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Landwirthfchaftliche Nachrichten.

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bildet, dürfte für Manchen nicht uninteressant sein, welchen Gang der Haupt genommen hat. Gortz wurde von dem Schwurgericht freigesprochen in Frckh-i! gesetzt; wenige Tage nachher ersalgte wiedernm die VeVha und zwar auf Grund einer nachträaltchcn Angabe einer Zeugin, die bei der anwaltschaft die Anzeige machte, in der Hauptoerhandlung kein vollstänbiaes a, . ? abgelegt zu haben. Der Umstand, daß die Zeugin sich auf diese Art selbst lässigen Meineides anzeigte, schützte sie vor einer Verfolgung und ermöglicht^S* Staatsanwaltschaft, die Verhaftung des Görtz wieder vornehmen zu lassen an??» dieselbe nur möglich gewesen wäre, wenn einer der Zeugen des Meineids bur* liche Entscheidung überführt gewesen. Die Ferienkammer des Landgerichts ? Beschwerde hin die Verhaftung aufrecht erhalten, während das Oberlandes»"^ Haftbefehl aufbob und die Freilassung des Görtz verfügte. Da einer beschlagnahme durch die Staatsanwaltschaft nach dem Gesetze erst etn öahbffohr gehen muß, so ist in Folge des Beschlusses des Oberlandesgertchts eine beschlagnahme, wie verschiedene Blätter behaupteten, gar nicht möglich mit der Wiederoerhaftung des Görtz hatte die Staatsanwaltschaft auch die imi.

nähme des Verfahrens beantragt, welchem Antrag das Landgericht Auftimmt ra u^: letzteren Beschluß liegt nun eine Beschwerde bei dem Oberlandesgericht mr und hängt es nun von der Entscheidung des letzteren Gerichts ab, ob überb».,«! ?°I Verfahren gegen Görtz wegen der Brandstiftung nochmals eröffnet werden kann « ist nun der Stand des vielbesprochenen Processes. n*

Eine eindringliche Warnung vor dem Tabakrauchen im iuaenblirfi am- enthält das neueste Verordnungsblatt für den Bezirk Reichenbach i D - «u. 11 sitte des frühzeitigen Tabakrauchens bringt, so heißt es ba, immer mebr in jugenbltche Kreise, welche bie Zukunft des Volkes bilden. Jeden Menschenfreund H es mit tiefer Wehmuth erfüllen, wenn er den bleichen kleinen ausgemeraelten (SwJhfJ begegnet, welche besonders an Sonn- und Feiertagen die Pfeife oder die Ctaarr? S Munde umherschlendern, aus denen einst Familienväter, tüchtige Arbeiter mnnnJ? Verthetdtger des Vaterlandes werden sollen. Nicht die Noth hat dieRöthe'undtofÄ der Gesundheit von ihren Wangen getrieben und das traurige Zeichen Alters auf ihre Stirn gedrückt, nein, die Folgen des frühzeitigen Tabakrauchens es, welche auf den zarten menschlichen Organismus der Jugend so furchtbar einwickei-? das Wachsthum hemmen und nicht selten Entkräftung und Entnervung berbeiiükr^' Erst der vollständig entwickelte Organismus vermag das Tabakrauchen ohne Nack- thetle zu ertragen. In dieser Erkenntntß ist in der Schwei; das Tabakrauchen bt* zum 18. Lebensjahre verboten. Zahllosen Krankheiten und frühzeitigem Siechthui^ würde vorgebeugt werden, wenn das frühzeitige Tabakrauchen unterbliebe. Möam daher die Schulvorstände, die geistlichen und weltlichen Lehrer die Jugend die Eltern Vormünder, die Lehr- und Dienstherren, das Fabrtkaufsichtspersonal mit'allem Nack» druck dahin wirken, daß die ihrer Obhut anoertraute Jugend das frühzeitige Tabak- rauchen unterlassen und sich so die erste Bedingung ihres Fortkommens im Leben einen gesunden, kräftigen Körper, erhalten.

n c sWolkenbruch im Salzkammergut.) Von Salzburg, Laufen und Simbach sind im Laufe des Montag Nachmittag telegraphische Nachrichten in Passau etngetroffeir welche bedeutendes Hochwasser auf dem Inn in Aussicht stellen. Das Wasser ist seitdem dort beständig gestiegen und zeigte gestern früh 6 Uhr einen Stand von 3,70 Meter Die schmutzig-gelben Fluthen, welche Scheitholz, Baumstümpfe, Gestrüpp rc. rc. mit siü führen, drohen jeden Augenblick das Ufer zu überschreiten. Das Hochwasser rührt vor einem Wolkenbruch her, der im Salzkammergut niedergegangen ist und dort große Ver Wüstungen angerichtet hat. Die Züge der k. k. österreichischen Westbahn trafen gestern sämmtlich mit Verspätung ein, da zwischen Gmunden und Ischl der Verkehr DoUftänbic unterbrochen ist. Die Station Ebensee wurde theils durch die angeschwollene £raim theils durch den aus seinen Ufern getretenen Traunsee überschwemmt; das Heizhaur konnte nur mit Kähnen erreicht werden. In Ischl haben sich die Traun und die Jstz! in reißende Wildbäche verwandelt, die Traun trat aus den Ufern und überschwemmte den Gries und den Rudolf-Kai. In Salzburg strömte seit Sonntag Nachmittag etn wolkenbruchartiger Regen, die Salzach schwoll zu ungewöhnlicher Höhe; zwischen den Haltestellen Aigen und Elsbethen auf der Gitelabahn wurde die Eisenbahnbrückr über den Glasenbach gänzlich weggerissen und auch Theile des Bahnkörpers wtg- geschwemmt. Der Verkehr nach und vom Arlberg ist bis auf Weiteres nur über die Route Salzburg-Rosenheim-Kufstein möglich. Auch in Berchtesgaden und St. Johann sind vorgestern Wolkenbrüche niedergegangen. Doch war der Verkehr zwischen Salz­burg und Bischofsheim durch Umsteigen am Abend wieder ermöglicht, auch die Unter­brechung bei Eben behoben. Die Steyr ist ebenfalls rapid gestiegen, in SteyrdoTs mußten an einigen Stellen die ebenerdig wohnenden Parteien ihre Wohnungen räumen. Spätere Nachrichten, von gestern Vormittag, lauten übrigens von allen Seiten beruhigend. Die Wasser haben sich verlaufen. An der Wiederherstellung des Verkehrs wird rastlos gearbeitet.

Kreuznach, 24. August. Bei dem letzten Zuge zwischen hier und Binger­brück, Abends 11 Uhr 30 Minuten, ist gestern ein Reisender jämmerlich verunglückt Derselbe war in Station Bretzenheim ausgestiegen, der Zug war außergewöhnlich laut und der Reisende kam auf die Brüstung der Unterführung. In der Meinung, sch auf dem Perron zu befinden, that derselbe einige Schritte vorwärts, stürzte vier Meter hoch herab und lag mit zerbrochenem Schädel auf der Straße. Bei der Schwere dr Verletzung war es noch ein Glück, daß der Tod den Mann von seinen Leidet rasch erlöste.

(Mißverstanden.) Herr M. sagt zu seinem Dienstmädchen:Geh'n S- doch zu meinem Freunde, dem Doctor C., um ihn und dessen Frau in meinem Nam.« zu bitten, mit auf den Ressourcen-Ball zu gehen." Nachdem das Dienstmädtz« den Auftrag ausgeführt und den Hausherrn entsprechend benachrichtigen will, frage dieser in erwartungsvoller Eile:Werden sie mitgehen?" worauf das Dia»:- mädchen, erröthend und einen Knix machend, antwortet: »Ja, wenn Sie gütl {t erlauben." . . . Thatsache!

Die deutschen Genossenschaften:

Trotz vielfacher Angriffe auf die solidarische Haftpflicht, die ja leider auch durch Vertrauensbrüche und Veruntreuungen von Beamten einzelner Genossenschaftskassen in speciellen Fällen begründet waren, ist die Entwickelung der deutschen Genossenschaften in stetigem Fortschritt begriffen.

Der soeben vom Anwalt des Allgemeinen deutschen Genossenschaftsverbandes, F. Schenck, herausgeaebene Jahresbericht pro 1886 beziffert die Zahl der deutschen Genossenschaften Ende oes Berichtsjahres auf 4438 gegenüber 4170 Ende des Jahres 1885. Davon sind 2135 Kreditgenossenschaften, 1572 Genossenschaften in einzelnen Gewerbszweigen, 696 Konsumvereine und 35 Baugenossenschaften. An Mitgliedern zählen diese Genossenschaften, die seit Ende 1886 wohl auf 4500 herangewachsen sind, ca. 1 500 000. Ihre geschäftlichen Leistungen sind auf 3000 Millionen Mark, das Be­triebskapital auf 800 Millionen Mark zu veranschlagen. Die 881 Vorschuß- und Creditvereine, welche ihre Abschlüsse für die Statistik des Jahresberichts einsandten, zählten 451 452 Mitglieder, die Gesammtsumme der von ihnen gewährten Kredite betrug 1522 571 424 X, hiernach beträgt der Durchschnittsumsatz eines Vereins 1728 231 X, auf das einzelne Mitglied entfällt eine Durchschnittssumme von 3372 X (gegen 1 711876 X resp. 3348 X in 1885). Das Betriebskapital der berichtenden Vereine belief sich Ende 1886 auf 543 866 459 X und ist gegen Ende 1885 um 12>/, Millionen Mark gestiegen. Das Verhältniß des eigenen Kapitals zum fremden beträgt 32,09 pCt., die Zinseneinnahme 5,55 pCt. des Betriebskapitals. An Gehältern, Verwaltungskosten, Grundstücks- und Inventar-Amortisationen wurden 5 918 407 X gezahlt, so daß den Mitgliedern nach Abzug aller übrigen Ausgaben (hierunter 35 033 X für Volksbildungs- und gemeinnützige und 22 550 X für Versicherungs­zwecke der Genossenschaftsbeamten) eine Dividende von 6 448 464 X verblieb. Der Bericht theilt auch die Liquidation von 13 und den Concurs von 2 Vorschuß- u. s. w. Vereinen mit, daran die Bemerkung knüpfend, daß in den wenigen Fällen, in welchen bamit ein Verlust verbunden wäre, sich dies stets auf ein leichtfertiges Abweichen von oft und eindringlich empfohlenen Grundsätzen zurückführen lasse. Die Mitglieder bestanden der Hauptsache nach aus selbständigen Handwerken (29,4 pCt.), selbständigen Landwirthen u. s. w. (26,8 pkt.), selbständigen Kaufleuten (9,5 pkt.), Rentnern, Pensionären (7,8pkt.), Beamten, Aerzten, Künstlern (6,5pkt) u. s. w.

An Genossenschaften in einzelnen Gewerbszweigen führt der Bericht 141 industrielle und 563 landwirtschaftliche Rohstoffgenossenschasten, 202 landwirtschaftliche Werk­genossenschaften, 62 industrielle und 7 landwirthschaftliche Magazingenossenschaften, 154 industrielle und 388 landwirthschaftliche Productivgenossenschaften, 55 Versicherungs- und sonstige Genossenschaften auf.

Die landwirthschaftlichen Genossenschaften dieser Art zeigen gegen Ende 1885 einen Zuwachs von 221.

Konsumvereine werden 696, gegen 682 Ende 1885, aufgeführt. Von diesen Vereinen haben nur 164 ihre Abschlüsse zur Verbandsstatistik eingesandt. Dieselben zahlten 144 504 Mitglieder. An Kapital- und Einkaufs-Dividenden gewährten die 164 Vereine 3 205 091 X, außerdem verausgabten dieselben für Bildungs- und Gemein­nützigkeitszwecke 48461 X lieber die Hälfte der Mitglieder der Konsumvereine sind unselbständige Arbeiter.

Der Bestand der Baugenossenschaften hat sich von 33 Ende 1885 auf 35 Ende 1886 erhöht Die Anwaltschaft bemerkt, daß es den Anschein hat, als ob für diese Genossenschaften eine günstigere Zeit gekommen ist, welche der weiteren Ausdehnung derselben forderlich fein kann; es wird darauf ankommen, daß überall, wo das Be- unb Mittel zu solchen genossenschaftlichen Vereinigungen vorhanden sind, sich Manner finden, welche die Bewegung in die richtige Bahn lenken und mit Sach- renntniß und der erforderlichen Energie die Leitung übernehmen.

m t Der Jahresbericht macht auch Mitteilung über die weitere Durchführung der Verbandsrevisionen innerhalb der 33 Unteroerbände bes Allgemeinen beutschen Ge- nosfenschaftsverbandes unb betont, baß in ber Beseitigung von alten Mängeln, in der Einführung befferer Einrichtungen, in dem sicheren Ausbaue ber inneren Organisation der einzelnen Genossmschaften große Wirkungen erzielt sinb.

in - Angesichts der im umfangreichen Bericht bargelegten Sorgfalt unb Mühewaltung in es bedauerlich, zu conftatiren, baß trotz ber eindringlichen Bitten ber Anwaltschaft oon 4438 Genossenschaften nur etwa bie Hälfte bie gewünschten Berichte unb Abschlüsse an erstere eingesanbt haben.

Wie viel wertvoller würbe die vorliegende Arbeit sein, wenn das gesammte Material dem Berichterstatter zur Verfügung stände! Hoffentlich kommt in Zukunft sch 't " ®lnne das genossenschaftliche Gefühl im eigenen Jntereffe der Genossen-

,r. . Mainz, 25. August. Im Anschluß an eine Verfügung des Großh. Mi- nifteriums, welche anordnet, baß in den Kreisen Mainz unb Bingen unverzüglich eine Anpflanzungen durch Sachverstänbige vorgenommen werden soll, macht bas hiesige Kreisamt bekannt, baß bie Untersuchungen mit Ausnahme der ®e!£?rkn0cn und Kostheim, in welchen Nachforschungen durch preußische Sach- verständige zu erwarten stehen, von den Herren Reallehrer Dr. Nies hier und Kreis- schulinspector Do ch und Gymnasiallehrer Dr. Quendel! in Worms vorgenommen werden Gleichzeitig beauftragte das Kreisamt bie Bürgermeistereien, Ermittelung n anzustellen, in welchen Garten und Weinbergen ftemde Reben eingeführt worden sind

Aus Rheinhessen, 25 August. Laut Mittheilung verschiedener Blätter hat der von dem Schwurgericht von der Anschuldigung der Brandstiftung freigesprochene, spater aber wieder verhastete, alsbald lebod) abermals in Freiheit gesetzte Häfner Görk von Worftadt sich den iveiteren Verfolgungen durch die Flucht entzogen, was ur Folge gehabt habe, daß die Staatsanwaltschaft das gesammte Vermögen des Görtz mit Beschlag belegt habe. Mit Rücksicht darauf, daß durch die Flucht des Görtz dessen vielbesprochener Proceß abermals das Gesprächsthema in einem Theil von Rheinhessen

entlang Kavallerie zu entsenden, um die Flüchtlinge gefangen zu nehmen. Es werde indeß auch angenommen, daß Ejub Khan nach Norden geflohen sein könne, um per Dampfer über das KaSpische Meer zu entkommen und daß er sich gegenwärtig bereits auf russischem Gebiet befinde.

Petersburg, 25. August. Bezüglich der Meldung, daß als Sühne für die durch den Prinzen Ferdinand von Coburg geschehene Verletzung der Verträge die Mächte ihre Vertreter von Sofia abberufen würden, bemerkt dasJourn. de St. P.", eine derartige platonische Sühne wäre für Niemand von Bedeutung; bei dem Stande der Dinge hätte eine solche nur Werth, wenn sie gleichzeitig die volle Wiederherstellung des verletzten Rechts in sich schlösse; die Abberufung der Vertreter allein bringe eine solche volle Wiederherstellung nicht mit sich. Anläßlich der Erwiderung des Prinzen gegenüber dem Bürgermeister von Sofia, daß er bie verheißene Hingebung für Bul­garien damit bekundet habe, baß er gekommen sei, bemerkt basJourn. de St. Peters- bourg": Ob der Prinz nicht allmälig einsehen könnte, daß ihm als wahre Be- thätigung seiner Hingebung für Bulgarien nur übrig bleibe, dasselbe sobald als möglich zu verlassen.

Brüssel, 25. August. Nach derChronique" gab General Brialmont wegen der gegen feinen Rath stattgehabten Beförderungen im Personal des Generalstabs seine Demission als Chef desselben. Der König nahm die Demission an und stellte den General Boyaert an die Spitze des Generalstabs.

Ostende, 25. August. Der heutige Tag verlief ruhig. Zur Aufrechterhaltung der Ordnung blieben die Quais von den Truppen besetzt. Ein im Hafen ankerndes englisches Fischerboot fand keinen einzigen Arbeiter, der zur Löschung der Fischladung die Hand bot.

Sofia, 25. August. (,,Havas"-Meldung.) Die Pforte antwortete auf die Depesche des Prinzen, da der Prinz ohne die Zustimmung der suzeränen Macht unb der anderen Mächte nach Bulgarien gekommen sei, so sehe sie seine Besitzergreifung des bulgarischen Thrones für illegal an.

Sofia, 25. August. Die Verhandlungen mit Tontschew wegen Bildung des neuen Eabinets sind bisher erfolglos geblieben. Stambulow, dessen Ankunft man erwartete, telegraphirte, daß sein Gesundheitszustand ihm die Hierherreise nicht erlaube. Es gilt daher für wahrscheinlich, baß das bisherige Ministerium in seinem Amte verbleibt.

Die Erdbeerpflanzungen, die jetzt anzulegen sind, werden oft nicht mit Äc Sorgfalt angelegt, bie nöthig ist, um einen guten Ertrag zu sichern. Wer in fein «n Garten einige Erbbeerbeete anlegen will, kauft ja meist Pflanzen der besten Art, bs ift gewiß, damit glaubt er aber genug gethan zu haben. Man vergißt im Allgemeine ganz und gar, daß die besten größten Sorten Produkte sorgfältigster Zucht unb W * sind. Wenn den Pflanzen deßhalb nicht fortgesetzt die nöthige Aufmerksamkeit gesche h und ihr Gedeihen überwacht wird, tritt leicht ein Rückschlag ein unb die im Haw- garten gewonnenen Früchte gleichen in Nichts denen, die man zu gewinnen gedE- Dann wird die Schuld auf den Lieferanten der Pflanzen geschoben und über Ul reeüität des Geschäfts geklagt, während bie Ursache für bas Mißlingen in der Handlung der Pflänzlinge liegen. Zumeist wird auf die Bodenart nicht genüge« geachtet. Erdbeeren sind Erdbeeren, denkt so mancher Gartenliebhaber, und PRf7 großfrüchtige Sorten auf Beete, bie früher einmal mit Monatserbbeeren bMno»-- waren. Die Monatserbbeeren unb bie großfrüchtigen Sorten verlangen inoeB enuu sehr oerfebiebenen Boben, denn währenb jene einen leichteren oorziehen, gedeihen «rs großfrüchtigen Sorten nur in schwerem, tiefem, nahrhaftem Boben. Ist dieser n^ vorhanben, so muß man leichteren Boden durch Unterbringung von Kuhmist unv auti Lehm und durch tiefes Rigolen vorbereiten. In einen solchen Boden bringt mr-- dann im August ober Anfang September bie Pflanzen unb zwar in Reihen von « gefähr 1 Fuß Abstanb unb die einzelnen Pflanzen anderthalb Fuß von einanoer k fernt; empfehlenswert ist es, die Pflanzen im Dreiecksverband zu setzen. Wohl Dar ji zu achten ist nun, daß die Beete an trocknen, warmen Tagen gut begossen niera Selbstverständlich müssen die Beete vom Unkraut rein gehalten werden unb ber sou muß stets locker sein. Bei solcher Behanblung werden die Pflanzen bald anwaOI- und auch Ausläufer zeigen, bie indeß gegen Ende September, Anfang October am Mutterstocke wegzuschneiden sind. Gleichzeitig sind habet die unteren, absterbeiD- Blätter zu entfernen. Bedeckt man sodann die Beete mit kurzem Dünger, hat n^ für den Herbst das Nöthige gethan, um von seinen Beeten einen möglichst reichen 1 trag zu erzielen. Was im Winter und Frühjahr noch zu thun ist, davon weroen zur rechten Zeit wieder sprechen.

- Für bie Bepflanzung von Gehöften und Wegen mit Bäumen »wchKn .- dringend von der Verwendung ber hohen italienischen Pappeln abrathen. r*nen|ii die jetzt noch vielfach verwendet werden, haben allerdings den Vortheil, sehr w