SESF I
Telegraphische Depeschen.
Wolff'S telegr. Eon'espon-enz • ©urenu.
. Stuttgart, 23. October. Der „Staatsanzeiger für Württemberg" erfährt der FlugeladMant des Königs, Oberst v. Zeppelin, sei zum Gesandten in Berlin ernannt worden.
Wien, 23. October. Der König von Serbien machte dem Kaiser beute seinen Abschiedsbesuch und begab sich alsdann nach Laxenburg, um sich von dem Kronvrinren und der Kronprinzessin zu verabschieden 9
Brüssel, 23. October. Bei den heutigen Stichwahlen für die Communalrätbe wurden gewählt: In Brussel 2 gemäßigt Liberale, in Schärbeck die auf der Litte der gemäßigt Liberalen stehenden Candtdaten und ein Unabhängiger, in Lüttich die Liberalen, in Renaix, Ypres, Hasselt und Braine le Comte die katholischen Candidaten
Uhrmachergeschäft
Carl Mette Wittwe.
Zünglingsverein.
©fcnätaasich regelmäßig am Sonntag, HÄ-A'zu?LLath. ®am6ta9' Abends J 8-/, Uhr, in der auch s'* cm.$,eJrein werden die jungen Leute, besonder«
e°naeladen «-hrlingS-Fcierabend besuchten, fteundlichst
den Versammlung^ bei dem Unterzeichneten oder auch in
besuchen kann. $ &ie ^der an einigen Abenden auch als Gast
Dienstag, 25. October, Abends 8% Uhr.
y>lePen/ den 24. October 1887. 8015
Dr. Naumann, Pfarrer.
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Hochachtungsvoll
Carl Mettel Wachf.
(Georg Spies),
—— ____K irchenplat! Nr. 14
7831] 3uo Str. feine Etzkartoffeln zu > 7844] ---------
-»kaufen; auch in kleineren Quantitäten dauernder bei
bei Oeconom Fr. Hetz, Lahnstraße 5. j "der?'A0igung von
Kirchliche Anzeigm der evsngel. Gemeinde
«...
Weltreich und im Gottesreich; Piarr'er vr. Na um-nm ^te"' Grundsätze im
Noch und Elend unter Schulkindern.
.. . “n,cr dt-i-r Ueberschrist macht jetzt ein Artikel über die Verhältnisse der Schulkinder Wiens die Runde durch die Zeitungen, bei dessen Lesen man unwilMrlich ergriffen wird und de;;en einzelne Daten zeigen, welche Masse furchtbaren socialen Elends unsere Grobstädte bergen Denn datz die hier kurz mitaetheilten Thatsach n nur in Wien vorhanden sein sollen, ist nicht anzunehmen, da dort die Wobnunas und NahrungsverhSIiniffe nicht schlechter sind, wie in jeder anderen Grobftadt auch Die Thatsache, daß die dem Volke am nächsten stehende Lehrerschaft Wiens hierin dem Artikel angegebenen Ziffern herausgefunden hat, läßt keinen Zweifel über die Richt m kett der gemachten Mittheilungen zu. Es ist die „Wiener Presse", welche sich der dankenswerthen Aufgabe in ber ffleife unterzogen hat, daß sie in einer Reihe von AEln tue ergreifende Thatsache an's Licht zog, daß es in Wien nahezu 2500 hungernde Schulkinder gibt. Rach den Angaben der Lehrer hatten n einem bestimmten Zeitraum 119 Schulkinder überhaupt gar kein Mittagsmahl Z-'«
nCr 0 ter m rincs, 266 hatten Mittags nur je ein Stückchen trockenes Brod 800 bekamen Brod und Kaffee oder Gemüse, 184 erhielten etwas kalte Svelle >u Mittag und 586 hatten im allgemeinen Nahrungsmangel. Das waren Zahlen aus der guten Jahreszeit und im Winter wachsen dieselben regelmäßig noch sehr bedeutend an. Zu dieser erfchutternden Statistik der hungernden Schulkinder machten die Leh»r lla,'n ?e =ere etganjenbe SBemetfungen, daß die armen Geschöpfe ermattet kraft- unb theilnahmslos in ber Schule sitzen unb an bem Unterricht gar nicht theilnehmen - daß viele Dnber beim Schreiben und bei den Handarbeiten vor Hungdr Jittern- haft me e Eltern, um die Qualen des Hungers den Kindern minder schmerzhaft zu machen diesen Branntwein zu trin en geben, und daß die betreffenden unglücklichen Kind» vom Genüsse des Branntweins betäubt in die Schule kommen! Die wohlthätige Kolae dieser Enthüllungen war daß forcrt eine umfassende Action in Gang gebracht st w/lchi d» Roth der Kinder em Ende machen soll, sticht blos die Prioatwohlthätigkeit
»ca»"^El"8en worden, sondern die Commune Wien hat die Sache unter der Aegide des Bürgermeisters selbst in die Hand genommen. Im Gemeinderatb wird ein Antrag eingebracht werden, daß dic Stadtvertretung-in irgend einer für zweckmäßig erachteten unb mit den Gemeinbeverhältnissen übereinftimmenben ??orm für bte Speisung armer Schulkinber eintrete. Es wirb der Bürgermeister selbst U Gelegenheit ergreifen, eine Mittheilung an den Gemeinderath gelangen zu lassen und er hat dazu umsomehr Ursache, als bereits zahlreiche Spenden für biesen Zweck bm übergeben worden sind Der Bürgermeister hat den Armenreferenten beauftragt bm schleunigst über die Daten, welche veröffentlicht worden sind Beriet d» Magistratsdircctor Hai eine außerordentliche Sitzung anb»aumt,^in welcher positive
SS‘”l.‘S' ™" ">'»» «» »«’,? üta'bk Un£
Man batte bisher in Wien keine klare Vorstellung, keinen deutlichen
der schweren Folgen welche die herrschende Noth für die Kinder der ärmeren Volks V*’ a5 traurige Gesammtbild vor sich, das die hungernden
Kmder der Armuth darbleten, und kaum annähernd mar
^otägltch nicht blos eine unzureichende/ sondern chatsäch' C Nahrung erhalten und dem ihre Körper abzehrenden ihre ftrnftp erschöpfenden Hunger preisgegeben find. Erst in neuester Qt rfXs 4t7Z or XW ÄraJfc Beztrks-Schulinspectoren in den Wiener Schulen durch die Lehrer Erbehnn^^Z bcr werden wie es mit der Ernährung der die ©d;uk ^fÄ^
-i -“ST“ ISÄ»» einer einzigen Großstadt eine io erschreckend" Zahl Menschen auswachsen hi“, 'hna^ "
~ . r 2tur 2. November 1887
KOI /|WrtJlqUn0 schon in der Serie herausgekommenen
?l» B^errrich. 1860er fl. 500 Mr.
fünftel a at 23.®-, zehntel 120^' DieI.te[ V
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MozariEAon JÜan^vmhÜndert ^ähren^Mol^ an £ie erfte AuWhtung m D°n Juan (Ueberzählige Abonnementsvorsftllung) Msttelmeife Hierauf;
Sonntag den 30. October: Afrikanerin Große^^Preise.''
mit de^.'C^'me^Uen^trotze -P,D«^nnements-V°rstellung^ Die Dame Große Preist.^ 2& Cc,obtr: Welt ins der man sich langweilt.
Mittwoch. ^De b'o r a^h. ^Große°Preise^^""^^^^°tfftellung für einen ausgefallenen Große W bm 28' °ClDber: Di- Welt in der man sich langweilt.
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ch , a d Nauheim, 20. October. Testern Abend wurde das 64« k ni ?3^^./chl-ecklich verletzt durch den Hund eines hiesigen Vtllenbesitzer^
Hausbesitzers spielende Kind des Arztes an" un^ fid entsetzliche Bißwunden an Arm und Bein bei, fiel auch zu Hilfe eil.nÄ «W8 ihm und wurde schließlich von letzteren todtgefchlagen. Hoffentlich verläust ^^^' an das unglucklrche Kind ohne weitere schlimme Folgen. " Sache für'
c-fNo Aonn, 20 October. Unsere rheinische Hochschule fährt fort bis in s - ^9 Cflen Anziehungskraft auszuüben. Heute meldete sich zur Einschreibuntt^u Ernsten Japaner Jgnazo Ota aus Tokio. Besonders bemerkenswerth ift an Am h ?,eber
Landsleuten, die bis jetzt hier studirt haben, ^er erfte unb erminb/LCr^nI.er Interessant tft ferner, ru beobachten, welche Opfer die japanische Reaierun^ 'tt. &te^taJhiPnnftU?b bh'°rk Cr§ defähigten jungen Männer des Landes für^nÄ' blc Staatsdienst heranbrlden zu lassen. Sie ertheilt zu diesem Zwecke Stinpnhi Oberen ?*■»es ä. 5»r”■“« ?* @iner der Matrosen dieses Schiffes, welcher vom Wahnsinn befallen d)rttlltn: Drenstag Nacht, als das Schiff sich in der »on Sirabota ^mordete und zwei Matrosen, welche sich auf Deck befanden, durch Beilschlaae ^apttän dm in seiner (Sajute befindlichen Steuermann ein nnh tRhM» 1 nn ^errlc« b-ffndlichen tret Matrosen im Schüfe 'SämmMch "Lchen'warf er in'U“" ^°rb eingesperrten Steuermann gelang es schließlich sich in er ? t eer- Dem
inben. Das Schiff würbe hülflos von bem'b sifch'en D Lr
und in Kopenhagen eingeschleppt. mpfer angetroften
Gießen, 24. Ortober. Heute Morgen begann die Brüstin« k,, m
Aspiranten für die Provinz Oberhessen bet hiesigem Landgericht? Ä^iber- sichten aur demnächstige Anstellung für die in den letzten Ähren dabi^^ ^-^ ^5« außerorbent ich ungünstig smb, so unterziehen sich diesmal 1wieder »L «M'" Prüfung. Außerdem nehmen noch drei Militäranwärter an h/r ?n^?nbibatfn ber- Gerichtsvollzieher-Aspiranten Thetl tICr an bcr Prüfung ffir
Gießen, 24. October. [Ibcater.] Herr Hofschausvieler Qnii«s m .
aus Eassel, welcher bet unseren Kunstfreunden^^von^ seiner^^Thäiiakett
her noch im besten Andenkell^steht, gibt gegenwärtig mit seiner . Wintr?
in unserer Nachbarstabl Marburg unter glänzenber Theilnahme be^dort aen^ einen Cpklus von Vorstellungen. Nach einstimmigen Berichten^ ber ®
si»d d--Leistungen ber Rudolph'schen Gesellschaft ganz exquisite ™ 6 0er Blöttn Wre wir soeben erfahren, wird Herr Rudolph mit seinem (SnUm&r
stellungen in Gießen Ende Mooember eröffnen. 9 m ®n^embIe dir Bor-
Neue 7794 Ein alter Regulir-Füttofenmit
empfiehlt Chamotten-Ausmauerung und Kachel zu
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• Ri Allgemeiner Anzeiger


