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Gtetzen, 18. December.

Zm 18. December bi. 38., Nachmittags um 4 Uhr fand in den unteren Räumen der höheren Mädchenschule die Christbescheerung deS Herrn Curschmann statt. Der- lelbe bescheerte in diesem Jahre das 38. Mal und war in der Lage, 156 arme Kinder, fast ausschließlich Mädchen, meist mit neuen Kleidern bedenken zu können.

Don zwei Uhr an fanden stch viele Damen und Herren ein, welche die Gaben besichtigten und des Lobes voll waren. In zwei Räumen wurden die Kinder au die mit Bretzeln, Nüssen, Anis und Aepfeln belegten Pulte gebracht. Um 4 Uhr wr»de der schön geschmückte Christbaum angezündet und die Feier begann. Freudestrahlend blickte die jugendliche Schaar zu ihrem Wohlthäter empor und sang mit Begeisterung das schöne Lied:Ehre sei Gott in der Höh'!"' Herr Curschmann hielt hierauf eine herzliche Ansprache, worin derselbe hauptsächlich betonte, daß es ihm auch in diesem Jahre durch die Unterstützung edler Menschen vergönnt gewesen sei, so viele arme Kinder beschenken zu können. Er wies auf die Bedeutung des Festes hin, welches überall in Deutschland in so schöner Weise gefeiert werde. Herr Curschmann er­mahnte die Kinder für die empfangenen Gaben dankbar zu sein. Sie sollten durch Folgsamkeit, Fleiß und gutes Betrage» das Wohlwollen ihrer Lehrer zu erhalten suchen, damit diese ihren schweren Beruf mit Freuden erfüllten. Nachdem noch der -erste und letzte Vers des Liedes:Wer nur den lieben Gott laßt walten", gesungen, begann die Nertheilung der Gabe».

Wohlbepackt u»d hochbeglückt wanderten nun die Beschenkten fröhlich »ach Haus. Zn dankbarer Liebe und Verehrung werden auch diese Kinder ihres WohlthäterS stets

gedenken. Herrn Curschmann möge eS vergönnt sein, dieses edle Werk noch eine lange Reihe von Jahren zum Wohle der Armen unterer Stadt sonzusetzen. X.

Jede Dame, die es interessirt, sollte nicht versäumen, sich die Ausstellung von Schülerinnenarbeiten der Frl. Möser anzufeben. Dieselbe ist außerordentlich reich­haltig und mannigfaltig und beweist, daß bet Frl. Möser sehr viel Praktisches und Schönes gelehrt und gelernt wird. Es zeugt von dem großen Talmi der Dame, daß sämmtliche Zeichnungen zu den Stickereien von ihr selbst entworfen und ausgeführt sind und ebenso daS rasche Erfassm jeder Neuheit auf dem Gebiete der Frauenarbeit. Beobachtet man nun noch die große Lust und Liebe, mit der Frl. Möser unterrichtet, und das Helle, luftige Local, so ist man berechtigt, die Schule jeder Mutter für ihre Tochter auf'S wärmste zu empfehlen. B.

Schiff-nachrichten

Bremen, 17. December. sPer transatlantischen Telegraph.) Der Postdampfer Eider, Capttän H. Baur, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, welcher am 7. Decbr. von Bremen und am 9. Decbr. von Southampton abgegangen war, ist heute 19 Uhr Morgens wohlbehalten in Newyork angekommen.

Handel und Verkehr.

Grünberg, 17. December. lFruchtpretse.) Weizen 17.00, Korn X 13.50, Gerste X 13.80, Hafer X 11.50, Erbsen X 14.20, Linsen X 24.30, Lein X 00.00 Samen X 21.00, Kartoffeln X 0.00, Wicken 11.10.

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Möbeln: 36 Rohrsessel, 4 gepolsterte Sessel, 48 Rohrstühle, 42 Tische, 40 Waschtische, 15 gepolsterte Chaiselongues, 8 Handtuchgestelle, 42 Kleider­halter, 36 Stiefelknechte, 36 Besengestelle, 43 Spiegel,

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Läufer und Matten: 5 Stück Cocosläufer, 42 Eocosmatten,

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1) alle Darlehen aus der Sparkasse mit 472% ?

2) alle Einlagen in die Sparkasse, welche für eine und dieselbe Person den Betrag von 2000 X. übersteigen, mit 3V2%

zu verzinsen sind.

Für die Einlagen bis zum Betrag von 2000 X. bleibt sonach, wie bisher, der Zinsfuß von 4% bestehen.

Nidda, den 16. December 1887.

Der Director der Sparkasse.

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