gefunden habe.
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von 50 Unter-
Telegraphische Depeschen.
Wolff'S telegr. Correspondenz ° Bureau.
Er ersuche daher, das hohe Haus möge dem Gesetz dieselbe Sympathie entgegenbringen, welche dasselbe im Ausschutz gefunden habe.
Abg. Schröder begrüßt ebenfalls die Vorlage des Gesetzentwurfes als einen lahrelangen frommen Wunsch, der jetzt zur Wirklichkeit geworden. Er ist der Ansicht day den betheiligten Gemeinden zu grotze Opfer durch dieses Gesetz aufcrlegt werden und es sind nicht wenige Veute am Rhein, welche erklären, wir können das Gesetz mcht annehmen. Es sei dieses Gesetz eine Nothwendigkeit und er werde für die Regierungs-Vorlage stimmen.
dör Staat den Schutz der Gemeinden zu besorgen habe. Er wünscht eine Herabminderung der Gemeindebeiträge zu den Dammbauten.
Abg. Metz-Darmstadt begrüßt ebenfalls den Gesetzentwurf als ein schon lange gewünschtes Bedürfniß, er glaubt aber, daß der Staat in erster Linie verpflichtet sei, mit allen Mitteln einzugreifen, um ähnliche Ueberschwemmungen, wie sie bereits eingetreten, zu verhüten. Er bedauert, daß nicht schon früher Schritte zur Abhülfe dieser unsere Flußbewohner so schwer schädigenden Ueberschwemmungen geschehen seien.
Andere Staaten hätten große Summen hierfür ausgegeben, z. B. Baden circa 40>/r Millionen Mark, Schweiz 92 3 Millionen für die Correction des Rheins- Hessen habe bis jetzt nichts als einzelne im Interesse der Schifffahrt nöthige Bauten Herstellen lassen. Er finde durch diesen Gesetzentwurf die Gemeinden viel zu hoch belastet Er werde zwar für den vorliegenden Gesetzentwurf stimmen, es sei aber nach seiner Ansicht ein Act der Gerechtigkeit, wenn der Staat die ganzen Kosten des Dammbauwesens trage.
Ministerial-Präsident Weber: Die Regierung glaubte durch diese Vorlage den Interessen des Landes und den betheiligten Gemeinden entgegen zu kommen. Die Zustande seien durch den natürlichen Lauf der Gewässer hervorgerufen und namentlich die Correction im Nachbarstaate Baden seien Schuld daran, daß der Staat Mittel zu schützen um die Gemeinden des Rheins gegen Ueberschwemmungen
Es sei die feste Ueberzeugung Großh. Regierung, daß die Heranziehung der Gemeinden zu den Damm-Bauten eine gerechte sei, und sie hoffe, daß dieselben auch in dieser Richtung der Regierung dankbar sein werden.
Die Regierung ist ferner der Ansicht, daß die Gemeinden nicht allzusehr und übermäßig angestrengt werden sollen, aus diesem Grunde habe die Regierung »/« der Kosten für die Dammbauten übernommen.
Steuer auf fremde Werthpapiere. Schließlich wurde das Budget in erster Lesuna angenommen. ' d
„London, 26. April. Im Unterlaufe feilte Ferguffon mit, daß England iammtliche eeeftaaten tn einem Rundschreiben betreffs der Deckladungen benachrichst-t habe welche wahrend der Wintermonate nach dem vereinigten Königreiche gebracht nmrbJn‘^UL b,c Bestimmungen des Gesetzes für Kauffahrteischiffe von 1876, welches flemiffe Deckladungen verbietet, resp. beschranke, verletzt würden, so würden gerichtliche Schritte zur Eintreibung der verwirkten Strafgelder erfolgen. Bei Berathung d7s »ÄV.iV ’Ur Spec.aldebatte über die irische Strafrechtsbill bekämpfte
Robert Re d den Antrag durch Den Unterantrag, die Verschärfung des Strafrechts so °ug- ab u-ehnen, bis das Haus genügende Maßregel,, gegen übertriebenen Pachtzins in Händen habe. Balfour bekämpft den Unterantrag Reid's dellen einriaer «rorrf -s sei, die bereits weit genug ausgedehnte Diskussion noch mehr auszudehnen Di? Vor läge bezwecke die Unterdrückung von Verbrechen, die kein Land dulde und die Regieruna Hauses" erforderten^ Kunden länger dulden werde, als die Berathungen des Unter -
Madrid, 26. April. Die Kammer wählte heute die Commission iiir Vor- bÄa^M ber Armee. Sämmtliche Gewählte sind
K nn Ca.Iu« l -L. a .Sommer veranlaßt, das leistungsfähigste Veloclpedhaus ^des
Univerfttät- - Ghronik.
. _ Göttingen. Nachdem der Senat der Universität gegen Ende Januar d
bcn Kaiser gebeten hatte, das für den Monat August beabsichtigte 150jährige Jubiläum zu genehmigen und die Würde des Rector magnificentissimus 8U übernehmen wUcb! 6-waß den Statuten von 1737 von dem Landesherrn und Stifter übernommen und auch von seinen Nachfolgern geführt worden ist, hat der Kaiser durch Cabinetsordre vom 6. April die Jubiläumsfeier genehmigt, die Würde des Rector magnificentitimus aber bern Regenten des Herzogthums Braunschweig, Prinzen Albrecht von Preußen zu übertragen. Die Jubelfeier wird vom 7.-9. August glänzend gefeiert werden' Zweitausend alte Herren werden erwartet, darunter Fürst Bismarck.
f r^eiburg j. Br., 25. April. Professor Hack, berühmter Specialarzt für Nasenleiden, ist gestern Abend plötzlich gestorben. Ein Schlaganfall traf ihn als er Gefährt ^eloclpeb whr, in Folge dessen stürzte Professor Hack todt von dem
Pakiö, 26. April. Das an auswärtigen Börten npriwptuta ra - j ±
über baV" ubge't, ^r ro?rbe' aOe^etreffä ©Uuern' her°v?rg"eho"enen^Gestcht?^°e!° unb gemachten Vorschläge erwägen, namentlich auch denjenigen wegen Erhöhungder
vermischte-.
Großen-Buseck, 26. April. Gestern Nachmittag machte dahier ein iunaer b™rT@®65?oen ei„ fnbe'§la6t'9en OTu|terun8 °usg-h°bcn worben war, seinem Leben r , △ Den ganzen heutigen Nachmittag fanden wieder f>aus-
suchungen bei Anhängern der Socialdemokratie statt, in deren Folge 9 Vertonen yfrrfnn^h rourben- Nach stattgehabtem Verhör wurden mit Ausnahme einer Person, bei welcher man mehrere verbotene Schriften und einen socialdemokratifcken Kalender gefunden, sämmtliche Sistirte wieder entlassen. Ein gestern polizeilich fiftirter Soclaldemokrat wurde noch am Abend in Untersuchungshaft genommen Daß au den polizeilichen Maßnahmen eine Denunciation mit zu Grunde liegt gebt ieNt rur Gewißheit aus^der Thatsache hervor, daß bei einer wiederholtenHauSsuchunabiÄ Abgeordneten Jöst am Samstag sich die Nachforschungen des ±
auf ein genau bezeichnetes Object m?eifernbS c ri-Ar? atm April. Die Eröffnungsfeier für den neuen Hafen hier ist NUN der stad ischen Verwaltung nunmehr definitiv auf den 5. und 6. Juni 1festgesetztmorden
Miuroöbnen 160n 6at ber Großherzog bie Zusage gemacht, bet Festlichkeit
2 ^uni in fflotbl’fm?,3en9,nn.n £eutfd,e Lehrerversammlung finbet vom 31. Mai bis fügung'vön ®1“ WÄt’»'Ärn“* L UTUCr Sti=
ta9l‘?'AD» Sjeifluartier ober zu bezahlendes Quartier wünscht und w7r^an"bem n
BürgermeUer sesa «g p
Hanbelskammer mürbe von einem Schrewen be^Verwattuna^be^ GeM» bahn Kcnntniß gegeben, worin mitaetbeilt wird hnfc 0 i bSK ^Esstschen Ludwigs- 2 Jahren die Pläne und Koftenber?chnung für ein? Ld^^?7^?ung schon vor Großh. Finanzministerium vorgelegt hal^e daß darauf ^ab?/ n^ k^^hpuckuns dem Seitens der Staatsregierung bekannt geworden sei $ f nc Entschließung
hochwichtige Angelegenheit wieder in Fsiiß zu bringen b^sMok d/^ 6anz .^hemheffen weitere Eingabe an das Großh. ^tnanAtniniQerium92H rÄ die Handelskammer eine Material dem Abgeordneten für Worms in d?/" unb ^rner das gesammte
gegenfe^ig rauften, 'jücbtigen^ wobei™'r^abe^einen^'ber 52cro°bncr einige Jungen, bie sich glücklich traf, ba[; ber Knabe tobt niederstürzte " 6 3unflCn mlt ctnem Stock so um 80 Fu?Ue^-erschütte't" Die^sowt?unb'^bf^^b" *V^er Th°ngrube circa suchungen hatten nur ben Erfolg, bi" Leiche Nachzubekommen. clcpc 0e6 Verschütteten unter ber Erbe heraus-
berger Disffict"ein ^Walbbrond^"o/// ^a*bem erfi verflossene Woche im Johannis- ^übeäbeimtroieberIboIt^bie^^eauergIo^e^e^unbenmerehet°n*en, °°rgestrigen Äbenb in wölbe. Der ®ntftebung§6efb^^var inber®r\nb Slf btm Nieder- lichen Staatswald über so daß wnhetu / ^®a^bu,nÖ und griff zum nachbarherbeigerufene Hülfe durch den Denknmlsmäll^^^ abgebrannt sind. Durch rasch die Rüdesheimer Feuerkvehr ^kaim "in^Dam?n gesetzt^bem 5euer' noch ehe körperlicher i6banbIunflCo0n10!!)?t rnpfi? °^' - 6kfcl)rieben: „Wegen fortgesetzter
6^^bCS^r^Ä t^nenÄim^N^^i^ff^u^^aus bem c»ps"erhaltem $cftä“9111'9 cornLirenden'Genial
Abg. Hechler spricht sich ebenfalls für die Regierungs-Vorlage aus, wenn er auch nicht tn allen Punkten mit derselben übereinstimme. Er ersucht aber die Kammer die Vorlage im Sinne der Regierungs-Vorlage anzunehmen, da man der Regierung Dank abstatten müsse, welche sich ein dauerndes Denkmal in den Herzen der Bevölkerung gesetzt habe. ö
,. _ Abg. Osann spricht sich ebenfalls für die Regierungs-Vorlage aus, nachdem er die Ansicht des Abg. Wolfshchl bekämpft, welcher die Gemeinden noch mehr zu den Kosten der Dammbauten herangezogen wissen will.
Hiermit wird die Generaldebatte geschlossen.
Stach erfolgter Abstimmung wird Art. 1 des Gesetzentwurfes mit allen Stimmen angenommen und ein Antrag des Abg. Haas, welcher eine Verminderung des Beitrags der Gemeinden bezweckte, mit allen gegen 3 Stimmen abgelehnt.
Morgen früh Fortsetzung der Berathungen.
Berlin, 26. April. Der Kaiser nahm Vormittag- mehrere Vorträge und eine Reihe militärischer Meldungen entgegen, empfing darauf den General Tre-ckow , arbeitete mit Albedyll und machte Nachmittag- eine Spazierfahrt. Um 4 Uhr erscheint Fürst Bismarck zum Vortrag. An dem heutigen Diner nimmt Prmz Wilhelm Theil.
— Die Kaiserin empfing Vormittags die Gemahlin der Botschasters Schweinitz und Nachmittags letzteren selbst.
~ Das Abgeordnetenhaus genehmigte in der heutigen Sitzung dar Volks- schul-Leistungsgesetz in dritter Lesung noch den Veschlitssen in der zweiten. Der Cultusminister hatte die Ziele de» Gesetzentwurfs nochmals dargelegt und die Befürchtung, daß die Selbstverwaltungs-Organe ihrer Aufgabe nicht genügen ttnnten, als unbegründet zurückgewiesen. Der Gesetzentwurf, bett, bie Kanton-' Gefängnisse der Rheinprovinz, wird in längerer Debatte unter Ablehnung aller Abänderungr - Anträge durchweg nach den Beschlüssen der Commisfion angenommen. 1
Morgen kirchenpolitische Vorlage.
, . “ Nach der dem Reichstag zugegangenen, im Statistischen Amt ausgi- arbelteten Zusammenstellung des Ergebniffes der Reich-tagSwahlen von 1887 ßnb ber den entscheidenden Wahlen 7,527,601 gültige Stimmen abgegeben worden, davon für deutsch-conservative Candidaten 1,160,869, ReichSpartet 745 378 »aHonallifewfe 1.711,069, Deutsch-Freifinnige 986,517, Centrum 1,537^351' Wen 221,825, Socialdemokraten 673,283, Volkspartei 79,891, Welfen 10,712 Dänen 12,360, Elsässer 233,685 Stimmen. (gt- gtg )
Reichstag.
, r Berti«, 26. April.
(21. Sitzung.)
r « Arff Antrag des Abg. Kräcker (Soc.) wird der Reichskanzler ersucht iu veranlassen, daß das gegen Abg. Singer bei dem Amtsgericht zu Görlitz schweben'de^Straf- Btag§7tngneftememerben6 Veremsgefetzes während ber Dauer ber Session bes KlaffenAntheUung°be?O^"° Gesetzentwurfs, betreffenb ben Servistarif unb bie , r Woerntann (natl.) wünscht, daß Barmbeck und andere Vororte ebenso behandelt werden wie Hamburg selbst, da sie gewllsermaßen nur Theile der Stadt blldeten. Redner zieht einen bezüglichen Antrag zurück. 9 r
Auf Antrag des Abg. Gamp (Reichsp.) wird Bertensiein in l-,;- q wie die Commission will, in die 4. Classe versetzt perlenstem in die 3., anstatt, ... ÄÄSÄ-: -----
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, ^bg. Braubach (Eentr.) plaibirt um bie gleiche Vergünstigung für Köln bie Abgeorbneten Websky (natl.) unb Porsch (Centr.) für Breslau '
H°us b-lchliebt inbetz ben Anträgen ber Gommiffion entsprechenb
B or^ A i ^Lensttin^b^s^ntr'ag"bes° ^bg.l^/o s?t°el s k7 LwLzchm RÜthe°n°wInÄ'2.^Eläffe"ersetzt.QUf *nUaB Abg. v. ftblkr «igenoämentbri8,n biE°ls°neintheilung der Orte nach ben 6ommiffionSanträgen °--- ”•*»*>-« - Prüfungen4 ® 6Un9 m°l'flen 2 U6r' Seminar für orientalische Sprachen, Wahl-


