Harrdel Verkehr
— [Offtcielle Schreibweise der Marksumme.) Im Einverständniß mit dem «eicbsschatzamt hat das Reichspostamt eine auch weitere Kreise berührende Verfügung Oer die Schreibweise der Marksumme erlassen. Danach sollen die Post- und Tele- siaphcnbehörden im amtlichen Geschäftsverkehr das Zeichen „M“ als Abkürzung für ^Fark" fortan dem Markbetrage nachsetzen und die Pfennige nicht mehr durch Deci- ^lstellen der Mark, sondern als Pfennige unter Hinzufügung des Zeichens be-
ausdrücken, also z. B. 25 JL 7 H und nicht wie früher JL 25.07 oder
28.1.07 JL. ---------------------
Gießen, 26. Juli. Auf dem heutigen Markt kostete: Butter per Pfund „ n aß—0.00 Hühnereier 2 St. 11—0H, Enteneier St. 0—0 Käie vr. St. 5—7 Mi-matte -'—0 St, Erbsen pr. Liter 18 Linsen 28 Tauben per Paar 50 bis g Hübner per Stück JL 0.85—1.00, Hahnen pr. Stück JL 0.60—0.80, Enten L. Stück JL 1.40—1.70, Gänse per Pfund 00—00 j?, Ochsenfleisch per Pfund 62 bis s, Kuh- und Rindfleisch 54—56 Schweinefleisch 54—60 Hammelfleisch 50 bis 3' Kalbfleisch 40—46 Kartoffeln per 100 Kilo JL 6.00—12-00, Milch per Liter
Zwiebeln per Gentner JL 8.00—9.50, Kirschen per Pfund 15—20
Frankfurt, 25. Juli. (Getreide-Preise.) Weizen eff. hiesiger u. Wetterauei jl 18 50-19,00, fremder JL 18,00—19,50, Roggen eff. hies. JL 14,00—00,00, fremder m 1275-13,25, Gerste effectiv hiesige und Wetterauer JL 15,00—17,00, fremde 00 00-00,00, Hafer eff. hies. JL 12,75—13,25, fremder JL 00,00—00,00.
Frankfurt. 25. Juli. Der beuttge Viehmarkt war stark befahren. Ange- ttieben waren 398 Ochsen, ca. 38 Bullen, ca. 400 Kühe und Rinder, ca. 285 Kälber. Die Preise stellten sich: Ochsen 1. Cual. JL 58—60, 2. Qual. JL 50—54, Kühe und r ,PUC^- 50—53, 2. Qual. JL 44—48 per 100 Pfund Schlachtgewicht, Kalber 1. Qum. 45—50 H, 2 final. 38—44 ver 1 Pfund Schlachtgewicht.
Wöchentliche Aeberficht der Todesfälle m der Ztadt Gießen.
29. Woche. Vom 17. Jult bis 23. Juli 1887. Einwohnerzahl: 19 001 (incl. 1600 Mann Militär). Sterblichkettsztffer: 16,4°/«.
An m. Die in Klammern gesetzten Ziffern geben an, wie viele der Todesfälle in der betreffenden Krankheit auf von Auswärts nach Gießen gebrachte Kranke kommen.
Es starben an:
Krebs
Zusammen:
1 (1)
Erwachsene:
1 (1)
Kinder
im
1. Lebensjahr:
vom
2.—15. Jahr:
Lungenschwindsucht
1 (1)
1 (1)
— —
_
Lungenentzündung
2 (2)
1 (1)
_
1 (1)
Tuberkulose der Gelenke
1 (1)
1 (1)
_
Entzündung der Bronchien
1
1
—
Summa: 6
4
1
1
Wärmegrade der Ladn und der Luft nach Reaumur aemefjen am 26. Jult, Mittags zwischen 11 und 12 Uhr: Wasser 18Va Grad, Luft im Schatten 22 Grad.
L. Ehr. RÜbsamen.
MHSSflBO SXBBG!
Allgemeiner Anzeiger.
Arbeitsbersteigerung.
TamStag den 30. d. Mts., des Vormittags von 8 Uhr an,
Men nachfolgende Arbeiten versteigert werden, als
Herstellung eines eisernen Hos- thores an der Pfarrhofraithe, sowie Weißbinderarbeit am Pfarrhause, zusammen veranschlagt zu 200 JL.
lMpslasterung der Goffe im Ort, veranschlagt zu 240 Jt
Weiskirchen, am 25. Juli 1887.
Hiroßh. Bürgermeisterei Reiskirchen.
Jünger. 5604
Freitag den 29. Mi L I.,
Nachmittags 7 Uhr,
rtrfteigere ich in Oswald's Garten dahier Mngsweise
1 Sommerwagen (Omnibus)
Men Baarzahlung.
Die Versteigerung findet bestimmt statt.
Gießen, den 22. Juli 1887.
Bühner,
i‘0566 Großh. Gerichtsvollzieher.
Ieilgebotenes.
5602] Früh-Kartoffeln verkauft
Räuber, Teufelslustgartchen 18.
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Durch die Zahlung der ersten Prämienrate tritt die Versicherung in volle Kraft; Klauseln, welche die Versicherung anfechtbar machen könnten, sind statutarisch ausgeschlossen. Die Auszahlung der anfallenden Versicherungssummen erfolgt sofort ohne DiSkouto»Avzug.
Alle Ueberfcbüffe fiissten voll und ganz den Verfilterten zu.
Im laufenden Jahre kommen JL 2,031,313 und in den nächsten 4 Jahren weitere ca. JL 8,000,000 zur Verminderung der Prämien als Dividenden zur Bertheilung.
Das Jahr 1880 brachte einen Ueberfchuß von JL 2,847,177 — 44% der Prämie nach Plan All. Die Dividenden können nach verschiedenen Plänen bezogen werden;
Plan All bietet vom Gttn Versicherungsjahre ab die höchstmöglichen Dividenden, je nach der Verficherungöform 41—47% der einfachen Todesfallprämie;
Plan Aili gewährt bedeutende Gcwinnantheile, die eventuell die verficherte Summe übersteigen können;
nach Plan B erhält der Versicherte eine alljährlich um 3% steigende Dividende, z. B. nach 20 Jahren ca. 60%, nach
40 Jahren ca. 120% der Prämie. t
Verficherungsstand 26*6 Millionen, Bankfonds ca. 64 Millionen, Extra-Reserve ca. 12 Millionen Mark.
Anträge nehmen entgegen in Gießen: II. Flick, Rentier, und E. ElscGibaeh, ßoufmann; in Wetzlar: Carl Klarte». 5600
Ortskrankenkasse Gießen.
Dienstag den 26. Juli d. I.: ordentliche Generalversammlung Abends V29 Uhr Restauration Postkeller bei Schütz.
Tagesordnung.
1) Abnahme der Rechnung von 1886.
2) Ergänzungswahl des Vorstandes.
3) Statutenänderung.
Die gewählten Vertreter der Arbeitgeber, ebensowohl die Vertreter der Arbeitnehmer werden dringendst gebeten, ihren übernommenen Pflichten durch pünktlichen Besuch nachzukommen. 5462
Der Borstand
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