Bataillons Nr. 11 und Krankentransportwagen des Trainbataillons Nr. 11 und übt -wischen Büdingen und Lauterbach.
4) Diotsionsmanöver finden am 15.,' 16. und 17. September in zwei Ab- theilungen gegeneinander statt und zwar zwischen Alsfeld und Lauterbach, mit zwei Bivouaks der Vorposten. Am 19., 20. und 21. September manöoerirt die 25. Division gegen die 22. Division.
Der 8. und 18. September sind Ruhetage.
Noch am letzten Manöoertage, am 21. September, kehren die Fußtruppm per Eisenbahn in ihre Garnison zurück, das 2. Bataillon des Jnfanterie-Reglments Nr. 118 am 22. September. Die übrigen Truppen kehren per Fußmarsch aus den Manöoern zurück, worauf dann unmittelbar die Entlassung der Reservisten und Dispositions- Urlauber zu erfolgen hat.
Notiz!
, .. Man kann bei den sich massenhaft mehrenden zweifelhaften Mitteln gegen g>aat= fÄrnÄ Gewährende, von Autoritäten empfohlene,
Haarwasser v. Netter, München
aufmerksam machen, welches wirklich leistet, was es verspricht: Conservirung und Kräftigung der vorhandenen Haare, Reinigung von Schuppen, weich und glänzend machen der Haare nebst Festhalten des Scheitels. 1305
Zu haben um 40 Pfg. und Mk. 1.10 bei I. H. Airhr, Sonnenstraße.
Der Weg, den der L>chützenfeftzug am Sonntag den 3. Juli nehmen wird ist nunmehr endgrltig festgesetzt. Von der alten Brücke bewegt sich der Hug durch die Fahrgasse Allerheiligenstraße, Langestraße, Neue Zeil, Zeil, Roßmarkt, ^atsersttaße ^rnLCnreÄ Stcinweg Schillerplatz'
©rofee Eschenheimerstraße, Eschersheimer Landstraße und Holzhausenstraße nach dem 2^ mehreren Stellen wird der Zug von den Anliegern errichtete Triumpsi r-rcn haben. Die Prunkwagen einiger Vereine und fünfte vor Allem ^^^laumswagen, machen schon jetzt viel von sich reden. Der letztere Wagen wird natürlich das Hauptstück des ganzen Zuges bilden. Durch die verschiedenen ?ur Verwendung kommenden schweren golddufchLirkten Stoffe, orientalHdiTn Siäe rnkb ein prächtig geschnitztes und schwer vergoldetes Ornament'
^efanlmPtl^bi6fed Jubiläumswagens zu einem äußerst farbenprächtigen W aud? der Entwurf dazu, von der Meisterhand des Professors Klinisch ganz in der üppigen und farbenprächtigen Manier Makart's gehalten c - Gegen den Schwimmlehrer in der Kleeblatt'schen Badeanstalt, der den Unterricht des lungst ertrunkenen kleinen Virmond überwachte oder besser hätte überwachen sollen wurde Untersuchung wegen fahrlässiger Tödtung etngeleitet. "verwachen sollen, Reichsfechtschule.; Seit dem Jahre ihrer Gründung JJ Reichssechtschule einen colossalen Aufschwung genommen Bekanntlich betiagt der Preis für eine Jahreskarte 30 Pfg., dennoch ist schon jetzt eine Einnahme von 711000 zu verzeichnen. Von diesem Gelde sind bisher 3 Reichs- 08a^rn)U eV 9 “,Drbcn ""d Zwar zu Lahr, Magdeburg und Schwabach
ecnrr ^ber das Verhältnlß des Aich- oder Füllstriches an den Biergläsern zur Füllung derselben herrschen noch immer vielfach irrthümliche Ansichten welche Wen unliebsame Erörterungen veranlassen. Um Klafft in dtt -Angettg n -tt ?Ü ^»-n>m°genhter die Mitth-ttung-n Platz finden, die im Verein der Berliner Gatt wirthe über diese Frage gemacht wurden und denen die Darlegungen eines Berliner
— Aus dem Leben der kronprinzlichen Familie in Potsdam erfährt die „Magdeburger Ztg.": Im Neuen Palais bei Potsdam ist, nachdem die kronprinzlichen Herrschaften nach England abgereist sind, Stille und Leere eingezogen. Dem Publikum ist es wieder gestattet, bis zum Schloß zu promeniren und letzteres zu besichtigen. Selbstverständlich werden nur die Festräume gezeigt, während die Räume der ersten Etage und die Salons des kronprinzlichen Paares jedem neugierigen Blick verschlossen bleiben, lieber das Leben, welches sich hier während der Anwesenheit der hohen Herrschaften abspielt, erfährt man von den Eingeweihten manches Interessante. In dem ganzen Auftreten und dem Verkehr des Kronprinzenpaares gtebt sich die Neigung kund, möglichst ungenirt und zwanglos zu leben. Die Kronprinzessin geht ihren häuslichen Pflichten nach, die sie ungemein ernst nimmt, ganz im Gegensätze zu anderen hochgestellten Damen, denen Küche und Keller unbekannte Begriffe sind. Die Dienerschaft weiß von der energischen Art, wie sie in ihrem Haushalt auf peinlichste Sauberkeit hält, manches Lied zu singen. Die Schloßherrin verschmäht es nicht, hier und da mit den Fingern über Möbel und Wände zu fahren, um zu prüfen, ob auch der Staub gehörig abgewischt sei. Wie in jedem anderen Hause gibt es Strafpredigten, wenn irgend eine Nachlässigkeit entdeckt wird. Die Diners bestimmt die hohe Frau selbst, wobei sie mit scharfem Auge darüber wacht, daß nicht zu viel verbraucht wird. In der Küche ist sie kein fremder Gast, sondern eine gewohnte Erscheinung, vor deren Sachkenntniß selbst der Koch einen gewissen Respect hat. Den Zettel, nach welchem der Hoffourier jeden Morgen die Bedürfnisse für die kronprinzltche Familie einholt, pflegt die Schloßherrrn jeden vorhergehenden Abend selbst aufzustellen. Die Rechnungen werden immer am Letzten eines jeden Monats von den Lieferanten eingereicht und am folgenden Ersten sofort von der kronprinzlichen Kasse honorirt. Der Kronprinz befaßt sich rm Neuen Palais besonders gern mit landwirthschaftlichen Dingen und speciell mit der Verwaltung seines Gutes in Bornstedt. Fast jeden Tag geht oder reitet er hinüber, um sich über den Stand der Wirthschaft zu informiren. Die Kronprinzessin pflegt ihn oft zu begleiten. Wie der echte, rechte Landwirth schaut er sorgenvoll nach dem Wetter aus, ob dieses auch den Saaten günstig ist. Als der hohe Herr vor einigen Jahren eine landwirthschaftliche Ausstellung besuchte, drückte er einem der Herren seine Be- sorgniß aus, daß das permanente Regenwetter seinen Kartoffeln in Bornstedt schaden könne. Als er wenige Tage später wiederum mit jenem Herrn zusammentraf, flüsterte er demselben leise und verstandnißinnig einige Worte zu. Alles war neugierig, was ' per Kronprinz gesagt und bestürmte den so ehrenvoll Ausgezeichneten um Mittheilung des Gesprochenen. Und wie lauteten die Worte des hohen Herrn? „Gott sei Dank' mit meinen Kartoffeln in Bornstedt steht es gut."
f Mainz, 21.Juni. Das seit demJahre l873 geschlossene katholische Priester- semmar hier soll nach einer Mittheilung des „M.T." im Herbste d. I. wieder eröffnet werden. Als Professoren für die Anstalt sind nach der gleichen Ouelle die Herren Pfarrverwalter Schieler m Wetskttchen bei Offenbach und Religionslehrer Selbst in m°n genommen. Die Unterhandlungen mit einem anderen angesehenen Geistlichen wegen Uebernahrne einer Professur sollen sich zerschlagen haben.
Die zahlreichen Cohnprocesse, die in Deutschland noch anhängig sind, haben jetzt mit einem Schlag ein Ende genommen. Wie der Rechtsanwalt des Klägers Eohn der auch unter den Beklagten befindlichen Redaction der „Mainzer Nachrichten" mitgetheilt hat, sind sammtliche Beleidigungsklagen von Herrn Cohn zurückgezogen werden und, zwar um d-ßwillen, wett ermittelt worden, dah der Urheber der Nachricht ein in Kassel erscheinendes antisemitisches Blatt sei, das nach Lage der Sache eine strenge Bestrafung zu erwarten habe. 1 ö
Wie mehrfach erwähnt, befindet sich das hiesige Stadttheater zur Zeit in einer Krisis, zu deren Losung von verschiedenen Seiten bekanntlich der Vorschlag gemacht wurde, die Stadt solle das Theater in eigene Regie nehmen. Die maßgebenden Factoren in der städtischen Verwaltung, die Theatercommission ist dem Vorschlag jetzt insofern naher getreten, als sie sich an die früheren Leiter der hiesigen Bühne, die Directoren Bahr, Ernst Deutschmger und Marterfteig gewendet habe, um das Urtheil dieser Sachverständigen über die Frage, ob Selbstregie ober Verpachtung, zu erhalten.
Astern haben die Schwurgerichtsverhandlungen der Provinz Rheinhessen für das zweite Quartal ihren Anfang genommen und zwar mit aus Mordversuch gerichtet gegen den 24jährigen Dienstknecht Franz Schwab aus Orbis. Schwab hat auf eine gewisse Marie Keller aus Kettenheim, mit melier er einst eine Liebschaft gehabt, welches Verhältniß Keller aber auf Anrathen ihrer Eltern loste, Abends auf dem Weg nach Esselborn mehrere Schüsse mit einem Kölner abgefeuert nach der Anklage in der Absicht, die Keller zu tobten. Obwohl öte Keller nur leicht verletzt wurde, wurde von den Geschworenen die Schuldfrage verurtheU? @d)n,ab untcr Ausschluß mildernder Umstände zu V/2 Jahr Zuchthaus <• «D?. heAae, unter Ausschluß der Oeffentlichkeit verhandelte Anklage war gegen h1 cY251?hrriieinhKFnftnia0b^a9er auö3nge^^eim gerichtet, welche im März ^•.3; /hr Kind kurz nach dessen Geburt mit einer Scheere und einem Strumpfband getobtet hat. Das Urtheil lautet auf 3Vz Jahr Zuchthaus. V
O. L Frankfurt a. M., 21 Juni. Wie heute Abend ein hiesiges Blatt aus Deutschen Effectenbank nach Moskau unter dem abgefanbte3 Werthpacket in Hohe von 160 000 Jt an dem Bestimmungsorte ^^^-s?Ps?ekommen und ist die Befürchtung eingnreten, daß dasselbe gestohlen ist. versichert ****** erfolgt. Das Werthpacket war bei einer hiesigen Gesellschaft
Handel und Werke hr.
rnltf. 7 dem ß. T." sind augenblicklich folgende falsche Geldstücke im Um;
1 c Fünfmarkscheine (Kennzeichen: die Pflanzenfasern sind mit Tusche
a^i 0mmf^Ücfe/r(?lÜn3ici,$Ien D’ Jahreszahl 1879, matter Klang, S S 3) Zehnmarkstücke, (leichteres Gewicht, hellerer Klang); 4. Fünfmaik- c a? -Silber (matter Klang, fettiger Griff); 5. Einmarkstücke (matte Färbung, un- bumpfeJ 6- Fünfzigpfennigstücke (weiches Metall, biegsam, in ^r^AS0Ux0kan\X 0arl)i I' Zwcmzigpfennigstücke (Rand unrein ausgeprägt, sänfmlrwS? Außerdem sind in neuerer Zeit falsche goldene Zehn- und
1R77 von preußischem Gepräge und mit den Jahreszahlen 1875 und
»»JJnrÄlk r ; deide Fälschungen sind irn October hergestellt,-mittelst Dukatengoldes veryoldet und so ausgefuhrt, daß man sie nur am leichteren Gewicht von den echten Stucken unterscheiden kann.
« G iu Erund- Nkg-N. Belm Betteten einer Gast- oder Schankwirtbickatt S1 b« Gast gem-inhm kurz „ein Seidel" oder „ein Glas Bier" zu bestellen Der ,®a& Schankwrrth ist nun allerdings verpflichtest geaichte Gläser zu verwend b hV?» j, m?eja0(!Tn 8°lle nicht verpflichtet, den Aichstttch zu reipectirtn’ ,.bttreffenhe Glas bis zum Aichstrich zu füllen da Seidel" ober ffltnS" fli”' Maheinheit ist; der Gast- obn Schankwirlh kann baher S-ldett oder „Glas eine beliebige Quantität Bier vcrabsdlgen, ohne Rü-Isicht aus den ml. strich zu nehmen. Der Gast hat vielmehr nur das Rechst das Glas bis zum Aichsteä,' gefüllt zu verlangen, wenn er bestimmt fordert: >/, Liter >/. Liter «/.Liter u boll? jn diesem Falle ist auch der Gast- ober Schankwirlh verpfltchtt't boS entipreti' l^las bis zum Aichstrich zu füllen unb es erwächst für ihn naiürlich auch bieielbe®?, M'ung, wem. -r tseinen Gästen auf irgenb -ine Weise b-kännt gibt dah e
Maßeinheltf«/-, «/„ '/«Liter) für einen bestlmwtenPrM-erkauft Ti fo vielfach zur Anwendung kommende Ankündigung : ,> Seidel 10 X“ leat hnbpr ®aff- oder Schankwirthe keinerlei Verbindlichkeiten bezüglich des FüMtriches auf
- fB-sttafte Habsucht.) Eine artige Firmungsgeschichtt erzähtt di- Passauer ’ ,-3u tinem ausnahmsweise mit Glücksgüteru reich gesegneten Eooverator fat?'nx:na? unb nach 14 Knaben mit ihren Angehörigen, um den Getttlichen als Pathen für die kommende Firmung zu erbitten. Der liebenStDÜrbiaefrerr ?nh 3™8r k"Nim einen abschlägigen Bescheid, berief aber einige Tage vor der Nrmuna iu ‘n Wne SBoinung und theilte ihnen ttwa Folgendes miv „Ich will keinen von euch zuruckweisen; damit jedoch auch Niemand unmirieden tt/ sage ,ch euch gleich, was ein jeder von mir als Pa.hengeschenk bekommt näm ch -in?- R°s-nkranz, ein Gebetbuch und ein„BildI"; wem das genügt, der bad am «irmuna™ ta0e kommen." Der heiß ersehnte Tag kam endlich heran, aber bei bem fi«rn Cooperator erschienen von den 14 Knaben nur noch vier. welche dann auch d*ti«
Rosenkranz, ein Gebetbuch und darin liegend ein „Bild!" -dielten iS letzteres indeß, woran wohl Niemand zuvor gedacht hatte in einer — roe ? n°'°b°stand. Di- zehn abgefallen-n „Göden" 'sollen^rade k-sti- 7eson^er^mrg üa'en ni6 «bkltffl1“61 6ab<"' al§ f,e DOn ^er r£i^en E-s»-nkung der vier Getreuen Kenn " ,rtrun,” U-b-r die entsetzliche Katastrophe bei Paks (Ungarn), bei der über 10V Personen bkfhnrb^Werbm fol8m.be naher- Details gemeldet: Ungefähr 300 Wolliahrer
Mrzahl Frauen, auch viele Kinder, fuhren am 18. d. Mittags unter Führuna @ATlCI nntte st eines großen flachen Kahnes von Paks am rechten Donau 11)0 fld) cinc Wallfahrtskirche befindet. Die Fähre ^n altes gebrechliches Fahrzeug (!!) war von wallfahrenden Frauen, Mannern unb Kindern gedruckt voll. Etwa auf der Mitte des Stromes angelangt, wurde der ftabn Dom Sturme, der sich wahrend der Fahrt gesteigert hatte, plötzlich umaeroorfen imh nurf1mhl,,(tl^aafa',r/r Sflr,te?, h' baä Wasser. Die hochgehenden Wogen er chwetten Schwimmkundigen die Rettung, wahrend bie Kinder und Frauen wie eta bubter Knäuel in die Tiefe sanken. Schauderhafte Scenen spielten sich dabei ab Vom ßnCmro?r °f0Ü fe n+C Möglich. Nach übermenschlichem Kampfe gelang es ungefäbj ?k,"en, darunter Abt Spieß, welcher zuerst vor dem Umstürzen des Kahnes in
T^n«Cn prsn0 .unb.an§ schwamm, sich zu retten. Die schmutziggelben Wellen der Donau warfen in einem fort Leichname empor, Männer, Frauen, Kinder Greise Nur an einem Ufer wurden bis 5 Uhr Nachmittags fünfzig Todte aus der Donau gezogen. Hin und wieder wurden zwei, drei, oft auch mehr Personen in einander ^nfMU1E,faa9i§ Ufc a schwemmt. Di- L-ichen wurden einstweilen äm User d-s Äfr ^i medergelegt. Das entsetzliche Bild, welches das ungebeme
Die Nachricht von der schrecklichen Kalgin -UNS-bcure Aufregung verursacht. Die Verzweiflung der plötzlich
zu Wittwen und Waisen Gewordenen war unbeschreiblich. Untcr den Opsern befindet sich eine ganze Familie, die alle ihre Mitglieder verloren hat. Ihr Haus steht iefet Wttimk^^F^'lt mit drei jungen Söhnen ebenfalls -rtrunk-^Eine^a!m° Wittwe, die nach Kalocsa fuhr, um eine kleine, daselbst placirte Geldsumme zu holen kam ums Leben Als sich in der Stadt die Nachricht von dem Unglück verbreitete' versammelten sich grauen unb Kinder heftig weinend auf dem Marktplatz. Viele wollten mit verzweifelten Mitteln sich an das Retten machen. Eine desperate Frau bcn Verunglückten nachschwimmen. Von einer Marienfahne. aefnürt 2ßaClfa^rcr mit genommen, wurden einige Fragmente ans User s. ^Aefth, 20. Juni. Immer neue grauenhaftere Berichte bringen die Blätter über bte Katastrophe von Paks, die so viele Menschenleben gekostet hat. Wir entnehmen m^nf^U^ung "P* -5r* ^T?* nachfolgende Angabe: Die Plätte war durch Wallfahrer und Marktleute überfüllt; trotzdem unb obwohl auf der Donau ein ge- waltiger Sturmwind herrschte, stießen die Fährleute vom Ufer. Aber wenige Klafter di^N^Ä^n trat schon das Entsetzliche ein. Nach glaubwürdigen Angaben schwankte die Barke von Anfang an sehr bedeutend und bie erschrockenen Wallfahrer liefen bei jeber geroaltigen Schwankung irtib Neigung ber Barke auf jene Seite, die hoher aus dem Wasser emporragte; dadurch wurden die Schwankungen nur noch verhängnißvoller Ud bei einer^ derselben ergoß sich das Wasser in bie Barke, alle ihre Insassen in den Fiuthen begrabend! Ein einziger, furchtbarer, bte Luft erschütternder Schrei des @nt;
durchzitterte die Luft. Die Fährleute unb insbesondre ber Abt Spieß befunbeten eine bewunberungswurbige Kaltblütigkeit. Sie trachteten, die fieberhaft erreg en Wallfahrer zu beschwichtigen. Zu spät! Die Barke sank unb begrub bie frommen Kirchengänger. Abt Spieß warf sein Pluviale ab, riß sich bas Meßhemd vom Leibe, entlebigte sich rasch jeiner Oberkleider, spendete mit erhobenem Kreuze den Sinkenden den Segen und sprach ein Todtengebet. Alles dies war das Werk weniger Augenblicke. Dann erst stürzte er sich kopfüber in's Wasser unb rettete sich schwimmend D" helbenmuthige Priester bade aber nicht an sein Entkommen Während des Schwimmens erblickte er ein mit ben Wellen ringenbes Kind. Er faßt es in einen starken Arm und rettete dem armen Wurme das Leben. Leider nur Wenigen laÄelte baS @lmf beiRettung. Sehr Viele kamen beßhalb um, weil bie des
Schwimmens nicht kundigen Frauen unb Kinber bie schwimmenben Männer kramps- haft erfaßten unb uMNammerten, sie mit sich hinabrissen in's kühle Wellengrab. Die Ufer gleichen weitgebehnten Leichenhöfen, wo die Tobten, bie von ben Wellen bereits berauSgejjeben wurden, in schauerlich langen Reihen liegen. In Paks gibt es manches £>au3, das nunmehr gänzlich verobet ist, Urahne, Großmutter, Mutter unb Kinb — belsammen sind; es sind zumeist die Frauen und Kinder, die nicht die Kraft besaßen, gegen die Wellen anzukämpfen unb baher umkommen mußten. — Der Eigenthumer ber Platte, Stephan Müller, ist verhaftet worben.


