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Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen

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guten«t Schulstraß- 7.

Politische U-berficht.

Gießen, 21. Juli.

Seit Dimstaq weilt Kaiser Wilhelm wiederum in den herrlichen Salzburger Bergen, um hier, an den Quellen Gasteinr, die in Emrbcgonnme Kur zu vollenden. Seil langen Jahren ist Gastein dem greisen Herrscher sörm lich zum Jungbrunnen geworden und auch viermal steht zu hoffen, daß der G brauch der heilkräftigen Quellen dieser schönen Wildbades ^r S^ammergutcS wie überhaupt dessen kräftigende Alpenlust den ehrwürdigen Monarchen ur lerne:-n Erfüllung der schweren Pflichten seiner hohen Amte» stärken wird Hebet die Dauer der Gasteiner Nachkur sind noch gar kein-Bestmmungenge treffen und dasselbe gilt bezüglich de» Tage« und Orter der Zusammenkunst zwischen Kaiser Wilhelm und Kaiser Franz Josef. Die Reü-vonderJnftl Mainau, welche Kaiser Wilhelm, geleitet vom Grobherzog und der Grobherzogin von Baden, am Montag Mittag verließ, nach Gastein erfolgte in zwei Ab schnilien, da der hohe Reisende an dem genannten Tage nur dir Jnnrbrukr fuhr. In Bregenz betrat der Kaiser österreichischen Boden und hier wurde er vom Prinz.Regenten Luitpold von Bayern in sehr herzlicher Weise begrüßt. In Bregen, verabschiedeten stch die badischen Herrschaften vorn Kaiser um dann nach Mainau zurückzukehren. Der Prinz. Regent verabschiedete Ü4 aus dem Bahnhöfe von dem Kaiser, welcher um halb 5 Uhr nach Janick weiter reiße. Da« Aussehen der hohen Herrn wird ungeachtet dec Reise-Anst.engungen der ützlen Tage als sehr besriedigend geschildert.

Hebet die Verhaftung der Mitglieder der Berliner socialistischen Central.Comitös wird noch nachträglich gemeldet, daß im Ganzen 8 Per fonen verhaftet wurden. Dieselben sollen die Delegirten der socialdemokratische Wähler der sechs Berliner Reichsiagiwahlkreise gewesen sein, von denen v>e Kreise IV. und VI. wegen ihrer großen Ausdehnung >e zwei D-legirte in vas Central-Comitö entsandten, dem, wie bekannt, die geheime Organisation der Ber liner Socialdemokratie alr Hauptaufgabe überwiesen war. Die Verhafteten haben in der Oeffentlichkeit nur wenig gewirkt, so daß ihre Gestnnungrgenossen annehmen durften, daß jene alr hervorragende Parteigänger ^r Soc a d mo ktatie der Polizei unbekannt seien. Die Aufhebung des socialistifchen Central C-mitös hat gezeigt, daß dies ein Jrrthum war.

Die bevorstehende Ersatzwahl »um Reichstage in der Stadt Straßburg, für den verstorbenen Abg. Kablö hat zu ein» b dauerlich n Spaltung unter den dortigen Alldeutschen gesührt. Von einem Theile d rsAben im Vereine mit den gemäßigten Elsässern der eingeborene Rechtsanwalt Petri wiederum alr Candidat ausgestellt worden, welcher schon am ~1. Februar geg Kablö candidirte und die immerhin ansehnliche Minoerheit von ca. 6000 Stirn men erzielte. Ein anderer Theil der Altdeutschen Straßburg« will letzt aber von einer elsässischen Candidatur, selbst wenn der Betreffende der versöhnlichen Richtung angehört, wie Herr Petri, nichts mehr wissen und da man wahr-

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---Betreffend Drainirung in der Gemarkung Bettenhausen

h Diese Candidatur hat selbstverständlich keinerlei praktischen

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Deutschland.

Darmstadt, 20. Juli. Es. Königl. Hoheit der Großherzog haben

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vorgenommen werden, daß der Name (oder Firm ) Bestimmung,

gegeben wird. Nach amtlicher Erläuterung ist der 8«we| deutlich die Aufschrift nicht irgendwie beeinträchtigen zu lass , on ghung,.Angabe zu erhalten. Das Vorhandensein einer kurzen Namen,-

------ '----- Preis vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Bringerlohn.

Erscheint täglich mit Ausnahme des MontagS. Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pf.

Gemäß dem Gesetz vom 2. Januar 1858, die ^»Mennige,00 w?

n v. einer Anzahl Grundbesitzer von Bettenhausen Pläne über tVeneicknitz der Betheiligten, nähere Darlegung des Unternehmens und

:Seitenbauten gelegenen Äugust°bis September^l. I. auf dem Bureau der Großherzoglichen Bürgermeisterei

fflSufR Ächt der Betheil^ten offengelegt.

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Gießen, den 2U. jun i»o<- Dr. Soettnann- ----------- -------------