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Handel und Verkehr.

4 4^ ?tzen, 20. September. Auf dem heutigen Markt kostete: Butter per Pfund 101.15 Hühnereier pr. St. 56^, Enteneier St. 00 X Käie vr. St. 48,3 Kasematte 3O Erbsen pr. Liter 18 Linsen 28 Tauben per Paar 40 bis

5d per Stück JL 0.851.70, Hahnen pr. Stück JL 0.450.70, Enten

K pceJ Plund 00-00 Ochsenfleisch per Pfund 62 bis

a-- 't' Rindfleisch 54-56 H, Schweinefleisch5460Hammelfleisch 50bis

% E>fleüch 404a Kartoffeln per 100 Kilo JL 6.008 00, Milch per Liter 1 / i M *4 uymIflGrtfw »am rc ... j/ c t\i\ p aa

Wirklich praktische Erfindungen bahnen sich ihren Weg von selbst, dies sieht jnan auch bei den Earbonnatron-Heizöfen, welche heute ntctit nur in europäischen, sondern auch in überseeischen Ländern ein stark verbreiteter Bedarfsgegenstand ge­worden sind. r ±

Wie bekannt brennt jener Ofen, mit präparirtem Materiale gefüllt, ohne Rauch und Geruch und braucht demnach keinen Rauchabzug, wodurch er für allerhand Räume ohne Schornstein von eminentem Werthe ist; man kann ihn ebenso gut im Zimmer als im Vorsaal, Garten rc. rc. benutzen, da er nach Belieben übertragbar ist. Die Handhabung ist einfach und reinlich und die Aufstellung ohne besondere Vorrichtungen gänzlich gefahrlos.

Wenn wir auf dieses bereits von Königlichen Behörden, wie Eisenbahn, Marine rc., sowie auch von vielen Höfen eingeführte System zurückkommen, so wollen wir unsere geehrten Leser mit einer Neuerung daran bekannt machen. Es ist dies der Mrmespeicher, welcher statt des Deckels aufgesetzt wird und in welchem man über­raschend bequem kochen, braten und wärmen kann; wenn gewünscht lätzt er sich nach Gebrauch wieder abnehmen. Der Ofen, bisher blos zum Heizen dienend, ist dadurch sehr vervollkommnet; nebenbei wird durch den Wärmespeicher eine fast doppelte Heiz- wirkung erzielt und wird die Neuerung unfehlbar dazu beitragen, dem System noch weitere Kreise zu erschließen.

Wie alle Fabrikate der Earbonnatron-Heiz-Eie. A. Nieske, Dresden, so zeichnet sich auch der hier noch zu erwähnende Zugtödter durch einfache Anwendung und praktischen Werth aus. Die Idee stammt von dem bekannten Arzte Dr. med. Krüche, Berlin und wird von der Earbonnatron-Heiz-Eie. in der praktischen Form eines circa 50 Ctm. langen, 4Va Elm. breiten, elegant vernickelten Heizkörpers in den Handel gebracht, welcher einfach htneingesetzt ohne besondere Vorrichtung die Luftschicht zwischen dem Doppelfenster erwärmt. Ist nämlich dieser Zwischenraum nur um wenige Grade wärmer, jo strömt keine kalte Luft mehr in das Zimmer, sondern aus dem Zimmer in den Zwischenraum des Doppelfensters und von da in's Freie. Hierdurch wird aljo erzielt :

1. Vortreffliche Ventilation, indem die verdorbene Zimmerluft ausströmt.

2. Vermeidung der kalten Zugluft am Fenster.

3. Größere Ausnützung der Zimmerheizung, da die erwärmte Luftschicht zwischen den Doppelfenstern ein sehr schlechter Wärmeleiter ist.

Die Wärme ist genau zu reguliren, nach Wunsch zieht man auch im Doppel- ____ ____,v_w , 1VU

fenster die zartesten Treibhauspflanzen, welche bei der constanten Hitze gut gedeihen. I 1218 Zwiebeln per Ce'ntner Jl 5.00-6.00.

m^-^^onnatron-Heiz-Eie. A. Nieske, Dresden, außer diesen gesagten Neuheiten auch Platteisen ihres Systems, Wärmflaschen mit Natronsalzfüllung rc. rc. verfertigt, M genug bekannt, als daß wir hier Erwähnung thun wollen; wer darüber fpecielle Auskunft wünscht, wird von obiger Firma gern Prospect erhalten.

crrx. Geheimmittel, sondern ein Volksarzneimittel im besten Sinne des

e b c ctnt0er Zeit mit fo günstigem Erfolge eingeführten Sodener xer,r2 Bittet unter ärztlicher Aufsicht nach einem Verfahren, das an ^eckmaßigkeil sämmtliche bisher bekannten übertrifft, dürfen diese Pastillen that- sachltch als eine Concentrirung aller in den berühmten Sodener Mineralquellen ent; ??"enen Heilsubstanzen angesehen werden. Bei ihrer Herstellung ist zum ersten Male nL«JUn° 1 gelungen, jeder einzelnen Pastille ein wirklich genügendes

vinhwfDneraU^cr Substanz - 0,1 gr. gegen 0,01 gr. bei den einst so gerühmten eLa8t eli~ -uzusetzen, ohne daß dadurch ein Zerschmelzen herbeigeführt wird. x)tc Sodener Mineral-Pastillen haben daher nicht nur Anspruch auf die Bezeichnung Äsb? ri?6hen Heilmittels, sondern auch aus den Namen des einzigen, das sichere stellt in allen den Fällen, in denen der Gebrauch der Quellen selbst !^ctrt ift alsc> bei allen AthmungS- und BerdauungSorganen. Die Pastillen sind erhältlich in allen Apotheken, die Schachtel zu 85 6950

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Für die König!. Entbindungs- und Hebammenlehranstalt sind

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zu liefern. Offerten nebst Proben sind frei an die unterzeichnete Direction einzusenden.

Marburg, den 18. September 1887. Der Direktor

der Entbindungs- und Hebammenlehr­anstalt.

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Mittwoch den 21. September, Nachmittags 2 Uhr, versteigere ich auf meinem Bureau ver­schiedenes Mobiliar, 1 Taschenuhr, 2 Pferde und 1 Kuh.

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Allgemeiner Anzeiger. Gaspreisermäßigung.

Wir bringen hiermit zur öffentlichen Kenntniß, daß infolge Beschluffes des Stadtvorstandes vom 21. Juli d. I. der Gaspreis für privat- ? consumenten von Anfang Oetober d. I. an widerruflich ermäßigt ! worden ist, wie folgt:

Der Preis des Gases für Beleuchtungszwecke wird von seither 2 5 Pfg. auf 22 Pfg. pro Kubikmeter und der Preis des Gases zum Betrieb von Gasmotoren bei Aufstellung eines besonderen Gasmessers für dieselben von 20 Pfg. auf 16 Pfg. pro Kubikmeter herabgesetzt.

Gleichzeitig wurde beschlossen,

den Preis des Gases für alle übrigen nicht der Beleuch­tung dienenden Zwecke ebenfalls auf 16 Pfg. pro Kubik- meter zu ermäßigen, wenn auch hierfür ein besonderer Gas­messer aufgestellt und den weiteren besonderen Bedingungen entsprochen wird.

Hinsichtlich der Gasmotoren wird an obige Preisermäßigung jedoch die ausdrückliche Bedingung geknüpft, daß alle Motoren, bei welchen dies nicht bereits geschehen, außer mit Gummiballons auch noch mit Druck- regulatoren zu versehen sind, welche das Zucken der Beleuchtungsflammen in der wirksamsten Weise verhindern.

Gießen, den 20. September 1887.

Aädlischrs Gss- und Wasserwerk Gießen:

6986_____________________Otto Bergen.

Versteigerung eleganter Möbel.

Montag den 26. und Donnerstag den 29. September Nachmittags 2 Uhr

werden im Auftrag des Herrn Lach mann BiSmarckstraße 6 nach­benannte Gegenstände versteigert, nämlich: mehrere Silber- und Spiegel- schränke, ChiffonierS, Wasch- und Nähtische mit Marmorplatten, ovale und runde Tische, Kommoden, Sophas, Etagöre, Spiegel, Vor­hangs-Galerien, Teppiche, Porzellan- und Glaswaaren, Lampen, verschiedene Lüster, Seeretär, 1 Garnitur hochfeiner Plüschmöbel (Chauseuse, 6 Stühle, 2 Seffel, Teppich, Tisch und 2 Schemel), mehrere hochfeine Betten mit Sprungfeder- und Roßhaarmatratzen, Gestndebetten, Waschbütten, Fäffer, Weißzeug, vollständige Kücheneinrichtung, Küchenschrank u. s. w.

Sämmtliche Gegenstände sind nur kurze Zeit im Gebrauch, größtentheils \ wie neu. Die größeren Gegenstände kommen von 3>/r Uhr an zum Ausgebot.

Nähere Auskunft ertheilt Taxator Louis Rothenberger, Neuenweg, der auch Aufträge entgegennimmt.

Hoffmann, Ortsgerichtsmann.

Ferner wird Donnerstag den 29. September, Nachm. 3 Uhr, ebendaselbst ein Haustelegraph versteigert. 6931

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neu eingetroffen.

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