Schis fSnachricvlen.
transatlantischen Telegraph.) Der Postdampfrr 5 ölan^nnn w'r ®eamersL' DD,n„ Norddeutschen Llopd in Bremen, welcher am ?• ? aQr\,yonaT1®remc)l und am 7. März von Southampton abgeaanaen war ist heute 8 Uhr Morgens wohlbehalten in Newyork angekommen. '
dort am Tag- vorher -in G-witt-r knilub. Höchst reto Ikhr * enbll* hTic Meldung von Hochfluth-N an d-r Nordküstc von Kran? ien?m ,^ermin D0°t 9- ds. nur von secundärer Bedeutung und
jenem vom 23. Februar wert untergeordnet. In einer an die „N. Fr Pr aericktettn für bm^rhT 7n b‘ ka8’ matlrten,Zuschrift erklärte Falb, daß Jeb*e ernstere Gefahr ? 2 b epischen Beben in den kritischen Hochfluthtagen ausgeschlossen sei batte Äkb ^se Daten" schwache, sekundäre Stöße dort eintreten könnten. Ebenso österrettkis^^^i!^ in seinem zur Beruhigung der Bewohner der Riviera an den ofterrelchlsch.ungarischen Generalconsul Dr. Scherzer in Genua gerichteten Schreiben werden ?' ^dstöß- eintreten, dieselben doch nicht bedeutend
>e n werden und m Genua kaum verspürt werden dürften — eine Vorbersaauna die Weise" die ^ru tfnhp' hM dleiüt nun abzuwarten, in welcher
Weile die zu Ende dieses Monats aufemandersolgenden Faktoren — das Frühlings- roer&nWCtlUm 2°" b§‘ Unb bcr ^cumonb dtn 24- ds. - ihre Wirkung äußern
Das Schiff hatte eine Bemannung von Negern und Port-au-Prince bereits seit mehreren Tagen verlassen, als. der Capttün und die Mannschaft zu ihrem Schrecken eine Unzahl Scorpione und Hundertfüßler an Bord entdeckten, deren Biß lebensgefährlich ist. Man brachte eilends siedendes Wasser herbei und tödtete durch das Ausgießen desielben bte thiere. Aber einige Stunden spater stürzte der Koch schreckensbleich aus dem Raum und meldete, daß sich daselbst Tausende der gefährlichen Thiere herumtummeln. In der That dauerte es nicht lange und das Schiff war überfüllt von denselben. Die Matrosen flüchteten sich in die Masten und waren nicht zu bewegen, dieselben zu verlassen. Während zweier Tage bedeckten die gefährlichen Thiere das Verdeck; ein Neufundländer, der einen Biß erhielt, verendete nach wenigen Minuten Nur der Capitän und der zweite Offizier hielten auf ihren Posten aus und versuchten, durch das Auffiellen von Gefäßen, die mit brennendem Schwefel gefüllt waren die Thiere zu ersticken. Hunderte fanden ihren Tod, aber es blieben noch Tausende übrig. Endlich am dritten Tag erhob sich ein furchtbarer Sturm, das Meer fegte das Verdeck reiu und bald war das letzte der gefährlichen Thiere verschwunden. Das Schiff hatte Bauholz und Cedernholz an Bord und man glaubt, daß die Hundertfüßler in dem Holz ihre Nester gehabt hatten.
. “ Die Frühlingsdichter legen wohl mit schweren Seufzern Feder und Verse
bei Seite. Man kann nicht duftige Lieder schreiben, in welchen man alles grünen und blühen, Hag und Gesträuch in vollem Blumenschmucke prangen, Käfer und bunte Schmetterlinge schwirren läßt, wenn uns noch einmal ein Schneefall mit allen unangenehmen winterlichen Schauern überrascht und uns zwingt, der Wintertoilette wieder sorgfältige Aufmerksamkeit zu widmen. Nachdem über dem Norden Europas in den letzten Tagen die Temperatur außerordentlich gesunken ist, stellte sich über ganz Europa eine lebhafte Luftzufuhr aus Norden ein, welche allgemein eine rapide Temperaturabnahme und ergiebige Niederschläge, meist in Form von Schnee, im Gefolge hatte. Der Witterungswechsel hat auch nicht vor dem Alpcnwalle Halt gemacht. Aus ganz Ober- und Mittel-Italien werden große Schneefälle*gemeldet. Auch Wien, München Zürich, Genf, Bregenz, Salzburg, Ischl, Hermannstadt melden ergiebiges Schneegestöber. Bei Triest und Pola herrscht stürmische Bora mit Regen, Nachts Schneefall. Wir wollen uns aber trotz der bösen Wetterzeichen der Hoffnung hingeben, daß der Kalender und auch der Dichter, welcher prophezeit, daß doch Frühling werden muß, Recht behalten und der 21. März einen lichtblauen Himmel und warme Sonnenstrahlen bringen wird. Für den 22. März bitten wir jedenfalls den Himmel um die Pracht des Hohenzollernwetters.
. — sFalb über das neueste Erdbebens Die eingelaufenen Depeschen lehren,
dav an der Riviera di Ponente, in dem Gebiete des Erdbebens vom 23. Februar, und zwar von Nizza bis Diano-Marina, am 11. ds. erneute Erdstöße erfolgt sind, die aber glücklicherweise nicht stark genug waren, um irgend einen Schaden anzurichten. Rudolf Falb's Theorie vom Zusammenhänge der Erdbeben mit den von der Stellung des Mondes abhängigen Hochfluthterminen hat durch diese Erneuerung der Erderschütterungen wieder eine bemerkenswerte Bekräftigung erhalten. Falb hatte von allem Ansang an die Tage um den 23. Februar, 9. März und 24. März als solche bezeichnet, m denen starke Storungen in der Atmosphäre oder im Erdinnern, also Wetterstürze, Sturme, Gewitter, Aufsteigen schlagender Wetter, Springfluten, vulkanische Ausbrüche oder Erdenchutterungen zu gewärtigen sind. Der starke Einfluß bei einer centralen Sonnenfinsterniß ist durch das Zuiammenfallen der Sonnensinsterniß vom 22. bis 23. »>tebruar mit dem Erdbeben an der Riviera und durch die darauf .folgende Explosionen schlagender Wetter in belgischen Kohlengruben auffallend bestätigt worben. Auch die letzte Erschütterung hängt mit jenen Faktoren, auf denen Falb's Theorie beruht, zusammen. Am 9. d. Mts., um 9 Uhr 40 Min. Abends, trat Vollmond ein, und wenige Stunden später, am 10. ds., um 1 Uhr Morgens, gelangte der Mond in die Erdnahe, also zur stärksten Wirkung seiner Anziehungskraft. Daß die Wirkung dieser Konstellation erst am nächsten Tage, am 11. ds., erfolgte, ändert nichts an der Rich- üflfeit der Thatsache, denn nach einer uns vorliegenden, von Eapitän Paul Mauser in Buccari auf Grund der Falb'schen Theorie verfaßten Tabelle für 1887 dauert das gegenwärtige Mond-Aequinoctium, das heißt der sechstägige Spielraum um den Acauator-Durchgang des Mondes, binnen welchem sich dessen Einfluß fühlbar macht, vom 9. bis 14. März. Zweifelsohne machte sich dieser Einflutz auch schon in dem letzten, von einem starken Schneefall begleiteten Wettersturz geltend. Ferner wurde
Kirchliche Anzeigen der Stadt Giefter.«
Evangelische Gemeinde.
Gottesdienst.
Sonntag Lätare, 20. März.
Vormittags 9Vs Uhr: Pfarrer Dingeldey.
Nachmittags 6 Uhr: Pfarrer Schlosser.
Kinderkirche, Vormittags 11 Uhr: Pfarrer Schlosser.
rvX Montag, den 21. März, Abends 8 Uhr, Bibelstunde in der Kleinkinder- n 7,cnDon $crS 24 an' bas kananäische Weib, Heilung des Taub- jtummen, Pfarrer Dr. Naumann.
den 22. März, Vormittags 10 Uhr, Festg.ttesdienst zur Feier des 90 Geburtstags unseres Kaisers, Pfarrer Dr. Naumann.
Schlotte"^ bCH 23‘ 2Rärg/ Abends 6 Uhr, 5. Passionsandacht, Pfarrer
. Am Sonntag, den 27. März, wird Beichte und heiliges Abendmahl im Vormittagsgottesdienst gehalten werden.
Die Pfarr g e sch äste in der Woche vom 20. bis 26. März besorgt Pfarrer Dingeldey.
Katholische Gemeinde.
4. Fasten-Sonntag.
(Laetare.)
Von 7 Uhr an Beichte.
ilm $ llfyr: Frühmesse und Austheilung der hl. Communion.
• ValO Uhr: Hochamt und Predigt.
» 2 Uhr: Fastenandacht.
L Am Dienstag um V210 Uhr: Gottesdienst und Festrede zur Feier des Geburtstags Sr. Majestät des Kaisers.
Arn Freitag um 6 Uhr: Fastenandacht und Predigt.
Arn Samstag von 5 Uhr an: Beichte.
Gottesdienst in der synagoge.
Freitag Abend 6 Uhr, Samstag Morgen 8” Uhr, Samstag Mittag 3 Uhr, SamStag Abend Uhr.
Dienstag Morgen 9 Uhr Festgottesdienst zu Kaisers 90. Geburtstag.
Allgemeiner Anzeiger.
Bürger-Club.
Die auf der Karte für den 20. März vorgesehene Abendunter» Haltung ist wegen der an diesem Tage stattfindenden Festlichkeiten der Rudergesellschaft nunmehr auf
Sonntag den 27. März in Stein'S Saalbau verlegt worden.______________[2055]______________Der Vorstand.
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