Ausgabe 
26.6.1887 Zweites Blatt
 
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Loestund's Kindermilch,

Carbolineum Avenarius

zu lenken.

Bet transportfähigen Hölzern hat,man in großen Betrieben mit guten Erfolgen gu7ßebe °

eine Comervirung dadurch erzielt, daß in den sogenannten Jmprägniranstalten anti- ! den Apotheken, en gros von Ed. Loeflund in Stuttgart.

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aus Alpenmilch und Weizen-Extrakt, gibt, nur mit Wasser verdünnt, die krüstiaüe und leichtverdaulichste Nahrung, bei der die Kinder von der Geburt an lebt Altt Aphothin hoi ... ______r < < 120 per Büchse in

"unb Potsdam und namentlich in Wannsee und Schlachtensee in ähnlichem Umfange getroffen werden, wie dies auf dem Bahnhose in Steglitz der Fall gewesen ist. Ge­plant waren diese Vorkehrungen schon seit längerer Zett. Auch^der Kaiser hat sich gestern eingehenden Bericht über das unglückliche Ereigntß vom Sonntag Abend er­statten lassen und sein lebhaftes Bedauern darüber geäußert, daß gerade auf der ältesten Eisenbahnlinie Preußens sich die Unfälle in solcher Weise wiederholen. Ein vbjectiver, sachgemäßer Bericht der zuständlgen Behörde wird, derK. Ztg." zufolge, erst in der nächsten Woche erscheinen; dieser Bericht wird auch auf die technischen Schwierigkeiten Hinweisen, die bei dem Vorfall in Frage kommen. Wie seitens des königlichen Eisenbahnbetriebsamts Berlin-Magdeburg mitgetheilt wird, ist die Vor­untersuchung über den Unglücksfall sofort in der Nacht zum Montag, und zwar gegen 3 Uhr früh, an Ort und Stelle eingeleitet worden; geführt wird dieselbe vom könig- ltchen Negierungsbaurath Schneider unter Mitwirkung des Vertreters der SlaatS- anwaltschaft und mehrerer Directoren des genannten Betriebsamts.

Greifswald, 19. Juni. Das unvorsichtige Handhaben geladener Pistolen hat hier gestern Abend wieder einmal ein junges Menschenleben gekostet. Mitglieder des hiesigen CorpsGuestphalta" hatten auf dem Schützenplatze unter sich ein Schießen mit Tesching-Pistolen von 6 Millimeter Kaliber veranstaltet. Einer der Schützen war zum Schießen vorgetreten, seine Pistole versagte jedoch und daher trat der stud. Schnitzer, % Z. Einjahrig-Freiwilliger, an seine Stelle. Während Ersterer seine Pistole in Ordnung brachte, ging der Schuß los und traf den vor ihm stehenden Schnitzer hinten im Genick. Der Getroffene siel sogleich bewußtlos nieder und war nach kurzer Zeit eine Leiche.

DieDeutsche Jllustrirte Gewerbezeitung" in Stuttgart enthält in Nr. 23. Juni 1887 den nachstehenden für weite Kreise Interesse bietenden Aufsatz: Beitrag jur Frage Ser Holjerhaltung.

Gegenüber den eifrigen Bestrebungen auf den verschiedensten Gebieten der Industrie, sich die neuen Errungenschaften der Chemie für die Praxis nutzbar zu machen, muß es auffallend erscheinen, daß die Fragewie schützen wir in rationeller Weise das bearbeitete Holz vor den schädlichen Einflüssen der Atmosphärilien noch nicht diejenige allgemeine Beachtung gefunden hat, welche ihr zweifelsohne bet der Wichtigkeit des Gegenstandes gebührt. Der Grund für diese eigentümliche Erscheinung ist ein zweifacher: Auf der einen Seite hält eine gewisse Gleichgültigkeit und die Scheu, von dem Althergebrachten abzugehen, von der Prüfung einer dargebotenen Neuerung ab; auf der anderen Seite gilt es, ein gewisses Vorurteil zu überwinden, welches die Mißerfolge so mancher, im großen Stil angepriesenerUniversalmittel", und vielfach mit Recht, im Publikum hervorgerufen haben.

Um der oben aufgeworfenen Frage näherzutreten, gilt es zunächst, den seit Jahr­hunderten allgemein bestehenden Glauben auszurotten, daß das bearbeitete Holz natur­gemäß nach so und so vielen Jahren verfaulen und durch anderes ersetzt werden müsse und dem Gedanken Verbreitung zu verschaffen, daß der menschliche Erfindungsgeist auch hier Mittel ersonnen hat, um dem Zerstörungstrieb in wirksamer Weise entgegen­zutreten. Wenn Jeder in seinem Kreis dazu beiträgt, die diesbezüglichen Fortschritte nutzbar zu machen und deren Verwerthung auf die Allgemeinheit zu übertragen, so wird damit ein großer volkswirthschaftlicher Gewinn erzielt werden. Dann wird sich auch sehr bald die Erkenntniß Bahn brechen, welcher von den vielfach empfohlenen Fäulinßhinderern den Anforderungen voll und ganz entspricht und damit kommen wir zu dem eigentlichen Zweck dieser Zeilen, nämlich die Aufmerksamkeit unserer Leser auf ein seit Jahren bewährtes Holzconservirungsmittel, das

septische Stoffe in die Gänge und Poren des Holzes mittelst Hochdruck hineinaevE 3"f?er Privanndustrie suchte man bisher dieselbe Wirkung durch Ottfa^

und Theeranstriche zu erreichen. Das erstere Verfahren ist mit großen Vorber7tt,..?Io und theueren Anlagen verknüpft, so daß dadurch eine allgemeine Nutzbarmachung fi v°n selbst verbietet. Dagegen gewahren Anstriche mit Oelfarben und Theer woh?einm AAutz nach außen, sie haben aber den großen Nachtheil, die Poren und Gänge des Holz s mit dem darin befindlichen Wanergehalt zu verstopfen und so der Zerstörung von innen nach äugen treten Laus zu lassen. Es galt also ein Prävar-at m erfind 9 welches durch billigen Preis und leichte Anwendbarkeit eine alli-meine Einfübrnn» gestattet und neben dem Abhalten der Witterungseinflüsse auch ini \m tin Anhl seine Wirkung ausübt. Mit vollem Recht dürfen wir auf ®runb coinpeienter 5euan^ aus den verschiedensten Gebieten der Industrie dem Carbolineum^lvenar^us ! doppelte Wlrkungsfähtgkeit zuschreiben. Wir müssen vorausschicken daß cs sich dabli nicht etwa um eine neue, sondern vielmehr um eine schon vor 10 fahren armnrfu! Erfindung handelt. Nachdem aber in dieser langen Zeit das Präparat die Erwartung m vollem Maße nicht nur erfüllt, sondern übertroffen hat, darf es jetzt den 9Infnrn* Echen, als beites Anstrichsöl zur Holzconservirung allgemeine Verwendung zu find?^ Für Eisenbahnen, Schiffahrt, Fabriken aller Art, für landwirthschaftliche Betrieb-' ganz besonders aber für das gesammte Baufach ist das Carbolineum Avenarius2 unschätzbarem Werth. Es steht sest, daß damit behandeltes Holz eine bedeutend steigerte Haltbarkeit, gegenüber nicht imprägnirtem oder mit Oelfarben- Tbeer- £ Anstrichen behandeltem Holz erhält. Das Carbolineum Avenarius ist dünnlliitti!' daher sehr ausgiebig und wird einfach mit einem Pinsel aufgetragen. Ein vorbei gehendes Erwärmen des Carbolineum Avenarius ist zu empfehlen Die hamt* n« gestrichenen Hölzer erhalten einen geschmackvoll braunen Ton, der die fwlrmril^ durchscheinen läßt und überall da als billigster und zweckmäßigster Ersatz für Ä farben-Anstriche gilt, wv die Erzielung einer bestimmten Farbennüanee nicht erfordeTlid! ist. Bemerkenswerth ist auch die anerkannte Wirkung des Carbolineum Avenarius gegen L-chwammbildung und zur Trockenlegung feuchter Mauern d

Bei der Beliebtheit, deren das Originalsabrikat Carbolineum Avenarius in Anerkennung semer Billigkeit und Zweckmäßigkeit allgemein sich zu erfreuen bat tonnt, es Nicht ausbletben, daß von verschiedenen Seiten Nachahmungen versucht werden di^ sich aber bis heute ausnahmslos als minderwerthig erwiesen. Die Consumenten baden daher allen Grund, auf die volle Bezeichnung y

Carbolineum Avenarius

Zu achten, um wirklich das bewährte Jmprägniröl dieses Namens zu erhalten "

Die Firma Jean Dern & Cie. in Gießen hat bei Fr. Seibel,'Gießen H. Voelzel, Wieseck, O. Rabenau, Alten-Buseck, W. Rühl, Großen-Buscck' 3- Heß H-, Leihgestern, Conr. Wenzel IV., Lang-Göns, Z. Lilien stein, Butzback' K. Kohler, Ltch, Ph. Kammer IV., Bellersbeim, A. Buch, Hungen, sowie bet Louis Moll in Grünberg Niederlagen des Carbolineum Aoenaiius errichtet. ©enannfr Armen sind gerne bereit, allen Interessenten mit Prospeclen und jeder gewünschten Mittheilung zu bienen. 11 1

Wir machen noch darauf aufmerksam, daß durch einen Versuch mit mentaeit Kilogramm Jedermann Gelegenheit geboten ist, die Vorzüge dieses Präparats kennen zu lernen und sich von der Richtigkeit des Vorstehenden selbst zu überzeugen.

Es soll uns freuen, wenn unsere Darlegung dazu beitragen wird, für die wichtiae ^rage einer praktischen Holzerhaltung das Interesse unserer Leser zu wecken. 4869

Submission.

Auf dem Submissionswege soll dem­nächst vergeben werden:

1) die zur Anfertigung einiger Gas- rohrleitungen erforderliche Gea- benarbeit,

2) die zur Erbauung einiger Schuppen für Cokes u. s. w. erforderliche Zimmerarbeit und

3) Dachdeckerarbeir (Dach­pappe).

Die Bedingungen und Zeichnungen können auf unserem Bureau einge­sehen werden und sind schriftliche An­gebote für die Grubenarbeit bis zum 27. d. Mts. Abends und für die Schuppen bis Ende d. Mts. daselbst verschlossen einzureichen.

Gießen, den 23. Juni 1887.

Städtisches Gaswerk Gießen.

Otto Bergen. 4814

Lieferungs-Ausschreibung.

Sämmtliche Bedürfnisse an frischem Fleisch, Wurst, Mehl, Kartoffeln, Ge­müse, Hülsenfrüchten, Kaffee, Salz, Fleisch- und Gemüse - Conseroen rc. sollen für die Zeit vom 1. October dieses Jahres bis Ende September nächsten Jahres für die Unterofnzier- und Mannschafts-Küche des unterzeich- neten Bataillons an einen oder meh­rere Lieferanten zur Lieferung ver- geben werden.

Bedingungen sind auf dem Bureau des Bataillons Neuenweger Thor- häuschen einzusehen.

Offerten, unter der Adresse des Bataillons und der BezeichnungLie­ferungs-Offerte auf Menage-Bedürf­nisse", sind bis 15. Juli er. einzu­reichen. 4680

1. Bataillon Infanterie Regiments Ur. 116.

Allgemeiner Anzeiger.

Bekanntmachung.

Bei der diesjährigen planmäßigen Verloosung der für 1887 -ur Ab- tcagung kommenden städtischen Obligationen auf Inhaber sind folgende Nummern gezogen worden, nämlich: 1 a

a) von dem 3'/z"/oigen Anlehen der Rest:

l-it. A Nr. 27. 47. 50 und 134 ä 1714 M. 29 H.

Lit. B Nr. 144 und 198 ä 857 M. 14 H.

b) von dem 4%igen (alten) Anlehen:

Lit. A Nr. 4 und 11 ä 1714 JL 29

Die Besitzer vorbemerkter Schuldverschreibungen haben ihre Kapitalien bis zum Schlüsse dieses Jahres bei der hiesigen Stadtkasse in Empfang zu nehmen; die Verzinsung findet nur bis Ende 1887 statt.

Gießen, den 17. Juni 1887.

Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen.

4809 A. Brumm.

Bekanntmachung.

Betreffend: Die Vergebung der Zinsen des Vermächtnisses des Christian Gerhard Hast.

Anmeldungen wegen Berücksichtigung bei Vergebung der oben bezeichneten Zinsen haben innerhalb acht Tagen auf dem Bürgermeisterei-Bureau zu geschehen. * 9

Gießen, den 22. Juni 1887.

Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen.

A. Bramm. 4931

Der Bürgermeister: Michel

4660

Der auf den 2 Juli d. I. für Gladenbach angesetzte Jahrmarkt ist auf den 1. Juli d. I. verlegt worden, was den Interessenten hiermit zur Nachricht diene. 9

H. Rübsamen, Mäusburglß

^"Hemden, ^^aen, Manschetten, Chemisetts, Taschentücher ('m emcr? und Sommer-Handschuhe, L»osentrüaer

Shlipse und Cravatten, Sonnen- und Regenschirme' Hosenftrecker, alle Arten Mützen, Hut- rorc' sonne Normal-Unterkleider für Damen und Herren (Srfftem nr LhmlnT Vr1 Hrigmal-Preisen, Resorm-Baumwoll-Hemden (System Prof. ^if»a«?markn > öre ^rten wollene, seidene und baumwollene Unterkleider ^ilet- Regenmäntel für Damen, Herr en ^Mädchen fonnen dieselben nach Wahl des Stoffes nach Maß annefeitiat Anfertigung von Hemden nach Maß unter Garantie guten Sitzes und in S

Zur Verdingung der Lieferung von 63 Stück Mannschaftsschränken für Infanterie, von Schemeln ohne Lehne, Tischen und Waschtischen für Unter­offiziere und für Mannschaften rc., sowie einer größeren Anzahl Gerätye von Eisen, von Messing, Blech, Zinn, von Holz, Fayence, Glas, Steingut rc., sowie von Lampen und Laternen zur Ausstattung des Jnfanteric-Kasernements in Gießen ist ein unbeschränkter Submissionstermin auf Montag den 4. Juli er., Vor­mittags 9 Uhr, im Bureau der unten? genannten Verwaltung, woselbst Beding­ungen und Zeichnungen nebst Beschrei­bungen zur Einsichtnahme ausgelegt sind, anberaumt.

Gießen, den 20. Juni 1887. 4767

Großherzogliche Garnison-Verwaltung.

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