Eoncurrenz wäre zu groß, alle Branchen seien überfüllt. Groß ist heute die Eoncurrenz freilich, jedoch von einer Ueberfüllung aller Branchen kann man deshalb noch lange nicht reden. Die sich geltend machende Schärfe des gewerblichen Wetteifers hat vielfach einen ganz natürlichen wirtschaftlichen Grund, nämlich die bei den unsicheren Zeiten verminderte Kauflust des Publikums. Die Leute hallen ihr Geld zusammen und der geringere Bedarf ist es, welcher die Eoncurrenz wesentlich verstärkt. Natürlich gibt es auch Fälle, in denen man von Ueberfüllung der Branche reden kann, aber Das ist nicht die Regel. Wenn wir aufmerksam die ein­schlägigen Verhältnisse betrachten, werden wir sehr häufig finden, daß die Vermehrung der Geschäfte im richtigen Verhältnisse mit der Vermehrung der Bevölkerung stehl. Leider bedeutet aber eine verdoppelte Bevölkerung noch lange keine verdoppelte Kauflust und Kaufkraft.

Um die Kauflust des Publikums zu erhöhen, werden die verschiedenartigsten Mittel angewendet. So ist es beispielsweise natürlich, daß, wer in großen Mengen einkauft, int Einzelnen billiger abgeben kann, oder aber bessere technische Einrichtungen ermöglichen eine verbilligte Lieferung. Hierin liegt eine reelle Eoncurrenz, gegen welche nichts zu sagen ist. Jeder hat nicht nur das Recht, sondern sogar die Pflicht, die Dortheile, welche sein Geschäft ihm bietet, auszubeuten. Aber ein großer Uebelstand, der im deutschen Geschäftsleben noch vielfach hervortritt, ist das sogen. Unterbieten, um einem Concurrenten die Kunden fortzunehmen und zu sich herüberzuziehen. Reelle Preise müssen in jedem Geschäft gehalten werden, wenn auch reelle Arbeit und reelle Waare geliefert werden sollen. Dagegen zu opponiren, durch Vernichtung dieser Preise das Publikum zu gewinnen, ist geradezu eine Thorheit, denn unter neun von zehn , Fällen rächt sich dies Verfahren am Urheber selbst. Niemand kann auf die Dauer "etwas halb verschenken, am allerwenigsten gute, saubere und dauerhafte Arbeit. Dieses Unterbieten durchaus reeller und ortsgemäßer Preise fördert deshalb nur die Pfuscher­arbeit. Wer zu jedem Preis verkauft, der kann keine Arbeit liefern, die von wirklich guter Qualität ist, er muß sich vielmehr auf die Herstellung solcher Fabrikate be­schränken, welche das Auge des Laien wohl im ersten Moment täuschen können, aber bald genug sich in ihrer ganzen Dürftigkeit erweisen. Ferner muß man auch einen Unterschied zwischen grober und feiner, urgroßväterlicher und moderner Arbeit machen. Neue Muster sind stets theuerer. Zu Schleuderpreisen läßt sich absolut nichts Gutes liefern und auf Pfuscherarbeit wird kein ordentlicher Geschäftsmann eingehen. Dazu muß feine geschäftliche Ehre und sein guter Name ihm zu lieb sein und das Publikum wird gleichfalls seine Rechnung dabei finden, wenn es sich nur der soliden, nicht aber der faulen Eoncurrenz zuwendet. (N. H. 23.)

Lokale».

Gießen, 28. September. Samstag den 1. k. M., Vormittags 10 Uhr, findet im Regierungsgebäude hier eine öffentliche Sitzung des Prooinzialausschusses statt, in welcher folgende Sachen zur Verhandlung kommen werden:

1. Recurs des Jacob Habermehl in Willofs gegen einen Beschluß des Kreisausschusses Lauterbach wegen Wirthschaftsconcession.

2. Recurs des Joseph Bernhard Heil in Ober-Mörlen gegen einen Beschluß der Kreisausfchusses Friedberg wegen Wirthschaftsconcession.

3. Recurs des Johs. Fink in Maar gegen einen Beschluß des Kreisausschusses Lauterbach wegen Wirthschaftsconcession.

4. Der Wirthschaftsbetrieb des Johs. Arndt in Vilbel; hier Entziehung der Erlaubniß dazu.

5. Recurs des Johs. Pepp le r in Großen-Linden gegen einen Beschluß des Kreisausschusses Gießen wegen Wirthschaftsconcession.

6. Recurs des Heinrich Walz I. in Ltch gegen einen Beschluß des Kreis­ausschusses Gießen wegen Wirthschaftsconcession.

Gießen, 28. September. Am vergangenen Sonntag wurde in Heuchelheim ein Sittlichkeitsoerbrechen ($ 175 R. St. G. B.) begangen. Der muthmaßliche Thäter ist am Montag Abend verhaftet worden.

Gießen, 27. September. (Verein für Briefmarkenkunde in Gießens Unter diesem Namen wurde in Folge einer Aufforderung imGießener Anzeiger" ein Verein gebildet, welcher monatlich zwei Sitzungen abhält. Briefe und Anmeldungen für dm Verein sind im derzeitigen VereinslokalZum Postkeller" abzugeben.

Vermischtes.

AuS dem Großherzogthum. Heber die Schulbildung der im Etatsjahr 1886/87 bei der Großh. Hess. (25.) Division eingestellten hessischen Untertanen enthält das Septemberheft der Mittheilungen der Großh. hessischen Emtralstelle für die Landes- statistik folgende Angaben:

Es wurden in genanntem Jahre eingestellt mit Schulbildung ohne

. _ in deutscher Sprache Schulbildung

tn Starkenburg 1145

in Oberhessen 766

in Rheinhessen

725

Zusammen 2636

In ben vorhergegangenen 19 Ersatzjahren stellen

sich die Ziffern der mit und

ohne Schulbildung eingestellten Mannschaften wie folgt:

1885/86 2500 1 1884/85 2500 4

1883/84 2704 2

1882/83 2602 7 1881/82 2583 7

1880/81 2659 7

1879/80 2411 1 1878/79 2595 6

1877/78 2496 5

1876/77 2476 2 1875/76 2652 9

1874/75 2875 14

1873/74 2605 10 1872/73 2655 11

1871/72 2788 18

1870/71 4635 15 1869/70 2560 9

1868/69 2587 13

Außerdem erfolgte im Ersatzjahre 1870/71 eine Einstellung mit Schulbildung in fremder Sprache. ö

o mA 3Jlainod\27;Sc?tcmbe[-1 Zu dem mehrerwahnten neuesten Project der Ver­staatlichung der Ludwigsbahn verdient zur Kennzeichnung der Stimmung die in Nicktt- börsmkreism über die ganze Sache herrscht, ein Artikel in dem heutigen Mainier Journal" erwähnt zu werden. Der Artikel ist um so bemerkenswerter, da man dem genannten ultramontanen Blatt ebensowenig Mangel an Mainzer Lokalpatriotismus wie besondere Schwärmerei für Vermehrung des preußischen Einflusses in hessischen Verhältnissen vorwerfen kann. Genau die Sachlage in der von uns gestern aeauUrten Weise auffassend, kommt dasMainzer Journal" zu dem Schluß, daß der seither

genommen.

Gestern ist hier ein Eisenbahnbeamter in die Jrrenabtheilung des Sni^s» verbracht worden. Der Unglückliche hat die fixe Idee, der erste lebende Tenottst zu sein.

A Mainz, 26. September. Ein an und für sich vollständig bedeutungslose in seinem Ausgang aber für die Stadt unter Umständen höchst bedenklicher (icnflirt ist durch die jüngsten größeren Brände hier hervorgerufen worden. Bei diesen Brand,» hat sich nämlich die militärische Feuerwehr immer sehr ausgezeichnet und ifam greifen war es nicht am wenigsten zu danken, daß der Schaden bei den verschiedenen Großfeuern ein verhältnißmäßig geringer war. Diese Leistung der militärischen s?eu? wehr fand sowohl in der Presse als auch bei der Bürgerschaft verdiente Anerkennung was andererseits zur Folge hatte, daß die fteiwillige städtische Feuerwehr sich gekran?! fühlte und einzelne der Vorstände zu ftriken drohten. Um letzteres zu verhüten, iand ein Briefwechsel zwischen dem Gouvernement und der Bürgermeisterei statt, bcr'bamtt endigte, daß stricte Bestimmungen über das Eingreifen der militärischen Feuerwehr bei Bränden vereinbart wurden. Diese Bestimmungen gehen dahin, daß, sobald ein Brand in einem Privatgebäude ausbricht, die freiwillige Feuerwehr allein das Recht hat, das Feuer zu bekämpfen und die militärische Feuerwehr erst dann in Action tritt wenn der Commandant der freiwilligen Feuerwehr es für nothwendig hält. her Bürgerschaft ist man mit dieser Anordnung wenig einverstanden, zumal es sich bei den Bränden gezeigt hat, daß das rasche auf dem Platz sein der militärischen Feuerwehr was bei dem Zerstreutwohnen der freiwilligen Feuerwehr nie in der Art geschehen kann gerade die Hauptursache war, daß die Feuer keine größere Ausdehnung

zwischen der preußischen Regierung und der Hessischen Ludwigsbahn geführt, r.r bahnkrieg bei den ungleichen Kräften, ohne dem Lande die schwersten wat Schädigungen zuzufügen, nicht mehr haltbar sei. Die finanziellen Nachthnl, tDen durch die verminderte Frequenz der Bahnen herbeigeführt würden und weto^ ganze Land zu tragen hat, seien noch die geringeren, viel schwerer in ihren Folakn l- jedoch die Einbußen, welche Handel und Industrie durch Erschwerung der Verbot! den erleiden. Für Mainz, sagt dasMainzer Journal" zum Schluß, wird der welchem die Ludwigsbahn an Preußen übergeht, jedenfalls ein glücklicher {etn an man eine Eisenbahndirection hier errichten ober nicht. Die Verbindungen, die bann in seinem eigenen Jntereffe Herstellen wirb, werben so befruchtend auf sÄ11 unb Jnbuftrie wirken, baß wir schlimmsten Falles ben Verlust ber Abminifstan leicht werben verschmerzen können. non

Aus ber Weltftabt Berlin. An einen Schutzmannsposten der Großen Frankfurterstraße trat vor einigen Tagen ein ärmlich, aber sauber gekleidetes Kind und gab ihm mit zitternden Händchen einen Zettel, auf welchem folgende Worte stauben: Die Kleine heißt Martha Junkermann und ist geboren am 5. Mai 1883. Ich noch zwei Kinder zu ernähren unb kann bas britte unmöglich länger behalten. Die Mutter." Die burchaus orthographische Handschrift auf dem Zettel verrieth, daß die Schreiberin nicht ohne Bildung war. Das arme ausgesetzte kleine Wesen wurde nach der nächsten Polizeiwache gebracht und von dort aus zuerst nach dem Polizeipräsidium am Molkenmarkt, später nach dem Waisenhaus. Auf alle Fragen der Beamten unb des zahlreich sich anfammelnben Publikums, wo sie, resp. ihre Mutter wohne, hatte sie nur bie eine Antwort:Ich bin weit her", welche Worte sie mit einer entsprechenden Hanbbewegung begleitete. Man hatte ben Einbruck, als wenn ber so erbarmungslos Verstoßenen biefe Auskunft eingeschärft wäre. Als sie hörte, baß sie in's Waisenhaus gebracht werben würbe, schrie sie laut auf unb sagte:Nicht in's Waisenhaus, nicht in's Waisenhaus." Auf bie Anwesenben machte biese Scene tiefen Eindruck. Die Recherchen der Behörde nach der unnatürlichen Mutter sind im Gange.

Berlin, 27. September, lieber eine in vergangener Nacht an einem städtischen Wächter begangene Mordthat berichtet der Polizeibericht:

Heute Morgen bald nach 6 Uhr wurde in ben mit einem hohen Eisengitter um­gebenen Anlagen ber Elisabethkirche burch ben Parkwächter Schulz an einem Baume mittels Riemen aufgehängt bie Leiche bes stäbtischen Wächters Friebrich Braun vor- gefunben unb burch einen sofort herbeigeholten Schutzmann abgeschnitten. An bem Halse bes Tobten, ber zuletzt in einem Schanklokal in ber Bergstraße um 3 Uhr Nachts gesehen worben ist, würben zwei Stichwunben wahrgenommen, von benen die eine offenbar mittelst eines stark mit Blut besudelten in der Nähe des Einganges zur Sakristei vorgefundenen Stemmeisens beigebracht war. Auf den Treppen der Sakristei waren mehrfache Blutspuren und an der Thüre ein von einem Stemmeisen herrührender Eindruck wahrnehmbar. Eine große Menge hellbraunen Schnupftabaks, wie ihn gewobn- heitsmäßige Verbrecher bei sich zu führen pflegen, lag an der untersten Stufe der Treppe. Da auch das Gesicht des tobten Wächters mit Schnupftabak bedeckt war, gewann es ben Anschein, baß Diebe in bie Kirche, welche allerbings keine Wetth- gegenftänbe enthält, einzubrechen versucht hatten unb von bem ben Park revidirenden Wächter bei ber That betroffen waren. Auf einen harten Kampf beutete der Umstand hin, baß ber aus ber Scheibe gerissene Säbel bes Wächters, welcher zwischen der Sakristei unb bem Fundorte der Leiche auf der Erde lag, mit Blut vollständig bedeckt und mit Kopfhaaren beklebt war. Hiernach wäre anzunehmen, daß einer der Thäter eine sehr starke Kopfverletzung banongctragen hat, mit peldjer Annahme freilich der Umstanb nicht in Einklang zu bringen ist, baß feine Blutspuren nach ber Einfriedigung führen. Die bisherigen Ermittelungen haben eine Aufklärung barüber nicht gegeben, ob an bem Braun ein Verbrechen verübt worben ist ober er sich selbst den Tod ge­geben unb ben Anschein erweckt hat, als wenn er bei Ausübung seines Dienstes er- morbet worbcn sei. Die Obbuktion ber Leiche finbet noch heute statt.

Aus Westfalen, 23. September. Dem schönen Sauerlanbe, der Schweiz Westfalens, ist ein neuer Anziehungspunkt verliehen worben burch bie Entdeckung einer mächtigen Tropfsteinhöhle, bie ber berühmten Dechenhöhle roeber an Umfang noch an Großartigkeit unb phantastisch bunter Mannigfaltigkeit nachsteht. Die Hohle befindet sich in ben 4 Kilometer westlich von Warstein an der Straße nach Hirschberg liegenden Bllsteine, einer pittoresken, von Ausflüglern viel besuchten Felsenhöhle. Sie wurde gefunben burch Arbeiter, welche bort im Auftrage bes Verschönerungsvereins mit Wege­anlagen beschäftigt waren. Die Unterhöhlung scheint sich unter dem Berge lemer ganzen Länge unb Breite nach hinzuziehen unb bie gründliche Durchforschung dieses Labyrinths von Felskammern wird noch geraume Zeit in Anspruch nehmen. Mäch­tige Thierreste, unzweifelhaft vorsündfluthlichen Ursprungs sind bereits - "ef im Berge gefunden worden; außer der Zoologie wird nach fachmännischem Utthell auch die Geologie werthvolle Ausbeute erwarten können. Kleinere Höhlen waren in vem Berge schon früher bekannt und auch der Umstand, daß ein Bach an der einen oette des Bilsteins in die Erde sinkt, um jenseits wieder heroorzuquellen, hätte zur genauen Untersuchung des Berges längst Anlaß geben sollen. Auf die Kunde von der über­raschenden Entdeckung lenkt sich täglich ein Strom von Touristen in die Gegend mw die guten Warsteiner machen sich, vielleicht nicht mit Urecht, Hoffnung, daß basMwl- rounber für sie eine ergiebige Quelle finanziellen Segens fein werbe. $ off

Scheich Hassan-el Pauwik, ber für bie arabische Sprache ernannte Le or am Seminar für orientalische Sprachen in Berlin, ist nunmehr in Berlini Derselbe ist Mohamebaner, in Kairo geboren, hat bie bortige Hochschule besuch! u auf berfelbcn ben Doctortitel erworben. Scheich Hassan spricht nur arabisch T sichttgt, in Berlin neben seiner Lehrtätigkeit sich bem Studium ber deutschen zu widmen. Derselbe hat mehrere Werke wissenschaftlichen Inhalts, bk 1« umnoi modernen Anschauungen' in näherer Beziehung stehen, herausgegeben. kef;cn des Seminars und Mitglied ber Akabemie ber Wissenschaften, Professor Lachau, oen Fürsorge ber Scheich seitens bes Khebive, bes Berliner auswärtigen Amtes ... Cultusministers empfohlen ist, hat Herrn Moritz, welcher mehrere Jahre archä ß Stubien wegen in Mesopotamien sich aufgehalten hat unb ber arabischen gleichfalls mächtig ist, bewogen, sich ber Mühe zu unterziehen, ben ^rc0}izn c>n deutschen Verhältnisse einzuführen und den Verkehr mit ihm zu ermogt>ich - beiden Richtungen wird er durch den anderen Lektor, Marbes, gleichfalls 0 Araber, unterstützt. , c

(Einundsiebzig Bräute.) In Paris wurde vor einigen Tagen ein lung§reifenber Namens Fuchs wegen Herauslockung von Maaren verM-^- dm Effekten bes Mannes, ber eine auffallenb schöne Erscheinung besitzt, ein Buch mit seltsamen Aufzeichnungen. Der Polizeicommissär, welcher iraen politische Geheimnisse bahinter vermuthete, nöthigte Fuchs, darüber Auckmunq^ geben. Zur unaussprechlichen Belustigung ber Gerichtspeisonen erzähl e Huu, , in ben verschiebenm Provinzen, bie er durchreiste, einunbsiebzig Braute haoe, o

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