Einzelbild herunterladen

Amerika.

Die BerlinerPost" vom 26. v. Ml«, enthält Folgende»:

Dem Vernehmen nach beabsichtigt man in Chile die Versuche, Auswan. derer au» Deutschland heranzuziehen, weiter fortzusetzen. Nach dem Ergebnisse der bisherigen Versuche können jedoch AutwanderungSlustige vor überspannten Erwartungen nur gewarnt werden. Zahlreiche deutsche Auswanderer, welche seiner Zeit von den chilenischen Agenten angeworben waren und sich im süd­lichen Chile niedergelassen hatten, haben dort ihr Fortkommen al» Landwirthe nicht finden können und sich nach den größeren Städten gewandt, wo sie bei dem Mangel an Arbeitr-Gelegenheit die öffentliche Mildthäligkeit in Anspruch nehmen. Kolonisten, welche nicht hinreichende Mittel zur Anschaffung des In- ventars besaßen, sind gänzlich verarmt, haben ihre Stellen aufgeden müffen und suchen nunmehr in den Städten ihr Da,ein zu fristen. Er kann daher gegen- über Anerbeilen chilenischer Agenten nur zur Vorsicht gerathen werden.

^4 die erste Kammer nahm rin-

Verwischte-.

als je sind die Meldungen zu der zu Ehren der Allerhöchsten Anwesenhett Sr. Majestät des Kaisers zu Bad Ems am 26. Juni a. o. stattfindenden Regatta ausgefallen. Nicht weniger als acht Rennen sind completl geworden und zu den einzelnen Rennen meist je vier Concurrenzen gemeldet. Unter den gemeldeten Vereinen befinden sich Die Frankfurter RudergesellfchaftGermania", der Mannheimer Ruderclub, Mainzer Ruderverein, Düsseldorfer Ruderoerein, Hanauer Ruder-Gesellschau Haffia , vetlbronner RudergesellschaftSchwaben", Offenbacher Ruderoerein, Eölner Dsnan1877f' ^lenzer Rudergesellschaft, Eoblenzer Ruderclub, Wetzlarer Ruderclub und Wormser Ruder-Gesellichaft und lassen die Namen dieser Vereine aus interessante Rennen schließen. Zu dem Rennen um den Kaiserpreis sind diesmal drei Vereine gemeldet: Die Frankfurter Ruder-GesellschaftGermania", der Mannheimer

Un\ -bcr Ruderoerein, und dürfte cs in Anbetracht, daß der ge-

meldete Mannheimer Nuderclud, sowie der Mainzer Ruderoerein über ausgezeichnete Senior-Mannschaften verfugen, fraglich sein, ob dieGermania" auch dieses Jahr aus ^^Ächheroorgeht. - Jedenfalls lassen die Meldungen darauf schließen, daß die diesjährige Katserregatta eine der interessantesten der bisher abae- haltenen werden wird, und dürfte sich der Besuch von Ems um so mehr lohnen, als Fnmm^h0 *H ? ?ir'ction *ür bcn 26- Juni auf allen für Ems in Frage

kommenden Bahnlinien Extrazuge zu ermäßigten Prcsien fahren läßt. ö "

» Mr-0?' xr.?.nrjur* M., 22.Juni. Auf dem Festplatz für das IX. Deutsche Siib laum»= und Bund-sschicßen wird mit Anspannung aller Kräfte an der gänzlichm

Flauten gearbeitet. Am Sonntag soll der Festplatz dem PubM-a osstciell geöffnet werden und noch gar viel ist bis dahin zu thun, ja üngstlichm ?an0 Uber den Platz wohl gar beunruhigende Zwciffl aufsteigen, ob es in dm wenigen noch ausstehenden Tagen gelingen m -, unh^sHrVtL1 !»aen" ®<*e Ä,?' uut 'hrcm riesigen Apparat von Kesseln, Heidm .Ä«M-Ln"K"KpW. fertt06eMt und bilde, ein- der inler-ssan.-stm

- m E? durfte zweifellos die freundlich- Leserin interesstren, zu erfahren, was Alles ^sthallc benothtgt wird. Die Blatter veröffentlichen barüber eingehende Riltthellungen, denen folgende interessante Details zu entnehmen sind. Zur 2 Oberkellner, 8 Sectionschefs und 352 Kellner. Für die Küche:

1 J6sr?01 ,?omroleure, 1 Oberkoch, 24 Köche und 8 Köchinnen,

1 £n,rm,m.r 5 70 Lpulsrauen. Im Kellert 6 Kassenbeamte, 1 Buchhalter,

1 Kellermeister und 6 Küfer. Zur Herrichtung der Speisen dienen in der Küche: o ^?^f,s??pvelherde k 3l/, Meter Länge, 16 gemauerte Kessel ä 200 Liter Inhalt, WO ,60 0AnSmc:e[r' 10 Kochtopfe * 80 Liter Inhalt, 40 Bratpfanne»

?? Zentimeter, 20 Bratofen. Die Küche hat 36 Feuerungen. An Inventar sTeta?Cn:wn00 ?"ch»'Ug, 60,000 Servietten, 500 Gläs-rtuch-r, 9000®»?^!»^ Ud,Cirß nm «°iße Schurzen, 5000 Paar Messer, Gabeln und Löffel, 2000 Kaffeelöffel, 16,000 Porzellanteller, 1200 Platten, 600 Salatschüsseln, 350 lassen, 160 Suppenterrinnen, 5000 weiße Weingläser, 2000 Röimr- mÄ/' A-00 Nasser- und Champagnergläser rc. Daß die Bewirthschafrung einer solchen b? R^Iauration, wo Tausende von Menschen auf einmal zufriedenzustellen sind, daß das Eommando über eme so zahlreiche Bedienungsschaar keine leichte Aufgabe für Zweffel^" bcnifenen ^estwirth, Herrn Fritz Bruch aus Mainz/ ist, steht wohl außer

In der Stadt selbst bemerkt man von Vorbereitungen zu dem großen Feste noch gar wenig und nur die überall in den Erkern der Tuchhandlungen ausgelegten Fabnen- stoffe, sowie die vielfach ausgestellten theils prächtigen Ehrengaben deuten jetzt schon 'ommenben Festtage hin. Aber wenige Stunden werden binreichen, um der Feststadt das einer Feier von echt nationaler Bedeutung würdige festliche Gepräge auch äußerlich zu verleihen.

4« 161Junt Heber das telegraphisch bereits erwähnte schreckliche

Brandunglull, welches die etwas über 39,000 Einwohner zählende rumänische Stadt: Botoschani, die Hauptstadt des gleichnamigen Distriktes und zugleich Mitlclpunkt des moldauischen Getreidehandels, heimgesucht hat, werden demPesther Lloyd" folgende Einz^heiten mitgetheilt: Gestern Nachmittags 2 Uhr brach das Feuer aus unbekannten, Ursachen aus und griff, vom herrschenden Sturme begünstigt, so rasch und mit so un­widerstehlicher Gewalt um sich, daß innerhalb weniger Stunden an 900 Häuser eilt

Telegraphische Depeschen.

Wolff'S telegr. Corrcspondcnz»Bnrcarr.

av ?' Majestät der Kaiser hatte eine recht gute Nacht, war ßlni^nhn^ta 2 dmr Bett; zu heute Nachmittag war her Ches des

Wtlmowski, zum Vortrag befohlen und um 5 Uhr dinirte der Kaiser mit der Großherzogin von Baden gemeinschaftlich.

zufolge dankte der Kaiser dem Staatssecretär Bötticher in einem t9Cn^^rCAben Ur ^lc Ausführung des kaiserlichen Auftrags an den Reichs- tintPn PhaC^ blC ^°^ung aus, daß seine 2Bo\te auf den Reichstag den beabsich- hb^UCf f.0ehma^ a?abe? ""gen. Ferner dankt der Kaiser dem Minister für die U^b Abende Anordnung bei der Grundsteinlegung in Kiel, indem er dabei bemerkle, wenn er auch darunter habe leiden müffen, habe es ihn doch mit Genugthuung erfüllt, der nationalen Feier beigewohnt zu haben. y u

früh gest^rb?m", 22,$Unt Die Schriftstellerin E. Marlitt (Eugenie John) ist heute _ i Ium. Gestern begann mit anbrechender Dunkelheit eine säst all­

gemeine ^lluuuuatisn der Stadt, die besonders großartig im Westende und in der L^^r. Das Volk durchzog bis spät Nachts die in einem Lichtmeere strahlt Straßen, die Ordnung wurde trotz der ungeheuren Menschenmassen niraends aestört Wahrend des gestrigen Festzugs kamen mehrere Unfälle vor, so stürme der Marauis 7 L°nie vom Pferde, erlitt aber nur eme unerhebliche Verletzung. Das Öosiournal" Uten babe^ befinden der Königin durch die gestrige ermüdendeFeik?L ge- hem eltn H^bctnb fonbJm Euckingham Palast ein Galadiner statt und nach land sefeieA ^ ®mpf<ln0' ^s Regierungs.Jubiläurn wurde gestern in ganz Eng- c®cm Au^eau Reuter wird aus Konstantinopel gemeldet, daß der franiö- den SulMn gestern der Pforte Noten überreicht haben, worin sie

Die Pforte und ©ir^ ^ Zonoention energisch abmahnen,

nach bem kirW^u ^rschL/ ^" "bereingekommen fern, die Ratification bis ffärt den Blättern zugedende halbamtliche Mittheiluna er-

min.st-knkch'Tffno^' etam6Ul°ro beßQb W 6eu,i ttüh mit d-m Unterrichts-

©

Gießen, 22. Juni. sSchwurgericht.1 Der 56 rtrtP qsr ra,.-, bmUennrbtTsb17^1^V»UV©tt®r3lnna0e d-s Verbrechens wider di- Sittlichkett Umstan?e/wma^f"die^S"aatbsbehörde -ine^^sänarlltzstrafe^von^Jabr^Möna^"^^ Erlaß soforttgen Haftbefehls beantragte. ®er ®"riÄ^D tVnm 6oräen am ä"? Gefangnißstrafe von 1 Jahr und lehnte den letzteren Antrag ab t , ..Bietzen, 23. Juni. sCasseler Hof-Schausvieler 1 ibhm- . r

der Künstler, welche seit einer Reihe von Jahren zu den Lieblin^n k-L el

Publikums gehören, schreibt die dortigeOberhessische Zeitung" 0 be5 Marburger Die vornehmsten Künstler des Casseler Schauspiels werden sich auch in die^ Sommer wieder zu einem kurzen Besuche bei uns einfinden und das allaemÄ Interesse wird ihren vorzüglichen Darstellungen seitens unseres kunstliebendcn Publikums in vollem Maße entgegengebracht. Schon manche herrliche Aufführung haben wir h?» hCr^lt^(^flenAu ^danken und einige der edelsten Probenunse?er Lüeratur bureb dieselben über unsere weltbedeutcnden Bretter geführt. Ganz dem Revertoir e^r Hosbuhne entsprechend, verschaffen uns die Künstler am ersten Abend ibres düs lahrigen Gastspiels den Genuß eines der geistvollsten und piquantef?^^ überhaupt geschrieben worden sind:Das Glas Wasser" oder v

Scribe. In unseren rnaßgebendm Kreisen wird man <Süi

I-bensalls mit Freuden begrüßen und für eine exquisite Aufführung desselben^äm uns d e wohlrenommirten Darsteller, deren Rus auch in Marburg £ grunbeter ,st - Die geniale Heroine der Casseler Bühne FrÄulein M^tb- Baumgart steht bei uns von ihrem vorjährigen Gastspiel noch im besten Andenken und wird durch Repräsentation der stolzen Herzogin imGlas Wasser" sich neuen Ruhm erwerben. Herr Gustav Thies, der erste H-ld-nspi-l-r und ch Cassel erscheint zum ersten Male seit einer mehrjährigen Pause wkd-r bet uns Sem meisterhaftes L>piel als Orest in Jphigenia, alsFaust" ist noch Inkbbata erinnerun8 aüer Kunstverständigen, der gefeierte Künstler spielt de!. Lord Bolinbroke be.r ,^psieler Damenwelt erregt gegenwärtig eine junge Künstlerin' welche vom Wiener Hosburgtheater gekommen ist und durch ihr reizendes Spiel lost m zeder neuen Rolle die Gunst des Publikums im Sturme erob-rt. Es ist FräulAn nt "L'chweighofer. Die junge Dame glänzt durch Anmuth und Liebreiz der Erscheinung und erinnert man sich seit der berühmten Else Garso keiner so au/ uaioen Ltebhaberln. Fräulein Schweighofer findet in ihrer Rolle als ftmpnhiL ^ ^art,ncr an H^rn Joseph Wagner, den hochbegabten

lugendlichen Heloenspteler, welcher in seiner Günstlingsrolle als Mashain reickie ^,^6enhelt hat, ferne glänzende Begabung zu documentiren. Der zweite Gastsviel- a^mb^*rCtSCt uns b^dEka"ntschaft mit zwei neuen allerliebsten einactigen Lustspielen e av? ,,$)le Sheftlfterin", welche gegenwärtig mit vielem Beifall über die ranp^ihptT nn^U unL m selchen sämmtliche Hauptdarsteller mit hervor-

hnrrhbMp wS ®tnc plquante Bereicherung erfährt dieser Abend noch

durch die Mitwirkung des Ballets. Hat die choreographische Kunst schon an und für !!^^"^^ein^tel Anziehendes, so dürfte dieser Reiz noch besonders erhöht werden durch die geschmackoolle Wahl der beiden effectoollen Ballet-Pidcen La Parisienne und La Hongro)se Ungarischer Nationaltanz, welche uns die anmuthigsten Jüngerinnen Terpsichorens in Srazloiester Weise vorführen werden. Zur Seite der leichtgeschürzten ^P s^r;e? Junger mit ihren schönsten Gaben erfreuen und wirft die

bu^FfZQ^LbcrJ^a^clcr auf unser kunstfreundliches Publikum ihrm t b? ©Morbtf^e Universitäts-Buchhandlung oorauL, geworden^ist ,?ntcrc^e ^ur ^te besten Platze zumSehen und Hören" ein sehr lebhaftes

führt, daß der Stations-Assistent dem Berliner Localzuge vorzeitig das Ein­fahrtszeichen gab; der schuldige Beamte wurde sofort vom Dienste surpendirt. In der Berliner Bevölkerung, in welcher die Steglitzer Maffen-Katastrophe und die Verunglückung des Reservistenzuges im Potsdamer Bahnhofe noch frisch im Gedächtniffe hasten, hat dieses abermalige schwere Eisenbahn-Unglück begreifliche Erregung hervorgerufen und fehlt es auch nicht an Vorwürfen gegen die Eisenbahn-Direction; ob diese gerechtfertigt stnd oder nicht, muß noch abge­wartet werden.

In Honolulo, der Haupt- und Residenzstadt König Kalakauar, soll, wie Nachrichten aus San Francisco besagen, eine Revolution bevorstehen. Die Bevölkerung ist erbittert gegen die Mißwirthschast der Regierung, weil letztere Nachforschungen nach Waffm hält und dieselben mit Beschlag belegt. Es ist ein Gerücht im Umlauf, wonach die britischen und amerikanischen Unterthanen fich an ihre Regierungen um Schutz gewendet haben.

Aeutschland.

Darmstadt, 22. Juni. Se. Köntgl. Hoheit der Großherzog haben Allergnädigst geruht:

Am 15. d. Mts. den Stationsgehils'en Wilhelm Haubach aus Gießen zum Stationsassistenten bei den Oberhessischen Eisenbahnen zu ernennen.

Darmstadt, 22. Juni. Das Grobherzogliche Regierungsblatt Nr. 17 enthält:

1. Gesetz, Abänderung der Bestimmung in Art. 84 des Volksschulgesetzes vom 16. Juni 1874 über die Ausbringung der Reisekosten und Tagegebühren der Mitglieder der Kreis-Schulcommisstonen betreffend.

2. Gesetz, die Unterbringung jugendlicher Uebelthäter und verwahrloster Kinder betreffend.

Berlin, 20. Juni. Auf die Petitionen aus den Kreisen evangelischer Theologen um Beibehaltung der Mililac'Lienstrflicht der Theologen ist dem be­treffenden studentischen Ausschuffe, der in Bonn feinen Sitz hatte, jetzt nach der Köln. Ztg." vom Reichstage folgender Bescheid zugegangen:Der Reichstag hat in seiner Plenarsitzung vom 18. Mat d. Js. den Beschluß gefaßt: über die bei dem Reichstage angebrachte Petition vom 24. März d. Js. auf Grund des hier folgenden Votums:die Petition unter voller Anerkennung der patriotischen Gesinnung der Herren Petenten als erledigt zu betrachten, da der Antrag, auf welchen sich die Petition bezieht, im Plenum nicht eingebracht woroen ist und es demnach bei den bisherigen gesetzlichen Bestimmungen verbleibt", in eine Er­örterung nicht einzutreten."

Kngland.

London, 22. Juni. Ihre Maj. die Königin Victoria begeben sich heute Nachmittag 5 Uhr nach Windsor. Se. Kgl. Hoh. der Großherzog von Hessen und die Prinzessinnen - Töchter werden die Königin dorthin begleiten. Morgen begeben sich Se. König!. Hoheit der Großherzog zum Manöver nach Aldershot, von wo Se. König!.'. Hoheit nach Windsor und am Freitag nach London zurückkehren. (D. Ztg.)