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Gießen, 22. December. Der Jahresbericht der Großh. Handelskammer sur 1885/86 ist erschienen und iheilen wir in Nachstehendem sowie in spateren Nummern das Wesentlichste aus demsetven mit. In der Einleitung heißt es:
Unserem Jahresbericht über die Jahre 1885 und 1886 schicken wir nur die einleitende Bemerkung voraus, daß nach den eingelaufenen Berichten über die Geschäftslage sich dieselbe im Wesentlichen gegen die vorige Bertchtsperiode nicht geändert hat. Die Klagen über schleppenden Geschäftsgang, geringen Verdienst und mangelnde Unternehmungslust haben auch heute noch nicht abgenommen. Ebenso besteht auch jetzt noch das Verlangen nach größerer Ruhe fort, sowohl was die auf das Geschäftsleben rückwirkenden Beziehungen des Deutschen Reichs zu den Nachbarstaaten anlangt, als auch was die Neuerungen und Umwälzungen betrifft, die sich auf dem Gebiete der Gesetzgebung, insbesondere der Steuer- und Zollgesetze, in den letzten Jahren vollzogen haben.
Unter „Gutachten, Ansichten und Wünsche" erwähnt der Bericht über die allgemeinen Handelsbeziehungen zum Auslande, daß diese mehr oder weniger dem allgemeinen Charakter entsprechen, welchen heutzutage die internationalen Bkziehungen auf diesem Gebiete fast durchweg anzunehmen begonnen haben. Allenthalben tritt das Bestreben zu Tage, den Markt des eigenen Landes gegen die Eoncurrenz des Auslandes durch Absperrungsmaßregeln zu schützen, welche der davon betroffene Nachbarstaat alsbald mit gleichen Maßregeln beantworten zu müssen glaubt. Diese Bestrebungen, denen fast alle Eulturstaaten huldigen, wirken auch in Deutschland hemmend auf Handel und Verkehr und schädigen insbesondere die einheimische Industrie, welch, in manchen Branchen auf dem auswärtigen Markte trotz bisheriger Erfolge den Eoncurrenzkampf unter so erschwerenden Umständen kaum mehr aufzunehmen vermag.
lieber Branntweinmonopol und Branntweinsteuer-Gesetz sagt der Bericht, daß die Kammer zu allen Entwürfen, insbesondere auch zu dem jüngsten in vielfach veränderter Form zum Gesetze gewordenen Entwürfe Stellung genommen habe und sowohl Großh. Staatsregierung als auch dem Reichstage ihre Ansichten unterbreitet habe. Was das Monopol-Project betrifft, so hat die Handelskammer eine Eingabe an Großh. Ministerium eingereicht, welche die Stellung derselben zur Monopol- srage ausführlich beleuchtet und in der Bitte gipfelt, daß der Einführung des Branntweinmonopols von Seiten der Staatsregierung die Zustimmung versagt und der Vertreter im Bundesrathe demgemäß instruirt werden möge. Dem Monopolgedanken könne die Kammer auch nicht die geringste Sympathie entgegenbringen, sie halte eine jede Monopolisirung für eine wirthschaflltch, finanziell und moralisch verderbliche Maßregel. Die Kammer ist der Ansicht, daß man die Nachtheile des Branntweinmonopols in ihren Wirkungen unterschätzt habe. Von dem Augenblicke an, wo der Lstaat die Weiierverbrettung und den Verkauf des Products übernimmt, werden sämmtliche damit befaßte Private ihrer Geschäfte exproprtirt; dadurch, daß Hunderte von Millionen an Kapital, Hunderttausende von Menschen frei werden und sich auf andere Geschäfte werfen, wird dem allgemeinen geschäftlichen Niedergang Vorschub geleistet und der Ueberfluß an Arbeitskräften in bedenklicher Weise vermehrt, denn daß der Staat nur noch einen geringen Theil der erwerblos Gewordenen in seinen Dienst herübernehmen kann, wird schon durch die sparsam und vortheilhast 'eingerichtete Verwaltung des Monopols bedingt. Besonders aber treffe Diejenigen die Wegnahme ihrer Beschäftigung, welche in vorgerückterem Alter stehen, nicht mehr von Neuem anfangen könnten, diese Folgen feien schon bei Aufhebung von Privatgeschäften unheilvoll genug. Der Private, welcher genöthigt sei, mit Einführung des Monopols fein Kapital in anderer Weise nutzbringend anzulegen, werde zugleich genöthigt, seine Kapitalausstände plötzlich und schnell einzutretben, namentlich würden dann die Wtrthe auf dem Lande gezwungen, baldigst Haares Geld zu schaffen und dies würde sie in der Mehrzahl nur durch Aufstellung eines Theiles ihrer Immobilien erreichen können; mit Zunahme der Jmmobiliar- verkäufe würden aber die Bodenpreise noch mehr sinken, der an sich geringe Werth der Grundbesitze auf dem Lande würde noch mehr verringert und damit die Vermögens- sähigleit der kleinen Bauern, und so würde nicht nur der Geschäftsinhaber, sondern auch jeder Grundbesitzer schwer geschädigt, die dadurch herbeigeführte verminderte Kaufkraft des Bauern wirke naturgemäß ungünstig auf die allgemeine Geschäftslage. Wenn nun der Einwand, daß durch Einztehen der Ausstände den ungesunden Ereditverhält- nissen ein Ende bereitet werde, erhoben worden, so sei zwar ein solcher Erfolg wünschens- werth, er dürfe jedoch nicht mit Mitteln herbeigeführt werden, welche so plötzlich und schädlich wirken würden. Nach approximativer aber nicht zu hoch gegriffener Schätzung Sachverständiger haben die 10 größeren Liqueur- und Branntweingeschäfte der Stadt Gießen nahezu 1 Million Mark Ausstände und zwar vorzugsweise auf dem Lande. Die Wirkung der plötzlichen Einziehung dieser Ausstände, welche sich nur auf einen kleinen Theil aller bestehenden Geschäfte beziehen, ist kaum abzuschen.
Vermischte-.
Krofdorf, 21. December. Eine Eiche von außergewöhnlicher Stärke ist dieser Tage in einem Schlage des hiesigen Gemeindewaldes zur Fällung gebracht worden. Nachdem dieselbe zertheilt war, ergab sich, daß folgende Holzquantitäten aus ihr gewonnen worden: 1) ein Stamm von 5 Festmeter Inhalt, 6 Raummeter Nutzholz, 12 Raummeter Scheitholz, 3 Raummeter Knüppel, 5 Raummeter Stöcke und zu guter letzt noch 8 Raummeter Reiser. Der Durchmesser des Stammes beträgt 1 Meter 30 Eenttmeter. Von der Größe des Waldriesen kann man sich hiernach eine Vorstellung machen.
△ Mainz, 20. December. In einer frequenten Straße hier kam es gestern am Hellen Nachmittag zwischen einem Hilfsgertchtsschreiber und einem Wirthe und dessen Sohne zu einem Streit, der damit endigte, daß der Hilfsgerichtsschreiber einen Revolver aus der Tasche zog und nach dem Wirthssohne schoß. Zum Glück verletzte der Beamte durch den Schuß seinen Gegner nur unerheblich. Als Ursache des Vorfalles wird angegeben, daß die Streitenden schon lange im Eonflict leben und der Beamt' g'. stern beim Verlassen seiner Wohnung von dem Wirthssohne wieder um thätlich angegriffen worden sei, worauf der Angegriffene in Rothwehr die Waffe angewendet.
— In der hiesigen Lokalpresse wird über die Zügellosigkeit der Mainzer Straßenjugend lebhaft Klage geführt. Daß die Klagen nicht unbegründet sind, geht aus der Thatsache hervor, daß die Zöglinge eines Mädchenpensionats nur noch unter der Bewachung eines Schutzmannes ausgeführt werden können, weil die Mädchen und jungen Damen fortwährend wörtlichen und thätlichen Insulten ungezogener Straßenrangen ausgesetzt waren. Die hiesige Presse richtet an die Polizei- und Schulorgane die Aufforderung, auf das Strengste gegen die Gassenjugend einzuschreiten.
A Mainz, 21. December. Im Anschluß an eine jüngst vorgenommene Revision der Statuten der Mainzer Sparkasse beschäftigten sich heute Abend die Stadtverordneten eingehend mit der Gehaltsregulirung und Sicherheitsleistung der für beregte Anstalt eriorderlichen Beamten. Einem neu anzustellenden Director wird ein Gehalt von at 5400, einem Kontrolleur ein solcher von at 1600 und einem Rechner ein solcher von at 2400 normirt. Den beiden letzten Beamten wird außerdem eine Remuneration von je at 400 zugesichert. Der Director hat eine Caution von at. 20,000,
Berlin, 21. December. Seine Majestät der Kaiser wohnte gestern Abend der Vorstellung im Schauspielhause bei, empfing im Laufe des heutigen Vormittags den Wirkt. Geheimerath v. Wilmowski. Um 4 Uhr erscheint Staatssecretär Graf Herbert Bismarck zum Vortrag.
London, 21. December. Sheehy, irisches Mitglied des Unterhauses, wurde heute in Clomnel zu einmonatlichem Gefängniß wegen Aufreizung zum Ungehorsam gegen die Gesetze verurtheilt.
Petersburg, 21. December. Der deutsche Botschafter v. Schweinitz ist heute hier eingetroffen.
— Die „Nowoje Wremja" sagt, mit der militärischen Ausführung der „Köln. Ztg." über den Artikel des „Russki Invalid" könne sich der russische Staatsbürger nur ruyiger und gesicherter fühlen, gleichviel, ob gegen die„K. Z." noch replicirt werde oder nicht.
San Remo, 21. December. Der Kronprinz machte heute mit dem Erbprinzen und der Erbprtnzessin von Meiningen einen Spaziergang.
und die beiden anderen Beamten eine solche von at 10,000 zu stellen. Ferner wurde beschlossen, die Directorstelle alsbald öffentlich auszuschreiben.
— Wie das „M. I." mittheilt, sind letzter Tage al 10,000 als Gabe zum gol- denen Priester-Jubiläum des Papstes aus der hiesigen Diöcese an den päpstlichen I Nuntius Aloys Fürst Scilla in München zur Weiterbeförderung nach Rom abgegangen.
Mainz. (Beleuchtet Hausstur und Treppen.j Ter Schutzmann D. dahier war i vor einigen Monaten auf einem Tienstgange in das Haus des Herrn W. gekommen , und hatte das Unglück, die Stiege herur.terzufallen, wobei er sich eine Verletzung am j Beine zuzog, deren Heilung längere Zeit in Anspruch nahm. Da der Unfall nur | durch die schlechte Beleuchtung der Stiegen verschuldet war, klagte D. Ter Haus- ? besitzer W. verpflichtete sich durch gerichtlichen Vergleich, dem D. 225 at zu zahlen j und sämmtliche Kosten zu übernehmen. W. kann dem Schutzmanne dankbar sein, daß dieser den Vergleich einging, sonst hätte W. bedeutendMnehr zahlen müssen.
Fulda, 20. December. (Eisenbahn-Unfall.j Auf der Linie Gießen-Fulda der j Oberhessischen Bahnen nahe der Station Bad Salzschlirf (beim Dorfe Eichenau) ; wurde in der Nacht vom Sonntag auf Montag ein großer Steinblock auf die < Schienen gewälzt, jedenfalls in der Absicht, den Frühzug (6'/r Uhr Morgens) entgleisen zu macken. Wegen der undurchdringlichen Dunkelheit konnte der Maschinenführer dieses Hinderntß nicht bemerken, der Zug fuhr mit voller Kraft auf, aber ohne auszuspringen; nur die Maschine wurde defect; nachdem durch den Draht aus Alsfeld eine Hilfsmaschine herbeigerusen war, erreichte der Zug mit 40minutltcher Verspätung die Endstation.
Frankfurt, 16. December. Die Liebe überwindet Alles, sagt die Schrift; aber einem Fall, der vom hiesigen Standesamt erzählt wird, ist zu entnehmen, daß vom Geld selbst die Liebe sich überwinden läßt. Da erschienen am Mittwoch Bräutigam und Braut, um die Eivtltrauung vornehmen zu lassen. Als der Erstere hörte, daß die Biaut, die bis dahin ihr Alter mit 30 Jahren angegeben hatte, 39 Jahre alt war, empfahl er sich und ließ die Braut stehen. Schon gestern Vormittag erschienen nun beide Parteien abermals vor dem Standesamt und diesmal konnte die Trauung ohne Störung vor sich gehen, denn die Mitgift war inzwischen um so viele Tausend Mark erhöht worden, als die Braut älter war, wie sie früher angegeben hatte.
Reichenbach i. V., 18. December. Aus hiesiger Gegend ist eine, wenn auch noch geringe, so doch erfreuliche Besserung des Gesundheitszustandes zu melden, unb die Trichinosis scheint allmältg nachzulassen. Tic Wiederherstellung der Kranken, von denen viele noch recht schwer darniederliegen, wird jedoch lange Zeit in Anspruch nehmen und die öffentliche Mildtbätigkeit wird sich in's Mittel legen müssen, um die Genesenden zu unterstützen und den Wittwen und Waisen zu helfen.
— (Beseitigung der Schimmel aus dem Heeres Bei den französischen Kavallerie-Regimentern werden, mit Ausnahme der in Algerien stehenden, keine Schimmel mehr eingestellt. Dagegen sind die Aerzte, nach Anordnung der französischen Kriegsverwaltung, verpflichtet, sich mit Schimmeln beritten zu machen. Diese Einrichtung wird von der „Deutschen Heereszeitung" „praktisch und nachahmenswerth" genannt, da sie die unter dem Schutze der Genfer Konvention stehenden Aerzte weithin kennbar mache.
Handel und Verkehr.
Limburg, 21. December. Rother Weizen pro Malter at 14.65, weißer Weizen at 14.50, Korn at 10.20, Gerste at 9.40, Hafer at 5.75, Erbsen at 00.00, Kartoffeln at 0.00.
Frankfurt, 21. December. Auf dem heutigen Markt kosteten: Kartoffeln per Malter at 0.00—0.00, das Gescheid 12—00 H, Eier das Hundert at 0.00—0.00, daS St. 6—8 Butter im Großen at 00.00—00.00, im Detail das Pfund at 1.10 bis 1.30, Weißkraut per Stück 20—25 H, Rothkraut per Stück 30—40 Kohlrabi per Stück 4—6 Ochsenfleisch per Pfund 45—70 H, Kuh- u. Rindfleisch 45—55 H, Kalbfleisch 40—50 H, Schweinefleisch 65—75 Hammelfleisch 40—60 H, 1 Hahn at 0.90—1.80, 1 Huhn at 1.00—2.50, 1 Ente at 1.80-3.00, Gans Pfund 60—70 1 Taube 40-70 H, Welsche at 12.00—15 00.
LandwLrthschaftliche Nachrichten.
(Nachdruck verboten.)
— (Die Schweinepest in Skandinavien.] In den skandinavischen Ländern ist bekanntlich unter den Schweinen eine Krankheit aufgetreten, die zuletzt ganz besonders in Dänemark grassirte und zahlreiche Opfer forderte. Von Tänemark aus findet nun eine sehr große regelmäßige Einfuhr von Schweinen und Schweinefleisch nach Deutschland statt, so daß jene Vorgänge bei unseren nordischen Nachbarn unsere höchste Aufmerksamkeit verdienen. Durch ein Einfuhrverbot ist zwar der Gefahr der Einschleppung nach Möglichkeit vorgebeugt worden, da iudeß noch 4n letzter Zeit eine sehr große Einfuhr von Schweinen nach Deutschland stattgefunden hat, so ist heute noch nicht zu sagen, ob nicht doch eine Verschleppung stattgefunden bat. Ist doch die Ausbreitung der cseucke in Dänemark lange verheimlicht worden und tritt doch ferner als erschwerend hinzu, daß die Krankheit oft erst vierzehn Tage und länger nach erfolgter Ansteckung ausbricht. In jedem Falle ist Vorsicht geboten und das umsomehr als die Krankheit bei uns neu ist und darum oft nicht zeitig erkannt werden dürfte.
Nach den Beschreibungen dänischer Blätter und nach dem Berichte des Dr. Bang in Kopenhagen ist die Krankheit, die der letztere „Schweinepest" nennt, eine dem Roth- lauf ähnliche Krankheit, aber doch von diesem, wie auch von der in Deutschland bekannten Schweineseuche verschieden; sie dürfte mit der in Amerika unter dem Namen Hog-Cholera bekannten Seuche identisch sein. Es tritt bei dieser Schweine-Cholera oder Schweinepest zunächst eine Ermattung der Thiere ein, sie lassen Schwanz und Ohren hängen und liegen meist still. Eine hochgradige Erhitzung tritt dann dazu, die Freßlust hört auf und ein heftiger Durchfall tritt nach einer vorübergehenden Verstopfung ein. Die entleerten Excremente sind sehr dünn, übelriechend und oft mit Blut vermischt. Bei manchen Thieren färbt fick die Haut zunächst an den Ohren und der Schnauze roth, diese Röthe ist aber nicht so dunkel unb so bläulich wie die bei Rothlauf eintretende, auch ist sie nicht so umfangreich und verbreitet sich nur selten über den ganzen Körper, ferner ist der Durchfall eine Erscheinung, die die Verwechslung mit Rothlauf ausschließt. Auch verenden die von der Pest befallenen Thiere nur selten in kurzer Zeit, oft erst nach 8—14 Tage währender Krankheit. Vor dem Verenden treten häufig Krämpfe ein.
lieber das Wesen und die Verbreitungsart der Krankheit ist man noch nicht unterrichtet. Man findet bei den erkrankten Thieren im Racken, Maule, unter der Zunge an den Backen und Gaumen diphteritische Flecken und Schorfe, auch unreine, graugefärbte Wunden. Es ist auch erwiesen, daß diese Flecken und Schorfe auf die Zitzen und Euter säugender Thiere übertragen werden können und dort ähnliche Erscheinungen Hervorrufen. Auch hat die Untersuchung gefallener und gctödtetcr kranker Thiere ergeben, daß Entzündungen des Blind- und des Dickdarmes stattfinden, die in verschiedenen Stadien, von der einfachen Röthung bis zur vollkommenen Auflösung der Darmwand in eine lederartige, innen gelbliche und käseartige Masse führen. Toch aus alledem ist noch nichts Sicheres über die Entstehung der Krankheit, ihre Heilung unb Verhütung zu folgern, dazu müssen weitere Erfahrungen abgewartet werden. Damit aber die Seuche nicht in Deutschland zur Ausbreitung gelange, sollte jeder Besitzer auf feine Schweine sehr sorgfältig achten. Bei irgend welchen verdächtigen Anzeichen ist das erkrankte Thier sofort, von den andern zu trennen und ärztliche Hilfe in Anspruch zu nehmen, damit sicher festgestellt werde, ob die Schweinepest eingeschleppt ist oder nicht.
Christbaumständer mit Musik, ein oder mehrere Stücke spielend, sind eine prächtige Zierde für den Weihnacktslisch; nicht allein erhöhen sie die Weibe der Be- scheerung durch das Ertönen lieblicher, dem We.hnachtsfeste gewidmeter Mckodieen, sondern bringen'auch durch den bewegenden Mechanismus den im Lichterglanze strahlenden Christbaum, diesen Hauptschmuck des Weihnachtstisches in der deutschen Familie, der ihn umstehenden Kinderschaar von allen Seiten zu Gesicht. Diese neuen Christbaumständer sind in der Spielwaarenhandlg. von I. H. Fuhr oorräthig. (Siehe Inserat.)
— Wie ärgerlich ist eS, wenn das Kochfleisch nickt weich werden will, also der Hausfrau die Gefahr droht, daß sie eine flaue kraftlose Wassersuppe und ein zähes Stück Fleisch auftischen muß! Das Weichwerden des Fleisches wird gewöhnlich dadurch verhindert, daß das zum Kochen benutzte Wasser „hart", nämlich allzu kalkhaltig gewesen ist. Diese Eigenschaften haben in der Regel Brunnen- und Quellenwasset, dagegen


