Einzelbild herunterladen

Telegraphische Depeschen.

Wolff'S telegr. Correspon-enz-Brrreau.

n9Z Mai. Nach einem Telegramm aus Newyork ist der Damvser

L.'W?8LNLSL,'ALL «*«* - *«

Greog TetoUb'en9,L 5rt9dntt *fl auf 6eutt ^mittag 3 Uhr zum Präsidenten London, 19. Mai. Bei der gestrigen Ersatzwahl in St Anstpll «mrS#

Stelle des suruckgetretenen Gladstonianers Borlase Mr. Mac Arthur welcker

"Ä?"

ist 2°- mL lPrivatdepesche.) Der berühmte Operateur Professor Billroth

8 o f « l r <.

q. Hetzen, 20. Mai. Die theologische Conferenz zu Gießen wird der Darmst Ztg." zufolge", Donnerstag den 9. Juni ds. Js. von Moment

Cas« Leib ihre Jahresversammlung halten. Nach einem Vortrags des forrafc fefforä Dr. Herrman n (Marburg):lieber den Begriff der Offenbarung nd nach

Im Ganzen 96 767.14

. . 3679.52

v4t

3)

5) an das Militär

JL

!bleibt Reineinkommen 82 736.64 JL

daher in 1886/87 mehr als in 1885/86 . .

- - 4 014.58 **

JL

6.86

472.31 9 052.31 2 41175 2 087.27

3.25

647.18

8 470.18

2 458.06

2116.77

s*L 100 446.66 JC 96 767.14

Die Versammlung der Kosaken, in welcher der Großfürst-Thronfolger als deren oberster Hetman eingesetzt wurde, verlief äußerst glänzend. Sämmtliche Regalien, Fahnen, Kleinodien und kaiserlichen Gnadenbrtefe des Kosakenheeres waren in derselben aus­gestellt. Nach der Feierlichkeit nahm der Kaiser die Truppenschau ab, an welcher außer einem Kosakenregiment und einer Kosakenreseroe-Batterie noch die Zöglinge der Militäranstalten, ein Regiment noch unetngerethter Kosaken und zwei Regimenter Kosakenknaben thetlnahmen. Zum Schluß legten Kalmücken Proben ihrer Reiterkünste ab, nach deren Beendigung sie dem Thronfolger ein schönes cremefarbenes Pferd zum Geschenk darbrachten. Abends fand ein Ball im Adelsklub statt.

Afrika.

Zanzibar, 18. Mai. Dr. Carl Peters ist mit seiner Expedition gestern hier eingetroffen.

daher in 1886/87 mehr als in 1885/86 Die Octroirückoergütungen betrugen

1) für Schlachtvieh......

2) Brennmaterialien . . . .

" Backwaare, Mehl und Hafer

4) Getränke.......

Im Ganzen 14 030.50 daher in 1886/87 weniger als in 1885/86 . . Abschluß.

Von dem Einkommen 96 767.14 die Rückvergütungen ab mit 14 030.50

Reichstag.

P. Berlin, 18. Mai 1887.

(31. Sitzung.)

Eine Reihe von Petitionen, welche als zur Erörterung im Plenum nicht für geeignet erachtet worden, sind zur Einsicht im Bureau niedergelegt.

Abg. v. Goldfus berichtet Namens der Petittonscommission über eine Petition des Verbandes der Thierschutzvereine des Deutschen Reiches, worin reichsgesetzliche Vor­schriften dahingehend verlangt werden, 1. daß Schlachtthtere nur nach vorausgegangener Betäubung durch Blutentziehung getödtet und 2. daß das Schlachten überhaupt durch geprüfte ltzmsirte Personen und in allgemeinen Schlachthäusern nur durch angestellte Schlächter ausgeführt werden dürfe. Außerdem liegen zu derselben Frage Eingaben von 2025 jüdischen Gemeinden vor, worin gebeten wird, über die Petition der Thier- schutzvereine zur Tagesordnung überzugehen oder doch bei Beschlußfassung über dieselbe die Gewissensfreiheit der Bekenner des jüdischen Glaubens zu schützen. Die Commission beantragt: die Petitionen dem Reichskanzler zur Erwägung zu überweisen, ob und auf welche Weise, insbesondere durch Abänderung des Reichsstrafgesetzbuches den in den Petitionen geltend gemachten Mißständen entgegenzutreten ist.

Abg. Dr. Wtndthorst hält es für bedenklich, in althergebrachte Gebräuche ohne Noth einzugreifen und beantragt demgemäß, über die Petitionen, soweit sie das zudtsche Schächten betreffen, zur Tagesordnung überzugehen, im Uebrtgen dem Com- missionsbeschlusfe zuzuftimmen. Für den Fall der Annahme des Commissionsbeschlusses beantragt er, hinter die Wortedes Reichsstrafgesetzbuches" die Worte einzuschieben unter thunlichster Schonung ritueller Gebräuche".

_ _Abg. Dr. Broemel (freis.) befürwortet den Principalantrag des Abgeordneten ^mothorst. Bei dem rituellen Schächten derThiere könne von einer Thierquälerei keine Rede sein, wie die in Sachsen angestellten bezüglichen Erhebungen ergeben haben.

Abg. Dr. Miquel bittet den Abg. Dr. Windhorst, das Wortthunlich" in seinem Eventualantrage zu streichen. Die Commission habe nicht beabsichtigt, die rituellen Gebrauche außer Augen zu lassen, als sie ihren Antrag stellte. Die Petition der Thierschutzvereine sei begründet, insbesondere halte er es wohl für durchführbar, daß die Thiere vor dem Schlachten betäubt werden.

r Dr* (Hntifemit): Für ihn seien die Juden eine Rasse, er bekämpfe

sie nicht aus confessionellen Gründen. Das Schächten sei ein orientalischer Gebrauch- die ^Zuden Deutsche sein, so müßten sie sich deutschen Gebräuchen fügen' bMe er, die Petitionen der Regierung zur Erwägung zu überweisen. Es sei höchste Zeit, daß endlich einmal eine Untersuchung Seitens der Regierung darüber angestellt werde, ob das Schächten mit unseren Humanitären Anschauungen vereinbar ist oder nicht. Ser dres der Fall, dann mögen die Juden weiter schächten.

Abg. Dr Wrndthorst will dem Staate unter keinen Umständen das Recht zugeftehen, in religiöse Gebräuche einzugreifen.

m .... ^g. vr. Brornel kann dem Abg. Miquel darin nicht beistimmen, daß die Petition der Thierschutzvereine begründet sei. Dr. Böckel sollte seine humane Gesinnung mcht nur den Thieren, sondern auch seinen Mitbürgern gegenüber bethätigen. Redner verurteilt in längerer Ausführung die antisemitische Bewegung und wird schließlich vom Präsidenten ersucht, sich auf die vorliegende Frage zu beschränken.

, , Abg. Dr. Miquel constatirt, daß ihn der Vorredner ganz falsch verstanden ? r b?be ausdrücklich das rituelle Schächten ausgenommen. Die Thierquälerei beim Schlachten bestehe wovon sich Jeder, selbst in großen Städten überzeugen könne, treten lasten ^ra0C &e§ rituellen Schächtens nicht die Hauptfrage zurück-

Bundescommissar Geh. Regierungsrath Wermuth will nur der Meinung ent- gegentretcn, als ob bisher überhaupt noch nichts in der in Rede stehenden Angelegenheit geschehen wäre. Fast überall seien von den zuständigen Behörden Verordnungen erlassen, welche den Ausschluß der Thierquälerei beim Schlachten bezwecken.

Der Principalantrag Wtndthorst wird mit großer Mehrheit angenommen und demgemäß über die Petitionen, soweit sie das rituelle Schächten betreffen, zur Tages­ordnung ubergegangen, während sie im Uebrigen dem Reichskanzler zur Erwägung überwiesen werden. 0 b

c m Jaöerianb ©^^M^erinnunacn bittet, daß durch gesetzliche Bestimmung ^rA^v^vvn Schlüsseln, das Einpassen derselben und das Oeffnen von Schlössern ausschließlich in die Hand von Schlossern gelegt werde, welche durch Zugehörigkeit zu einer Innung Gewähr gegen Mißbrauch bieten. Eventuell wird gebeten, die Straf­bestimmung des S 369 des Reichsstrafgesetzbuchs, welche z. Z. nur Schlosser bedroht, zu verallgemeinern.' 3

Commission (Referent Abg. Kulemann) beantragt, die Petition dem Reichskanzler zur Kenntnißnahme zu überweisen.

^cntr'l "^^f^tlgung. In den Zuchthäusern wurden jetzt auch Schlosser ausgebildet, die, wenn sie frei würden, in jedem Eisen- Schlussel kaufen konnten, die sie sich dann zurechtfeilten und zu ihrem Handwerk

Abg. Hermann (cons.) schließt sich diesem Anträge an, insoweit es sich um den Eventualantrag der Pttition handelt. Der Uebelstand sei vorhanden; durch An- bCK Antrags auf Berücksichtigung werde die Regierung veranlaßt, auf Be­seitigung des Uebclstandes Bedacht zu nehmen. '

k ^ordneten Struckmann (natl.) und Lüders (frs.) sprechen sich gegen machm" wolle^b^^ au5' "^cher damit wieder einen Schritt zur Zwangstnnung

Bei ver Abstimmung ergibt sich, daß das Haus nicht beschlußfähig ist Freitag: Militärrelictengesetz, Kunstbuttergesetz. 9

Univerfitäts«Chronik.

alt, grswrben.' 19 Bcrü6mk Sinolo0e August Pfizmai-r ist, 79 Jahre

a" itr d-r"n.r Unio-rsi.-t ist Professor Engl-r- B-rli^ b-r hpgt-nischen Institute, Geh. M-dicinalrath Dr. Koch in

~cr Auftrag ertherlt worden, an der dortigen Universität von ifM nh st» ^tudrrenden der Medicin Unterweisung in der Jmpftechnik iu neben

bedienen nnd^'^^ t,er^eIbe beim Jmpfunterricht der Hilfe'eines Assistenten bedienen und durch denselben vertreten lassen kann. Hierzu ist der toh-ertnr hpr LS S4u ifbefaK "Nb polizeiliche St-dtphysikus Dr. Matthias

getragen haben, in der That für eine Stadt von 64,000 Einwohnern ebenso betrübend -in.« "Ä K SSS?'."

»äse »'.Ä'y ä tt

5tlbc ml I.I-..M Iato.nm.l!<r *en

Hier uegl wahrscheinllch Geistesstörung vor. Am 3. Mai ereianete stck ein Kelbst- ^uTaTefQfernei Sergeant erhängte sich weil tt Weinen natflr>AiU : ^mmen lasten und deßhalb einen Verweis erhalten batte Am

an^ner VavvÄ am & Ä ^r zu: der Fuhrwerksbesitz7r Kl e«

Fackelteich und eine Frau sprang am Hellen Mittag beim Justiz- sich dni6iebfiflerU®etoäftäml?nnnMtrf08 ^^^1'uugsvkrsuche und gestern Abeich ließ sahrem D-^K-r^^ard ienn°fmt ÄOTl§auC DOn elnem E"°nb-Hnzuge über-

Mm ^LbdfeÄ8SnC8lnan

ftld Kösert^ ^ Gesandte in Berlin Gräf o. Lerchen-

Teiu Moienng, oer zachflfche Gesandte in Berlin Graf von Hobentbal und

ein kleines Röllchen^tru?' ^Dotan"be^ =ll*= ©»»olbe -ing-f-ngen, welch- am Halse Ausschrist:Ärif9- Fmu L-hr " P°"t-rstr°ifch- mst der

sm-r,5lS$? BL1 M-IM.»« u» m.i«a1#lSaS...

äffÄftÄ1 aU& di- Thier- di- H-rbstz-itlos- sowohl

ff^V.-hrnnn^pi I; nc^a^ 9 verschmähen, gelangen doch jene Pflanzentheile leicht ffilTehpnU1TfiibpC hbv Heu- und Grasfütterung und es sind gewiß die Vergiftungs- n hr- U-lach ann m kS^1 --wohnlich glaub?, zumal dl-w-nMn

APfHhritA»» ir S crr,a_nnt werden. Man sollte nun denken, daß die Vertilgung dieses Platz Ä di/ aut?n Krö?er ®je,en °n8eftrcbl würde, um einersetts den QpihV&L.A ?utcn ru gewinnen, andererseits um ein giftfreies Heu zu ernten.

13 695.44 JL

14 030.50

. 335.06

100 446.66 JL

13 695.44

86 751.22

82 736.64

anschließenden Bdprechung wird Herr Professor Dr. Müller WnftÄ Stand der Forschung aus dem Gebiete der

. a 20- Mai. Nach dem Jahresberichte des Octrotinsvectors Jo» BetrS..

da0 Octrotetnkommm der Stadt Gießen oom 1. April 1886 bis 31. März 1887

1 fur Sch achtmeh .... 28839.22 * 30254.51

Ä Fleisch und Wildpret... 2162.46 2 538.31

3 " Brennmaterialien .... 21262.26 21413.98 "

4) Backwaare, Mehl und Hafer 22 232.- 22 627 34 "

5) Getränke....... 22 271.20 23 612 52