rine Commission „geaichter" Biersachverständigen zur Prüfung des Brauberr rückte "einen langen Tisch mit einer langen hölzernen riüuen Bräus, eigenhändig mehrere Kannen des zu prüfenden Bieres
Sitzbank zurecht u mu61e s^ts — „ihren Beruf verfehlen", denn sie wurde
hrbet. .^„Vn^Lnbern nuf der Holzbank ausgegossen, und gerade auf die bierbenetzte die Sachverständigen. Der Zweck dieser Procedur wird bald klar E^nk fetzten n« bie Herren Bierprüfer durch Leerung verschiedener Kannen Hrtbeil übet ©efcbmact un& „Vollmündigkeit" des neuen Gebraus zu Wer N« e'm ur 'i etlichen Stunden mit diesem Urtheil im Reinen waren, gab
^Lrükende der Bierprüfungs-Commission ein Zeichen, worauf sich sammtliche Herren t Vorsitzenoe ^on ^ank erhoben. War das Brer kräftig und gehaltvoll, bann J* S hie Bank an den ledernen Unaussprechlichen der Herren Bierprufungscommtssare ®TU?/Ln imb mit ihnen in die Höhe gehen; anderen Falls galt das Bier nicht für Püma-Qualitat Je nach dem Ausfall dieses Bierbank-Experiments fiel auch das ^^7n Ät7n Zeiten das Bier untersucht. Seitdem aber das Bierbrauen s,br complictrter chemifcher Proceß geworden ist, rächen die primrttven Hrlfsmtttel Bierbank und Lederhosen dazu mcht mehr aus. Es mußte die Chemie zu Hllfe .s-n werden und auch dieser gelang es erst nach vielfachen vergeblichen Versuchen, k^Lptaneten untrüglichen Piüfungsmethoden zu finden. Als im Anfang der 70er Magen über schlechtes Bier laut wurden, ließ das Königliche Polizeipräsidium E, ersten Bierprüfungen in Berlin durch vereidigte Chemiker vornehmen, seitdem Meles besser geworden, das Bier sowohl wie die Braumethoden, und bte93rauereb 'mteressenten machten die Erfahrung, daß sie am besten fahren wenn sie ein gutes Ärefern. Gleichwohl sind die amtlichen Bierprmungen fett 1882 wieder auf- c i worden und es dürfte für alle Biertrinker von Interesse sein, das amtliche S über die Berliner Bierverhältnisse zu vernehmen, rote es im dritten und in ^ soeben erschienenen vierten Generalbericht über das Gesundheitswesen der Stadt Nnlin als Ergebniß der amtlichen Prüfung der Berliner und der sog. echten bayrischen $krC Se?ammU&en hiesigen Bayrischbier-Brauereien wurden im Ganzen 23 Proben etwa 4 Litern im Geheimen angekauft und dem polizeilichen Chemiker Or. Bischoff ^ Untersuchung übergeben. Diese Bierproben waren aus folgenden Brauereien ent- mmmn: 1) Schneider u. Hillig, Pfefferberg, 2) Actiengeseüschaft Kontgstadt, '' Schultheiß, 4) Humboldtshatn, 5) Adler-Brauerei, 6) Friedrichshain, Lchs '' ^rtedrichsdöhe vormals Patzenhofer, 8) Bürgerliches Brauhaus, 9) Böhmisches Maubaus, 10) Breslauer Weizenbier-Brauerei, 11) Moabiter Actiengesellschaft (em- ,-uckes Lur und Klosterbräu), 12) Bötzow, 13) Münchener Brauhaus, 14) Norddeutsche fcLei 15) Bockbrauerei, 16) Tivoli, 17) Habel, 18) Bergschloß-Brauerei, 19) Umons- Äraueiei' 20) Happoldt, 21) Victoria-Brauerei, 22) Josty.
Die Prüfung erstreckte sich zunächst auf die Feststellung giftiger Zusätze^und ^trügerischer Fälschung mit fremdartigen Zusätzen (Glycerin rc.); in keinem ^alle 3aren gisttge Zusätze nachweisbar. Weiter wurde die Güte des Bieres geprüft, welche .amtlich" dahin definirt wird: „Ein gutes Bier soll neben einem angemessenen Gehalt -'n Alkohol ein natürliches Aroma, Klarheit, Schaumbeständlgkeit und VoUmundigkelt, "3IDie erfrischenden Geschmack besitzen." Die Vollmundigkeit wird durch die Extracttv- loffe des Malzes bedingt, der Alkoholgehalt durch die in der Gahrung vor sich gehende Umwandlung des Malzzuckers in Alkohol und Kohlensäure. Der Wer h eines Bieres ächtet sich vorzugsweise nach dem Gehalt an Stammwürze,-wobei als Norm die in »aschiedenen bayerischen Städten geltende Bestimmung angenommen wird, daß zwolf- ■irocenttge Würze etngebraut werden soll. Dabei werden drei Gruppen unterschieden. !) ärmere Biere mit 10—11,9 Procent Würze, 2) mittelreiche Biere mit 12—13 Procent, 18) gehaltvolle Biere mit 13-14 Procent. Von den untersuchten Berliner Bieren iMten sechs zur ersten Gruppe, zehn zur zweiten und sechs zur dritten, ^.as Wammtergebniß dieser Untersuchungen ging dahin, datz die in Berlin gebrauten Niere im Durchschnitt als gute zu bezeichnen seien. Dieselben lassen als aromatische Westandtheile und Bitterstoffe nur Hopfenbestandtheile erkennen. Die Eigenschaften der Kierertracte, ihr Gehalt an Mineralstoffen, speciell an phosphorsauren Salzen, erheben fast zur Gewißheit, daß Surrogate für Malz gar nicht oder in sinter geordnetsten Mengen verwendet werden. Der Gehalt an Glycerin lag nur in drei Fallen über Der inormalen Grenze von 0,3 Procent und überstieg diese nur unwesentlich. Sammtliche «untersuchten Biere tragen den Charakter fachgemäß hergestellter Gebraue, die Ver- Whrung ist eine vollkommene, die Säuerung nur geringfügig und das Bier gegen früher ! haltbarer geworden.
Dieses wahrhaft glänzende Zeugniß, das hiermit den Berliner Brauereien von amtlicher Seite ausgestellt wird, ist sehr beachtenswerth, namentlich aber, wenn man damit die Analysen der echten Biere vergleicht. Von den in den letzten Jahren hier sehr ev-vogas gekommenen echten Bieren wurden 1883 untersucht: Nürnberger Bier von Wagner, Olbrich und Siechen, Pilsener, Culmbacher, Erlanger, Münchener Hosbrau, Pschorr, Spaten, Augustiner, Leistbräu und Weihenstephan. Der Extractgehalt dieser Biere schwankte beträchtlich, ist aber im Wesentlichen nicht abweichend von dem Gehalt der gewöhnlichen Berliner Lagerbiere. Der Gehalt an Stammwürze, welcher vorzugsweise den Werth der Biere bestimmt, lag zwischen 11,96 Procent und 15,98 Procent. Nach ihrem Würzgehalt zählen zu den sogenannten ärmeren Bieren Pilsener mit 11,96 Procent Würze, zu den mittelreichen Bieren Spaten mit 12,84 Procent und Pschorr mit 12,94 Procent, zu den gehaltvollen Bieren Nürnberger (Olbrich) mit 13,06 Procent Würze, Weihenstephan 13,51 Procent, Nürnberger (Wagner) 13,72 Procent, Leistbräu 13,82 Procent, Augustiner 14,25 Procent, Nürnberger (Siechen) 14,31 P'.ocent, Erlanger 14,47 Procent, Münchener Hosbräu 14,68 Procent und Culmbacher nut 15,98 Procent Würze. Nur das Culmbacher ist als besonders stark zu bezeichnen, während — wie der amtliche Bericht betont — 8 Biere nichts und 3 Biere nicht mehr als i/t Procent Extract vor den hier gebrauten einfachen Lagerbieren vormls haben, wobei die in Berlin gebrauten Exportbiere noch nicht eingerechnet sind. Auffällig ist endlich die nachgewiesene Thatsache, daß — während die Berliner Biere als gut verrohren bezeichnet werden — von den untersuchten 12 echten Bieren nicht weniger als 8 unvollkommen vergohrene, jüngere Biere waren, welche noch unabgeschiedenen Kleber enthielten.
Auch das patriotische Lokalgetränk der Berliner, das Weißbier, wurde der Gemischen Analyse unterzogen, zu welchem Zwecke 10 Proben Weißbier und zwar sog. Doppelweißen und einfache Weißen aus den 5 Weißbierbrauereien von Engel u. Bootz, Möwes, Landrä, Joseph Böhm und Hilsebein angekauft wurden. Die Doppelweitzen wurden aus den Ausschankstellen der Brauereien selbst, die einfachen Weitzen bei Bierverlegern und aus Kellerwirthschaften entnommen. Der Gehalt an Stammwürze betrug bei dem Weitzbier von Böhm 10,33 Procent, Engel u. Bootz 10,83 Procent, Medem 11,83 Procent, Möwes 12,025 Procent und Landrö 13,5 Procent. Der Ahalt an Glycerin war normal, und aus dem Alkoholgehalt, bezw. aus dem Zer- setzungsproduct des vergährenden Zuckers in Alkohol, Kohlensäure, Glycerin rc. erklärlich. Der Gehalt an Mineralstoffen entsprach dem Extractgehalt und die Quantität war normal. „Man darf aus derselben den Scklutz ziehen" — sagt der amtliche Bericht — „daß lediglich Malz den Extractgehalt bedingt, Surrogate für Malz jedoch fehlen."
— Nach den statistischen Ermittelungen des Vereins deutscher Eisen- und Stahl- industriellen belief sich die Roheisenproduction des Deutschen Reichs (einschließlich Luxemburgs) im Monat Juni 1887 auf 320 760 Tonnen, darunter 151025 Tonnen Puddelroheisen und Spiegeleisen, 39 270 Tonnen Bessemerroheisen, 87 372 Tonnen Thomasroheisen und 43 093 Tonnen Gießereiroheisen. Die Production im Juni 1886 betrug 275 596 Tonnen. Vom 1. Januar bis 30. Juni 1887 wurden producirl 1848 481 Tonnen gegen 1703 168 Tonnen im gleichen Zeitraum des Vorjahres.
Literarische-.
— In Nr. 29 bringt die „Gartenlaube" eine ausführliche, mit vielen Illustrationen geschmückte Biographie ihrer verstorbenen Mitarbeiterin Eugenie John, welche unter dem Pseudonym E. Marlitt so überraschende Erfolge errungen hat. Aus dieser ersten authentischen Biographie erfahren wir, daß E. Marlitt eine bisher noch nicht gedruckte Erzählung, und zwar ihr Erstlingswerk, hinterlassen hat. Dieselbe führt den Titel „Schulmeisters Marie" und ist eine Dorfgeschichte. Marlitt's letzter Roman „Das Eulenhaus" ist zwar nicht vollendet, aber, wie wir in der „Gartenlaube" lesen, doch so weit gefördert, daß derselbe von einer dazu berufenen Kraft vollendet werden kann. Der Roman wird spätestens zu Anfang des nächsten Jahres in der „Gartenlaube" erscheinen.
Schiff-' Bewegung
der Post-Dampfschiffe der Hamburg-Amerikanischen Packetfahrt-Actien-Gesellschaft.
„Hammonia", von 9tew-Aork, am 18. Juli in Hamburg angekommen. „Lessing", von Hamburg nach New-Aork, am 19. Juli von Havre weitergegangen. „California", am 20. Juli von Hamburg nach New-Aork abgegangen. „Gothia", von New-Aork, am 20. Juli in Stettin angekommen. „Rhaetia", am 21. Juli von New-Iork nach Hamburg abgegangen. „Hungaria", am 22. Juli von St. Thomas nach Hamburg abgegangen. „Bavaria", von St. Thomas nach Hamburg, am 23. Juli in Havre angekommen. „Teutonia", von Hamburg nach St. Thomas, am 23. Juli in Havre eingetroffen. „Rhenania", von Hamburg, am 23. Juli in St. Thomas angekommen. „Borussia", am 24. Juli von Hamburg nach Colon abgegangen. „Rugia", am 24. Juli von Hamburg nach Dtew-Aork abgegangen. „Slavonia", von Stettin, am 18. Juli in New-Uork angekommm. „Moraoia", von Hamburg, am 21. Juli in New Aork an- gefommen. „Gellert", von Hamburg, am 23. Juli in New-Bork angekommen.
Schiff-nachrichten.
Bremen, 22. Juli. (Per transatlantischen Telegraph.) Der Postdampfer Aller, Capitän H. Christoffers, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, welcher am 13. Juli von Bremen und am 14. Juli von Southampton abgegangen war, ist heute 10 Uhr Vormittags wohlbehalten in 'Newyork angekommen.
Landwirrhschaftliche Nachrichten.
— sAnleitung zur Obstoerwerihung. Das Conserviren.) Nachdem durch die Beschaffung der Buchsen und die Abkochung der Zuckerlösung die nothwendigen Vorbereitungen für das Conserviren des Obstes getroffen find, kann dieses je nach der Zeit vorgenommen werden. Im Allgemeinen ist darauf zu achten, daß die nachstehend beschriebenen Arbeiten und Verrichtungen möglichst schnell hintereinander ausgeführt werden, so daß zwischen dem Füllen der Büchsen, dem Verlöthm und dem Erwärmen nur eine kurze Zeit vergeht. Das ist nothwendig, damit irgend welche Aenderungen an den Früchten, die ihre Haltbarkeit beeinträchtigen könnten, nicht entstehen können. Denn die Zuckerlösung allein schützt die Früchte vor dem Verderben nicht, sie hat in erster Linie den Zweck, dem Obste Wasser zu entziehen, soll dasselbe haltbar werden, so muß ein Abschluß der Lust vorgenommen werden, da diese immer Zersetzungskeime in sich trägt, und durch eine Erhitzung müssen die etwa vorhandenen Keime zerstört und eine Gährung verhindert weiden.
Die sorgfältig ausgewähiten Früchte, die je nach der Art der Obstsorte halb oder ganz reif, geschält oder ungeschält, halbirt oder ganz zu conserviren sind, werden nun trocken in Die Büchsen gelegt und zwar so, daß die Büchse fast ganz gefüllt ist. Wenn der ganze Vorrath auf diese Weise verpackt ist, gießt man den kalten Zucker sehr langsam über die Früchte. Dieselben müssen mit der Zuckerlösung vollständig bedeckt sein, aber zwischen dem Zucker und der Deckelnute muß ein Raum von ca. 1 Ctm. vorhanden sein, damit beim Zulöthen die Hitze des Löthkolbens nicht schädlich auf den Zucker wirkt. ' Sind alle Büchsen gefüllt, so drückt man die Deckel in die Nuten. In jedem Fall ist es gut, diese Deckel schon vorher auf die leeren Dosen aufzupassen, damit man den Unannehmlichkeiten entgeht, die entstehen, wenn auf eine gefüllte Dose der Deckel nicht paßt.
Nunmehr sind die Dosen zu verlöthen. Die Arbeit lasten bte Hausfrauen am besten durch einen Spengler ausführen, der kaum mehr als 10—15 Pfg. für das Verlöthen einer Dose beanspruchen wird. Im Uedrigen ist das Verlöthen bei einiger Aufmerksamkeit gar nicht so schwer und von Jedermann selbst auszuführen; es empfiehlt sich dies, wenn größere Poften Dosen zu verlöthen find, also wenn die Conserven für den Verkauf hergestellt werden. Wir werden deshalb nächstens eine Anleitung für das Verlöthen geben. Wie schon gesagt, sollen die Büchsen möglichst rasch nach dem Füllen verlöthet werden, das Haupterforderniß ist aber, daß die Zulöthung sauber und dicht ist, denn eine noch so kleine Oeffnung führt unbedingt das Verderben des gesummten Inhalts herbei.
— Dem Begießen der Gemüse- und Blumenbeete wird in Hausgärten sehr oft nicht die nöthige Beachtung geschenkt. Damit soll nicht gesagt sein, daß in solchen Gärten die Pflanzen nicht genügend bewässert werden, im Gegentheil wird des Guten oft zu viel gethan, aber das Begießen wird leider vielfach in unzweckmäßiger Weise ausgeführt. Häufig wird nämlich das falte Wasser, so wie es vom Brunnen kommt, zum Begießen verwendet. Das ist zu vermeiden, denn die Erde wird durch so kaltes Wasser zu sehr abgekühlt, was das Wachsthum namentlich junger Pflanzen in hohem Grade behindert. Zum Bewässern sollte daher in jedem Falle wenigstens abgestandenes Wasser genommen werden, welches womöglich 24 Stunden im offenen Gefäße gestanden hat. Am besten ist freilich zum Begießen der Gartenbeete das Wasser ans Gräben, Teichen und Flüssen und zwar nicht allein weil es selbst die richtige Wärme hat, sondern weil in solchem Wasser eine Menge pflanzlicher Nährstoffe enthalten ist, welche den Pflanzen vorzüglich zu Statten kommen.
Handel und Berkehr.
Berlin, 24. Juli. Die Eisenbahnleitung schickt sich an, die Lehren des Eisenbahnunglücks von Wannsee für praktische Verbesserungen zu Nutz und Frommen des reisenden Publikums zu verwerthen. Durch eine soeben an die königlichen Eisenbahndirektionen ergangene Verfügung hat der Minister der öffentlichen Arbeiien Bestimmungen über die an den Fenstern der Durchgangswagen zu treffenden Aenderungen uita Schutzeinrichtungen erlassen. _
Wärmegrade der Lahn und der Luft
nach Reaumur gemessen am 27. Juli, Mittags zwischen 11 und 12 Uhr: Wasser 19 Grad, Luft im Schatten 22 Grad.
L. Ehr. Rübsamen.
Münchener Bürgerbräu.
Heute beginne ich mit dem Versandt des in Frankfurt beim Schützenseste 10 berühmt gewordenen
= Schützenbieres ■—
^bem es mir gelungen ist, mir hiervon eine größere Quantität zu sichern.
Hochachtungsvoll
Emil Schmal! („Zum Frankfurter Hof").
Nkkqemeiner Anzeiger.
Hingen a» Rh
Hotel zum deutschen Haus.
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4952 Weber, Weinhandlung.
5608 Ein Hausbursche gesucht. I 5606] 2u^r Haus»«»^ ßC,u4t< Stein's Garten. I Näheres in der Exped- D.


