Lokale».
24. März. Dem am 21. ds. in der Euler'schen Schneidmühle ver- imglücklen Arbeiter geht es in der Klinik oerhältnißmäßig wohl. Dank der Geschick- Itchkeit der Aerzte war eine Amputation nicht nothwendig und hofft man, falls keine anderwerte Störung eintritt, den Verletzten mit ganzen Gliedmaßen demnächst entlassen zu können. "
— 1wird uns berichtigend mitgethellt, datz vom hiesigen Regiment nur die zerren Maior v. Heyden und Hauptmann Hof nach Straßburg versetzt werden.
T cy 2c'^är3, ®er äffische Feuerwehrtag wird am 18. und 19. Juni
L I. in Butzbach abgehalten.
R A^?ornAer0Z 2L.Marz. Der Bahnbedienstete, dem am Samstag auf hiesiger Nation das eine Bern abgefahren wurde, ist während der Amputation im Sprtal in Darmstadt gestorben. Der Unglückliche hinterläßt 5 Kinder.
:^grr Hessen, 22. März. Die rohen Burschen, welche wegen am ?I|e? °eruyjn Uni.MS^ tn Haft genommen worden waren, sind wieder W Lfta Theilwerse kommen dieselben mit einem Strafmandat davon.
der Nähe des ehemaligen Hildegardisklosters in Bingen fand man am Samstag erne Urne mit verschiedenen historisch wertvollen Münzen aus dem 15. und io. Jahrhundert.
März. In dem Casino »Zum Gutenberg" hier fand gestern Abend^eme^heftlge Gasexplosion statt, durch welche der Hausmeister mehrere erhebliche
schränken. Die Gefahr für den zweiten Thurm und die innere Kirche scheint beseitigt.
— Der nördliche Thurm der Maria-Magdalenenkirche ist bis auf die untersten Umfassungsmauern vollständig ausgebrannt. Die Feuerwehr ist noch mit Löschen beschäftigt. Unglücksfälle sind nicht vorgekommen.
Wien, 23. März. Der gestern vom bayerischen Gesandten Bray beim Festmahl der deutschen Reichsangehörigen in Wien ausgebrachte Trinkspruch auf den Kaiser Franz Joseph lautete folgendermaßen: „Der Botschafter Prinz Reuß ist durch eine kaiserliche Einladung nach Budapest gerufen und ist deßhalb zu seinem lebhaften Bedauern gehindert, unserer heutigen Versammlung beizuwohnen. Gestatten Sie mir nun, Ihnen an diesem Festabende den ersten Trinkspruch vorzuschlagen; tr gilt dem erhabenen Herrscher, unter besten Schutz und Schirm wir stehen in dieser gastlichen Weltstadt, im schönen Wien, dem Kaiser, dessen hohe Regeuten-Tugenden wir bewundern und in welchem wir Deutschlands treuen, mächtigen Verbündeten freudig begrüßen, lieben und hoch verehren; möge der durchlauchtigste Fürst, der vor bald vierzig Jahren den glorreichen Thron der Habsburger bestiegen, der beute, wie damals, in ungeschwächter jugendlicher Kraft das Scepter Oesterreich-Ungarns und die Fahne seines Ruhmes hoch- halt, möge er noch viele Jahre zur Freude, zum Segen seiner Völker, zum Heile Europas in dieser hohen Machtstellung von Gott dem Herrn erhalten, geschützt werden Seine Majestät der allerdurchlauchtigste Kaiser und König, er lebe hoch!"
Bern, 23. März. Rumänien und die Niederlande erklärten dem schweizerischen Bundesrath ihre Zustimmung zur internationalen Convention Über technische Einheit im Eisenbahnwesen.
Pari-, 23. März. Oberst Plazanet zeigte seinen Austritt aus der Armee- Eommisston an, well der Ton des zweiten Briefes des Vorsitzenden de Mahn an Boulanger der Würde der Commission zu wenig entspreche. De Maby er klärte in der Eommlffkonssitzung, daß der Brief Boulanger's eine offene loyale Erklärung gewesen wäre, auf Die eine ebenso offene höfliche Antwort gegeben werden mußte. Die Com- mifflon billigte die Erklärung de Mahy's, trotzdem bestand Plazanet auf seinem Austritt.
Dublin, 23. März. Gegen den katholischen Priester Rayan, welcher ebenso wie Priester Keller in einem Proceste gegen Zahlung verweigernde Pächter sein Reuanifi nicht abaeben wollte, ist vom Gerichtshöfe Haftbefehl erlassen worden.
Birmingham, 23. März. Die Königin wohnte heute der Grundsteinlegung zum neuen Justtzpalafte bei. Der Empfang seitens der Bevölkerung war überaus entbufiaftifa).
Verletzungen davontrug und verschiedene Räume sammt deren Inhalt mehr oder minder stark zertrümmert wurden. Eine schadhafte Stelle an der Hauptleitung trug die Schuld an der Exploston. ° v
„.Als Nachfeier zu dem Geburtstag des deutschen Kaisers versammelte sich heule uSh&Mt rr"C d'MfMirte Gesellschaft, Damen und Herren, zum .Frühschoppen' in der „Stadthalle , wobei man sich bet den Klängen einer Militärkapelle nochmals in ungezwungenster Weise der Feststtmmung hingab. n
t tr3?1 A.EN der Stadt Main, übermittelte gestern Bürgermeister Dr. Occhsucr ÄnrnrnT- V“ « “Z“ !Xr ,“■! Hoheit dem Großberzog Gratulations-
Ä 5°^ H°b"t den Großherzog wegen der Verlobung der Prinzessin
3£"e;. S J Telegramm kam noch am Abend folgende Rückantwort an: Ä ^ch daß Mainz wie immer lebhaften Anthcil nimmt an dem Glücke meiner tfamute. riuowtg.
r , dem hiesigen Centralbahnhof wurde gestern Abend der Stationsverwalter UHbc*f^rkltC? eic!!cl von einer Rangiermaschine erfaßt und heftig bei
©atc geschleudert. Außer einer heftigen Erschütterung trug der Beamte kein- Verletzung davon.
m , - .lDamenkrieg im Vatikans Aus Rom wird geschrieben: „Ein peinlicher Vorfall spielte sich anläßlich der Festlichkeiten zur Feier der Papstkrönung im Vatikan arb* J^ct Damen, von denen die eine eine heißblütige Amerikanerin war, begannen, fiA um Hir?nrwCfamOrG ^ladenen Gäste ihre Plätze im Consistoriumssaal einnahmen ^ sich um ihren Platz zu streiten. Die Amerikanerin behauptete nämlich, ein Recht auf ben oon einer blonden Deutschen eingenommenen Platz zu haben, und als diese nicht welchen wollte, erhob die Amerikanerin die Hand und führte einen Schlag gegen die
?err; r?icfc fu6r der Amerikanerin in das Haar und es begann ein
ni^t sehr lieblich anzusehendcr Kampf, welchem der herbeieilende Ceremonienmeistrr und andere Prälaten em Ende machten, indem auf ihren Wink zwei Schweizer die Amerikanerin sehr höflich aber ebenso entschieden ersuchten, den Saal zu verlassen. Dste junge Dame hielt es hierauf für gut, in Ohnmacht zu fallen, worauf sie von den Schweizern m demselben Augenblicke durch die eine Thür des Saales hinausgetraaen wurde, in welchem der Papst durch die andere seinen Einzug hielt." 9
Handel und Berkehr.
™ U ^L°5AAUrJon23c‘ März. Auf dem heutigen Markt kosten: Kartoffeln pe* Malter *4k 5-00—5V0, das Gescheit» 8—10 Eier daS Hundert Jk 4.40—6.50, das 1 qn7^n9u?cr ^^oßen Jk 80.00-13.00, im Detail das Pfund Jk 1.00 « ? t ul-25 3 Rothkraut per Stück 20-30 H, Kohlrabi
WÖJ? Pfund 45-70 Kuh- u. Rindfleisch 45-60 7%?’’Schweinefleisch 65-75 Hammelfleisch 50-70 H, 1 Hahn 7^ 0.70—180,1 Huhn Jk 1.00—2.50, 1 Ente Jk 2.00—3.00, Gans Pfund 50—70 1 1 Taube 40-70 Welsche Jk 12.00-00.00.
Onm nn9 März Rother Weizen, Jk 15 50, weißer Weizen Jk 00.00, & ä Äutt 00.00 ' Mer * 6-°°' Äart°ffCln 8 100 ^nb •* v-00.
In ic»cm Sa«s< soll «in Mittel bereit fein, Kindern wie Srwachscnen, die von einem Katarrh des Kehlkopfes oder Lungen befallen werden oder schon seit bÜMlä' ">"«»> Hust« leiden in leichter Weise diese lästigen Zustände buchstäblich „vom Halse zu schaffen und die schlimmeren Erkrankungen der Athmungso- 5U 2061111 Hardies das nämliche Mittel gegen Unverdaulichkeit,
Äft8« l!nb “llbeIc Magen- und Dormlciden die bewährtesten ~jcn^6 .c ^6 i als eine doppelt willkommene Bereicherung der Hausapotheke
betrachtet werden. Das vortreffliche Mittel ist in allen Apotheken 1 85 F zu erkalten und wird unter dem Namen Sodener Mineral-Pastillen verlangt. 6 1605
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