Einzelbild herunterladen

Die Kaiserin von Oesterreich ist zum Besuche der rumänischen Majestäten in deren Sommerrestdenz Sinaja eingetroffen.

Lokale«.

17' ®2at Seine Königliche Hoheit Prinz Heinrich von Hessen wird

am 22. d. Mts. zur Truppenbestchtigung dahier etntreffen. V rotrD

Gieße«, 17. Mai. sTurnerisches.j Fast konnte es scheinen, bas schleckte W-tt-r wolle P-rm-nent werden, denn nachdem wir seither mit Regen ziemlich E bedacht wurden und sich gestern eine kleine Wendung zum Besseren

dt-st Nacht wieder -in starkes Gewitter mit wolkenbruchaltta-m R a n *M M sollen Verhältnissen viele Vereine und Gesellschaften, welche am Hchimels?brU^ nähere und weitere Ausflüge geplant haben, leiden müssen, ist s-lbstvesständlick D?r hi-stge Turnverein hat nun, da ja ,u einer Turnsahrt auch in wen äst-ns-ini?^ maßen günstiges W- er noihig ist, den mißlichen V-rhältnisstn Rechnung ragend b!' schloffen den pr-i-ctirten Extrazug bei günstiger Witterung -bgeh-n m "asten bei ungünstiger dagegen davon abzustehen. Zugleich sei darauf ausmerk!aw^.^'I. '?^ di- en,gen Mitglieder welchen' di- -ir-ulirmd- List- ttwänicht z7g-ga>7g-n Ä'sollM «-lcgenheit haben, sich noch in die bei den Herren Daniel H-il Ä ,7 m!

Restaurateur Schnell und in der Turnhalle offcnge-cgten Listen cinriu-ickne n!' wider Erwarten die Witterung ungünstig ausfallen, fo°wstd das «amWEurmn in der Turnhalle zu Lich stattstnden und hieran sich ein Commers anschließen.

... ®*e8e«, 17. Mai. Der hiesige Gabelsbcrger Stenographen-Vcrein bat in gestrigen außerordentlichen Generalversammlung u A beschlossen in i *nJcr

2 Unt-rrichts-urs- und zwar einen für Änfän^r u7?L Fort lLSs für in der Stenographie Borge chrittene, durch seinen »weiten '

km°»f-Nn"' Qb6aUCn 'U ,affen- ^n° rege B-th°il,gü7g jn d-nselbe°nV Ku

Gießen, 17. Mai. In unserem Bericht über den Stand der ,r

find die Angaben über den Besuch der Vorschule der höheren MädckensÄs??Ä;" »u berichtigen, daß die Vorschule in Klasse VIII» 38, in Vlllb 3() ix Ä X 58 Kinder zählt. ' dU' tn Ix 66, in

Deutschland.

Darmstadt, 15. Mai. Ihre Großh. Hoheit die Prinzessin Victoria, Prinzessin Ludwig von Battenberg, sind seit Donnerstag an gastrischem Fieber erkrankt.

Berlin, 16. Mai. Se. Maj. der Kaiser empfing heute Vormittag den Contreadmiral Knorr und nahm sodann den Vortrag Wilmowskt's entgegen.

Numänieu.

Bukarest, IS. Mai. Die Kaiserin von Oesterreich ist gestern nach zweitägigem Aufenthalte im Schlöffe Pelesch von Sinaja wieder abgereift; der König und die Königin gaben der Kaiserin bis nach Predeal das Geleite und verabschiedeten sich dort auf das Herzlichste von derselben.

Telegraphische Depeschen.

Wolff'S telegr. Correspoudeirz ° Bureau.

Berlin, 16. Mai. Die Branntweinsteuer-Commission berieth heute den ersten Paragraphen der Vorlage. Nach mehrstündiger Berathung wurde der Antrag Witte auf einen einheitlichen Steuersatz von 35 pro Liter gegen zwei Stimmen, der An­trag Spahn, die Steuersätze auf 35 und 50 H festzustellen, gegen 3 Stimmen, und der Antrag Buhl, den Steuersatz von 50 auf 55 zu erhöhen, gegen 5 Stimmen abgelehnt, dagegen wurde die Regierungsvorlage, welche eine Steuer von 50 resp. 75 H pro Liter festsetzt, mit 19 gegen 6 Stimmen angenommen.

Paragraph 1 wird in der Fassung der Regierungsvorlage mit dem Anträge Kardorff angenommen, wonach jedem Brennereibesitzer die gewünschte Menge denaturirten Branntweins zur freien Verfügung im Keller belassen wird. Zu den zwei ersten Ab­sätzen des Paragraphen 2 (Bemessung der Jahresmcnge des Branntweins, welchen die Brennereien zum Steuersätze von 50 H Herstellen dürfen) werden mehrere Anträge eingcbracht, darunter von Buhl zu Gunsten der kleinen Brennereien, von Schultz be­treffs der Zeitdauer der Vergünstigungen für' dieselben. Der Finauzminister bekämpft alle Anträge. Huene wünscht, daß die Anträge der Commission gedruckt vorgelegt werden. Die Commission wählte eine aus Mirbach, Buhl, Spahn, Wette und Gamp bestehende Subcommission und vertagte sich darauf bis morgen früh 10 Uhr.

Stuttgart, 16. Mai. DerStaatsanzeiger für Württemberg" schreibt bezüg­lich der Rückkehr des Königs aus Nizza, der Extrazug habe behufs Vermeidung des Gotthardtunnels, dessen Passirung dem Könige besondere Athemnoth verursachte, den Weg über Marseille und Genf genommen. Der Winteraufenthalt habe guten Einfluß auf das Befinden des Königs gehabt, doch seien die mannigfachen traurigen und auf­regenden Ereignisse, welche den König im vergangenen Winter betroffen hätten, nicht ohne Rückwirkung auf seine Gesundheit geblieben, weßhalb sich der König auch künftig Schonung aufzulegen genöthigt sei.

Paris, 16. Mai. Die gestrigen Stichwahlen zum Pariser Gemeinderath er­gaben als Gewählte: 13 Autonomisten, 12 Opportunisten, 5 Socialiften und einen Conservativen. Im Departement Cher wurde der Radikale Pauliat mit 348 Stimmen gegen den Conservativen Marquis Vogue (334) Stimmen zum Senator gewählt.

Petersburg, 16. Mai. Das Kaiserpaar, der Großfürst Thronfolger und der Großfürst Georg find gestern nach Süd-Rußland abgcreist.

London, 16. Mat. Graf Herbert Bismarck ist in Dublin angekommen.

London, 16. Mai. Im Unterhause erklärte Fergusson, die Ablehnung der ofstciellen Theilnahme Englands an der Pariser Ausstellung von 1889 sei erfolgt, weil die Theilnahme kaum geeignet erscheine, wo es sich um die Feier politischer Ereignisse in einem fremden Lande handle, worüber dort die Meinungen verschieden seien Smith theilte mit, daß die Pfingstferien vom 24. Mai bis 6. Juni dauern Aus der Bradlaugh'schen Etdesvorlage verdienten gewisse Punkte allerdings die Beachtung des Hauses, aber in der jetzigen Form könne die Regierung der Vorlage nicht bet­pflichten.

.. Trüffel, 16. Mai. Eine dem Minister des Innern zugegangene Depesche schätzt die Zahl der Sinkenden auf 2000, gleichzeitig wird darin mitgetheilt, es sei bisher noch kein Zwischenfall vorgekommen. Einzelne Garnisonen in der Provinz sind vor­sichtshalber konsignirt, auch ist der Eisenbahndienst derart eingerichtet, um fünftausend Truppen sofort nach den bedrohten Ortschaften zu befördern. Verschiedene Industrielle des Hennegau sind tn Brüssel etngetroffen, um die Entsendung von Truppen zu erbitten.

DemPeuple" zufolge hat sich die Strikebewegung auf die Kohlengruben von Lalouvrere, Sarslongchamps, Housse, Bouvy und Redemont ausgedehnt. Die W der Sinkenden beträgt angeblich zehntausend.

Morrs, 16. Mai Truppenabtheilungen und Gensdarmerte halten mehrere im Strike befindliche Ortschaften besetzt. In Sarslongchamps striken 2000 Arbeiter, ein Batarllon Truppen ist nach Morlanwelz abgegangen.

.n^uviere, 16. Mat. Eine tn den Kohlengrubengebieten des Hennegau ver­öffentlichte Proklamation des Gouverneurs besagt: Obwohl die Arbeit in den Gruben wieder ausgenommen wurde, suchen die Führer von Neuem Strike zu erregen und die Arbeiter nur Gewalt zu einem solchen zu zwingen. Derartige Unternehmungen werden ^4; n' kann auf energische und wirksame Intervention

der Behörden rechnen, die öffentliche Ordnung und Ruhe wird auf jeden Fall aufrecht­erhalten werden. u 1 w

«hatelet, 16. Mai Von Eharleroi werden Truppen hierher abgesandt. Die gesammte Burgergarde in der Umgegend von Charleroi ist aufgeboten. In Tilleur E KoFengrubenbasftn.von Lüttich, fand heute eine Versammlung zahlreicher Arbeiter Lüichbeschlossen ®Onner$ta| cin allgemeiner Strike im Kohlenbassin von

Schiffs - Bewegung

der Post-Dampfschiffe der Hamburg-Amerikanischen Packetfahrt-Actien-Gesellschaft.

1 Mai von St. Thomas nach Hamburg.Saxonia", 7. Mai

Tk °m-Q§ nad£ Hamburg.Thuringia", von Hamburg nach Westindien, 9. Mat in St. Thomas angekommen.Borussia", von Hamburg nach Weftindien, 9. Mat Havre werter.Hammonia", von New-York kommend, 10. Mai in Hamburg etngetroffen.Francra , 10. Mar von St. Thomas nach Hamburg. Rbaetia" von 11. Mai von Havre weiter.Bavaria", von Westindien 12Ä«&^ainburi 'Waffen.Lessing", 12. Mai von New-York nach rrL "^rsala , von Hamburg nach New-York, 14. Mai Lizard passstt. Wieland , ab Hamburg, 13. Mai in New-York angekommen.

16- Mai. Der aus Frankfurt ausgewiesene Reichstagsabaeordnete Sabor hat seit ernrgen Tagen hrer seinen Wohnsitz aufgeschlagen.

m^ ^ner gestern stattgehabtcn Beerdigung eines Anhängers der socialdemokrati- schen Partei befürchtete man Seitens der Behörde aus dem Friedhof (Störung«»« ^rfehhnf Demonstrationen verboten worden und auf dem

Schutzleute aufgestellt waren. Letztere Maßnahmen erwiesen sich ^deß als uberflufstg, denn es gingen rm Ganzen nur etwa 30 Personen mit dem mr? dasGrab^legten" 2 ^reunbc Verstorbenen wenige Worte sprachen und Kränze ^ri,ffn?rr!en,rbh-- Untersuchung befindlichen Socialdemokraten ist Seitens der Behörde tn QÜC an blc Betreffenden ankommenden Briefe der

Staatsanwaltschaft eingehandigt werden.

c e.n' l.6, Mat. In Alzey fand gestern unter dem Vorsitz «riÄ ber d°Msch-fr-isini,-n Partei des

k. einer alten Ouccksilbergrub- bei Erbes-Büdesheim fand man Heftern Selbstmord fchli-ß-n ^°^ bOtten' ' °°ren Umstände [affen auf einen w ,a c16* ^airnrr^n ^olge des heftigen Sturms der letzten Tage

Nh-" 'uehrere Unfälle gegeben. In Oestrich wurde ein mit Pfählen beladenes Schiff auf eine Sandbank getrieben, wobei es ein Leck erhielt und alsbald SnfFlbrPt?pan8C1Vflb^n9 lanL 5® e Schiffsmannschaft konnte sich nur mit schwerer wurde em mrt Schienen beladenes Schleppschiff von dem nrf P,?r?i?^@tUnbcven trieb ein Sandnachen wider das letzt-

?benfalls n Unb tTWU ^age. In der Nähe des Cauber Ufers sank der Nachen tssp" Aa NheinHessen, 15. Mai. Sio transit gloria mundi! muß man Un­willkürlich sagen, wenn man folgende Zeilen liest, die der9L Fr. Pr." vom Rhein zugehen: Die einstige Residenz Kaiser Karls des Großen, der Kaiserpalast zu Ingel­heim, gehört bald nur noch der Geschichte an. Vom Schlosse zu Ingelheim5 das mit ?tte. -3"ten verknüpft ist, in welchem auch Friedrich Barbarosia wiederholt residirte, Heinrich IV. des Reiches und der Krvne verlustig erklärt wurde, wird man bald nur noch singen und sagen hören. Im späteren Mittel- alter bereits wurde das berühmte Schloß zerstört; wiederholte Belagerungen und Er­oberungen hinterließen ihre Spuren und zuletzt machten die Mordbrennerschaaren zauoms gleich Heidelberg 1689 auch der Ingelheimer Herrlichkeit ein Ende; eine öde Ästigen kaiserlichen Palastes stehen; das Baumaterial wurde fortgeschafft. Die prächtigen, emst aus Italien herbeigeschafften Marmorsäulen » ^^nz, Wiesbaden und Heidelberg. Der vorletzte Besitzer des b«öarP Oheims, ließ das alte Schloß ganz und gar niederlegen und begann den Bau emes neuen; sem Tod setzte aber der Vollendung 1875 ein Ziel. »W -um April lag das Terram wüst und öde, da wurde es von zwei Jngelhenner ?nUAgCsm- Um dl.e ehrwürdigen Baureste zu erhalten, versuchten die Käufer E Mögliche; sie annonclrten und petitionirten vergeblich. Das preußische wie hessische Ministerium lehnten ab, sich für die Sache zu interessiren und wiesen eine Kaufofferte bAal i nun n?lt gekommen, daß die beiden Herren sich entschlossen haben, m^^rra h1 a8VaICea rin Theilstücken zu verkaufen. Das einstige Besih- thum Karls des Großen wird also parcellirt.

MQ» MesEehr.

A! 1 niT 1 w ?cn5 Mutigen Markt kostete: Butter per Pfund

1.001.10, Hühnereier per St. 45^, Enteneier St. 50 Käst vr. St. 47 L

76° Wen Liter 15^Linsen 30 Tauben per Paar 50 bis

dpt 1 sn 9nnUrfr^f °,90-(i;10^ pr* Stück X 1.40-1.70, Enten ßl per Pfund 00-00 Ochsenfleisch per Pfund 62 bis

62 Schweinefleisch 54-60^, Hammelfleisch 50 bis

?9 ^'o^^rsch 4046 Kartoffeln per 100 Kilo JL 4.505.00, Milch per Liter 1218 Zwiebeln per Centner JL 4.50-5.00, Kirschen per Pfund 1.20

Mpfipn qßVrsX6 ^at,4n^Sr«^euti0e Diebmartt war stark befahren. Ange- ??^n, ca. 12 Bullen, ca. 366 Kühe und Rmder, ca. 269 Kälber.

N^Breise stellten sich: Ochsen 1. Qual. JL 64-00, 2. Qual. JL 52-56, Kühe und

4550 per 100 Pfund Schlachtgewicht,

K^ber 1. Qual. 5458 A2. Qual. 4045 H per 1 Pfund Schlachtgewicht.

der Koln-Gießener Eisenbahn), 16. Mai. Auf den heutigen ""b^ebracht: 225 Ochsen, Kühe und Rinder, 1037 Schweine. Der

nächste Markt ist am Montag den 6. Juni d. I.

Mai 1887.

im

vom

1. Lebensjahr: 2.15. Jahr:

Summa: 13

11

2

1

1

Erwachsene:

1

1

1

Zusammen:

1

1

4

1 (1)

2

1

1

1

1

Es starben an:

Rippenfellentzündung Lungenentzündung Lungenschwindsucht Nierenentzündung Altersschwäche

Krebs

Alkoholismus Krämpfen Lebensschwäche

Sterblichkeitsziffer: 30,3"/«. Kinder

Wöchentliche Neberficht der Todesfälle in der Stadt Gießen.

19 Woche. Vom 8. Mat bis 14. m-* Einwohnerzahl: 19 001 (incl. 1600 Mann Militär).

frankfurter Stadttheater.

Sängerin Marcella Sem brich ist nunmehr vereinbart bie Künstlerin am Montag den 23. d. M. im Frankfurter Opernhause S h a * ~~ Bestellungen von Plätzen werden von jetzt ab

an der Theaterkasse entgegengenommen.___

. , ln gesetzten Ziffern geben an, wie viele der Todesfälle

in der betreffenden Krankheit auf von Auswärts nach Gießen gebrachte Kranke kommen.

Kirchliche Antigen der evsnget. Gemeinde.

Gottesdienst.

Himmelfahrttag, den 19. Mai.

, .vormittags 9-/, Uhr: Pfarr-r Dr. Naumann.

N^mittags 2 Uhr m der Fri-dhofskapelle: Pfarrer Dingeld-y.

und N?üsn°n^d.?°" 22 Mai, Nachmittags 2 Uhr, findet di- Vorstellung und Prüfung der zu confirmlrenden Mädchen statt.____________

Altkatholischer Gottesdienst.

22. Mai wird in der hiesigen Stadtkirche, um 11 Uhr, von anVuiJ3\\ Bonn altkatholiscker Gottesdienst abgehalten werden» Zugleich wird Gelegenheit gegeben zum Empfang des heiligen Abendmahls.