Politische Ueberficht.
,1 ®le k e« 2». März hat sich, wie zu irwartm war, zu einer einzig dastehenden Huldigung der deutschen Volkes für seinen greisen Schub- und Schirmherrn gestaltet uno vergebliche- Bemühen wäre es, ast' ihre Einzel- Herten zu schildern. Nur die hervorragendsten Züge seien nochmals skizzirt und al« Mittelpunkt der sestlichen Tages die Feier In der Reichshauptstadt und speciell bei Hose. Die Kaiserin beglückwünschte als Erste - sowohl der Zeit wie dem Range nach - ihren eilauchten Gemahl zu dessen Ehrentage, woran sich die Beglückwünschung seitens der übrigen Mitglieder der ?nb »Wen Verwandten schloß. Als erster der anderen h^tf,?m;jSca raÄnei'c^schien der Großherzog von Oldenburg; dem Empfang ber fürstlichen Gäste folgte d>e Gratulations-Cour der engeren Dienstes, an e*r”ff6pl 6R beTk Gras Stolberg-Wernigerode stand. Zum
,C?,p^ oer Easterliche Jubilar die beiden ersten seiner Rathgeber.den Reichskanzler Fürsten Bismarck und den General-Feldmarschall Grasen Moltke mJhLBefinh^ee “ S®*61,68o?^b beS GeburtSlagr-Empfanger beim Kaiser! Unzählig sind dre spenden der Siebe und Verehrung, welche dem erlauchten I 2^onar4en zum 90. Geburtstage von allen Seiten dargebracht wurden, kaum Seßnnh “Ud| b e Glückwunsch Telegramme und Glllckwunsch-Adreffen, die aus
L° b°» eingegangen waren. Ueberall im Reiche ist der Geburtstag der Kaisers in der seiner Bedeutung entsprechenden Weise begangen worden, aber hpU«*99°nsn?Ä» r^a 6 Reichsgrenzen liegen zahlreiche Berichte über die Feier be« 22. März vor und die lonangebenben Blätter aller Länder trugen der Be- beutung de^ Tages in sympathischen Artikeln Rechnung. Meist klingt in denselben oie Befriedigung darüber durch, daß mit den Festlichkeiten in Berlin die in der allgemeinen politischen Lage eingetretene Besserung zusammensalle; beson- her4inek1“anä»efr^ bet SeRartlfel der „Russ. Peterrb. Zeitung", in welch-m I 6 mm ?,um b^ Erhaltung der Friedens uno der Freund-
Deutschland« mit Rußland gedacht uno dem Rathgeber des Kai'ers I pursten Bismarck, warme Anerkennung gezollt wird Auf der deutschen Nm,' I W‘n Paris fand anläßlich be« 90. Geburl-tages bk« Kaiser« am Montau etneSoiröe statt, welche außerordentlich glänzenb verlief; sämmlliche Mitglieder b°8 Sesnmmte diplomatische Corp«, die Spitzen ber Civil- und Militär«Behörden, viele Senatoren und Abgeordnete, unter lebtern Clemenck»^« I Freycinet, Andrteux u. s. w. waren anwesend. 8 ucmenceau,
r.. .Der Kaiser erfreut sich ungeachtet der mannigfachen Anstrengungen die I betten tt' Monarchen au« der Feier seines Ehrentages refultirten ' beä a?ne£n6 6 fann man ^IDOn nur mit innigster Genugth'uung
liebet Retter s Haarwasser.
gr . Es kann nicht genug wiederholt werden, und ist auch darüber schon Vieles von Autoritäten geschrieben worden, daß Oele und Pomaden die fianfnnren nnr -01’ in Folge Zutritts des Staubes sich eine Schichte bildet, »eldÄto
Derbtnbert, b« gaatroiineln erstickt unb baburch Kopsleiben und kahle St-ll^en-um Und dennoch gibt es noch eine Unzahl Leute, die im blinden VertrauenmfiaiS9’ hafte Reelame - unbedacht, ob das Versprochene », erfüllen mb7li^ ?e,° k lZwinde - tausende für schädliche Haarmittel ausgeL unbin* bemtfö, ?
Fabien Stellen ^ erzeugen, wahrend sie damit doch nur den Charlatamsmus unter- stlltzen und ihrer Gesundheit schaden. Wäre es denn nickt viel nerni o
°on dem unnatürlichen Dressiren der Kopfhaareabzulassen S gutes conservirendes Haarmtttel statt der insaesammt fckähffckKn wirklich
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h,m gD i ° deutsch - Studentenschast hat bekanntlich durch ihre Vertreter bem Kaiser am Vorabend feines Geburtstages einen imnnfant n l11' gebracht welcher für di- Stubentenschast noch e"n ÄXeSf&Sj hatte. Fast unmittelbar nach Beendigung der Feier wurde e^ine 9ihn?hmt^ k C Zuges zum Kaiser beschieden, welcher den Vertretern der Studt-n^n f <
§err und darüber, daß Ich von der akademischen ^menh in Sä sä' ä"ä
8MÄWÄ SJÄ.“
^"ter dromberg, erfolgte. Die Gesammtlänge des zurückgelegten Weges belräat 335 Km die durchschnittliche Geschwindigkeit 16 Mtr. in der Secunde. An Ballast wurden 26 K Neu zu je 10 Kgr. verbraucht. Interessant war das Verhalten der mitgenommenen Brieftauben. Eine der gewaltsam vom Ballon entfernten Tauben ver- ichwand zwar in dem das Luftschiff umgebenden Wolkenmeer, erschien aber plötzlich im Är ^lben Stunde wieder beim Ballon, der inzwischen etwa 29 Km. zurückgelegt hatte. Eine zweite sreigelasiene Taube setzte sich, so lange der Ballon in den ^vlkett war, auf die Ballonhülle und verließ dieselbe, als die Erde sichtbar wurde ^fr^nr^rtT?arCr^i?^ ö5 das Brockengespenst erinnernden Erscheinungen, der brt "«».»...... .»1
gemacht über die größte und prächtigste elektrische Lichtanlage der Welt. Diese Anlage I besitzt der Kaiser von Rußland in feinem Winterpalast in St. Petersburg. Der daselbst I ä K - .r?ö-a. gelegene, von einem großen freien Platze begrenzte großartige Palast I ^Kaisers ist fett kurzer Zeit in allen seinen inneren Räumen mit zwölftaufend I Gluhlamptti beleuchtet, wahrend gleichzeitig die inneren Höfe und der angremenbe I m ?UrA56 Bogenlampen taghell erleuchtet werden. Die Maschinenstation^zurn Betriebe dieser gewaltigen Anlage, welche bei Festlichkeiten in ihrem ganzen Umfange gleichzeitig m Thaffgkett ist, befindet sich in den Kellerräumen des Winlerpalastes Stt Kmra6Ln^?mpr?Q^tnen von ungefähr 2500 Pferdekläffen, welche mit Einschluß der reichlich bemessenen Reserven 26 Dynamomaschinen zur Erzeugung des elekttttchen Stromes treiben. Die Anlage, welche durch Größe und Glanz einen ganz überwältigenden Eindruck macht, ist von den Ingenieuren des Winterpalastes unter Mit- mtrfung ber Firma Siemens und Halske in St. Petersburg im Saufe weniger Monate fertlggestellt worden. Die genannte Firma beleuchtet auch den ganzen Newsky Prospect bedeutendsten und elegantesten Straßen Petersburgs mit ^bttrifchem Bogenlicht und versorgt die Hauser der Anwohner mit Glühttcht' Die
CÖmr5)bUP «tQbt ^^mt hiernach in Bezug auf elektrische Beleuchtung^ wohl den ersten Platz unter allen Städten der Welt ein. ot)l om
. ~ C®/" deutscher Nimrods Einer der besten Jäger in Thüringen, ia wobl
in ganj Deutschland ist der Herzog Ernst II. von Coburg Gotha. Es steht statistisck fe t' da» tn dem Zeitraum von 1837 bis 1887 (einschließlich 1886) folgendes Wild Qß70CM Elchhirsche, 2 Elchthiere, 1 Wapitihirsck, 2316 Rolhhirsch?
06^ ^tt^bi^e, 1025 Dammwild, 2066 Sauen, 1588 Gemsen, 1255 Rehwild, 44 313 Hasen, ^664 Kraniche, 1 Wolf, 8 Dachse, 840 Füchse und 95 verschiedene Thiere in ©umma an Haarwild 57,143 Stück. An Federwild: 4 Adler, 32 Trappen, 11010 planen, ^05 Auerhahne, 42 Birkhähne, 3 Brachvögel, 222 Waldschnepfen, 69 Sumos- schnepfen, Feldhühner, 11 Wachteln, 9 Wachtelkönige, 19 graue Reiher, 1 (5-bel- 8Ct^?°1^ 1 25 Purpurreiher, 3 Löffelreiher, 2 Rohrdommeln,
o Ms, roilbe Ganfe, 708 Stockenten, 2 andere Enten, 33 Blässe, 18 Moven 3 Kibitze, 520 andere Vogel, in Summa an Federwild 14,916 Stück. Die Gesammt- g"wib^ein^ftattliä)e Zahl'™ 2Bilbe3 in diesem Zeitraum beträgt demnach 72,060 Stück, 0T (r, — Wie alt ist der Brauch von Heirathsgesuchen durch die Zeitungen?! Als Aufsehen erregende Neuerung ersten Ranges brachte die Berliner „Spener'sche Leitung" « ^f“ar(r.179Lben Abdruck des folgenden Heirathsgesuches aus einern^Wiener 'cPl111 Hbirathen wird ein Weibsbild gesucht. Ein verwittibter Mann von gesetzten Jahren, munter, frisch, der sich bei höchsten und hohen Herrschaften Meriten
UbfOd)jfann' auch kein Kind hat, aber an Werth und ^ffen; öesonnen, ein offenes Gewerb mit Vortheil anzutreten, und } Weibsbild, sie muß dreißig oder mehrere Jahre haben, kann ledig oder eine Sbtttib mit zwei unerzogenen Kindern sein, er scheut auch keinen Naturfehler, sie muß aber dreihundert Gulden haben, welche er ihr durch seine Sachen genugsam o sichern und erproben kann. Wann ein solches Weibsbild zu dem Vorbeschriebenen ein Be ffeben tragt fo fann f.e ihn holen lassen oder in sein Logis kommen, er wohnt am Spitalberge^ in der Fuhrmannsgasse beim goldenen Lux Nr. 98 im ersten Stock bei etoa« wenig« Heutzutage werben ble HeirathSgesuche
irr t or ^obirmamsell.^ Vor dem Londoner Gerichtshöfe erscheint Mlle ^/aire Antoine als Klagerm gegen Mr. Cooper, Chef eines großen Modewaaren- geschafts. Mr. Cooper hatte die Französin als Probirmamsell mit völlig freier Station monatlichen Gehalts engagirt, dieselbe jedoch nach drei Tagen obne Entschädigung und ohne Kündigung entlassen. Die Pariserin reichte die Klaae cm und Mr. Eooper sagt: .Als sich Mlle. Antoine das erste Mal bei mir vorstelltt > I SaS J1C rrfnw sCÄr°^encn öut. Ich fragte sie, wie alt sie sei. „Vierunddreißia \ I Abre , lautete die Antwort. Ich fragte sie, wo sie früher placirt gewesen: sie nannte - « . — I danser Firma. Ich forschte nach ihren Zeugnissen: sie behauptete man
ä ' xV”' "VN Hessen, der britten Tochter be« Grob >fragte "Sunweb", war di- Antwort Drei Tag?^hindurch^7vazierte
Herzogs von Hessen und seiner verstorbenen Gemahlin Alice vroAamirt .2 x ^um Spott unb Hohn aller Leute mit einem großen getoloftai n sü e
Prinzessin Irene (geb. am 11. Juli 1866) siebt im 21 ßehXmfi« \ ä barauf. be".anb' daß st- sich d-ss-n Enticbigte, aeftnnb ne mir
in ihrer Hetmath wegen der hoben Anmutb ihrer rsi-i* > ^ve und erfreut sich I *61 Haupt sei kahl. Gut, meinte ich, nehmen Sie eine Perrücke. Um keinen Breis' WZMM-ZWW SWZZMWW ELWZ--M MMSWWW Regierungr-Vorlage will^ - beginne» ,u7asien 7? " mit 7 p6L ~ wie die -ich mit Frauen nicht mehr u'ngalant p-rfahreE ° b boffinr=
ist aber diese Bestimmung in threr ursvrünMmen Ltt°,^°P ro“rbek Nunmehr “--
Commission wieder hergestellt worden und mirh^b^8 ?On ber H"renhau«- I Abgeordnetenhaus nochmals beMsti7en Een b°s Bankstatut ba« AbänderungS-Beschluffe besteht, ist für’« Erste ein GnJf(V 4 e6 ekte auf feinem I
Vermischtes.
der Luftschiffera^theilung^kürzffch^u^^omme^ roeId)e üon Offizieren
berfelben, Premierlieutenant Freiherr v. Hagen und L?eutenan?^^^ ^e Theilnehmer abendsitzung des Deutschen Vereins \t^tenant@ro^ in der Samstaa-
jungen di^F^hrt begann^am^2o.^Februa^N^UHr^4^Mn!m^^N ^ifelnbe^Mtt- Tempelhofer Felde aus. Der Ballon stieg in einem Vormittags vom
und hatte nach 8 Minuten hpretfa S-t.111 ^uem Winkel von 14° 5V Mtr auf einer Windgeschwindigkeit von 9 Mtr in ?e°r ^2r; erreicht. Er schlug bei
schritt bei Kaulsdorf den Damm der Ostbahn und" g^na^Iin^T^6 9ii$tun9 ein, über- 1 bereits eine Höhe von 1340 Mtr uni 9 nt von ihm weiter. Ilm erreicht. Nach 52 Minuten begann der SHaHnn w £ joId)e von 1735 Mtr 1060 Mtr. In dieser Höhe wurden^^ mehrere Schüff aus ^?is zur Höhe von von den Insassen wohl gehört wurden obne daß hi» Ballon abgegeben, die
deren Ziel fein sollten. Sie fliegen nunmefir fLr jedoch glaubten, daß sie
50 Minuten bie größte überhaupt gewonnene Höbe erreichten um 3 Uhr
wieder allmalig und zwar bis aus 900 Mtr unb 'ftip^h r* Ballon fiel dann an nochmals bis zu 1460 Mtr. empor 9 banAüon 5 Uhr 25 Minuten
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